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    Nur 126 Dollar am Starttag: Kevin Spaceys neuer Film wird zum Mega-Kinoflop
    Von Markus Trutt — 20.08.2018 um 11:35
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    „Billionaire Boys Club“ ist einer der letzten Filme, die Kevin Spacey vor dem Belästigungsskanadal um seine Person abdrehte. Und tatsächlich ist das Drama nun in den US-Kinos gestartet – (fast) unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

    Vertical Entertainment

    Als im Oktober 2017 schwere Anschuldigungen gegen Kevin Spacey wegen sexueller Belästigung erhoben wurden, hatte dies prompt auch massive Auswirkungen auf aktuelle Projekte des zweifachen Oscarpreisträgers. Netflix feuerte ihn bei „House Of Cards“ und sagte zudem die Veröffentlichung des bereits abgedrehten Gore-Vidal-Biopics „Gore“ mit Spacey in der Titelrolle ab. Ridley Scott ersetzte Spacey in „Alles Geld der Welt“ derweil kurzfristig durch Christopher Plummer. Das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama „Billionaire Boys Club“, in dem Spacey eine Nebenrolle spielt, wurde nun hingegen ohne Eingriffe in den USA veröffentlicht – der Erfolg blieb aber erwartungsgemäß aus.

    In 8 Kinos versteckt

    Wie der Hollywood Reporter berichtet, spielte „Billionaire Boys Club“ an seinem US-Kinostarttag, dem 17. August 2018, lediglich 126 Dollar ein, am Samstag kamen dann noch einmal 162 Dollar hinzu, die Hochrechnungen für das gesamte Wochenende belaufen sich auf 425 Dollar. Dazu ist aber zu sagen, dass der Film bereits einen Monat zuvor als Video On Demand erschienen ist und nun sehr limitiert in nur acht Kinos in ausgewählten US-Bundesstaaten gezeigt wurde. Doch selbst dafür ist das Ergebnis absolut katastrophal. Geht man von den 425 Dollar aus, kommt man pro Kino auf ein Einspiel von rund 53 Dollar, was bei einem ungefähren Ticketpreis von 10 Dollar im Schnitt bedeutet, dass jeweils nicht einmal sechs Zuschauer am Wochenende eine Karte gelöst haben.

    Darum wurde der Film überhaupt noch veröffentlicht

    Dass der Film trotz namhafter Besetzung um die Jungstars Ansel Elgort („Baby Driver“), Taron Egerton („Kingsman“) und Emma Roberts („American Horror Story“) sowie des brisanten wahren Betrugsfalls im Zentrum der Handlung nur so klein im Kino ausgewertet wurde, dürfte natürlich vor allem am geschassten Kevin Spacey liegen. Warum der Verleih Vertical Entertainment überhaupt die „weder leichte noch unsensible“ Entscheidung traf, den Film (unverändert) noch als VoD und im Kino zu veröffentlichen, erklärte er bereits vor einigen Wochen mit dem folgenden Statement:

    „Wir hoffen, dass diese erschütternden Anschuldigungen, die das Verhalten einer einzelnen Person betreffen, die vor zweieinhalb Jahren, als der Film gedreht wurde, noch nicht bekannt waren und die jemanden betreffen, der eine kleine Nebenrolle in ‚Billionaires Boys Club‘ hat, nicht die Veröffentlichung des Films beeinträchtigen. Wir hoffen, dass sich das Publikum eigene Gedanken zu den Vorwürfen bezüglich der Vergangenheit einer Person macht – aber nicht auf Kosten der gesamten Besetzung und Crew, die an diesem Film mitgewirkt haben.“

    Über eine hiesige Veröffentlichung von „Billionaire Boys Club“ ist aktuell noch nichts bekannt, beim derzeitigen Reizthema Kevin Spacey und dem desaströsen US-Einspielergebnis ist es jedoch fraglich, ob der Film überhaupt seinen Weg nach Deutschland findet.

     

