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    Marvel will mit "Black Panther" ins Rennen um den Oscar für den Besten Film gehen
    Von Daniel Fabian — 27.08.2018 um 12:55
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    Marvel scheut offenbar keine Kosten und Mühen, um „Black Panther“ für eine Oscarnominierung als Bester Film in Stellung zu bringen. Mit der neu für Blockbuster geschaffenen Kategorie für den populärsten Film wolle man sich wohl nicht zufrieden geben.

    Marvel / Disney

    Black Panther“ ist mehr als nur eine weitere Comic-Verfilmung – nicht zuletzt, weil Ryan Coogler es vollbrachte, einschneidende Erfahrungen hinsichtlich seiner Vergangenheit und Herkunft in dem Marvel-Blockbuster nicht nur packend, sondern – wie es sich für einen Marvel-Blockbuster gehört – eben auch bildgewaltig zu inszenieren. Das Leinwanddebüt des ersten schwarzen Superhelden – in den Comics hatte er 1966 seinen ersten Auftritt – brach Barrieren und kam bei Kritikern und Publikum gleichermaßen gut an. 4 von 5 Sternen in der FILMSTARTS-Kritik und ein weltweites Einspielergebnis von über 1,3 Milliarden Dollar sprechen eine deutliche Sprache. Damit aber nicht genug: Jetzt will Marvel auch noch auf Trophäenjagd gehen!

    Teure Oscar-Kampagne

    Mit einer Nominierung in der Kategorie Bester Film will man Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler („Nächster Halt: Fruitvale Station“, „Creed - Rocky's Legacy“) Tribut zollen. Der junge Filmemacher habe es einfach geschafft, „anhand seiner Erfahrungen eine Geschichte zu erzählen, die dennoch Teil des Marvel Cinematic Universe ist", erklärte Marvel-Chef Kevin Feige im Interview mit der LA Times (via Screen Rant). Mit einer Nominierung in der Kategorie Bester Film würde „Black Panther“ zum Vorreiter für ein ganzes Genre werden. Feige fände es jedenfalls „wunderbar, wenn all diese tollen Künstler, die geholfen haben, den Film zu machen, diese Anerkennung bekommen würden."

    Superheldenfilme sind regelmäßig Teil der Academy Awards, werden dabei aber zumeist nur in technischen Nebenkategorien berücksichtigt. Ausnahmen wie Heath Ledgers Post-mortem-Auszeichnung als Bester Nebendarsteller in Christopher Nolans „The Dark Knight“ sowie die Nominierung von „Logan“ in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch bestätigen die Regel. Abzuwarten bleibt, ob und wie sich dies in Zukunft ändern wird. Denn mit der neu eingeführten Kategorie für den besten populären Film räumt man massentauglichen Blockbustern zwar größere Chancen ein, einen Goldjungen zu gewinnen, sorgt gleichzeitig aber wiederum für eine Abspaltung von „klassischen“ Oscar-Filmen.

    Bereits kurz nach dem Kinostart von „Black Panther“ machte die Meldung die Runde, dass Disney mit einer großangelegten Kampagne die Oscar-Werbetrommel für das MCU-Abenteuer rühren will. Wie die Kollegen der LA Times nun berichten, hat Marvel jetzt tatsächlich die renommierte Oscar-Strategin Cynthia Swartz für eine solche Award-Kampagne angeheuert. Denn die Festivalsaison steht vor der Tür – und damit wohl auch das Erscheinen zahlreicher Filme, die im kommenden Februar ins Rennen um die beliebte Trophäe gehen. „Black Panther“ ist hingegen längst wieder aus den Kinos verschwunden – soll bis nächstes Jahr aber dennoch in den Köpfen der Juroren präsent bleiben, um letzten Endes vielleicht tatsächlich zu den Nominierten in der Königsdisziplin zu zählen.

