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    Mehr ABBA-Songs, weniger Meryl Streep: "Mamma Mia 2" ist eine Fortsetzung NUR für Fans!
    Von Andreas Staben — 19.07.2018 um 16:00
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    Wie gut ist „Mamma Mia 2: Here We Go Again“? Und kann die Musical-Fortsetzung womöglich auch Skeptiker überzeugen, die mit dem ersten Teil nichts anfangen konnten? Wir verraten es euch!

    Universal Pictures

    Neun Jahre hat es gedauert, bis der 1999 uraufgeführte Musical-Welterfolg „Mamma Mia!“ seinen Weg auf die Leinwand gefunden hat. Anschließend mussten die ABBA-Fans dann sogar ganze zehn Jahre auf die filmische Fortsetzung „Mamma Mia 2: Here We Go Again“ warten, die heute in den deutschen Kinos startet: Sophie (Amanda Seyfried) ist nach Griechenland zurückgekehrt, um den Traum eines eigenen Hotels ihrer Mutter Donna (hat nur einen Kurzauftritt: Meryl Streep) zu vollenden. Kurz vor der Eröffnung zeigen sich aber nicht nur am Himmel dicke Wolken… Auch die Kritiken fallen mehrheitlich nicht ungetrübt aus. Die FILMSTARTS-Meinung: „Mamma Mia 2“ bietet zwar aufregendere Musical-Szenen als der Vorgänger, hat aber zugleich kaum etwas Neues zu erzählen!

    In einer Mischung aus Weiterführung und Rückblick nutzt Regisseur Ol Parker vor allem jede Gelegenheit, weitere Songs der schwedischen Kult-Combo zu zelebrieren, die noch nicht in Teil 1 erklungen sind. Das führt zu einigen flott inszenierten Musiknummern, aber die Geschichte bleibt dabei weitgehend auf der Strecke, wie unser Redakteur Christoph Petersen meint. Verbesserungen und Verschlechterungen gegenüber dem Original halten sich die Waage.

    Hier die wichtigsten Punkte in unserer Videokritik:

     

    FILMSTARTS empfiehlt „Mamma Mia 2“ nur den Fans des ersten Films. In ein ähnliches Horn bläst auch Leslie Felperin im Hollywood Reporter. Für sie ist „Here We Go Again“ analog zu den diesmal dominierenden ABBA-Songs aus der zweiten Reihe das filmische Äquivalent zu der B-Seite einer Schallplatte. Die hätten auch immer ihre Fans, würden aber nicht zufällig im Schatten der Hits von der A-Seite stehen.

    Auch wenn die Befunde meist sehr ähnlich sind (vor allem der papierdünne Plot wird überall hervorgehoben), gehen die Bewertungen der Rezensenten durchaus auseinander. Die eine resümiert: „Wenn schlecht und dumm zusammentreffen, wird die Mischung ungenießbar“ (Kristen Page-Kirby, The Washington Post), der andere schwärmt von „perfektem Sommer-Eskapismus“ und bezeichnet „Mamma Mia 2“ als „unkompliziertes Vergnügen in komplizierten, verzweifelten Zeiten“ (Richard Lawson, Vanity Fair). Dabei überwiegen insgesamt die positiveren Stimmen - „Mamma Mia 2“ steht aktuell bei 85 Prozent positiver Wertungen bei RottenTomatoes.

    Aber was wir aus allen Kritiken herauslesen, egal ob positiv oder negativ, ist dann doch vor allem das eine: „Mamma Mia 2“ ist vor allem etwas für Fans des Vorgängers!

    Wobei: Wer „Mamma Mia!“ vor allem wegen Meryl Streep super fand, der muss sich diesmal mit einem Kurzauftritt der dreimaligen Oscargewinnerin vergnügen. Warum dem so ist, könnt ihr hier nachlesen.

    Unsere ausführliche Kritik zu "Mamma Mia 2"

     

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    Kommentare
    • Louisiannah
      Bin im Film gewesen und völlig anderer Meinung. Der erste Teil war durchaus ok, der zweite ist dagegen eine wilde, bunte und nahezu atemlose Achterbahn der Gefühle - man kann lachen, weinen, staunen, am liebsten mitsingen und tanzen... und das hab nicht nur ich so empfunden! Ich kenne niemanden, der den Film gesehen hat und enttäuscht gewesen wäre. Ich habe Meryl Streep, die ich schätze, aber nicht (wie viele es tun) maßlos überschätze (!) keine Sekunde vermisst. Ich fand ihr spätes Erscheinen (vor allem in der Kirche) eher wenig passend und aufgesetzt. - Lily James macht als junge Donna einen Superjob, ihre Begegnungen mit den drei Jungs sind wahlweise skurril, spielerisch-witzig oder romantisch und ich fand die jeweiligen Szenen superunterhaltsam. Schön auch, dass die alte Besetzung wieder an Bord war: Ich liebe Julie Walters, Colin Firth und sogar, wie rührend Pierce Brosnan immer noch nicht singen kann. Das absolute Highlight aber ist Cher - und wenn sie mit und für Andy Garcia Fernando singt, ist das mehr als berührend. Ja, die Frau ist 72 und bewegt sich nicht mehr wie ein junger Hüpfer. Aber ihre Stimme hat immer noch so viel Kraft und Glanz, ihre Ausstrahlung Grazie und Würde - und wer über ihr Aussehen lästern will, soll das tun. Ich finde die Frau einzigartig. Und wer kann auf eine vergleichbare Karriere zurückblicken? Sie ist eine Ikone und veredelt diesen Film, den ich witziger, trauriger und emotional substanzieller fand als den ersten Teil: Der war weitgehend eine Meryl-Show - und auf eine Fortsetzung darauf hätte ich nun keine Lust gehabt.
    • Thomas Klein
      Ich liebe den ersten Teil von Mamma Mia, die Lieder , die Story und die Darsteller.Für Teil zwei hätte ich mir eine andere Story für den Film gewünscht.
    • Deliah C. Darhk
      SPOILERDafür lebt die im ersten Teil tote Oma ja wieder ... ;)
    • Supersanjajin
      Meine Frau liebt den ersten Teil über alles. Wir haben den mindestens zwei mal im Jahr gesehen. Der zweite Teil hat ihr nun den Film komplett ruiniert. Das Donna (Meryl Streep) tot ist, ist einfach nur unnötig und nimmt dem Film viel von der Leichtigkeit und guten Laune des ersten Teils. Hier haben wir ein gutes Beispiel, wie eine unnötige Dramatisierung eine komplette Filme Serie ruinieren kann.
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