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So wollte Zack Snyder einen neuen Superhelden in seiner Version von "Justice League" einführen
Von Björn Becher — 19.09.2018 um 15:16
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DC-Fans wissen, dass sich Zack Snyders Vision für „Justice League“ deutlich von dem finalen Film unterscheidet. Nun verriet der Regisseur, dass er eine Figur zeigen wollte, die Comic-Kennern ein Begriff ist. Und das lässt uns spekulieren…

Warner Bros.

Auf einem Bild zu „Justice League“ steht Dr. Silas Stone (Joe Morton) in den S.T.A.R.-Labs-Räumen neben einem Mann mit asiatischem Aussehen. Eigentlich ist es ein Bild, das nicht gerade für viel Aufsehen sorgen würde, gäbe es da nicht noch die ergänzende Äußerung von Zack Snyder

Denn auf dem im Gegensatz zu Twitter nur für angemeldete Nutzer zugänglichen Kurznachrichtendienst VERO, Snyders mittlerweile bevorzugter Mitteilungsplattform, enthüllte der Regisseur, dass es sich bei dem asiatische aussehenden Mann um Ryan Choi, gespielt von Orion Lee, handelt. Bei Comic-Fans dürfte es da sofort klingeln: Ryan Choi ist eine von mehreren Figuren, die in den Comics zum Superhelden The Atom werden. Im Abspann gelistet wird Schauspieler Lee zwar nur noch als Star Labs Scientist, also als namenloser Wissenschaftler. Snyders Äußerung, sofern sich der Regisseur nicht einen Scherz erlaubt hat, lässt aber nun den Schluss zu, dass sein Part eigentlich größer ausfallen sollte und man ihn dann auch mit Namen eingeführt hätte.

Das ist The Atom

The Atom hat unter anderem die Fähigkeit, seinen Körper bis auf subatomare Größe zu schrumpfen und seine Masse zu verändern. Der so bei seinen Einsätzen oft winzig kleine Held ist unter anderem Teil des aktuellen DC-TV-Serien-Universums, des sogenannten Arrowverse. Brandon Routh spielt hier Ray Palmer, die bekannteste The-Atom-Version, und ist nach anfänglichen Auftritten in „Arrow“ mittlerweile festes Teammitglied in „Legends Of Tomorrow“.

In den Comics übernimmt Ryan Choi aktuell den The-Atom-Mantel … und wäre nach Snyders Planung vielleicht auch Teil des Filmuniversums geworden? Eine solche Vermutung liegt nahe, auch wenn es ziemlich sicher noch nicht in „Justice League“ zur Einführung seines Helden-Alters-Egos gekommen wäre. Aber wohl kurze Zeit später…

Hinweis auf eine weitere Planung...

Denn Snyder wollte in seiner Version von „Justice League“ auch bereits kleine Verweise auf die späteren Solofilme der neuen Figuren einbringen. Wie wir wissen, wurden diese rausgeschnitten. So fiel ein Auftritt von Iris West (Kiersey Clemons), der großen Liebe von The Flash (Ezra Miller), genauso der Schere zum Opfer wie Aquamans (Jason Momoa) Mitstreiter Vulko (Willem Dafoe). Zum Zeitpunkt des Drehs von „Justice League“ war neben „Aquaman“ und „Flashpoint“ auch ein „Cyborg“-Solofilm bereits angekündigt. Und wir glauben: Choi wäre der Anknüpfungspunkt hierfür gewesen.

Denn für Cyborg (Ray Fisher) spielt S.T.A.R.-Labs eine große Rolle: Mit Dr. Silas Stone, dem Vater von Cyborg, gibt es zwar schon eine Verbindung, doch wir wissen mittlerweile auch, dass die Figur in Snyders Version von „Justice League“ gestorben wäre – einer der Gründe, warum gerade Silas-Stone-Darsteller Joe Morton trotz Mini-Rolle mit die meisten Nachdrehs für Joss Whedon absolvieren musste. Damit wäre dann womöglich Ryan Choi der wichtigste Bezugspunkt des Helden wider Willen geworden, hätte eine größeren Part in „Cyborg“ bekleidet und wäre dort womöglich zum Helden The Atom geworden.

…eine Planung, die nun nie realisiert wird

Allerdings brauchen wir das nun nicht mehr zu erwarten. Schon mit der Entscheidung, umfangreiche Nachdrehs für „Justice League“ anzuordnen und den Film zu verändern, wurden auch weite Teile der vorherigen Planung für das sogenannte DCEU aufgegeben. Seitdem wurde die Planung sogar noch mehrfach geändert, da neue Entscheidungsträger bei Warner für die DC-Adaptionen zuständig sind. Der Solofilm „Cyborg“ ist wohl mittlerweile längst Geschichte. Es erscheint sogar zweifelhaft, ob man die Figur so schnell noch einmal zu sehen bekommt. Und auch mögliche Pläne für The Atom dürften längst im Papierkorb gelandet sein. Sollte man diesen Helden jemals einführen, wird man nun wohl einen komplett neuen Ansatz wählen und womöglich gar nicht mehr auf die von Snyder angedachte Version zurückgreifen.

Der nächste DC-Film ist übrigens ab dem 20. Dezember 2018 „Aquaman“. Da gibt es dann zumindest ein erstes Treffen mit einer anderen aus „Justice League“ geschnittenen Figur: Denn der bereits erwähnte, von Willem Dafoe gespielte Vulko ist dann wirklich an der Seite von Jason Momoa zu sehen.

 

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