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    Mark Hamill verrät: Darum ist der Dreh von "Star Wars 9" so schwer für ihn
    Von Björn Becher — 12.12.2018 um 16:45
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    Mit den Kollegen von Entertainment Weekly sprach Mark Hamill über die Dreharbeiten zu „Star Wars 9“ und erklärte dabei, wie das Geheimhaltungszeitalter in Hollywood ihm seine Arbeit erschwert.

    Walt Disney

    Für „Star Wars 9“ steht Mark Hamill erneut als Luke Skywalker vor der Kamera. Ob wir ihn in einem Flashback, als Machtgeist oder auf ganz andere Weise sehen werden, ist noch unbekannt und das dürfte bis zum Start auch so bleiben. Wie bei kaum einer anderen Hollywood-Produktion herrscht bei „Star Wars 9“ höchste Geheimhaltung, so dass keine Information ungeplant an die Öffentlichkeit gelangt.

    Hamill stand nach eigenen Angaben bereits eine Woche für „Star Wars 9“ vor der Kamera und wird weitere Aufnahmen absolvieren, nachdem er die aktuell stattfindenden Dreharbeiten für die Serie „Knightfall“ abgeschlossen hat. Dazu erklärte er den Kollegen von Entertainment Weekly, dass er sich in Prag am „Knightfall“-Set nur schwer auf „Star Wars 9“ vorbereiten kann. Es sei als würde er für eine geheime Regierungsorganisation wie die CIA arbeiten. Wenn ihm Drehbuchüberarbeitungen nach Prag geschickt werden, seien diese auf ein dunkles rotes Papier gedruckt, welches Kopfschmerzen beim Lesen bereite. Dieses rote Papier wird mittlerweile bei vielen Filmproduktionen eingesetzt, da es damit nicht möglich ist, eine Kopie anzufertigen. Auf einer Kope oder einem Foto von dem Blatt ist nämlich rein gar nichts zu erkennen. Doch das sei noch nicht alles.

    Noch mal schlimmer als bei "Star Wars 8"

    Bei „Star Wars 8“ wurde ihm erlaubt, eine physische Kopie des Drehbuchs zu behalten. Diese Ausnahme hatte er sich damals erbeten, denn er mache sich gerne Anmerkungen und kritzele darauf herum. Das helfe ihn, den Text zu lernen und gehe nicht bei den modernen Skripten, die oft nur noch digital existieren. Er musste dieses Skript zwar immer in einen Safe schließen oder direkt am Körper tragen, aber er habe sich eben jene Notizen machen können und konnte auch jederzeit darauf zugreifen. Das gehe nun auch nicht mehr.

    So fliege nun jemand von Lucasfilm mit den neuen Drehbuchseiten zu ihm. Dieser komme zu ihm, gebe ihm die Seiten, dann müsse er sie lesen und direkt wieder zurückgeben. Er dürfe die Drehbuchseiten nicht einmal über Nacht behalten.

    So locker war es noch beim allerersten Film

    Wie Mark Hamill erklärt, versteht er zwar die ganzen Vorsichtsmaßnahmen, da natürlich nichts nach außen gelangen soll, aber er trauert doch den alten Zeiten hinterher. So erzählt er, wie es noch beim ersten „Star Wars“-Film in den 1970er Jahren zuging. Damals habe er das Drehbuch an seinen besten Freund gegeben, um sich dessen Meinung einzuholen. Und der habe dann gefragt, ob er es noch an eine Freundin weiterreichen könne und so weiter. Am Ende sei das Skript durch den ganzen Freundeskreis kursiert und es habe natürlich niemanden interessiert.

    Doch das waren andere Zeiten. Wenige Jahre später stand schließlich die Enthüllung, dass Darth Vader der Vater von Luke Skywalker ist, als Selbstverständlichkeit in einer Lokalzeitung (weit vor dem Kinostart von „Das Imperium schlägt zurück“) und es hat sich niemand über einen Spoiler aufgeregt – aber auch, weil es nur wenige mitbekommen haben und es mangels Internet nicht weiterverbreitet wurde. Heute gibt es strenge Regeln. Schauspieler (und übrigens oft auch Journalisten) müssen sogenannte NDAs (= non-disclosure agreements, übersetzt Geheimhaltungsverträge) unterschreiben, aufgrund derer sie bestimmte Informationen erst zu einem bestimmten Zeitpunkt verraten dürfen. Darauf spielt Hamill gegenüber EW.com auch noch an…

    Hamill teasert mysteriöse Rolle

    So verrät der Schauspieler, dass er eine „große“, eine „High-Profile“-Sprechrolle übernommen habe, die er aber noch nicht ankündigen dürfe, weil er ein NDA unterzeichnet habe. Hier können Fans nun also nur spekulieren, wo der auch für seine Joker-Interpretation in den DC-Animationsfilmen bekannte Hamill in Zukunft zu hören sein könnte.

