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    Wegen früherer homophober Tweets: Kevin Hart tritt von Oscar-Moderation 2019 zurück
    Von Annemarie Havran — 07.12.2018 um 09:33
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    Gerade erst hat der US-Schauspieler und Comedian Kevin Hart verkündet, er werde die Oscar-Verleihung 2019 moderieren, nun tritt er von diesem Amt zurück. Der Grund: Kritik aus u. a. der LGBTQ-Szene wegen homophober Äußerungen.

    2015 Sony Pictures Releasing GmbH

    Die Oscars 2019 haben ihren ersten Skandal. Nachdem mit der Verpflichtung von Schauspieler und Comedian Kevin Hart, unter anderem bekannt durch Filme wie „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ sowie die „Ride Along“-Komödienreihe und in den USA ein riesiger Star, die Moderatorenfrage für die kommende Verleihung gerade erst geklärt schien, muss man sich bei der Academy nun nach einem neuen Moderator umsehen.

    Kevin Hart wird nicht durch die große Gala-Show am 24. Februar 2019 führen. Er trat von der Aufgabe zurück, nachdem ein Aufschrei wegen früherer homophober Tweets des Schauspielers und Komikers durch die Medien ging. Zunächst verweigerte Hart eine Entschuldigung für die schwulenfeindlichen Äußerungen, die er in seiner Vergangenheit über die Sozialen Medien absetzte. Nur kurze Zeit später entschuldigte er sich dann aber doch noch offiziell bei der LGBTQ-Community.

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    I know who I am & so do the people closest to me. #LiveLoveLaugh

    Ein Beitrag geteilt von Kevin Hart (@kevinhart4real) am

    Kevin Hart schreibt in seinem Tweet vom 7. Dezember 2019, er wolle bei der Oscar-Verleihung keine Ablenkung sein, der Abend sollte „von so vielen großartigen talentierten Künstlern“ gefeiert werden. Bei der LGBTQ-Community (L = lesbian, G = gay [schwul], B = bisexual, T = transgender, Q = queer) entschuldigte er sich für seine „unsensiblen Worte aus [seiner] Vergangenheit“.

    Zuvor veröffentlichte er noch ein Video und einen längeren Text auf Instagram, in denen er unter anderem erklärt, inzwischen ein anderer Mann zu sein. Auf seine homophoben Tweets ging er darin aber nicht explizit ein und lieferte auch keine Entschuldigung, was ihm in den Medien erst einmal einen weiteren Shitstorm einbrachte.

    "Ich liebe jeden"

    In seinem Instagram-Post heißt es unter anderem: „Hört auf nach Gründen zu suchen um negativ zu sein… Hört auf nach Gründen zu suchen um wütend zu sein… Ich schwöre, dass ich mir wünsche, ihr könntet den seelischen Zustand sehen/fühlen/verstehen, in dem ich mich nun befinde.“ Solle jemand in seiner Vergangenheit suchen und sich darüber aufregen wollen, was er dort finde, dann sei das für ihn in Ordnung. Er sei ein Mann von fast 40 Jahren und liebe den Mann, zu dem er werde: „Du lebst und du lernst und du wächst und du reifst. Ich lebe um zu lieben… Bitte nehmt eure negative Energie und steckt sie in etwas Konstruktives. […] Ich liebe jeden… noch einmal: jeden.“

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    Stop looking for reasons to be negative...Stop searching for reasons to be angry....I swear I wish you guys could see/feel/understand the mental place that I am in. I am truly happy people....there is nothing that you can do to change that...NOTHING. I work hard on a daily basis to spread positivity to all....with that being said. If u want to search my history or past and anger yourselves with what u find that is fine with me. I’m almost 40 years old and I’m in love with the man that I am becoming. You LIVE and YOU LEARN & YOU GROW & YOU MATURE. I live to Love....Please take your negative energy and put it into something constructive. Please....What’s understood should never have to be said. I LOVE EVERYBODY.....ONCE AGAIN EVERYBODY. If you choose to not believe me then that’s on you....Have a beautiful day

    Ein Beitrag geteilt von Kevin Hart (@kevinhart4real) am

    Direkt nach der Ankündigung vom 5. Dezember 2018, Kevin Hart werde die Oscars 2019 moderieren, berichtete unter anderem Buzzfeed, Hart habe mit dem Löschen älterer homophober Tweets vor allem aus den Jahren 2009-2011 begonnen. Dass dieses Vorgehen nur eine Frage der Zeit sein würde, hatte gleich nach Harts Ernennung unter anderem der The-Guardian-Redakteur Benjamin Lee prophezeit, der in einem Tweet einige Äußerungen von Hart festhielt. Unter anderem schrieb Hart, solle sein Sohn jemals nach Hause kommen und mit dem Puppenhaus seiner Tochter spielen wollen, werde er dieses auf seinem Kopf zerbrechen und sagen „hör auf damit, das ist schwul“.

    Inzwischen bekräftige Hart seine Entschuldigung auf Twitter noch einmal und entschuldigte sich dafür, Menschen verletzt zu haben. Mit der Oscar-Academy werde es für ihn hoffentlich ein Wiedersehen geben, schließt Hart.

