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Achtung, Hochspannung: Das sind die besten Thriller bei Netflix
Von Tobias Tißen — 19.08.2018 um 09:20
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Lust auf einen spannenden Filmabend mit einem Thriller, der zum angespannten Nägelkauen einlädt? Dann schmeißt schon mal Netflix an – wir präsentieren euch hier nämlich die besten Thriller, die der Streaming-Dienst derzeit zu bieten hat!

Warner Home Video (Michael Douglas in "Falling Down")

Nachdem wir euch zuletzt schon die besten Komödien vorgestellt haben, die momentan bei Netflix zu finden sind, wenden wir uns diese Woche einem deutlich weniger lustigen, aber dadurch nicht weniger unterhaltsamen Filmgenre zu: Dem Thriller. Denn auch davon hat der Streaming-Service einige Perlen im Programm, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Da sich darunter jedoch gleich mehrere 5-Sterne-Meisterwerke finden lassen (u. a. „Das Schweigen der Lämmer“, „Sieben und „Nightcrawler“), die wir bereits in unserem Special mit den besten Filmen auf Netflix vorgestellt haben, wollen wir uns hier auf Filme konzentrieren, die das Prädikat „Meisterwerk“ zwar nicht ganz erreicht haben, aber dafür darauf warten, von einigen von euch noch entdeckt zu werden. Viel Spaß beim Streamen!

"Nocturama" (Bertrand Bonella, 2016)

Ein sonniger Tag in Paris. Ein paar junge Leute sind in der Stadt unterwegs: Sie werfen Handys in den Müll, holen Pakete ab, buchen Hotelzimmer, nehmen einen Termin im Innenministerium wahr und verschaffen sich Zugang zu den leerstehenden Etagen eines Hochhauses. Sie folgen einem Plan, der erst nach und nach erkennbar wird – und am Ende des Tages explodieren mehrere Bomben. Danach verschanzen sich David (Finnegan Oldfield), Sarah (Laure Valentinelli), Yacine (Hamza Meziani) und ihre Komplizen in einem Luxuskaufhaus mitten im Stadtzentrum. Dort wollen sie verharren, bis sich die Lage beruhigt hat…

FILMSTARTS-Wertung: 4,5 Sterne!

Fazit: Bertrand Bonellos „Nocturama“ ist zu gleichen Teilen spannender Thriller und sinnliches Drama, aber vor allem ist der meisterlich inszenierte Film das ebenso wahrhaftige wie ambivalente Porträt einer Jugend ohne Orientierung.

 

"Falling Down" (Joel Schumacher, 1993)

Es ist heiß in Los Angeles. Verdammt heiß. Und William Foster (Michael Douglas) steht im Stau. Zu allem Überfluss ist auch noch die Lüftung seines Autos kaputt, ebenso wie der Fensterheber - und dann ist da auch noch die nervige Fliege, die pausenlos um seinen Kopf schwirrt. Irgendwann hält es der gepeinigte Mann nicht mehr aus, klemmt sich seine Aktentasche unter den Arm, lässt den Wagen einfach stehen und marschiert los. Doch sein Geduldsfaden wird auch danach immer und immer weiter gespannt, bis er schließlich reißt und William Foster sich in einer Spirale der Gewalt verliert…

FILMSTARTS-Wertung: 4,5 Sterne!

Fazit: Wer mag, findet in „Falling Down“ einen dramaturgisch versiert inszenierten, mit Gags und Action angereicherten Film […] Aber Regisseur Joel Schumacher lässt uns die Option offen, erheblich mehr hinter dem scheinbar Offensichtlichen zu entdecken und gewährt zwischen den Zeilen eine Vielzahl an gut beobachteten gesellschaftlichen und teils sogar philosophischen Ein- und Ausblicken […] „Falling Down“ meistert so den seltenen Spagat zwischen Unterhaltung und Tiefgründigkeit und öffnet sich damit für verschiedene Stufen des Anspruchs und viele Filmgeschmäcker. Kurz: Jeder wird bedient.