    „Star Wars 9“ kommt derweil am 19. Dezember 2019 in die Kinos.

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    Kommentare
    • Mister X
      Ach, den Film gibts ja auch noch.
    • flic6
      Diese ganze Entwicklung der Filmindustrie gefällt mir immer weniger!
    • Rockatansky
      Ich wohl auch, für's Erste...
    • Rade Topalovic
      Mein persönlicher Favorit aller möglichen Drehbücher: SW8 war nur ein böser Traum und wird aus dem SW-Kanon gestrichen. Die nehmen sich frische Ideen einiger Game of Thrones Drehbuchautoren und machen den Film von Grund auf neu...Ansonsten gilt: SW8 war der erste Film den ich NUR einmal im Kino gesehen habe (auf Bluray bisher überhaupt noch nicht), SW- Solo hab ich ich GAR NICHT im Kino gesehen und über VoD nach der Hälfte ausgemacht.Man könnte natürlich argumentieren das ich mit 49 inzwischen zu alt für SW bin. Naja, mein 14 Jähriger Sohn denkt allerdings genauso.
    • WhiteNightFalcon
      Vermutlich würde man wohl längst auch am liebsten völlig ohne Schauspieler auskommen, wenn es denn ginge.
    • Rockatansky
      Zumal Luke jetzt auch nicht als Plappermaul bekannt ist und als toter Jedi vermutlich noch weniger Text hat. Die 20 Zeilen sollten jetzt nicht schwer zu büffeln sein und Shakespeare ist das Zeug jetzt auch nicht grade.Ich mag Hamil ja ganz gerne, aber der soll sich mal einen Tag bei einem produzierenden Unternehmen in die Distribution setzten (ich). DA kann man sich toll auf Seine Arbeit konzentrieren. Nicht.
    • Gravur51
      Und er wohl am liebsten gar nicht mehr mitmachen würde.
    • Lumumba B.
      Das Drehbuch zu Star Wars 9 taugt doch eh nichts, den Mist bräuchte man gar nicht geheimhalten.
    • Cirby
      Kommt davon, wenn man niemanden mehr trauen kann. Siehe Tarantino mit seinem Hateful8-Drehbuch. Nur Vertraute haben es bekommen, und wer es veröffentlichte, ist bis heute nicht geklärt.
    • Deliah C. Darhk
      Doch, mit pankromatischem Fotomaterial geht es.
    • Jimmy v
      Ja, das ist schon abgefahren bescheuert mit diesen Vorsichtsmaßnahmen. Notizen für Schauspieler sollten ja wohl das Mindeste sein. Und jemand FLIEGT ihm das Drehbuch heran? Riesiger ökologischer Fußabdruck nur für ein paar Spoiler, die dann zwei Wochen später als früher erscheinen? Na super...
    • greekfreak
      Ja klar,es fällt ihm schwer wegen der Geheimhaltung und so....Nicht weil Ruin Johnson,seine ikonische Figur vergewaltigt hat und er am liebsten der gesamten Disney/Lucasfilm Chefetage ordentlich die Meinung geigen will.
    • Gravur51
      Ist doch nur noch krank. Sendet auch falsche Signale an die Schauspieler , à la die Filmemacher vertrauen ihnen nicht.
    • CineMan
      Bei der Überschrift vermutet / denkt man als Leser dass Hamill sich schwer tut, weil er z.B. Carrie Fisher vermisst. Oder weil Ford und andere Kollegen nicht mehr am Set sind. Oder wegen den Kritiken der Fans zum letzten Film. Aber bestimmt nicht dass er sich wegen dem Digitalen Drehbuch schwer tut.
    • WhiteNightFalcon
      In Zeiten des WWW sind die Leute definitiv überempfindlich, was Spoiler angeht! Die Holländer wussten damals ohnehin vor allen anderen, was es mit Vader auf sich hat. Schließlich heißt das holländische Vader auf Deutsch nix anderes, als Vater.
    • Sentenza93
      Ich glaube nach diesem Film ist er erst mal mit Star Wars durch.
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