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    So viel zahlt Apple seinen Stars für den Angriff auf Netflix
    Von Markus Trutt — 31.10.2018 um 20:00
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    Um mit seinen kommenden eigenproduzierten Serien gegen die Format-Flut der Streaming-Konkurrenz um Netflix und Co. anzukommen, fährt Apple jede Menge Star-Power auf – und lässt sich das auch einiges kosten.

    Metropolitan FilmExport / 2016 Constantin Film Verleih GmbH

    Der Serien-Boom hält weiter an. Mit 520 fiktionalen Formaten, die laut einer Studie des US-Senders FX bis Ende des Jahres gelaufen sein sollen, ist die Masse an Serien 2018 so groß wie noch nie (2017 waren es noch 487). Einen großen Anteil an diesem enormen Wachstum haben vor allem Streamingdienste, die mehr und mehr Eigenproduktionen auf die Beine stellen. Immer mehr neue Anbieter wollen dabei gerne ein Stück vom lukrativen Kuchen abhaben. Auch große Konzerne wie Apple und Facebook werkeln aktuell fleißig an ihren ersten eigenen Serien. Der Markt ist allerdings schon jetzt sehr umkämpft, über allem thront Netflix als zahlungskräftiger Platzhirsch. Um da einen Fuß in die Tür zu bekommen, wird teilweise tief in die Tasche gegriffen. Besonders Apple lässt sich hier nicht lumpen.

    Die bestbezahlten Serien-Stars 2018

    Der Technik-Konzern hat gleich eine ganze Reihe von Formaten eingekauft oder in Auftrag gegeben, das größte Flaggschiff dürfte hierbei bis dato eine noch unbetitelte Dramaserie über eine Frühstückssendung mit Oscarpreisträgerin Reese Witherspoon und Jennifer Aniston in den Hauptrollen sein. Bereits bekannt ist, dass Apple beim Kampf um die Serie Netflix und CBS überboten und direkt zwei Staffeln in Auftrag gegeben hat, für deren Produktion 12 Millionen Dollar pro Folge locker gemacht werden sollen. Ein großer Teil dieser Summe entfällt dabei schon auf die hochkarätigen Darsteller, wie nun Variety mit einer Übersicht zu den Gehältern einiger Serien-Stars enthüllt hat.

    Demnach bekommen Witherspoon und Aniston für eine Episode jeweils 1,1 Millionen Dollar gezahlt. Da beide außerdem Ausführende Produzentinnen der Serie sind, dürfte für sie auch in dieser Funktion ein nicht unerheblicher Betrag noch obendrauf kommen. Damit stoßen sie aus dem Stand in die Sphären der derzeit bestbezahlten Serienstars vor, kriegen doch die Hauptdarsteller aus Comedy-Hits wie „The Big Bang Theory“ oder „Modern Family“ ähnliche Gagen (insgesamt springt hier am Ende natürlich trotzdem eine höhere Summe raus, da diese klassischen TV-Serien teils wesentlich mehr Folgen pro Staffel haben).

    Höhere Gagen als bei Netflix

    Zum Vergleich mit dem zukünftigen Konkurrenten Netflix: Der Streamingdienst zahlt David HarbourWinona Ryder und Millie Bobby Brown, den Stars ihres bereits etablierten Mystery-Hits „Stranger Things“, etwa 350.000 Dollar pro Episode. Und selbst Kinostars wie Henry Cavill und Anthony Mackie bekommen für „The Witcher“ bzw. die zweite Staffel der Sci-Fi-Serie „Altered Carbon“ pro Episode „nur“ 400.000 bzw. 475.000 Dollar.

    Was Streaminganbieter angeht, dürfte Apple in Sachen Hauptdarsteller-Gagen also ganz vorne mitspielen, auch wenn Amazon und Hulu hier definitiv auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Während Amazon Hollywood-Star Julia Roberts stolze 600.000 Dollar für jede Episode der neuen Serie „Homecoming“ gezahlt hat, lässt man sich Javier Bardem in seiner Rolle als Entdeckter Hernán Cortés in einer noch unbetitelten Miniserie sogar ganze 1,2 Millionen Dollar kosten. Hulu hat derweil etwa „Handmaid’s Tale“-Star Elisabeth Moss mit inzwischen eine Million Dollar Folgen-Gage an sich gebunden, Oscarpreisträger Sean Penn erhielt indes für seine kommende Mars-Mission-Serie „The First“ rund 500.000 Dollar. Etwas abgeschlagen ist da der ebenfalls neue Streaming-Player Facebook, der für Marvel-Star Elizabeth Olsen, die den Cast der Eigenproduktion „Sorry For Your Loss“ anführt, 250.000 Dollar springen ließ.

    Ob sich gerade die enormen Investitionen von Apple am Ende wirklich auszahlen, bleibt nun abzuwarten.

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    Kommentare
    • headroom
      GottSeiDank...ich bin nicht allein....hatte schon Befürchtungen, ich hätte irgendetwas an der Serie nicht verstanden. Bodyguard war so zäh und ohne Leben...ich hab´s nicht ausgehalten.
    • Joachim M.
      Stimmt Bodyguard war mal gar nichts zwar nicht so ein Schnulzenkram wie mit Costner aber Action und Spannung komplett Fehlanzeige und zu dem Faulen Apfel mit den Superstars brauchen sich Netflix und Co keine Sorgen machen
    • Filmfan
      Serien wie Sand am Meer. Ich bin da raus. Mich spricht aktuell nichts an. Hab zuletzt die von Kritikern hochgelobte britische Serie Bodyguard gesehen und war sehr enttäuscht. Ne. Serienjunkie werde ich in diesem Leben nicht mehr. Warte jetzt bis Marvel seine neuen Serien ins Rennen schickt und die irgendwann auf deutsch erhältlich sind.
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