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    Kein Obi-Wan, kein Boba Fett: "Star Wars"-Spin-offs nach "Solo"-Flop angeblich gestoppt
    Von Björn Becher — 20.06.2018 um 20:59
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    Kommen erst einmal keine „Star Wars“-Spin-offs mehr? Das berichten zumindest die für gewöhnlich sehr verlässlichen Kollegen von Collider. Die Arbeiten an allen „A Star Wars Story“-Filmen sind angeblich gestoppt worden.

    Lucasfilm Ltd.

    Offiziell angekündigt waren weder ein Obi-Wan-Film noch ein Abenteuer rund um Kopfgeldjäger Boba Fett, doch es galt als offenes Geheimnis, dass hinter den Kulissen fleißig an den beiden „Star Wars“-Spin-offs gewerkelt wird. Doch damit ist es wohl nun vorbei. Den großen Flop von „Solo: A Star Wars Story“ nimmt Lucasfilm laut Quellen der Kollegen von Collider zum Anlass, das gesamte Projekt von Spin-offs unter dem Titel „A Star Wars Story“ zu stoppen.

    Regisseur Stephen Daldry (unter anderem „Der Vorleser“) war angeblich an Bord eines Spin-offs über die Abenteuer von Obi-Wan Kenobi zwischen Episode III und IV. Ewan McGregor sollte erneut in die Rolle schlüpfen, zuletzt kursierte ein Drehbeginn für Anfang 2019, Vorbereitungen seien schon getroffen worden. Die Quellen von Collider berichten, dass der Film wirklich aktiv entwickelt wurde, alle Personen hinter dem Projekt aber nun nicht mehr beteiligt seien, also bereits über das Aus für das Projekt informiert wurden.

    Auch der kursierende Boba-Fett-Film von „Logan - The Wolverine“-Regisseur James Mangold liege auf Eis. Die Gespräche mit dem Regisseur und Autor seien vor dem Flop von „Solo“ geführt worden und werden jetzt wohl nicht weiter verfolgt.

    Große Probleme mit "A Star Wars Story"

    Laut den Informationen von Collider wird es vorerst gar keine „A Star Wars Story“-Filme mehr geben. Es könnte damit sein, dass eine Marke komplett beerdigt wird, die von Anfang an Probleme bereitete. Bisher stand keiner der Einzelfilme unter einem guten Stern. Bei „Rogue One: A Star Wars Story“ gab es massive Probleme und umfangreiche Nachdrehs. Weite Teile des Films mussten neu gestaltet werden. Die Probleme von „Solo: A Star Wars Story“ mit dem Austausch der Regisseure mitten in der Produktion, Neudrehs, einem aufgeblähten Budget und einer anschließenden Enttäuschung an den Kinokassen sind hinreichend bekannt.

    Weniger bekannt ist ein anderes Projekt, das bereits viel früher scheiterte: So sollte „Fantastic Four“-Regisseur Josh Trank bereits einen Boba-Fett-Film machen. Nur ganz kurz vor der offiziellen Bekanntgabe für die wohl sogar schon ein extra Trailer produziert worden war, zog Lucasfilm den Stecker.

    Unabhängige Reihen statt abhängige Einzelfilme

    Das Gerücht macht, sofern es stimmt, deutlich, dass man zukünftig wohl lieber auf Reihen als auf Einzelfilme setzen will. „Star Wars 9“ von J.J. Abrams als Abschluss der aktuellen Trilogie soll im Dezember 2019 in die Kinos kommen. Angekündigt ist zudem eine Trilogie von „Die letzten Jedi“-Regisseur Rian Johnson und eine Reihe von Filmen der „Game Of Thrones“-Autoren David Benioff und D.B. Weiss. Gemein ist diesen Projekten, dass sie komplett unabhängig von den bisherigen Ereignissen der „Star Wars“-Filme sein sollen, die Macher also viel größere erzählerische Freiheiten hätten. Das unterscheidet sie massiv von den Filmen über Obi-Wan, Boba Fett, Han Solo oder auch „Rogue One“, die als von der Hauptreihe abhängige Spin-offs am Ende in einem vorgegebenen Rahmen Lücken füllen.

    Eines dieser unabhängigen Projekte könnte nun schneller als bislang geplant vorangehen, sollten Disney und Lucasfilm an dem Vorsatz festhalten, jedes Jahr einen „Star Wars“-Film zu veröffentlichten. Denn wenn es für 2020 wirklich keinen Obi-Wan-Film gibt, fehlt noch ein Projekt. Diesen Platz könnte zum Beispiel der Auftakt von Rian Johnsons Trilogie einnehmen.