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    Kommentare
    • Howard Philips
      Deine Kandidaten sind einfach eine Star-Nummer größer als meine. Mir fällt noch Tim Roth ein, dessen Mimik ich gar nicht abkann. Sicher kein schlechter Darsteller, aber er fällt hinten runter. McConaughey? Dann musst Du trotzdem durch die 1. Staffel von True Detective! Das war eine der besten Serien des letzten Jahrzehnts. Tut mir leid für Dich :-D
    • Howard Philips
      Aber Hollywood ist bigott. Und Sexualdelikte eigentlich das endgültige aus. Aber auch da lehrt uns der Fall des Regisseurs von Jeepers Creepers, dass es immer noch Mittel und Wege gibt, ein paar Filme zu machen. *sic
    • WhiteNightFalcon
      Endlich jemand der es versteht. Danke!! Solche Kandidaten hat man einfach. Bei mir zb auch noch James Spader oder Matthew McConauhey
    • Felix Haberkorn
      Würde ich nicht sagen. Die Fälle bei Spacey liegen im Vergleich zu Weinstein nicht so extrem. Und Hollywood hat schon oft gezeigt, dass sie Combacks lieben und mit etwas Abstand vergeben zu können, siehe Mickey Rourke oder Mel Gibson. Das ist auch bei Spacey möglich.
    • Deliah C. Darhk
      Sehe ich genau so.
    • Darklight ..
      Es ist sehr schwer, diese ganzen Vorwürfen - und wenn sie denn stattgefunden haben - Vergehen zu beurteilen. (Um sie dann später eventuell - gerecht - zu verurteilen...).Ich bin kein Freund von Spacey und Gunn. Was sie getan haben ist schlimm bzw. geschmacklos und schlimm. Trotzdem ist die Tat des Einen eine andere als die des Anderen.Beide wiederrum haben nichts mit den Taten eines Weinstein gemeinsam.Wiederum ist der Fall Polanski ein anderer als der Weinsteins und der Fall Woody Allen ist nun gänzlich anders, als das was über die Vorgänger beschrieben wurde.Aber im Internet wird alles in EINEN KORB geworfen. Iss halt was Sexuelles. Also... Berufsverbot, Wegsperren... Ach... es war nur ein Witz über Sex?! Egal, wegsperren... bestimmt hat er auch Kinder angefasst...Mir fehlt Differenzierung und das komplexe Denken hier. Beispiel Woody Allen. Hier geht es um EINEN Fall. Einen miesen Rosenkrieg mit allen Mitteln. Und immer wieder wird gesagt, Allen, der ja soooo oft in seinen Filmen Beziehungen zwischen älteren Männern und sehr jungen Frauen thematisiert iss bestimmt schuldig - sieht man ja auch an seinen Filmen...Ich habe letztens ein sehr sehr langes Interview von Moses Allen gelesen, der am Tag des Vorfalls den ganzen Tag über bei seiner Schwester war. Und ganz klar sagt, daß Woody Allen UNMÖGLICH an dem Tag seiner Schwester irgendwas getan haben könne, weil er den ganzen Tag dabei und Allen mit ihr nie allein war... (...).Dazu kamen sehr unschöne Beschreibungen von den heftigen Erziehungsmethoden von Mia Farrow und ihren Versuchen, eine Familie aus eigenen und adoptieren Kindern unter allen Umstanden zusammenzuhalten... Ich war ziemlich schockiert über die Beschreibungen von Allens Sohn. Bisher hatte ich nämlich ein sehr gutes Bild von Mia. Allerdings - ihr wurde nie der Vorwurf gemacht, sie sei ein rachsüchtiger Stalker, der sich nur an Allen rächen will - weil sie ja in Der Tod auf dem Nil genauso so jemanden spielt. Also der Vergleich Film/Realität wird bei Allen oft so beschrieben. Aber den Vergleich Film/Realität bei Mia Farrow habe ich so noch nie irgendwo gelesen. Und schaut man sich Tod auf dem Nil mal genau an, kann man wirklich Angst vor der Frau kriegen...Was wäre, wenn Moses die Wahrheit sagt, Allen unschuldig ist und Mia Farrow das Monster, das aus gekränkter Eitelkeit sich rächen und Woody Karriere und sein Leben zerstören will...?!Also... wenn ich Moses Zeitungsartikel nämlich lese, bin ich mittlerweile eher geneigt, ihm und Allen zu glauben. Auch wenn das wiederum nur eine grobe Einschätztung von außen ist.Aber gerade, wenn es nur EINEN (oder zwei) Vorwürfe gibt, muß man sehr genau hinschauen, ob da nicht der angebliche Täter einer Situation bewußt und böswillig dazu gemacht wurde. Was wäre, wenn Allen unschuldig wäre? Ich finde, in diesem Fall z.B. sollte man aufhören, ihn zu verurteilen. Juristisch war es für ihn okay - sprich unschuldig. Es gibt nur eine Anklage - Aussage gegen Aussage. Sein Sohn äußert sich klar als Zeuge. Es ist zudem möglich, daß Mia ihre Tochter manipuliert hat. Also... bevor ich das Leben eines Unschuldigen zerstöre, würde ich lieber einen Schuldigen verschonen.Das Gleiche gilt auch für viele andere Angeklagte - von Dustin Hoffman über Morgan Freeman oder James Franco... usw.Mehr Vorsicht, mehr Beweise und - mehr Justiz. Keine öffentlichen Hinrichtungen.Meine Meinung. Ich würde mit Allen einen Film drehen.
