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Joaquin Phoenix ist es egal, wie ihr seinen Joker findet
Von Monique Stibbe — 24.08.2018 um 10:38
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Dass Joaquin Phoenix gerne einfach mal sein Ding durchzieht, lässt sich unschwer auch an seiner Rollenwahl ausmachen. Nun sprach er in einem Interview über seine Rolle als Joker und was für ihn die wichtigsten Argumente sind, einen Film zu machen.

Senator Filmverleih/ DC Comics (Bearbeitung von Webedia GmbH)

Nachdem sich Joaquin Phoenix nach Woody Allens „Irrational Man“ aus dem Jahr 2015 zwei Jahre lang nicht im Kino blicken ließ, sehen wir nun im Jahr 2018, was er die ganze Zeit getrieben hat: So war er dieses Jahr an der Seite seiner Partnerin Rooney Mara in „Maria Magdalena“ sowie dem dystopischen „A Beautiful Day“, wo er als Auftragskiller ein Mädchen aus den Händen eines Menschenhändlerrings befreien soll, in den deutschen Kinos zu sehen. Erst am 16. August 2018 lief zudem „Don't Worry, weglaufen geht nicht“ an. In der Dramakomödie mimt er neben Jonah Hill und erneut Mara einen Comiczeichner, der trotz seiner Querschnittslähmung wieder zurück ins Leben findet. Außerdem startet im September noch der hochkarätig besetzte Western „The Sisters Brothers“ in den US-Kinos (für Deutschland gibt es noch keinen Termin). Zusammen mit John C. Reilly verkörpert er eben jenes Geschwisterduo, das beauftragt wird, einen Goldgräber (Riz Ahmed) umzubringen.

Gleich vier Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch daran schließt sich gleich ein wieder ganz anderes Projekt an: sein kommender Film als Superschurke und Batman-Bösewicht „Joker“. Die Entscheidung, Joaquin Phoenix für diese Rolle zu verpflichten, überraschte zuerst. Doch als es dann offiziell verkündet wurde, stiegen die Erwartungen an ihn gleichzeitig fast schon ins Unermessliche.

Universal Pictures Germany
Joaquin Phoenix in "Gladiator"

Nun sprach Phoenix in einem Gespräch mit IndieWire über diese Erwartungshaltung und wie er mit dem Druck, die diese ikonische Rolle mitbringt, umgeht:

„Es gibt nichts, was mich weniger interessiert. Ich denke nicht viel darüber nach, was die Leute denken. Wen interessiert das […] ? Mein Ansatz bei jedem Film ist der Gleiche: Was mich interessiert ist der Filmemacher und die Idee des Charakters.“

Auch die Größenordnung, die ein Blockbuster mit sich bringt, störe ihn nicht - auch wenn Blockbusterproduktionen nach wie vor eine Ausnahme in Joaquin Phoenix' Karriere sind. Ihm gehe es vielmehr um die Einzigartigkeit eines Projektes:

„Wenn es etwas ist, das sich einzigartig anfühlt, ist es mir egal, welches Genre es ist oder welches Budget es hat.“ Weiterhin führt er fort: „Diese Dinge sind nicht wichtig. Mich interessiert das Erforschen von Menschen. Einige davon sind sehr einfach. Es ist Chemie, es ist das, wonach man seinen Partner aussucht. Du weißt es, wenn es passiert.“

Constantin Film Verleih

Während einige Schauspieler sich also von kleineren Rollen zu Blockbusterfilmen hocharbeiten, nimmt sich Joaquin Phoenix weiter den Luxus heraus, zu tun, worauf er wirklich Lust hat. Qualität statt Quantität scheint hier das Maß aller Dinge zu sein. Wenn man sich Phoenix' bisherige Filme anschaut, scheint er mit dieser Taktik alles richtig zu machen.

„Joker“ spielt nicht im bisherigen DC-Universum und ist somit ein völlig eigenständiger Film. In den USA startet das Projekt über Batmans berühmten Widersacher am 4. Oktober 2019 in den Kinos. Einen deutschen Starttermin gibt es bisher noch nicht.

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