     

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    Kommentare
    • disneyfan5000
      Nicht missverstehen, ich fand Black Panther und Infinity War sehr gut. Aber warum macht man dann nur eine Kampagne für Black Panther? Was war an Black Panther soviel besser als bei Infinity War? Infinity War hat übrigens international deutlich mehr eingespielt als Black Panther. Mal davon abgesehen, glaube ich kaum das beide Filme eine echte Chance hätten, von der Akademie nominiert zu werden
    • HalJordan
      Das ist richtig. Daher gefallen mir auch Kritiken, die den Fokus auf die wichtigen Dinge legen. Chris Stuckmann z. B. hat die Filme als solche bewertet und nicht berücksichtigt, wer da auf dem Regiestuhl sitzt.Spontan fällt mir hier Point Break mit Keanu Reeves und Patrick Swayze ein. Das war der erste Swayze-Film, den ich überhaupt sah und das ist für mich immer noch eine seine Paraderollen. Völlig egal, ob mit Bigelow eine Frau Regie führte oder nicht. Der Film ist geil, die Surfszenen können sich sehen lassen, die Story fesselte mich etc.
    • Sentenza93
      Damit, dass man einen schwarzen Cast hat, lässt sich halt besser werben. ;DSowohl hier, als auch z.B. bei Wonder Woman, habe ich wie oft im Internet nur gelesen: Frau führte Regie, oder bei Black Panther: Wir haben einen schwarzen Helden/Cast. Auf die Filmqualitäten an sich, wie z.B. Story, Performances, Charaktere, Action etc., wurde gar nicht eingegangen. Wurde nur mit den genannten Tatsachen geworben. Das ist traurig.
    • HalJordan
      Ich weiß nicht, was mich mehr amüsiert. Die Tatsache, dass Feige & Co. erneut einen Film aus den eigenen Reihen für die Königskategorie ins Gespräch bringen oder das Zugeständnis, dass Infinity War weit unter Black Panther anzusiedeln ist und Marvel sich deshalb für letzteren Film entschieden hat. ;-)
    • Schaus Marc
      Für mich wäre es eh nur konsequent dass sich diese scheiss Oscar Verleihung auch der Zeit anpasst und statt nur einen Art Publikums Oscar einzuführen, hätte mann eine Superhero Movie Kategorie schaffen sollen. Immerhin hat Disney noch nicht vor damit aufzuhören und noch 10 Jahre mindestens uns mit MCU Filmen zu beschenken. DC kommt wenn Gott will aus den Puschen (Wer`s glaubt) und Sony launcht ein anderes Comic Universum ohne Marvel oder DC und last but not least kommt ja noch irgendwann das HASBRO Kinofilm Universum. Sony will mit dem Spiderman Universum ohne die Titelfigur mitmischen, ha ha ha ha wie der Joker sagen würde. Es würde also Logischer erscheinen der Sparte einen eigenen Oscar zu geben. Best Movie based on a Comic Book 2019 is....denk da würden viele schauen. Aber nee wieder mal halbherzig gehandelt die alten Säcke in der Grande Jury.............
    • Deliah C. Darhk
      Nee, echt nicht. Der Film war gut. Aber Oscar als Bester Film? Am 1. April könnt's vielleicht klappen. ;)
    • Schaus Marc
      Also für mich ist die Oscar Verleihung seit Jahren nicht mehr interessant. Waren früher Filme im Rennen die mann kannte wie Schindler`s Liste oder Titanic, ist immer weniger der Filme die in den verschiedenen Kategorien mitfiebern dürfen mir überhaupt noch ein Begriff. Dann gewinnt so eine Gurke wie La La Land, von dem keine Sau irgendwas gehört hat ? Und die wundern sich warum keine Sau mehr diese Verleihung im Febuar gucken will ? Echt jetzt ? Wenn von 365 Tagen in denen im Kino Filme anlaufen, keiner der erfolgreicheren und bekannteren im Oscar Rennen landet, nicht mal Nolan`s DUNKIRK, was kratzt mich dann diese Veranstaltung noch ? Die haben einfach selber Schuld dass keiner die Oscar Verleihung gucken will und die News danach nicht mal mehr kratzt. Wer jetzt wann einen Goldjungen gewinnt ist irrelevant geworden.
    • Bruce Wayne
      Das stimmt, aber der von dir formulierte Punkt hat nur ausgesagt, dass der Held durch den Schurken geändert wird. Und das passiert auch in Civil War.
    • Darth Doom
