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    "Hohles Durcheinander": Die ersten Kritiken zum neuen "Robin Hood" sind da
    Von Markus Trutt — 20.11.2018 um 20:20
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    Anfang 2019 steht uns eine weitere „Robin Hood“-Verfilmung ins Haus, in der diesmal „Kingsman“-Star Taron Egerton die Hauptrolle übernimmt. Das Gros der US-Kritiker ist nun aber nicht wirklich angetan von der neuen Adaption der bekannten Geschichte.

    Lionsgate

    Schon bald wird die ohnehin schon lange Liste der „Robin Hood“-Filme um einen neuen Eintrag erweitert. In dem schlicht „Robin Hood“ betitelten Leinwand-Abenteuer spannt diesmal „Kingsman“-Star Taron Egerton unter Anleitung von Oscarpreisträger Jamie Foxx den Bogen, um als König der Diebe von den Reichen zu nehmen, den Armen zu geben und dabei vor allem dem skrupellosen Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn) den Kampf anzusagen. Obwohl auch die jüngste „Robin Hood“-Adaption erneut im Mittelalter angesiedelt ist, versprachen die Trailer schon, dass sie einen modernen Anstrich mit einem deutlichen Action-Einschlag verpasst bekommt. Die ersten Presse-Kritiken, die nun ihren Weg ins Netz gefunden haben, bestätigen diesen Eindruck, beeindruckt zeigen sich davon allerdings die wenigsten.

    Hirn aus, Action an?

    Die positivsten Stimmen sind bislang vor allem bei Variety und CinemaBlend zu vernehmen. Zwar ist man auch hier nicht restlos von „Robin Hood“ begeistert, findet aber durchaus Gefallen an dem auf simple Unterhaltung ausgelegten Streifen, nicht zuletzt dank „spaßiger Schauspielerleistungen und dynamischer Action“, wie es bei CinemaBlend heißt. Auch bei Variety wird der Film als „kurzweiliges, energiegeladenes Vergnügen“ bezeichnet, das in seinem Ton mitunter an die Werke von „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann erinnert und zumindest für Kritiker Owen Gleiberman näher an das herankommt, was Robin Hood ausmacht, als etwa die 1991er-Verfilmung mit Kevin Costner und die Version mit Russell Crowe aus dem Jahr 2010.

    Ein gescheiterter Versuch

    Ansonsten sind wohlwollende Worte zu „Robin Hood“ in der Presse bisher aber ein rares Gut. Bei Entertainment Weekly etwa hält man dem Film zwar zugute, dass er danach strebe, die „Robin Hood“-Geschichte provokativer zu gestalten, letztendlich sei das Ganze aber nur ein „verstümmeltes und hohles Durcheinander von Versuchen, relevant zu sein.“ Auch Empire sieht den Versuch, aus einer altbekannten Formel etwas Neues und Aufregendes zu machen, als gescheitert an und zieht hier nicht als einziges Medium einen Vergleich zu Guy Ritchies „King Arthur: Legend Of The Sword“ aus dem vergangenen Jahr.

    Bei The Wrap kommt man derweil zu dem Schluss, dass der neue „Robin Hood“ aufgrund der Ansammlung von Stereotypen, eines schrecklichen Drehbuchs und der einfach unpassenden „300“-artigen Kameraführung nicht nur ein Film ist, nach dem keiner verlangt hat, sondern einer, bei dem niemand gezwungen sein sollte, ihn ertragen zu müssen. Und der Hollywood Reporter, der wie viele andere kaum ein gutes Haar an „Robin Hood“ findet, geht gar so weit zu verlangen, dass alle, die mit dem „Fiasko“ zu tun haben, in einer gerechten Welt dazu verdonnert werden müssten, auf irgendeine Weise öffentlich Buße zu tun.

    Lichtblick Taron Egerton?

    Doch selbst in einigen negativen Kritiken finden sich immerhin ein paar schmeichelnde Zeilen über Hauptdarsteller Taron Egerton. Der Boston Globe spricht bei ihm grundsätzlich sogar von einer Idealbesetzung für die Figur, auch wenn die Rolle, so wie sie im neuen Film ausgearbeitet wurde, ansonsten auch hier nicht besonders gut weg kommt.

    Bei der Kritiken-Sammelseite Metacritic kommt „Robin Hood“ bislang auf einen Wert von 33 von 100 möglichen Punkten bei elf erfassten Rezensionen. Auf Rotten Tomatoes werden derweil nur 20 Prozent der 30 dort zusammengetragenen Besprechungen als positiv eingestuft. Was wir von dem Film halten, erfahrt ihr noch diese Woche in der ausführlichen FILMSTARTS-Kritik. Und ab dem 10. Januar 2019 könnt ihr euch dann im Kino selbst ein Bild vom Action-Abenteuer machen.

