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    Nach dem "Game Of Thrones"-Ende: So könnte es doch noch ein Wiedersehen mit Jon, Dany und Tyrion geben

    In den „Game Of Thrones“-Ablegern, an denen HBO arbeitet, soll es kein Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren geben. Doch George R.R. Martin trägt noch eine Serien-Idee mit sich rum und die nennt sich „Spear Carriers“...

    HBO

    George R.R. Martin, Autor der Buchvorlage zum HBO-Megahit „Game Of Thrones“, hat in einem Interview mit The New York Times über eine Idee für eine Spin-off-Serie gesprochen, die ein Wiedersehen mit den Lieblingen aus „GoT“ ermöglichen wurde. Und das ganz unabhängig davon, ob die Figuren das anstehende Finale der Fantasy-Serie überleben oder nicht! Denn die Serie, die Martin „Spear Carriers“ nennt, würde die Ereignisse von „Game Of Thrones“ einfach noch einmal erzählen – diesmal allerdings aus komplett anderen Blickwinkeln als den bisher bekannten.

    Aber von vorn: „Spear Carriers“ ist keine der Serien, die bei HBO aktuell in Entwicklung sind. Diese sollen allesamt weit vor der Handlung von „Game Of Thrones“ spielen, sodass es zu keinem Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren kommen soll. Aktuell ist eine Prequel-Serie bereits konkret in Arbeit, gemeinhin wird sie „The Long Night“ genannt, was aber noch nicht der offizielle Titel ist. So nennt sie lediglich George R.R. Martin, der die Serie gemeinsam mit „Kingsman“-Autorin Jane Goldman kreiert hat. Ein Pilot zur Serie wird mit unter anderem Naomi Watts („The Impossible“) gedreht. Aber für die anderen Serien-Entwürfe bedeutet dies noch nicht das Aus: Es könnten noch weitere umgesetzt werden

    "Spear Carriers" = "Game Of Thrones" neu erzählt

    Zu diesen von HBO gehegten Ideen gehört „Spear Carriers“ wie gesagt nicht. Diese Serie wünscht sich bislang nur George R.R. Martin – er erklärte aber gegenüber der New York Times, dass er hoffe, er könne HBO noch davon überzeugen. Für Fans der aktuellen „Game Of Thrones“-Darsteller würde dies bedeuten, dass sie ihre Lieblinge tatsächlich noch einmal wiedersehen könnten, was nach Ankündigung reiner Prequel-Serien erst einmal unmöglich schien.

    Denn: „Spear Carriers“ würde die Geschichte von „Game Of Thrones“ einfach noch einmal neu erzählen, diesmal allerdings aus der Sicht anderer Figuren. Die bisherigen Helden wie Daenerys Targaryen, Jon Snow, Sansa Stark, Tyrion Lannister und Co. würden in den Hintergrund rücken – könnten aber eben immer mal wieder vorbeischauen.

    "Game Of Thrones" aus der Sicht kleiner Leute

    Als Vorbild für diese Idee nennt Martin das Stück „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ von Tom Stoppard, in dem es um zwei Nebenfiguren aus Shakespeares weltberühmtem „Hamlet“ geht, dessen Handlung so aus einem anderen Blickwinkel noch einmal neu erzählt wird. Während in „Game Of Thrones“ die Adelsfamilien von Westeros um den Eisernen Thron kämpfen, würden in „Speer Carriers“ die einfachen Leute aus dem Volk in den Vordergrund rücken.

    „[Dany, Tyrion und Jaime] wären alle im Hintergrund da so wie Hamlet, aber es wäre eher so wie: ‚Hier ist eine Geschichte über einen Typen aus der Stadtwache. Hier ist eine Geschichte über eine Prostituierte aus einem von Littlefingers Bordellen. Hier ist eine Geschichte über einen Straßenkünstler, der in der Stadt ist, um zu jonglieren und Tricks vorzuführen.‘ Und sie alle würden von den Ereignissen um sie herum mitgerissen werden.“

    So schätzen wir die Chancen für "Spear Carriers" ein

    Auch wenn George R.R. Martin sagt, dass er diese Serie gerne machen würde und hofft, die Verantwortlichen bei HBO noch davon zu überzeugen: Wir glauben nicht daran. Martin selbst beschreibt das Projekt eher in einem humorvollen Ton und sagt, es wäre ein großer Spaß, so eine Serie zu machen. Das passt nicht wirklich zum dramatischen „Game Of Thrones“-Universum, das sich HBO aufgebaut hat, und das Mysterium „GoT“ zu entzaubern, indem man es aus einer profanen Alltagssicht noch einmal neu erzählt, würde sich der Sender bestimmt niemals trauen.

    Es klingt eher danach, als würde Martin einfach ein wenig herumspinnen und sich lustige Ideen ausdenken, denn träumen darf man ja wohl. Und mal ehrlich: Bei all der blaublütigen Dramatik der „Game Of Thrones“-Welt ist Martins Wunsch nach einem Perspektiv-, Personal- und vielleicht auch Genre-Wechsel verständlich.

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