      Aber in Black Panther ist es keine Anti-These, welche seine Sicht ändert. Killmonger hat vollkommen Recht mit seiner These und das hat T´Challa erkannt und hat, wie Killmonger, sich dafür entschieden etwas gegen die Ungerechtigkeit zu machen. Seine Vorangehensweise ist nur friedlicher und nicht hassgeblendet, wie Killmongers.
    • Bruce Wayne
      Im Gegenteil. Zemo hat sich durch seinen Zorn und Hass verschlingen lassen, und wurde letztlich zu genau dem Mörder und Kriminellen, für die er die Avengers immer gehalten hat. Er hat seinen Plan durchgezogen, und sein Zeil erreicht, allerdings zum Preis vieler unschuldiger Opfer. Also genau die selbe Situation wei in Age of Ultron. T'Challa war nahe dran, ebenfalls zum Mörder zu werden, und sich von seiner Rachsucht korrumpieren zu lassen. Als er jedoch sieht was aus Zemo wurde, nachdem dieser genau das zu ließ, entscheidet er sich dagegen und zügelt seine Rachegefühle. Damit stellt Zemo in gewisser Weise die Antithese zu Black Panther in Civil War dar. Und dadurch lernt T'Challa auch, dass Rache kein Ausweg darstellt.
    • Darth Doom
      Ich habe Hellboy nie gesehen, aber Civil War hat das auf jeden Fall nicht gemacht. Hätte er das gemacht, wirde T´Challa jetzt jagt auf die Avengers machen. Er hat am Ende nur erkannt, das Zemo einen guten Grund für seine Taten hatte und das T´Challas Verlust nicht geplant war.
    • Bruce Wayne
      Ach ja. Macht natürlich mehr Sinn. Ist aber dennoch nicht innovativ. Bsp. hat das Hellboy 2 bereits vor Jahren getan, um mal im Genre zu bleiben. Oder noch besser: In Civil War ist genau dasselbe passiert, bloß durch Zemo verursacht. Dort hatte der Panther auch wesentlich mehr Charisma.
    • Bruce Wayne
      Den Oscar kann man doch sowieso nicht mehr ernst nehmen. Von daher passt so eine Nominierung genau in den neuen Trend Hipp und Cool zu wirken. Wenn man mich fragt, dann hätte man so eine Nominierung (ganz zu schweigen von der Auszeichnung) noch am ehesten an einen wirklich guten MCU-Film vergeben können. Evtll. Infinity War? Zumindest war der Film in seinem Unterfangen ambivalent genug. Black Panther hingegen ist unheimlich generisch. Ich würde sogar behaupten, er ist unterdurchschnittlich. Wenn wir uns das ganze all black-cast / first black solo-MCU-Film Drama wegdenken, dann bleibt nur ein formelhafter Superheldenfilm ohne wirkliche Vision übrig, der teilweise grausige VFX und total inkompetente Regie zur Schau stellt. Dazu jagt er irgendwie seinem eigenen Pacing bis zum Schluss nach, ohne aufzuholen. Mehrere Figuren waren unausstehlich und zwecklos für den Plot, während der interessanteste Charakter erst im letzten Drittel richtig vorgestellt wird. Der dritte Akt fällt dann auf viele Arten einfach in sich zusammen. Nein danke, bisher der enttäuschendste Film des Jahres 2018. Obwohl, nee, da gab es ja noch Ghostland...
    • Darth Doom
      Andersrum: Die Sicht es Helden hat sich durch den Bösewicht verändert.
    • Bruce Wayne
      Es ist auch kreativ dem Schurken recht zu geben und durch ihn die Sicht des Helden zu verändern. - Wann wurde er denn durch die Sicht des Helden verändert?
    • schonwer
      Ich will jetzt nicht sagen der Film sei schlecht. Aber ich fand ihn eher durchschnittlich und ja es war der erste schwarze Superheldenfilm, aber das sind doch keine Gründe ihn für den besten Film zu nominieren. Es gibt mittlerweile die Kategorie bester populärer Film und da gehört er auch hin. Es bleibt ein Superheldenfilm, der für mich gesehen auch nicht den Dramaanteil und die Tiefe von Sam Raimis Spiderman 2 hat.
    • Ben
      The Dark Knight bekam keine Best Picture-Nominierung, also verdient Black Panther auch keine
    • Skywalker
      Is klar! So ein durchschnittler Film (5-6/10)... Dialoge von Säufern geschrieben und eine coolnes, welche teilweise zum fremdschämen war.
    • Batsi
      LeL!!! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
    • Darth Doom
      Rassismus wurde sehr gut behandelt. Schließlich war das die Motivation des Schurkens, welche ihn selber rassistisch gemacht hat. Die Aussage des Films war ja Brücken zu schlagen. Nicht nur zwischen Nationen, sondern auch zwischen Hautfarben.
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