     

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    Kommentare
    • BKone
      Der Trailer sah schon furchtbar aus (mehr Arrow als Robin Hood) und wenn jetzt noch nicht mal die US-Kritiker dem Film etwas abgewinnen können... Da bleib ich bei Russel Crow und, für mich the One and Only, Kevin Costner.
    • K Kerin
      Werde mir den Film in jedem Fall ansehen und mir dann meine eigene Meinung bilden! Mehrfach nun schon bei einigen Filmen und Serien festgestellt, daß die Kritiken meist total überzogen sind und so manches gar nicht so schlecht war, wie im Vorfeld nur auf Grund eines Trailers behauptet! Finde es allgemein absurd, nur alleine wegen eines Ausschnitts gleich den ganzen Film zu zerreißen! Bin froh das wir alle was Filme und Serien angeht, nicht den gleichen Geschmack/Interessen haben! Wie langweilig wäre dann doch die gesamte Film Szene! um nicht sogar zu sagen öde!So oft wurden schon Filme/Serien im Vorfeld nur wegen eines Trailers gehypt als die absoluten Blockbuster, bloß nicht verpassen, sollte man unbedingt schauen, verspricht absolute Spannung etc. und am Ende war es nur heiße Luft die verpufft ist!
    • Besserwisser
      Ja, der ist auch schon älter. Von 2004, glaube ich.
    • Besserwisser
      Die Schauspieler hantierten bei den Dreharbeiten sogar mit richtigen Waffen.
    • greekfreak
      Der Film nur fast so schlecht,das er wieder gut ist,es fehlt irgendwie das letzte bisschen Schlock um daraus eine unterhaltsame Trashgranate zu machen.Auf der einen Seite,haste Olifanten in Godzilla Grösse,Tentakel Monster ala Chtuluh und auf der anderen einen Arthur,der im perfekt getrimmten Bart,als Zuhälter mit seiner ethnisch diversen Crew,in Londinium rumhustled.Hab´ ich vergessen zu erwähnen,Arthur wird als Baby im Körbchen,ala Moses, die Themse runtergespült und von ein paar Prostitutierten aufgefischt,die ihn adoptieren.Später übernimmt er deren Haus als Mittelalter Pimp! Vergiss Willie Dymamite,Arthur ist der grösste Hustler. Muh B*tches!
    • WhiteNightFalcon
      Musst du nicht. Du hast halt deinen eigenen, individuellen Geschmack und das ist nicht falsch. 😊
    • WhiteNightFalcon
      Hat schon seinen Grund, warum Spidey bei nem Superheldenranking bei mir den letzten Platz belegen würde..
    • Darklight ..
      Find' ich geil... 😋Guck ma Franco Zefferelli's Romeo & Julia. Alle Jungs haben da großartig bunte Kostüme - und Strumpfhosen. Und irgendwie sehen die Kostüme dort sehr männlich und cool aus!Und... Spiderman hat auch nur Strumpfhosen an...😎
    • WhiteNightFalcon
      Näääähhh Männer in Strumpfhosen kann ich nicht ernst nehmen. Selbst wenn das damals in Filmen Mode war...
    • WhiteNightFalcon
      Was Rickman als Fiesling drauf hat, hat er ja gekonnt in Stirb langsam, Robin Hood und Quigley gezeigt. Der hatte einfach so ne geniale Art, selbst nem Engel nen zwiespältigen Charakter zu verpassen mit seiner Mimik, wie bei Dogma.
    • WhiteNightFalcon
      Ich liebe Excalibur, nur die Sequenz, wo die den Gral suchen, find ich, schwächt den Film. Dafür ist der Endkampf von Musik, Setting und Stimmung bis heute unübertroffen.
    • Bruce Wayne
      Es war halt durch und durch Guy Ritchie. Demnach waren auch seine berühmten Montagen vertreten, und das hat den Film noch anschaubar für mich gemacht. Aber ja, das Finale war ein absolutes CGI-Debakel und anstatt sich die interessanten Ideen aus der Vorlage zu ziehen, haben sie lieber einen Herr der Ringe-Klon fabriziert. Eine verpasste Chance, aber irgendwie haben mich die ersten 2/3 des Filmes unterhalten. Wer weiß: Evtll. wäre Merlin dann im Sequel aufgetaucht xD Dieser Film hat ja mehr eine Art Prequel dargestellt.
    • Kein_Gast
      Ich denke, jeder der den ersten Trailer gesehen hat, wusste der wird sowohl bei den Kritikern als auch an den Kinokassen durchfallen. Das war ein Flop mit Anlauf! Schade wegen Taron Egerton, den ich sehr charismatisch und sympatisch finde.P.s. Ich bin absolut kein Fan der bisherigen Robin Hood Verfilmungen. Grundsätzlich finde ich persönlich die Vorlage sehr lahm. Ich kann mir nicht vorstellen, wie daraus ein guter Film für MICH werden soll. (ich rede nur für mich)
    • Torsten
      Er triffts ganz gut ,würde ich sagen .
    • larsen
      Der war super ,stimmt ,sowas erhoffe ich mir immer noch .
    • mor
      Also mein Favorit ist der von 1981 mit Nigel Terry ,akkurat ,mindestens so episch wie LotR und gut gealtert.
    • larsen
      Oh ja ,ich denk immer noch gerne an Rabbi Tuckman zurück :)
    • Georg S.
      Wieso ,du kannst dir ja Filme aus reinem Unterhaltungsgrund anschauen.
    • Rockatansky
      Großartig!
    • g
      Streicht die Küchenabfälle für die Aussätzigen, keine Gnade mehr bei Hinrichtungen und sagt Weihnachten ab!
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