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"Chilling Adventures Of Sabrina": Diese Horror-Easter-Eggs sind in der Netflix-Serie versteckt
Von Melanie Schöppe — 31.10.2018 um 20:55
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Die neue Netflix-Mystery-Serie „Chilling Adventures Of Sabrina“ steht nicht nur ganz im Zeichen von Halloween – für jeden Horror-Fan halten die zehn Folgen eine spannende Suche nach schauerlichen Anspielungen und Verweisen auf das Genre bereit.

Diyah Pera / Netflix

In der neuen Netflix-Serie „Chilling Adventures Of Sabrina“ ist der 31. Oktober 2018 ein ganz besonderer Tag – und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen feiert das Örtchen Greendale nicht nur Halloween, sondern Titelheldin Sabrina Spellman (Kiernan Shipka) vor allem auch ihren Geburtstag. Und wie unter anderem bereits die Kollegen von Bloody Disgusting und Gamespot festgestellt haben, spielte Halloween auch bei der Produktion der im „Riverdale“-Universum angesiedelten Serie von Autor Roberto Aguirre-Sacasa eine große Rolle. In der zehnteiligen ersten Staffel von „CAOS“ lassen sich neben zahlreichen Referenzen zur Popkultur und aktuellen politischen Debatten insbesondere überraschende Verweise und Anspielungen auf klassische Horrorfilme entdecken.

Von Kinobesuchen, Tänzen und Kunstwerken

Wie Jughead Jones (Cole Sprouse) in „Riverdale“ führt auch Sabrina ihre Fans zunächst via Voice-Over in ihre schaurigen Abenteuer und den mystischen Handlungsort ein. Dabei begegnen wir der Halbhexe und ihren Freunden bei einem gemütlichen Kinobesuch. Im Kino läuft nicht nur laut der Anzeigetafel „Die Nacht der lebenden Toten“, auch bei den Dreharbeiten flimmerte der Horrorklassiker von 1971 tatsächlich über die Leinwand, wie Sabrina-Darstellerin Shipka im Interview mit Bloody Disgusting verriet: „Diese kleinen Juwelen und Referenzen in der Serie zu haben, macht wirklich Spaß. Ich denke, sie tragen zu einer reichen und runden Welt bei. Als wir die Kino-Szene gedreht haben, spielten sie tatsächlich ‚Die Nacht der lebenden Toten‘, es war so cool, direkt darauf zu reagieren“.

Shipka, die sich selbst als großen Horrorfilm-Fan bezeichnet, scheint die Vorliebe für das Grusel-Genre mit ihrer Serienfigur zu teilen, denn auch die Halbhexe, deren Leben stellenweise selbst wie ein Horrorfilm erscheint, hat an den zahlreichen Monstern und Serienkillern Gefallen gefunden. Neben einer Vielzahl von Postern zu den unterschiedlichsten Horrorfilmen, wie dem dänischen Stummfilm „Hexen“ von 1922, lässt sich in Sabrinas Zimmer ein ganz besonderes Werk entdecken: Ein selbstgezeichnetes Porträt einer wahrlich schauerlichen Gestalt, die mit ihrer Maske stark an den tödlichsten Killer der Filmgeschichte, Jason Voorhees, erinnert.

Durchaus leichtherziger erscheint dabei die Hommage an die Horrorkomödie „Beetlejuice“. Ganz beflügelt von Harveys (Ross Lynch) Kuss tänzelt Sabrina in der ersten Episode von „Chilling Adventures Of Sabrina“ die Treppen der Spellman-Leichenhalle empor, als Vorbild diente dafür ganz offensichtlich Winona Ryders Performance als Lydia in Tim Burtons 80er-Jahre Kultfilm.

Über die Leichenhalle der Spellmans und die Academy Of Unseen Arts

Für viele Fans der 90er-Jahre-Sitcom „Sabrina - Total verhext“ ist wahrscheinlich Sabrinas Zuhause in „Chilling Adventures Of Sabrina“ schon ein echter Schocker: Die Tanten der Halbhexe, Hilda (Lucy Davis) und Zelda (Miranda Otto), betreiben eine Leichenhalle! Doch damit nicht genug: Das Dachgeschoss-Zimmer von Sabrinas Cousin Ambrose (Chance Perdomo) ist nicht nur von Filmen und Serien des Horrorgenres inspiriert, sondern besteht sogar tatsächlich aus Holz vom Set der „Psycho“-Prequel-Serie „Bates Motel“. Die Buntglas-Decke des Speisezimmers hingegen ist ein direktes Replikat des zerbrechlichen Glas-Kunstwerks im Tanz-Horror „Suspiria“.

„Suspiria“, dessen Geschichte vom „Call Me By Your Name“-Regisseur Luca Guadagnino neu interpretiert hierzulande am 15. November 2018 in den Kinos startet, diente bei der Produktion von „CAOS“ unübersehbar auch über das Spellman-Speisezimmer hinaus als Inspiration. Schließlich vermittelt die Akademie der Ungesehenen Künste, mit ihren Hexen, mystischen Gängen und großen Schlafsälen eine ähnliche Stimmung wie der Horrorfilm über die im Verborgenen von Hexen geführte Tanzschule. Hinzu kommen die Türen zu Father Blackwoods (Richard Coyle) Büro: Zwar kein wirkliches Replikat, ist das Design der Doppelflügeltüren von einem ähnlichen Türenpaar aus „Suspiria“ von 1977 inspiriert.

Diyah Pera/Netflix
In den Hallen der Hexenakademie finden sich über 150 originale Kunstwerke von "Hellraiser"-Regisseur Clive Barker, wie hier hinter Nicholas Scratch (Gavin Leatherwood).