 

"Der Maschinist" (Brad Anderson, 2004)

Trevor (Christian Bale) leidet an akuter Schlaflosigkeit: Seit einem Jahr hat er kein Auge mehr zugetan, ohne zu wissen, wieso. Durch diesen Stress hat er körperlich so stark abgebaut, dass außer Haut und Knochen nicht mehr viel von ihm übrig ist. Eines Tages taucht an Trevors Arbeitsplatz ein neuer Kollege namens Ivan (John Sharian) auf, von dem er schließlich so sehr abgelenkt wird, dass Mitarbeiter Miller (Michael Ironside) einen Arm verliert. Doch angeblich wurde niemand neu eingestellt, ein Ivan existiert nicht und Trevor wird die alleinige Schuld zugeschrieben. Zunächst von Schuldgefühlen zerfressen, wird in ihm alsbald Misstrauen wach. Gibt es einen Komplott gegen ihn? Wollen seine Kollegen ihn loswerden? Verliert er seinen Verstand? Und wer hängt eigentlich die mysteriösen Rätsel in seiner Wohnung auf?

FILMSTARTS-Wertung: 4,5 Sterne!

Fazit: In seiner Machart bezieht sich „Der Maschinist“ auf Regievorbilder wie David Lynch und Alfred Hitchcock […] Bei der Umsetzung konnte sich Regisseur Anderson auf das hervorragend ausgearbeitete Drehbuch von Scott Kosar verlassen […] Und auch durch das Erzähltempo und die Einführung von lediglich fünf wichtigen Charakteren wird der Film auf das absolut Wesentliche festgelegt – Spielereien und Ausschmückungen, die verzögernd wirken und das Publikum vom eigentlichen Kern der Handlung ablenken, braucht „The Machinist“ dank seiner fesselnden Geschichte nicht […] Und nicht zuletzt durch seinen ausgezeichneten Hauptdarsteller und die gute Regiearbeit wird er seinen Vorbildern durchaus gerecht.

 

Weitere 4,5-Sterne-Thriller, die ihr euch derzeit auf Netflix anschauen könnt, sind „The Game“ (David Fincher, 1997), „Panic Room“ (David Fincher, 2002), „Departed - Unter Feinden“ (Martin Scorsese, 2006), „Prisoners“ (Denis Villeneuve, 2013) und „Victoria“ (Sebastian Schipper, 2015).

Tipp der Redaktion: "Der Unsichtbare Gast"

Im spanischen Thriller „Der unsichtbare Gast“ (2016) von Regisseur Orion Paulo („The Body – Die Leiche“) gerät der erfolgreiche Geschäftsmann Adrián Doria (Mario Casas) unter dringenden Mordverdacht, nachdem er mit seiner ermordeten Geliebten Laura (Bárbara Lennie) in einem Hotelzimmer entdeckt wird. Adrián behauptet felsenfest, ohnmächtig gewesen zu sein, als der Mord passiert sein muss – jedoch gibt es bei dieser Geschichte ein großes Problem: Türen und Fenster waren von innen verschlossen, ein möglicher Täter hätte den Raum daher nicht verlassen können…

FILMSTARTS-Wertung: 4 Sterne!

Fazit: Alfred Hitchcock hätte es vielleicht inszenatorisch noch einen Tacken brillanter, aber bestimmt nicht spannender hinbekommen – ein mit überzeugenden Wendungen vollgestopfter Kinothriller, der Krimitüftler von der ersten bis zur letzten Minute auf Trab hält.

 

Tipp der Redaktion: "Super Dark Times"

Super Dark Times“ (2017) von Regie-Debütant Kevin Phillips spielt inmitten der 1990er Jahre: Die Teenager Zach (Owen Campbell) und Josh (Charlie Tahan) sind beste Freunde und hängen nach der Schule meist noch gemeinsam rum. Manchmal sind aber auch die übergewichtige Nervensäge Daryl (Max Talisman) sowie der vernünfte Charlie (Sawyer Barth) dabei. Eines Tages zeigt Josh den drei anderen Jungs das Samuraischwert seines großen Bruders – und natürlich gehen sie damit in den Wald und massakrieren Milchkartons. Doch dabei bleibt es leider nicht und. Es kommt zu einem schrecklichen Zwischenfall, der einen tiefen Einschnitt in das Leben der Teenager bedeutet…

FILMSTARTS-Wertung: 4 Sterne!

Fazit: Die Schrecken des Erwachsenwerdens werden in „Super Dark Times“ als faszinierend-verstörende Mischung aus Teenager-Drama und Coming-of-Age- Horrorfilm auf die Leinwand gebracht: ein erstklassiges Regiedebüt!

 

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