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LEGO-Review zum 350-Euro-Star-Wars-Set "Verrat in Cloud City"
Von Christoph Petersen — 08.09.2018 um 16:03
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Mit 2.812 Teilen und einem Preis von 350 Euro ist „Verrat in Cloud City“ eines der größten und teuersten LEGO-Star-Wars-Sets überhaupt. Trotzdem ist es überraschenderweise in erster Linie zum Spielen gedacht.

LEGO

Dass wir uns gefreut haben, als das Rezensionsmuster zu „Verrat in Cloud City“ bei uns in der FILMSTARTS-Redaktion eingetrudelt ist, hat einen ganz einfachen Grund: Fast alle von uns halten „Star Wars – Episode V: Das Imperium schlägt zurück“ für den besten Teil der Sternenkrieg-Saga – und speziell die Geschehnisse in der Gasminen-Wolkenstadt auf Bespin, wo Han Solo in Karbonit eingefroren wird und Luke Skywalker im Kampf mit seinem Vater Darth Vader die rechte Hand verliert, stehen ganz weit oben als eines der großartigsten Blockbuster-Finals der Kinogeschichte.

Und so sah das dann aus, als wir uns ans Auspacken gemacht haben:

Unboxing: LEGO-Set "Verrat in Cloud City"

Jedes Viertel des runden Bespin-Sets spielt auf andere Momente aus dem Film an: Sektion 1 umfasst die Landeplattform mitsamt Boba Fetts ikonischem Raumschiff Slave 1. Sektion 2 beinhaltet neben einem großen Speissaal unter anderem einen Müllverbrennungsraum. In Sektion 3 befindet sich sowohl der Steg, auf dem Luke Skywalker und Darth Vader ihr ikonisches Lichtschwertduell ausgetragen haben, als auch die Vorrichtung, in der Han Solo in Karbonit eingefroren wird. Sektion 4 schließlich beinhaltet einen Hangar (natürlich mit versteckter Falltür) sowie den Verhörraum, der selbst bei LEGO eher wie eine Folterkammer anmutet.

Für wen ist das Set gedacht?

Bisher war es eigentlich ganz einfach. Sets bis etwa 100 Euro schenkt man den Kindern zum Spielen, alles darüber hinaus ist in erster Linie für die Erwachsenen zum Sich-ins-Regel-Stellen gedacht. Aber „Verrat in Cloud City“ markiert da nun ein Stück weit einen Bruch. Statt zur bereits bekannten Ultimate Collector Series (UCS), in der vor allem möglichst exakt designte Nachbauten gerne noch mit Plakette wie bei einem Museumsstück veröffentlicht werden, ist das neue Set nun das erste der sogenannten Master-Builder-Linie. Und so hat „Verrat in Cloud City“ tatsächlich jede Menge Spielfunktionen von funktionierenden Laserkanonen bis hin zur automatisierten Karbonit-Einfrierkammer. Das ist ein ziemliches Novum in dieser Preisklasse.

Die Antwort auf die Frage, für wen genau das Set gedacht ist, fällt also gar nicht so leicht. Vielmehr ist das Set wohl auch für LEGO selbst ein Stück weit ein Experiment: Wollen sich alle Fans die teuren Sets unbedingt nur ins Regel stellen? Oder gibt es auch eine Nachfrage nach aufwendigeren und damit auch preislich höherklassigen Spielsets? (Ein riesiger Vorteil solcher Spielsets: „Verrat in Cloud City“ beinhaltet stolze 18 Minifiguren inklusive Han Solo, Prinzessin Leia, Luke Skywalker, Chewbacca, Darth Vader, Lando Calrissian, C-3PO und Boba Fett). Man wird ja sehen, ob die jetzt begonnene Serie fortgesetzt wird oder demnächst dann doch wieder vornehmlich UCS-Modelle erscheinen.

Die größte Stärke

Wir haben im Büro doch erstaunlich viel mit dem fertigen Modell herumgespielt. Aber die größte Stärke des Sets bleibt für uns der Aufbau. Weil „Verrat in Cloud City“ eben kein klassisches Ausstellungsmodell ist, sondern viele ikonische Szene in einer bespielbaren Welt abbildet, ist der in 13 Abschnitte aufgeteilte Zusammenbau so abwechslungsreich wie bei kaum einem anderen LEGO-Set. Natürlich bietet es sich an, schön eine Tüte pro Abend aufzumachen, damit man auch ein bisschen was davon hat. Aber wir haben das Set in sieben Stunden am Stück aufgebaut (und um 2 Uhr nachts sehr erstaunt auf die Uhr geschaut, wie spät es doch schon ist).

Wenn man den Preis und die Bauzeit miteinander in Relation setzt, ist das Vergnügen natürlich schon ein Stück weit getrübt. Aber trotzdem: So viel Spaß und Kurzweil hatten wir beim Bau von LEGO-Sets dieser Größenordnung nur selten.

Fazit:

350 Euro sind schon verdammt happig für ein LEGO-Spielset. Nur zum Anschauen würden wir dann wohl doch eher noch die 50 Euro für das 6.020 Teile umfassende „Schloss Hogwarts“ drauflegen. Aber auf der anderen Seite macht der abwechslungsreiche Zusammenbau der „nur“ 2.812 LEGO-Steine hier eben auch so viel Spaß wie bei kaum einem anderen Set. Am Ende ist „Verrat in Cloud City“ dann wahrscheinlich doch eher was für Erwachsene, die sich das runde Modell – Spieleset hin oder her – ins Regal stellen wollen. Schließlich umfasst es einige der ikonischsten Momente der Sternenkrieg-Saga. Da kommt man als Fan von LEGO und „Star Wars“ wohl einfach nicht drumherum.

Unsere 3 Lieblingsecken in Cloud City

Wie gesagt sind in dem Set eine ganze Menge ikonischer Momente aus dem zweiten „Star Wars“-Film mit eingeflochten. Aber die Top 3 stehen für uns trotzdem glasklar fest!

Platz 3: Slave 1 von Boba Fett

LEGO
Slave 1 von Boba Fett

Einfach eines der coolsten und ikonischsten Schiffe des „Star Wars“-Universums. Allein deshalb ist es schade, dass das geplante „Boba Fett“-Spin-off von James Mangold aktuell offenbar erst mal auf Eis gelegt ist.

Platz 2: Der Steg, auf dem sich Luke und Darth Vader duellieren

LEGO
Luke Skywalker Vs. Darth Vader

„ICH BIN DEIN VATER!“

Platz 1: Karbonit-Gefrierkammer

LEGO
Jetzt geht es ab in den Gefrierschrank!

Wir haben Han Solo hier im Büro schon so oft ein- und wieder aufgetaut. Zumindest essen sollte man ihn jetzt definitiv nicht mehr.

LEGO

Wir haben das Set vorab von LEGO als Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, weitergehende geschäftliche Absprachen zwischen LEGO und FILMSTARTS gibt es keine. Erhältlich ist „Verrat in Cloud City“ regulär ab dem 1. Oktober 2018 in allen LEGO-Shops und auf www.lego.de – LEGO VIPs können das Set sogar schon ab dem 13. September auf der Webseite von LEGO ordern.

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