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    Kommentare
    • Kein_Gast
      Wieso nicht? Film und Musik = beides Entertainment.Das Echo Thema ist streng betrachtet, sogar noch unfairer. Da ein Songtext ähnlich wie eine Dialogzeile in einem Film ist - und demnach nicht mal eine Aussage einer Privatperson - sondern einer Kunstfigur. Aber ich will mal nicht so kleinkariert sein - bin schließlich kein Schachbrett :)
    • Bruce Wayne
      Ich würde die Angelegenheit mit dem Echo nicht zu diesen Fällen dazu zählen.
    • Bruce Wayne
      Den niemand jemals sehen wird, von daher.
    • DerHitman
      Okay, der war echt gut! :D
    • Gravur51
      DARAUF wiederum ein like! Spreading positivity!
    • Sentenza93
      Siehe meine Antwort an Gravur51.
    • Sentenza93
      Dann hätte er doch, wenn er wachrütteln wollte, es genauso schreiben können, wie Du jetzt. Mal ehrlich, wärst Du an seiner Stelle, und hättest Deinen Post so getwittert, würde ich nichts sagen.
    • Cholerische Languste
      Aktivist*innen, wenn ich bitten darf. Am Ende fühlt sich jemand diskriminiert. Auf Scheinheiligkeit hat diese Gruppe offensichtlich das Patent. Aber wenn man sie darauf anspricht, werden sie zum Pokemon und setzen die Fähigkeit Realität ausblenden ein. Die sind damit unerreichbar.
    • Cholerische Languste
      Darauf ein Like! Muss nämlich jeder Wissen.
    • Gravur51
      Die werden eh bald abgeschafft. Einschaltquoten.
    • Gravur51
      Hatte da eher an Menschen wie dich gedacht, und nicht unbedingt an die „Nerds“, wie du sie so abfällig bezeichnest (wie lässt sich das mit deinem Gerechtigkeitssinn vereinbaren?). Dachte wie gesagt eher an die „Schneeflöckchen“ die gerne mal einen Satz im fs Forum disliken und es dann auch alle wissen lassen müssen und sich gerne über Tweets von anderen erzürnen, statt sich über echtes Leid auf der Welt aufzuregen (wie es scheint). Aber hey, das gute ist ja, wir brauchen uns nicht weiter zu unterhalten:) Ende.
    • Arkanoid
      Witzig wir haben etwas gemeinsam, den von dir beschriebenen Eindruck habe ich so von dir. Deine Argumentation ist schlicht schlecht und dein Gerechtigkeitsempfinden unterentwickelt, von deinem eindruck wollen wir garnicht anfangen. Einzig beim letzten abschnitt gebe ich dir recht, die Nerds von heute würden z.b. bei einem zerbombten Deutschland mit sicherheit nicht alles wieder in windeseile aufbauen sondern auch noch 10 Jahre später schreiend mit Black Screen Notebooks unter Arm durch die Landschaft flitzen und nicht wissen wo es ohne lang geht.
    • greekfreak
      Nein nur die Festellung,wie unglaublich scheinheillig,diese sogennanten Aktivisten sind.
    • Luphi
      Da sind wir ja einer Meinung.
    • Cholerische Languste
      Ist das jetzt wieder Hass? Bin mir bei der aktuellen Definition nicht sicher...
    • Cholerische Languste
      Kimmel ist ein Weißer! Deshalb durfte der moderieren! Das Patriarchat hat wieder zugeschlagen!
    • scorch
      Lest ihr den Artikel auch richtig - nirgendwo steht, dass er gehen musste. Er hat selbst zurückgezogen. Hätte er mal hart bleiben sollen....ok, der war mies.Natürlich wird hier mit 2erlei Maß gemessen. Bei Kimmel hätte es genauso passieren können, nur offensichtlich hat dort niemand die letzten 10 Jahre was gestört. Ist dann halt so. Wie sieht's denn mal mit Jimmy Fallon aus..ahh, ich glaub, der wollte nie.
    • Deliah C. Darhk
      Was nun? Waren die Äusserungen homophob oder schwulenfeindlich? Sind zwei verschiedene Sinn-Inhalte.
    • Larry Lapinsky
      Ich kann nur noch lachen, was in den USA so an beiden Enden der (gesellschaftlichen) Kerze abgeht: Trump prahlt mit an die Pussy fassen und wird dafür auch noch von seiner 50%-klerikalen-(LOL!!!)-Redneck-Fraktion zum Präsidenten gewählt. Neonazis und alt Right marschieren auf und bei den so betitulierten Volksfeinden CNN gibt es Bombenanschläge. Der Rassismus und Antisemitismus wächst. Auf der anderen Seite das New-Hollywood, anscheinend von LGBTQ und anderen Hexenjägern aus Salem okkupiert und gepurget, bis der Letzte das Licht ausmacht und die Korrekten und Genderneutralen unter sich sind. Beides irgendwie gleichermaßen bizarr (und ich bin weiß Gott kein Fan von Kevin Hart!!!).
    • dsfs
      Wer von Euch ohne Sünde isz usw, usw.Der alte Hippie mit den Hand- und Fusspiercings und der Dornenkrone hatte recht.
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