Wie die Kollegen von Gamespot bereits bei einem Set-Besuch von „Chilling Adventures Of Sabrina“ erfuhren und was sich auch mit der zehnteiligen ersten Staffel der Netflix-Serie bestätigte: „CAOS“ beruft sich in der Umsetzung und Gestaltung der Geschichte um die jugendliche Halbhexe nicht nur auf zahlreiche Horrorfilme und -serien, sondern vor allem auch auf das Schaffen eines Mannes: Clive Barker. Von vielen auch als Master des Horrors betitelt, steuerte der „Hellraiser“-Regisseur Barker über 150 seiner originalen Kunstwerke zum Set von „CAOS“ bei. Sie schmücken die Gänge der Akademie der Ungesehenen Künste. Und da mit Madam Satan (Michelle Gomez) tatsächlich eine Figur aus der Hölle aufersteht, setzen sich die Anspielungen auf „Hellraiser“ auch im Haus der vermeintlichen Lehrerin Mary Wardwell fort: Die Fliesen im Eingangsbereich, ein weiteres Buntglasfenster und sogar die Tapeten könnten genauso dem Haus der Cottons aus dem 1987er-Jahre Horrorklassiker entsprungen sein.

Hin zu unheimlichen Horror-Zitaten

Um ihrer Dankbarkeit gegenüber Barker für seine großzügige Leihgabe noch stärkeren Ausdruck zu verleihen, so scheint es, integrierten Serienschöpfer Roberto Aguirre-Sacasa und sein Team zugleich noch eine Puzzlebox, ganz so, wie sie Frank Cotton (Sean Chapman) in „Hellraiser“ ersteigert. Doch statt des Tors zu einer anderen Dimension, öffnet Sabrina dem Freddy-Krueger-ähnlichen Dämon Batibat (Megan Leitch) in der fünften Episode („Kapitel fünf: Träume im Hexenhaus“) die Tür zu den schlimmsten Albträumen der Spellman-Familie.

Doch nicht nur Batibat, sondern auch die schauerliche Erscheinung eines blutüberströmten Mädchens in „Kapitel drei: Die Anhörung der Sabrina Spellman“ lässt jeden Horrorfan sofort an „A Nightmare On Elm Street“ denken. Aber die Genre-Anspielungen können auch noch direkter sein, wie die sechste Episode zeigt: In „Ein Exorzismus in Greendale“ wird Susies (Lachlan Watson) Onkel Jesse (Jason Beaudoin) wie Regan (Linda Blair) im Horror-Evergreen „Der Exorzist“ von einem Dämon besessen. Sabrina und ihre Tanten geben alles, um die dunkle Macht auszutreiben und ja, die berühmte Kotz-Szene darf natürlich auch nicht fehlen.

Diyah Pera/Netflix
Nicht nur Susie (Lachlan Watson) und Rosalind (Jaz Sinclair) erschrecken sich beim Anblick des besessenen Onkel Jesse (Jason Beaudoin) fast zu Tode.

Unterdessen erinnert Sabrinas Flucht von ihrer Satanischen Taufe in die dunklen Wäldern Greendales und der Kampf gegen die wildgewordenen Äste an die wohl bekannteste und verstörendste Szene aus Sam Raimis „Evil Dead“. Das große Finale der ersten Staffel „Chilling Adventures Of Sabrina“ erweist sich derweil als „The Fog - Nebel des Grauens“-Hommage, von Madam Satans Kommentar zur Hexenstunde bis hin zum wortwörtlich unheimlichen Nebel, der die Bewohner Greendales zu befallen droht.

Wahre Horrortaten und eine düstere 2. Staffel

Doch nicht nur Anspielungen zu klassischen Horrorfilmen lassen sich in der neuen Comicadaption von Roberto Aguirre-Sacasa finden, neben den Geschichten über die Hexenprozesse von Salem findet auch eine unheimliche und vor allem wahre Horrortat Einzug in „Chilling Adventures Of Sabrina“. Während die Halbhexe in der vierten Episode den Chor der Akademie der Ungesehenen Künste unterstützt, trägt sie dabei kein willkürliches Lied, sondern „I’ll Never Say Never To Always“ vor. Der 1970 veröffentlichte Song stammt von niemand geringerem als Charles Manson, dem mittlerweile verstorbenen Sektenanführer und Drahtzieher hinter der Mordserie der Manson-Familie in den 1960er Jahren. Zu deren Opfern zählen unter anderem die Schauspielerin und damalige Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, Sharon Tate, sowie deren ungeborenes Kind.

Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel „Chilling Adventures Of Sabrina“ laufen derweil bereits. Im Interview mit Joblo verriet Serienstar Shipka, dass sich die Titelheldin und auch die Ausrichtung der Comic-Adaption dabei durchaus von den ersten Episoden unterscheiden werden: „Ohne zu viel preiszugeben, kann ich sagen, dass Sabrinas Leben durchaus einige Wendungen nehmen wird und bestimmte Entscheidungen die sie trifft, die zweite Staffel bestimmen. Das Finale der ersten Season hat den Grundstein für vieles gelegt. Es geht in eine andere Richtung. Wir werden mehr von verschiedenen Figuren sehen. Wir werden eine andere Sicht auf die Dinge bekommen“. Und da das große Finale der ersten Season „CAOS“ vor allem mit einer unheimlich teuflischen Sabrina überrascht, dürfen Fans wohl auch in der kommenden zweiten Staffel auf weitere und insbesondere düstere Anspielungen und Referenzen auf bekannte Gruselschocker hoffen.

Die erste Staffel „Chilling Adventures Of Sabrina“ steht bei Netflix zum Abruf bereit.

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