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    Also doch: So viel Einfluss hat Queen auf "Bohemian Rhapsody" genommen!
    Von Christian Fußy — 29.11.2018 um 16:00
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    Die Queen-Mitglieder Roger Taylor und Brian May hatten eine klare Vision für den Freddie-Mercury-Film. Hauptdarsteller Rami Malek hat nun klargestellt, wie sehr sich die Filmemacher bei ihrer Arbeit wirklich nach den Wünschen der Band richteten.

    Twentieth Century Fox

    Rami Malek hat sich zu Queens Einfluss auf die Darstellung von Freddie Mercury im Biopic „Bohemian Rhapsody“ geäußert. Die Bandmitglieder Brian May und Roger Taylor, die den Film auch selbst co-produziert haben, gerieten zuvor bekanntermaßen mit dem eigentlich für die Rolle vorgesehenen Sacha Baron Cohen aneinander, weil der „Borat“-Star eine andere Vorstellung davon hatte, wie der frivole Frontmann auf der Leinwand porträtiert werden solle. Während Cohen ein Enthüllungswerk mit Nacktheit und Exzess im Kopf hatte, wollten Mercurys Bandkollegen ihrem Freund vor allem ein positives Denkmal setzen, das nicht zu sehr über die Stränge schlägt. Mit „Bohemian Rhapsody“ ist ihnen das auf jeden Fall gelungen. Auch wir attestierten dem Film in unserer Kritik vor allem Familientauglichkeit und Wohlfühlcharakter.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Bohemian Rhapsody“

    Malek ging in einem Interview mit The Hollywood Reporter nun näher darauf ein, was der Band bei der Darstellung Mercurys besonders wichtig gewesen sei und welche Aspekte seines Lebens absichtlich ausgelassen wurden. Außerdem sprach er über seine persönliche Verbindung zu der (Kunst-)Figur Freddie Mercury und die Schwierigkeiten, die damit einhergehen, sich nur auf einen Abschnitt im Leben des Rock-Superstars konzentrieren zu können.

    "Nicht hedonistisch oder schlüpfrig"

    Auf die Frage, ob die Band den Filmemachern vielleicht sogar verbot, bestimmte Aspekte von Freddie Mercurys Leben zu zeigen, antwortete Malek wie folgt:

    Ich hatte nie diesen Eindruck. Sie hätten auch gerne die gesamte Freddie-Mercury-Geschichte erzählt, aber wir haben zwei Stunden. Und in diesen zwei Stunden wollten [Taylor und May] Freddies Leben zelebrieren und es gab dabei definitiv die bewusste Entscheidung, den Film nicht hedonistisch oder schlüpfrig zu machen. Ich denke, wir hätten gerne mehr von der Beziehung zwischen Freddie und Jim [Hutton] gezeigt, gegen Ende seines Lebens. Diese Beziehung ist absolut hinreißend und ginge es nach mir, würde ich gerne noch eine Stunde an den Film dranhängen und ein paar Lücken füllen.

     „[…] Am Ende musst du, finde ich, ein paar ausgewählte Aspekte seines Lebens beleuchten, zeigen, wie herausfordernd er als Künstler war und mit welchen Vorurteilen er aufgeräumt hat. […] Ich weiß, dass es immer polarisierende Aspekte an diesem Film geben wird. Da führt kein Weg dran vorbei. Man kann auch die andere Version dieses Films machen, aber wir mussten uns eben auf eine Zeitperiode konzentrieren und wir wollten immer das Live Aid Konzert als Rahmen für den Film. Das hat uns vor einige Hindernisse gestellt, die schwer zu umschiffen waren.

