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Sonderangebot oder Drehbuchfehler? Darum sind die Dinosaurier in "Jurassic World 2" so günstig zu haben!
Von Christoph Petersen — 18.06.2018 um 16:30
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Nachdem wir aus der Pressevorführung von „Jurassic World 2: Das verlorene Königreich“ in London kamen, gab es auf dem Weg zurück zum Hotel zwischen den anwesenden Journalisten vor allem ein Gesprächsthema: die Preisgestaltung bei der Dino-Auktion.

Universal Pictures Germany

Der folgende Artikel enthält minimale Spoiler zu „Jurassic World 2: Das verlorene Königreich“

Sollte es wie in den „Jurassic Park“- und „Jurassic World“-Filmen auch in der realen Welt gelingen, längst ausgestorbene Dinosaurier zu klonen und wieder zum Leben zu erwecken, wie viel würde eine solche ausgewachsene Urzeitechse dann wohl auf dem Schwarzmarkt einbringen? Eine sicherlich weder ganz einfach noch völlig eindeutig zu beantwortende Frage, aber man müsste wohl schon eine ziemliche Summe auf den Tisch legen, um dann einen Stygimoloch oder einen Raptor als Schoßhund-Ersatz mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Die FILMSTARTS-Kritik zu "Jurassic World 2"

In „Jurassic World 2“ gibt es nun allerdings eine Sequenz, in der genau diese Frage beantwortet wird. Weil wir hier nicht mehr spoilern wollen als nötig, verraten wir dazu nur so viel: An einer Stelle des Films gibt es eine Dino-Auktion, zu der zwielichtige Geschäftsleute aus aller Welt zusammenkommen. Das wirkt ein bisschen wie in einem trashigen Actionstreifen aus den 1980ern, aber uns geht es jetzt vor allem um die bei dem Bieterstreit aufgerufenen Preise. Denn als der erste Dino in den Versteigerungsraum gebracht wird, liegt das Anfangsgebot bei gerade einmal vier Millionen Dollar. Natürlich geht der Preis dann beim Bieten noch ein Stück nach oben, aber trotzdem – uns erscheint die Summe als unglaublich niedrig.

Vier Millionen Dollar? Dafür bekommt man nicht mal ein Weltklasse-Rennpferd, geschweige denn einen Pandabären. Müssten dann die Preise für einen echten, lebendigen Dinosaurier nicht um ein Vielfaches höher liegen? Hätte der Dinosaurier 400 Millionen oder sogar vier Milliarden Dollar gekostet – das wäre unserer Meinung nach beides deutlich stimmiger gewesen. (Zumal das Gesamtergebnis der Auktion am Ende offenbar bei nur etwas mehr als 100 Millionen Dollar liegt – da würde angesichts der vorausgegangenen, superteuer anmutenden Militäraktion zur Rettung der Dinosaurier wohl nicht viel übrigbleiben, womöglich wäre es sogar ein Minusgeschäft. Bei solchen hochgerüsteten Militäreinsätzen, dazu auch noch mit illegal agierenden Söldnern, sind 100 Millionen aber ratzfatz aufgebraucht.)

Wir haben bei den Machern persönlich nachgefragt:

Als wir die Dino-Preise im Interview mit Regisseur J.A. Bayona ansprechen, zeigt er sich von unserer Reaktion überrascht, denn die Preise seien zum Schluss sogar extra noch einmal runtergesetzt worden, weil sie ihm in einer früheren Drehbuchfassung entgegen unserer Wahrnehmung sogar als zu hoch erschienen.

Drehbuchautor und Produzent Colin Trevorrow liefert uns zudem noch einen tieferen Einblick in den Preisgestaltungs-Prozess:

Wir wollten den Betrag auf gewisse Weise erden. Dinge werden heutzutage für solche grotesk hohen Preise verkauft, das fühlt sich dann schon fast an wie Monopoly-Geld. Wir wollten aber sicherstellen, dass jeder auf der Welt sich mit diesen Summen noch ein Stück weit identifizieren kann, dass die Summen noch einen gewissen Sinn machen, egal wie die eigene finanzielle Situation aussieht. Wenn man erst einmal verstanden hat, was man mit diesen Dinos alles anstellen kann, dann sind die Preise natürlich sehr niedrig. Aber es gibt zum Beispiel auch eine Menge Unternehmen, die für sehr wenig Geld verkauft werden, weil die Menschen erst hinterher feststellen, was sich mit ihnen alles anstellen lässt. Sowas gibt es immer wieder in verschiedenen Bereichen, das ist dann eine Art Wild-West-Zeit, wo noch niemand den wahren Wert kennt. Dasselbe gilt für pharmazeutische Produkte, die möglicherweise irgendeine Krankheit heilen. Niemand kennt ihren wahren Wert. Es ist wie eine Wette.

„Jurassic World 2: Das gefallene Königreich“ läuft hierzulande seit dem 6. Juni 2018 im Kino und führt aktuell klar die deutschen Kinocharts an.

 

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