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    Wilder als "Bohemian Rhapsody": Bei Netflix gibt es bald das zügelloseste Band-Biopic überhaupt
    Von Tobias Tißen — 04.12.2018 um 18:20
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    Das Queen-Biopic „Bohemian Rhapsody“ ist zwar ein absoluter Kassenschlager, wurde jedoch auch dafür kritisiert, dass die Bandgeschichte weichgespült wurde. Genau das soll in „The Dirt“, der Netflix-Biographie über Mötley Crüe, nicht passieren.

    Netflix

    In den 1980er Jahren war Mötley Crüe eine der berühmtesten und genauso auch berüchtigtsten Bands der Welt. Mit voluminösen, toupierten Mähnen, auffälligem Make-up, Hits wie „Dr. Feelgood“ und ausufernden Alkohol-, Drogen- und Sex-Eskapaden gehörten Vince Neil, Nikki Sixx, Mick Mars und Tommy Lee zur Speerspitze des damals unfassbar populären Glam-Metal-Genres. 2001 erschien dann die Autobiographie „The Dirt: Sie wollten Sex, Drugs & Rock 'N' Roll“, in der die Band auf ihre Karriere zurückblickt, ohne dabei auf anstößige Details zu verzichten. In Windeseile trat Hollywood auf den Plan und eine Verfilmung schien nur eine Frage der Zeit – wurde dann jedoch jedes Mal erneut verworfen, weil das Buch aufgrund des expliziten Inhalts schon bald das Etikett unverfilmbar trug.

    Doch 2013 nahm sich dann aber „Jackass“-Regisseur Jeff Tremaine des Stoffes an und trieb das Projekt voran. 2017 kam dann noch Netflix an Bord und so konnte Mötley-Crüe-Frontmann Vince Neil am 2. Dezember 2018 stolz via Twitter verkünden: „Wow!!! Komme gerade aus den Netflix-Büros. Habe den ‚The Dirt‘-Film gesehen!! Fucking genial!! Ich kann nicht warten, bis ihn jeder sehen kann! Am 22. März 2019 wird er veröffentlicht!! Yea!!!

    Das Anti-"Bohemian Rhapsody"

    Vor allem diejenigen, denen das Queen- bzw. Freddie-Mercury-Biopic „Bohemian Rhapsody“ nicht so gut gefallen hat, die es zu zahm und nicht ehrlich genug fanden, dürfen nun sehr auf „The Dirt“ gespannt sein. Denn 2015, im Zuge ihrer Abschiedstournee, gaben Mötley Crüe dem Rolling Stone ein ausführliches Interview und gewährten darin auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Filmproduktion: „Nikki [Sixx] und ich waren bei einer Drehbuch-Lesung und es war alles so surreal. Besonders, wenn der Film anfängt und dir denkst: ‚Oh mein Gott, das ist einfach nur verrückt“, schildert Drummer Tommy Lee seine Eindrücke und geht dann noch auf die Vision des Regisseurs ein: Jeff Tremaines Vision ist es, alles so real wie möglich darzustellen. Er ist wirklich detailverliebt.“

    Damit scheint bei „The Dirt“ genau auf das Wert gelegt zu werden, was bei „Bohemian Rhapsody“ zugunsten einer launigen Hommage an einen überlebensgroßen Künstler (was es dann ja auch wurde) zum Teil vernachlässigt wurde: Die historische Korrektheit sowie die zügellose Darstellung des Exzesses und damit auch der nicht so rühmlichen Seiten der Bandgeschichte. Dass da auch Mötley Crüe selbst absolut kein Problem mit haben, wird klar, als sie auf die Frage antworten, welche Szene aus ihrer Biographie sie gern im fertigen Film sehen würden:

    „Die Squirting-Sequenz am Anfang! […] Darüber wird dann eine Erzählerstimme gelegt. Das würde ich gern sehen. Und sogar die Produzenten sagten: ‚Wir versuchen wirklich, das im Film zu zeigen, aber wir bezweifeln, dass das klappt“, gibt Bassist Nikki Sixx zu verstehen (im vollständigen Interview könnt ihr noch ein klein wenig mehr zu dem Thema erfahren).

