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Kreative Differenzen: Danny Boyle macht nicht "James Bond 25"
Von Björn Becher — 21.08.2018 um 19:28
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Seit einiger Zeit war Danny Boyle als Regisseur für „James Bond 25“ vorgesehen. Doch dazu wird es nicht kommen. Der Filmemacher ist nun offiziell aufgrund kreativer Differenzen ausgestiegen.

Sony Pictures

Über den offiziellen Twitter-Kanal zu James Bond erfolgte die Mitteilung, dass die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sowie Hauptdarsteller Daniel Craig bekannt geben, dass Danny Boyle sich entschieden habe, nicht mehr länger bei „Bond 25“ Regie zu führen. Als Grund für den Ausstieg von Regisseur Boyle werden „kreativen Differenzen“ genannt.

Seit Anfang 2018 galt Danny Boyle als Favorit auf die Regie beim finalen Auftritt von Daniel Craig als Agent mit der Lizenz zum Töten. Nachdem im März 2018 der für so unterschiedliche Filme wie „Trainspotting“, „The Beach“ „28 Days Later“, „Sunshine“, „Slumdog Millionär“ und „Steve Jobs“ bekannte Brite selbst verriet, dass er die Regie übernehmen wird, gab es im Mai 2018 die offizielle Ankündigung der Bond-Verantwortlichen.

Zwist über das Drehbuch?

Wo genau nun die in Hollywood bei einer solchen Trennung oft angeführten „kreativen Differenzen“ liegen, ist noch nicht bekannt. Allerdings könnten die Gründe dafür in einem Gerücht liegen, dass bereits im Februar 2018 die Runde machte. Damals berichteten die für gewöhnlich gut informierten Brancheninsider von Deadline, dass Boyle trotz des bereits in Arbeit befindlichen Skripts der langjährigen Bond-Autoren Neal Purvis und Robert Wade gemeinsam mit seinem „Trainspotting“-Autor John Hodge ein komplett eigenes Skript schreiben wolle und auch nur für dieses als Regisseur zur Verfügung stehe.

Im Rahmen dieses Gerüchts hieß es, dass die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sowie Hauptdarsteller Daniel Craig Boyle und Hodge die Möglichkeit geben wollen, dieses Drehbuch fertig zu stellen, bevor sie entscheiden, welches genommen wird. Da damals davon ausgegangen wurde, dass es einige Monate dauern würde, bis Boyle und Hodge ihr Skript einreichen, könnte es zeitlich passen, dass dies der Grund für den Ausstieg ist. Womöglich gaben die Macher nun dem Skript von Purvis und Wade den Vorzug und Boyle stieg deswegen aus.

Unterschiedliche Auffassungen beim Casting?

Eine andere Möglichkeit sind unterschiedliche Meinungen beim Casting. Laut den Quellen von Variety haben Boyle und die Produzenten nämlich gerade damit begonnen, geeignete Schauspieler für zwei der Schlüsselrollen jedes Films rund um 007 zu suchen: das Bond-Girl und den Bösewicht.

Daher ist es auch denkbar, dass man sich in diesem Casting-Prozess entzweit hat, weil man sehr unterschiedliche Vorstellungen hatte. Unklar ist auch, ob die Darstellersuche weitergeht oder nun unterbrochen wird, um abzuwarten, was der neue Regisseur für Vorstellungen mitbringt.

Dringend ein Regisseur gesucht!

Noch kann über die Gründe aber nur spekuliert werden. Sollte es wirklich aber zu einer Trennung aufgrund der Frage, welches Drehbuch genutzt wird, gekommen sein, wäre es ziemlich blauäugig, wenn die Bond-Produzenten keinen Ersatz-Regisseur in der Hinterhand hätten. Denn wenn Boyle wirklich von Anfang an klarstellte, dass er nur für das Skript seines Kumpels Hodge zur Verfügung steht, bestand immer die Chance, dass es zur Trennung kommt.

Unabhängig davon, ob dieses Gerücht nun wirklich der Tatsache entspricht oder es andere Uneinigkeiten gab, brauchen die Macher schnellstmöglich einen Nachfolger. Schließlich soll „Bond 25“ Ende Oktober / Anfang November 2019 weltweit in die Kinos kommen und daher sollen spätestens im Dezember 2018 die Dreharbeiten beginnen. Und da der Regisseur diese ausgiebig vorbereiten muss, will man ganz sicher nicht in letzter Minute jemanden verpflichten. Wir rechnen daher damit, dass man zeitnah einen Nachfolger für Boyle präsentieren wird.

Möglicherweise kommt dabei ein Mann in Frage, der schon vor Danny Boyle im Gespräch war. Während andere Kandidaten wie Denis Villeneuve („Blade Runner 2049“) und Christopher Nolan („The Dark Knight“) nämlich absagten, galt lange Zeit der Franzose Yann Demange als Top-Favorit und soll besonders in Daniel Craig einen Fürsprecher gehabt haben. Gegen ihn sprach angeblich nur, dass er zum Zeitpunkt der Suche mit „’71 – Hinter feindlichen Linien“ erst einen Kinofilm herausgebracht hatte und sich die Produzenten angeblich einen erfahreneren Mann mit einem größeren Namen wünschten. Mittlerweil hat Demange mit dem Drogendrama „White Boy Rick“, das in Kürze seine Premiere feiern wird, einen neuen Film in seiner Vita. Gut möglich, dass dieses Werk Wilson und Broccoli überzeugen kann, ihm den Job anzuvertrauen.

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