    „Bohemian Rhapsody“ läuft seit dem 31. Oktober 2018 in den deutschen Kinos und ist schon jetzt das erfolgreichste Musiker-Biopic aller Zeiten.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Auch schön. Wir sind uns mal wieder einig. :)
    • CineMan
      Mag sein dass der Film gut inszeniert wurde, aber ein Biopic der sich kaum an die Fakten und Realität hält, ja sogar Tatsachen verdreht, ist kein Biopic. Dann hätten sie auch gleich einen Film über eine fiktive Band drehen können. Ich sehe mir solche Filme an um mehr über den bzw die jeweiligen Menschen zu erfahren und nicht um Märchen aufgetischt zu bekommen.
    • Luthien's Ent
      :-)
    • Luthien's Ent
      Wenn man einen historisch korrekten Streifen hätte haben wollen, dann hätte man Queen nicht mitmachen lassen dürfen. Deswegen gibt es ja auch keinen Michael Jackson Film. Bis jetzt. Authentischere Streifen sind die über bereits länger Verstorbene, z.B. Johnny Cash oder Ray Charles.Aber Queen hat mitgemacht und daher sehe ich es so, als würde ich mit Brian May auf dem Sofa sitzen und ihm beim Schwelgen zuhören. Ich finde das tatsächlich okay.
    • Sentenza93
      Tue ich. :)Hab bei dem Film übrigens nicht von schlecht geredet. Nur zu zahm. In Bezug auf die einzelnen Mitglieder und die Bandgeschichte. Als fiktive Story, einer fiktiven Band, wäre der mir fast lieber gewesen.
    • greekfreak
      Dafür gibt´s einen Begriff:Revisionismuss.Ich freue mich schon,auf die kommenden Biopics von Ozzy,produziert von Göttergattin $hauron,wo alle Alk und Drogen-Eskapaden rausgeschnitten werden und natürlich $hauron als Heillige dargestellt wird oder Klaus Kinski,der nicht als kompletter Psycho,sondern nur als leicht exzentrischer netter Typ dargestellt wird,mit dem jeder Dreh ein Riesenspass war.Wie nannte das der eine Spiele Entwickler von BF5,als man das Game kritisierte,weil´s historische Fakten umdreht? Ach ja.Es ist historisch authentisch,nicht historisch korrekt.
    • Luthien's Ent
      Dann schau Dir Dokus an und Originalaufnahmen.
    • Luthien's Ent
      Mag ja alles wahr sein, aber ein Film ist keine Doku. Und es ist IHR Film. Wenn sie das so wollten, respektiere ich das vollkommen. Ihr Leben. Ihre vielleicht auch glorifizierte Erinnerung. Egal, das kennen wir doch alle. Ist wie ein Fotoalbum: keine Realität, eher Wunsch und Abbild einzelner verklärter Erinnerungen. Ihre Botschaft: Queen hat geile Musik gemacht, sie hatten Spaß auf der Bühne, es gab Streitereien, aber sie haben diese überwunden, Freddi hatte viele geniale Ideen und sein Leben war keine Pusteblume. Für mich passt der Film, selbst mit den kosmetischen Verschönerungen.
    • greekfreak
      Echt jetzt?! Indem sie die Geschichte der Band umgeschrieben haben (zum Live Aid Segment,hab ich mich schon hier ausführlich ausgekotzt) oder das im Film,Freddie als überkandidelte Diva dargestellt wird,die den Erfolg der Band öfter´s mal in Gefahr brachte,während May und Taylor alles brave,wohlerzogene Lads waren,die es mit diesem bekloppten Flamer aushalten mussten?! Um mal eine Freundin zu zitieren(die ist ein viel grösserer Queen-Fan) :das war nix weiter,als 4 Typen,im Queen Cosplay,die geschichtlich unkorrekte Episoden und Karaoke Nummern,dargeboten haben. Wenn ich bedenke,das Sasha Baron Cohen,einen authentischen Film machen wollte und dazu gehört dieser ganze Sex,Drugs & Rock´n´Roll Lifestyle nun mal dazu(übrigens der Rest der Band waren jetzt keine Chorknaben),der sicher auch etwas mehr auf Freddie´s komplexe Persöhnlichkeit eingegangen wäre,bekomme ich Depressionen.
    • Sentenza93
      Naja, ich hätte gern mehr die Realität gesehen. Fand den Film erschreckend zahm.
    • Luthien's Ent
      Recht hatten sie. Bei der Filmindustrie heute muss man vorsichtig sein. Sie hatten volles Recht auf diese Einflussnahme. Der Film ist klasse geworden. Schlüpfrigkeit und Hedonismus gibt es genug in diesem Business.
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