    Das sind die Darsteller

    Neben der richtigen Einstellung scheint Jeff Tremaine aber auch einen passenden Cast gefunden zu haben. So wird Daniel Webber („Marvel’s The Punisher“) Frontmann Vince Neil verkörpern, „Game Of Thrones“-Ekel Iwan Rheon Leadgitarrist Mick Mars, Douglas Booth („Stolz und Vorurteil & Zombies“) Nikki Sixx und Rapper Machine Gun Kelly Tommy Lee, den skandalumwitterten Ex-Ehemann von Pamela Anderson.

    Wie von Vince Neil verkündet, steht „The Dirt“ ab dem 22. März 2019 bei Netflix zum Abruf bereit!

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    Kommentare
    • Klaus S aus S
      Vielen Dank für diese Aufklärung
    • Delain667
      Da hat aber jemand Ahnung ......Mötley Crüe waren in vielen ländern mega Stars. In Deutschland nicht so aber das gilt auch für Def Leppard.Klar haben die Skandale dafür gesorgt dass sie immer bekannter waren. Musikalische götter sind es nicht. Aber sie standen für den wilden Rock n Roll. Sie haben viele Bands beeinflusst.Ich kann zum Beispiel nur ein def Leopard Song mitsummen dafür aber 5-6 MC Songs.Ich habe vor paar Jahren beide Bands gesehen und ich mag beide wirklich sehr.
    • Klaus S aus S
      Mötley Crüe sind halt nicht durch ihre Musik bekannt geworden, die 2 Hits die sie hatten kann ich nichtmal mehr nachsummen. Am Ende wird es also nur ein abgedrehter Film über eine Glam-Metal Band wie es viele gab in den 80´s.Sollen mal lieber einen Def Leppard Film drehen der wenigstens etwas dramatisches hätte
    • greekfreak
      Ich bin mal gespannt ob sie den ganzen kranken Sch**ss wirklich zeigen,den sie damals gemacht haben,wie z.B. lebende Ameisen mit Ozzy zu schniefen oder die Story,wo sich Nikki Sixx 2 mal in 24 Stunden,´ne Heroin-Überdosis verpasst hat oder wie Vince Neil,im Vollrausch,einen tödlichen Autounfall verursacht hat,bei dem der Drummer von Hanoi Rocks gestorben ist etc. Am Ende sind The Crue leider nur eine Skandalband gewesen,musikalisch eher meh,vor allem wenn man sich mal anschaut,was es in den 80ern so an Hair-Metal Bands gab .(Siehe Dokken,Winger etc.)
    • CineMan
      Die meisten der Artikel lese ich nicht mehr, da ich sie auf anderen (US) Filmseiten bereits gelesen habe. Sehr oft lese ich nur noch die Kommentare. Oft sogar nur über Disqus. Andere klicke ich allein aus Protest nicht an (Avengers, Meinungsartikel usw.). Die Clickbait Überschriften, der Schreibstil usw.. gefallen seit längerem auch mir nicht.,
    • CineMan
      Bohemian Rhapsody“ hat die Bandgeschichte nicht nur weichgespült, sie hat sie laut diversen Reviews zum Film sogar verfälscht. Und zwischen weichspülen und verfälschen ist ein deutlicher Unterschied.
    • CineMan
      ....
    • Thomas
      Ja ok die Kritik kann ich nachvollziehen. Du kannst aber Queen nicht mit Mötley Crüe vergleichen. Queen ist Champions League. Definitiv eine der besten Bands die es bisher gab.
    • Greendevil666
      das war er wirklich
    • wolverinho
      Das Buch ist ein krasser Ritt,freu mich jetzt einfach mal auf den Film.
    • Greendevil666
      Wenn du wissen willst worum es geht lies das Buch :-)
    • André McFly
      Ich bin ja tatsächlich kurz davor mir nach vielen Jahren ne neue Filmnewsseite zu suchen. Diese aufgebauschten fantastischen Überschriften, die irgendwas in den Himmel und vergleichen müssen, statt einfach mal klar zusagen, worum es geht... dazu diese Meinungen, die schlecht gekennzeichneten und versteckten Werbungen, Newsletter Popups... ne langsam macht diese Seite echt keinen Spaß mehr.
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