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    "Criminal": Netflix macht seine bisher außergewöhnlichste Serie
    Von Björn Becher — 28.11.2018 um 11:26
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    Als bisher außergewöhnlichste Serie von Netflix wird „Criminal“ schon jetzt beschrieben. Sie soll das bisher bekannte Format der klassischen Polizeiserie beugen. Und auch Deutschland spielt dabei eine Rolle. Wir verraten euch, was dahintersteckt.

    Netflix

    4 Länder, 4 verschiedene Sprachen, aber nur 1 einziger Raum. Das ist das Konzept hinter der neuen Netflix-Polizeiserie „Criminal“, die der Streaming-Dienst nun ankündigte. Der Sender produziert zwölf Episoden, die in vier verschiedenen Ländern spielen: in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland. In jedem der Länder werden drei Folgen angesiedelt sein.

    Das besondere dabei: Die Episoden werden nur in einem einzigen Raum spielen. Die komplette Handlung jeder einzelnen Folge spielt in einem Verhörzimmer der Polizei, wo es laut Ankündigung im Rahmen eines Verhörs zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Polizisten und einem Verdächtigen kommen soll.

    "Der Untergang"-Regisseur für Deutschland

    Die Folgen werden immer in der jeweiligen Sprache des Landes gedreht – unter Beteiligung nationaler Autoren und Regisseure. Während die gesamte Serie so von den Autoren George Kay („Killing Eve“) und Jim Field Smith („Episodes“) konzipiert wurde und diese sich auch um die britischen Episoden kümmern, schreiben Bernd Lange („Das Verschwinden“) und Sebastian Heeg („Blaumacher“) die drei deutschen Folgen. Inszeniert werden diese von Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“, „Das Experiment“).

    Für Frankreich sitzt derweil Frederic Mermoud („The Returned“), für Spanien Mariano Barroso („Die Zeit der Schmetterlinge“) auf dem Regiestuhl.

    4 Länder, aber ein Drehort

    Drehen werden sie alle vier aber übrigens an einem Ort. Netflix besitzt seit einiger Zeit Studioräumlichkeiten in Madrid, von wo aus man nun noch mehr europäische Serien machen will. Da „Criminal“ ja ohnehin nur in einem Raum spielt und keine Außenlocations braucht, kann man ohne Probleme spanische wie französische wie britische wie auch deutsche Verhöre dort drehen.

    Wohl keine übergreifende Handlung

    Ob das außergewöhnliche Konzept auch mit einem starken Inhalt untermauert wird, bleibt derweil abzuwarten. Angekündigt ist die Serie als sogenanntes Procedural. Es gibt also in jeder Folge einen neuen Fall, der am Ende abgeschlossen ist. Dass sich überraschend daraus eine übergeordnete Handlung ergibt, ist zwar möglich, sollte aber nicht erwartet werden.

    Es besteht also durchaus die Befürchtung, dass am Ende womöglich einfach zwölf einzelne Krimi-Kammerspiele schwankender Qualität entstehen und das ganze „Format beugende“ Konzept, wie es so schön in der Ankündigung der Hollywood-Branchenmagazine heißt, nur ein Gimmick bleibt. „Criminal“ wird wohl frühestens 2019 auf Netflix zum Abruf bereit stehen. Ein genaues Veröffentlichungsdatum gibt es noch nicht.

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    Kommentare
    • Jimmy v
      Hm. Ohne die Verknüpfung der Handlung ist das ja wirklich nur ein Gimmick. Immerhin ist's aber experiementierfreudig. Mir gefällt das!
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