    • Deliah C. Darhk
      Kommt drauf an bei SJW. Wenn es einen aus den eigenen Reihen trifft, ist ja alles halb so wild und schnell vergessen. Hey! Sieben Jahre sind ein Jahrzehnt und lange her.Rapps Vorwürfe wurden aber nach 14 Jahren noch wie ein Urteil nach Fakten gehandelt.Gunn soll eine zweite Chance bekommen, obgleich er die mit der Verwendung seines Drehbuches und damit Namens bereits hat, aber Disney soll das Script nicht verwenden, weil sie dann dran verdient ...Sehr eigenwillige Ansichten der SJW.
    • Howard Philips
      Witzig. Gerade als Luthor fand ich ihn unerträglich. Das war einfach nur seine Variante von Gene Hackmans Luthor. Überdreht, albern. Spacey war großartig in Usual Suspects, Sieben, American Beauty oder K-Pax. Aber Du darfst ihn auch nicht mögen. Ich kann auch manche Darsteller nicht ausstehen. Manche nur, weil...eben. Eric Stoltz...geht z. B. gar nicht, obwohl der dafür sicher nichts kann. ^^
    • WhiteNightFalcon
      Ums mal salopp auszudrücken, es gibt Leute, die Michael Bay nicht mögen und ich mag Spacey nunmal nicht.
    • Bond, James Bond
      Waffen der Frauen?Und außerdem: Sieben, Die üblichen Verdächtigen, L.A. Confidential, American Beauty sind doch allesamt besser und wichtiger als die von dir genannten. Gut, Outbreak mag ich, aber Superman Returns ist unglaublich öde und Baby Driver ist so ein Hype-Ding, auch ein total banaler Streifen mit nervigen Charakteren.
    • Darklight ..
      Dieses Thema Auslöschen finde ich auch sehr bedenklich. Und all die netten Gutmenschen und SJW finden das wohl unkritisch gut. Für mich ist das eine Art virtuelle Todesstrafe und sehr unverhältnismäßig für den Umgang mit einem Künstler. Caravaggio war nachgewiesenermaßen ein Mörder. Verbrennen wir jetzt seine Bilder, oder haben wir gebeten, sie von Picasso zu übermalen... apropo Picasso... (...)..!??Nein, ich finde das Spaceys Verhalten - wenn er so agiert hat, wie vorgeworfen (was ich mir aufgrund der Fülle der verschiedenen Anklagen gut vorstellen kann) - schlimm und verurteilenswert ist. Aber er sollte nicht wie ein echter Vergewaltiger oder Mörder behandelt werden... Etwas mehr Vorsicht und Ausgewogenheit in den Reaktionen fände ich hilfreich.
    • Heiligertrinker
      Ach komm... in American Beauty wixxend in der Dusche...war gut.
    • Venom
      An der Weinstein-Front meldet sich das Karma gerade bei der Kronzeugin Asia Argento. Plötzlich heißt es, niemand solle vorverurteilt werden. Wie scheinheilig diese Doppelmoralisten doch sind.
    • The-American---F**k Yeah!
      Egal wie es ausgeht. Für Spacey war es das mit der Karriere.Davon erholt er sich nicht.
    • Friedenswächter
      Füsse stillhalten und dem Gras beim drüberwachsen zusehen, das war jetzt eher ein Betriebsunfall.
    • WhiteNightFalcon
      Ich drücks mal so aus: Er hat zufällig in ein paar Filmen mitgespielt, die ich gut finde, wie Waffen der Frauen, Outbreak, Superman Returns, Baby Driver. Aber gut fand ich ihn wirklich nur als Lex Luthor.
    • dali
      das Verhalten einer einzelnen Person betreffen, die vor zweieinhalb Jahren, als der Film gedreht wurde, noch nicht bekannt warenaber gottseidank heute bekannt sind!
    • Larry Lapinsky
      Das kommt aber so nicht rüber. Der Kommentar bleibt (auch mit Rian Johnson-Erklärung und für deine Verhältnisse ungewohnt) platt. Im letzten Spiegel stand ein langer Artikel zu Spacey, wie er als Person quasi ausgelöscht wurde, also aufgehört hat, öffentlich zu existieren. Das ist sicher für niemanden witzig, selbst wenn er im richtigen Leben noch so unsympathisch rüberkam. Das Phänomen wird auch sicher nicht verschwinden, selbst wenn alle 300 Jahre mal wieder ein Salem auflebt, wie jetzt gerade. Am Ende betont der Artikel auch, dass bis heute nicht EIN Urteil gegen ihn gefällt wurde und nichts bewiesen ist. Fraglich auch, ob es überhaupt zu einem Prozess wie gegen Weinstein kommt, wo der Sachverhalt sicherlich noch mal ein anderer ist. Und es bleiben Spaceys Klasiker, welche ich hier nicht aufzuzählen brauche. Was wäre eigentlich, wenn sein letzter Film ein solcher gewesen wäre. Auch dann ein Fall für den Häcksler???
    • WhiteNightFalcon
      Das bezog sich nicht auf die Vorwürfe gegen ihn, sondern weil ich Spacey noch nie mochte.
    • Sentenza93
      An der Spacey-Front wurde es irgendwie echt ruhig. Sind die noch am ermitteln?
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