    Es bleibt nun mit Spannung abzuwarten, wann sich Lucasfilm selbst zu den Plänen des Unternehmens für sein „Star Wars“-Universum äußert.

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    Kommentare
    • Thomas Klein
      Mein herzlichen Glückwunsch an Walt Disney!Das sie es fertig grbracht haben Star Wars an die Wand gefahren zu haben.
    • Der Eine vom Dorf
      Ganz zu schweigen von der Flucht aus dem Casino auf lächerlichen Weltraum-Kamelen mit einer noch lächerlicheren Romanze zwischen zwei pubertierenden Möchtegerns. Das war einfach gruselig.
    • Deliah C. Darhk
      Ich hab' keinen Plan ...
    • Jimmy V.
      Wie gesagt, ich sage nicht, dass TFA damit jetzt viel besser wäre oder nicht auch Fanservice sei. Nur habe ich an dem Film ehrlich gesagt mehr Spaß als an RO, weil dieser für mich einfach eine relativ unnötige Geschichte erzählt. Da sträubt sich etwas in mir. Trotzdem mag ich beide Filme.Dass Episode 8 zu sehr gegen den Strom schwimmt, unterschreibe ich gerne. (Die Äußerungen von Mark Hamill zu seiner Figur lasse ich mal außen vor, denn da habe ich nun schon genug Videos gesehen, die sich die Aussagen aus Interviews so zurechtschneiden, wie es passt, egal ob in einer positiven oder negativne Lesart.) Allerdings hat er es sich damit auch nicht einfach gemacht und gerade für Lukes Figur ist das dort alles sehr herausfordernd. Ich weiß, die Fans wollten einen supermächtigen Luke sehen - das wollte ich auch, und ich finde, man hätte Johnsons Ansatz gut und gerne mit so einem mächtigen Luke noch einmal kombinieren können. Doch in gewisser Weise hat er Luke damit auch noch eine Möglichkeit gegeben und, wie ich schon mehrmals darauf hinwies, Lukes Heldenreise im klassischen campbell'schen Sinne wirklich fortgeführt. Das hat das alte EU bspw. überhaupt nicht auf die Reihe bekommen.
    • HalJordan
      Das wäre ja nochmal schöner, wenn es keine neuen Figuren geben würde. Es reicht schon, dass der Plot fast eins-zu-eins von Episode 4 übernommen wurde. Ich finde Episode 7 mit jedem Schauen schlechter. Das ist mit Abstand einer der überbewertetsten Filme, der letzten Jahre.Natürlich sind Filme stets subjektiv. Daher kann man auch schlecht sagen, ob eine jeweilige Charakterentwicklung sinnvoll erscheint oder eben nicht. Episode 8 schwimmt komplett gegen den Strom. Als wollte Johnson auf Teufel komm raus, etwas bringen, dass völlig anders ist. Ich finde es schon bezeichnend, wenn Mark Hamill kein gutes Haar an dem Film auslässt und gerade die Entwicklung seines Charakter in Frage stellt. Von John Boyegas Finn ganz zu Schweigen.
    • CineMan
      Man hatte immer noch Zeit gehabt um den Starttermin zu verschieben. Eine Verschiebung hätte mindestens 2 grosse Vorteile gebracht: mehr Zeit für das Filmteam um einenen besseren Film hervorzubringen und mehr Zeit für das bzw ein besseres Marketing.Der Misserfolg liegt nicht nur an den Fans. Die Fans alleine bringen kein 1,5 - 2 Milliarden Dollar an Einspielergebnissen.Und über The Last Jedi möchte ich gar nicht mehr schreiben. Zeitverschwendung....Ich sehe gerade dass FS mittlerweile auch einen Artikel über dieses Thema geschrieben hat.
    • Jimmy V.
      Episode 7 war auch Fanservice, natürlich, hatte aber ja schon einmal neue Figuren, mit denen weitergearbeitet wurde. Und, obwohl sie nicht gut waren, haben die Ansätze der Mysterybox doch zumindest impliziert, dass da etwas Neues kam. Das macht es jetzt nicht viel besser, beide Filme waren Fanservice, RO für mich nur etwas mehr.Dass Episode 8 keine sinnvollen Charakterentwicklungen hat, wird von allen Kritikern des Films immer dahergeworfen und behauptet, aber belegt eigentlich nicht. Über den Inhalt dieser Charakterentwicklungen kann man natürlich streiten.
    • HalJordan
