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    Ryan Gosling auf Netflix: Zweite Regiearbeit könnte beim Streaming-Giganten laufen
    Von Alexander Friedrich — 20.09.2018 um 17:54
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    Schauspieler Ryan Gosling brachte 2015 mit „Lost River” sein Regiedebüt in die Kinos und musste teils heftige Kritik einstecken. Nun startet der „La La Land”-Star angeblich einen zweiten Versuch als Regisseur und Netflix will mitmischen...

    StudioCanal / Netflix

    Ryan Gosling ist derzeit in aller Munde, die Oscar-Nominierung Anfang 2017 für seine Darstellerleistung in „La La Land“ markierte bisher den Karrierehöhepunkt des Senkrechtstarters. Und steil hinauf geht es auch im neuen Film des Schauspielers: In „Aufbruch zum Mond“ spielt Gosling, der erneut mit „La La Land“-Kopf Damien Chazelle zusammenarbeitete, den legendären Astronauten Neil Armstrong. Der Film startet bei uns am 8. November 2018 in den Kinos und diesmal könnte es mit dem Goldjungen für den Kanadier klappen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Aufbruch zum Mond"

    Richtig einstecken musste Gosling dagegen bei seinem ersten, selbst inszenierten Film: Auch wenn sein 2015 veröffentlichtes Regiedebüt „Lost River“ unserer Meinung nach äußerst gelungen ausfiel (vier Sterne gab es in der FILMSTARTS-Kritik), ging ein Großteil der Presse wie auch die Zuschauerschaft mit dem bizarren Arthouse-Drama sehr hart ins Gericht. Auf IMDb bringt es der Film gerademal auf einen Wertungsschnitt von 5,8 von 10 bei knapp 15.000 Stimmen, der Metascore liegt nach 21 gezählten Kritiken bei 42 von 100 möglichen Punkten. Ryan Gosling möchte dennoch bald den nächsten Versuch als Regisseur wagen und arbeitet bereits an seinem neuen, eigenen Film. Das behauptet zumindest Kameramann Benoît Debie gegenüber dem französischen Printmagazin Cinema Teaser, wie Dark Horizons berichtet:

    „Ich arbeite an einem neuen Projekt mit Ryan Gosling“, so Debie. „Die Finanzierung steht noch nicht ganz und Ryan erzählte mir, dass Netflix ihm angeboten hat, den Film zu produzieren, unter der Bedingung, dass er digital drehen und den Titel auf keinen Fall fürs Kino herausbringen würde. Ich sagte ihm, das wäre bedauerlich, und er stimmte mir zu.“

    Wer ist Benoît Debie?

    Debie ist ein belgischer Kameramann, der mit Gosling bereits bei „Lost River“ zusammenarbeitete und da für die Kinematographie zuständig war. Der hochtrabende Begriff trifft technisch auch daher zu, da „Lost River“ größtenteils analog, also auf Film gedreht wurde. Offenbar will Gosling auch bei seiner zweiten Regiearbeit auf 35 Millimeter statt auf digitale Technik setzen und das macht natürlich vor allem auf der großen Leinwand Sinn, welcher Netflix bekanntlich eher abgeneigt ist.

    Ryan Gosling ohne Netflix?

    Debies Aussage muss man dennoch mit Vorsicht genießen, denn offiziell ist noch nichts über den angeblichen Film ohne Titel bekannt, auch Gosling selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Thema geäußert. Außerdem ist anhand von Debies Schilderung noch nicht eindeutig zu erkennen, ob Gosling Netflix eine endgültige Absage erteilt hat oder ob nicht doch eine Einigung erzielt werden konnte. Dass eine Kino-Veröffentlichung eines Netflix-Films nicht komplett ausgeschlossen ist, zeigt auch etwa der neue Alfonso-Cuarón-Film „Roma“, der neben der üblichen Streaming-Verfügbarkeit zumindest in einigen ausgewählten Lichtspielhäusern gezeigt wird.

    Doch zumindest beim Thema „Digital statt Film“ dürfte das rasant aufsteigende Unternehmen wohl keine Ausnahme machen. Sollte es nichts mit Netflix als Partner werden, muss Gosling jedenfalls woanders Produzenten suchen, welche die Finanzierung auf die Beine stellen, sowie einen Verleih ausfindig machen. In diesem Fall müssen wir uns wohl noch etwas gedulden, bis wir mehr zum Projekt erfahren.

     

     

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    Kommentare
    • Carlos
      Die meisten wollen leider eher Comic-Fließbandware sehen und keine cineastischen Wagnisse.
    • Jimmy v
      Na dann mal schauen, was er so ankündigt. Lost River war nicht perfekt, aber definitiv nicht die Kröte zu dem ihm manche zerstörungswütigen Kritiker gemacht haben. Zwar hat der Film viel Lynch oder Refn usw. zitiert, aber immerhin war das nicht nicht der übliche Scheiß. Und genau das wollen wir doch sehen!
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