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    "Finster und krank": So stirbt Roseanne in "The Conners"
    Von Nina Becker — 17.10.2018 um 10:04
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    Am 16. Oktober 2018 feierte das „Roseanne“-Spin-off „The Conners“ auf ABC Premiere – wie angekündigt ohne Roseanne Barr in der Hauptrolle als Familienoberhaupt. Jetzt empört sich die Schauspielerin vor allem über die Art und Weise ihres Ausscheidens.

    ABC

    Wenn Roseanne Barr etwas zu sagen hat, greift sie zu ihrem Smartphone und öffnet die Twitter-App. Eine Angewohnheit, die letztlich auch dazu geführt hat, dass sie das erfolgreiche Revival der Sitcom „Roseanne“ verlassen musste. Nach einer rassistischen Äußerung wurde Barr von der Produktion gefeuert und aus „Roseanne“ wurde die Spin-off-Serie „The Conners“. Denn schließlich besteht die chaotische US-Familie, die bereits von 1988 bis 1997 massenhaft Zuschauer auf der ganzen Welt vor die Fernseher lockte, noch aus einigen anderen Familienmitgliedern. Wie genau und ob Roseanne in „The Conners“ das Zeitliche segnen würde, war bis vor wenigen Stunden - mehr oder weniger - ein Geheimnis. Jetzt wissen wir mehr.

    Roseanne stirbt an einer Überdosis

    Bereits am Ende der letzten Folge der ersten Staffel von „Roseanne“, die im Frühjahr 2018 ausgestrahlt wurde, deuteten die Macher an, dass Mutter Roseanne süchtig nach Schmerzmitteln sei. Sie schluckte regelmäßig Opioide gegen Kniebeschwerden und verheimlichte dem Rest der Familie ihr Problem. Genau diese Abhängigkeit ist Roseanne in der ersten Folge von „The Conners“ zum Verhängnis geworden. Die Fernsehzuschauer sehen eine trauernde Familie, die zunächst glaubt, Roseanne sei an einem Herzinfarkt gestorben. Als ihre Schwester Jackie (Laurie Metcalf) allerdings einen Anruf vom Gerichtsmediziner erhält, kommt die Wahrheit ans Licht: Roseanne ist an einer Überdosis gestorben. Nach und nach findet die Familie überall im Haus versteckte Medikamente und realisiert, wie groß Roseannes Probleme wirklich gewesen sein müssen.

    Schon vor der Ausstrahlung von „Keep On Trucking“, der ersten Folge von „The Conners“, spolierte Roseanne genau diese Todesart. In der Youtube-Show „The Unsilent Minority“ von Brandon Straka sprach die Schauspielerin über das Aus ihrer Rolle und ließ ihrem Ärger freien Lauf. „Zynisch und bitter“ urteilte sie über die überraschende Wendung im Spin-off. Und auch jetzt scheint ihr Ärger noch nicht verflogen zu sein:

    Via Twitter ließ sie ihre Follower wissen: „Ich bin nicht tot, Bitches“. Zudem veröffentlichte sie zusammen mit dem befreundeten Rabbiner Shmuley Boteach ein langes Statement auf seiner Facebookseite, in dem sie erklärt, der Tod von Roseanne sei eine „finstere und kranke Dimension“ in einer ansonsten „glücklichen Familien-Show. Außerdem weist Barr daraufhin, dass Roseanne eine starke, matriarchalische Frau in einer leitenden Rolle gewesen sei und Amerika ruhig mehr davon gebrauchen könnte.

    Während Barr nicht begeistert vom Leben der Conners ohne Mutter zu sein scheint, sind die Kritiker anderer Meinung. So spricht die „Vanity Fair“ von einer „skurrilen, warmherzigen Familiensaga“, in der es um das Weiterleben nach einem schweren Schicksal gehe und erklärt, die erste Folge von „The Conners“ sei viel näher an der 90er-Jahre-Sitcom „Roseanne“ als jede Folge der ersten Revival Staffel.

    Ob und ob überhaupt „The Conners“ auch in Deutschland ausgestrahlt werden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

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