      Bei Star Wars bin ich ein Freund von Spin-Offs. Die Frage ist nur, wie locker man tatsächlich an die jeweiligen Stoffe herangehen kann. Gerade wenn, wie im Fall von Han Solo schon bestimmte Dinge vorgegeben sind, ist die kreative Entfaltung nicht ganz so gravierend. Wenn es nach mir geht, kann es gerne Filme geben, die mit den Episoden absolut nichts am Hut haben.
    • HalJordan
      Witzig, dass du schreibst Rogue One wäre Fanservice pur gewesen und hätte inhaltlich nicht viel Neues geboten. Genau das trifft noch viel mehr auf Episode 7 zu. Getreu dem Motto alter Wein in neuen Schläuchen. Von einem Film, wie z. B. Solo habe ich nicht wirklich viel erwartet und dennoch erhalten Han Solo und Chewie sinnvolle Charakterentwicklungen. Etwas, das man über Episode 8 nun wirklich nicht sagen kann.
    • TresChic
      Ja, sehr bedauerlich mit dem Flop. Ich bin raus und mir war klar, dass nächstes Jahr ein neuer Han Solo kommt... :-( Ob es nicht etwas am Hauptdarsteller liegt? So richtig cool und witzig kam der nicht rüber.
    • Ralf Maeder
      Vielleicht wird es dann sogar mal einen erwachsenen Star Wars Film geben?
    • WhiteNightFalcon
      Wobei ich mich frage, muss man planlose Planlosigkeit eigentlich planen, muss man das studieren? Wird man ggf sogar planlos geboren? Auf jeden Fall würde bei Star Wars langsam auch passen: Planlos durchs Weltall....
    • Deliah C. Darhk
      Weil Planlosigkeit überall planlos ist.*fg*
    • Arkanoid
      Jar Jar Binks, och man die Vorgeschichte vom Fan Liebling :-(
    • Jimmy V.
      Also Johnson hat mal gesagt, er habe den Humor bewusst eingebaut, um die bewusste Düsternis seines Entwurfs inder Story abzumildern. Wie eben das in den anderen SW-Filmen auch der Fall war. Ich fand den Humor ok, manchmal hat er funktioniert, manchmal nicht.
    • Jimmy V.
      Was meinst du denn in dem Fall mit inhaltlich? Rogue One war doch nur Fanservice pur, mit einer Story, in der es darum geht einen völlig unwichtigen Plotpoint aus Episode 4 zu besprechen.War der Film geil? Auf jeden Fall.Hat's ihn gebraucht? Nö. Und damit sehe ich nicht, wie der Film da inhaltlich was schlägt, wenn er eigentlich kaum was Neues erzählt hat. Gerade bei den Figuren war er dann besonders gut, wenn die alten Charaktere ihre Auftritte bekamen.
    • Jimmy V.
      Genau. Wie unten schon gesagt, glaube ich noch nicht einmal daran. Aber wenn ich mich irre: Umso besser! Ein SW-Pause ist gut. Spin-offs, die nicht so konservativ an altem Material haften, muss es ohnehin nicht geben. Und meinetwegen darf man auch gerne kreativ werden: Warum keine neuen Figuren, in denen Bekannte wie Boba Fett o.Ä. Cameos haben oder Nebenfiguren sind? Warum keinen Film ansiedeln, der z.B. in den letzten Tagen des Imperiums spielt und von Siedlern handelt, die noch die Flucht wagen und in einer anderen Ecke der Galaxis ein neues Leben aufbauen? Star Wars meets Abenteuer-Survival und shit.
    • Jimmy V.
      Aber sie könnten dann doch trotzdem einfach weiter die Entwicklung vorantreiben und eher für eine andere Release-Politik werben (siehe anderes Gerücht).Wie gesagt, ich glaube den Gerüchten nicht ganz. Klar, kann so möglich sein. Aber ich fände es irgendwie widersinnig und insbesondere nachteilig für Lucasfilm. Damit zeigen sie doch, dass sie die Hosen voll haben. Was sie nicht müssen, finde ich. Solo war auch, aber nicht nur wegen TLJ ein Flop.
    • Bond, James Bond
      Ich will einen zweiten Solo Film :-)Nebenbei hat man doch mit dem Ende einen möglichen weiteren Spin-off gespoilert. Die Sache mit Emilia Clarke und den totgeglaubten Sith ;-)
    • Bond, James Bond
      Wieso Mist? Finanziell ja, aber ansonsten. Aber Rogue One war ja ein Erfolg. Deshalb finde ich dieses Schwanz einziehen einfach nur traurig.
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