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    Nicht mal einen Monat vor geplantem Start: Netflix "klaut" nächsten Film aus den Kinos
    Von Markus Trutt — 13.12.2018 um 09:33
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    Eigentlich sollte „Eli“ Anfang 2019 in den Kinos starten. Nun wandert der neue Horror-Film von „Sinister 2“-Regisseur Ciarán Foy aber kurzfristig direkt zu Netflix.

    Warner Bros. / Netflix (Vor Netflix gibt es kein Entkommen; Lili Taylor in "Conjuring")

    Es ist nicht das erste Mal, dass sich Netflix einen Film sichert, der eigentlich fürs Kino gedacht war, und er dann statt auf der großen Leinwand direkt auf der Plattform des Streaming-Giganten landet. Erst kürzlich war dies bei Andy Serkis‘ „Dschungelbuch“-Adaption „Mogli“ der Fall, ganz ähnlich lief es zuvor auch schon bei „The Cloverfield Paradox“, hierzulande betraf es außerdem etwa auch auf Alex Garlands Sci-Fi-Meisterwerk „Auslöschung“. Nun ist der Horror-Thriller „Eli“ laut Collider das neueste Werk, das unerwartet nicht das Licht der Kino-Leinwand, sondern lediglich das der heimischen Bildschirme erblicken wird.

    Im Zentrum von „Eli“ steht ein gleichnamiger Junge (Charlie Shotwell), der unter einer rätselhaften Autoimmunerkrankung leidet und deswegen völlig abgeschottet von der Außenwelt lebt. Nachdem die verschiedensten Heilversuche keinen Erfolg brachten, sollen nun die experimentellen Methoden einer geheimnisvollen Ärztin (Lili Taylor) endlich für Besserung sorgen. Doch die intensive Behandlung hat ungeahnte Folgen. Inszeniert wurde „Eli“ von Ciarán Foy („Sinister 2“, „Citadel“) nach einem Skript, das 2015 auf der sogenannten Black List der besten noch unverfilmten Hollywood-Drehbücher stand. Zur weiteren Besetzung gehören Kelly Reilly („Eden Lake“), Max Martini („Fifty Shades Of Grey“) und Sadie Sink („Stranger Things“).

    Paramount und Netflix

    Wie schon bei „The Cloverfield Paradox“ ist es erneut das Studio Paramount, das Netflix hier die globalen Rechte für einen geplanten Kinofilm verkauft hat. „Eli“ soll laut Collider bei Testscreenings zwar gut angekommen sein, allerdings hätte man bei Paramount wohl nicht so recht gewusst, wie man den Film wirklich gewinnbringend vermarkten sollte. Der Hollywood-Konzern und der Video-On-Demand-Anbieter pflegen schon länger ein gutes Verhältnis, wie die vorherigen Übereinkünfte zeigten.

    Kürzlich haben die beiden Firmen außerdem einen neuen Deal geschlossen, der beinhaltet, dass Paramount ausgewählte Werke direkt exklusiv für Netflix produziert. Künftig könnten einzelne Filme des Studios also vielleicht mit mehr Vorlauf für den Streamingdienst realisert und nicht erst kurzfristig aus den Kinos „geklaut“ werden, wie jetzt auch wieder bei „Eli“.

    Ursprünglich sollte „Eli“ auch hierzulande nämlich schon am 3. Januar 2019 in den Lichtspielhäusern starten, von Promomaterial gab es allerdings bislang keine Spur. Erst kürzlich hat Paramount diesen Kinostart dann gestrichen, die Hintergründe dafür oder einen Ersatztermin konnte man uns auf Nachfrage allerdings nicht nennen. Die neueste Entwicklung scheint hier jetzt aber zumindest etwas Klarheit zu bringen. Wann der Film – dann wohl direkt parallel zum US-Release auch in Deutschland – nun bei Netflix landet, ist jedoch noch nicht bekannt.

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    Kommentare
    • FrankChrank
      Und wenn mal was originelles kommt landet es bei Netflix (siehe Auslöschung). Das Auslöschung untergegangen währe bezweifle ich. Zum einen wurde schon lange davor die Werbetrommel gerührt zum anderen war Ex Machina (Alex Garlands erster Film) mit einem Einspielergebnis von knapp 37 Mio bei einem Budget von 15 Mio auch alles andere als ein Flop.Ich habe schon ein wenig die Befürchtung das wir in ein paar Jahren im Kino wirklich nur noch die großen Blockbuster sehen werden und so kleine Perlen (Ex Machina, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri etc.), die ich auch gerne im Kino sehe, nur noch auf Netflix und Co. sehen werden.Das (gefühlt) nur noch Remakes Reeboots etc. im Kino kommen, daran sind nicht die Studios schuld sondern die Zuschauer die da in Scharen rein rennen. Warum soll Disney kreativ werden wenn es anscheinen ausreicht alte Zeichentrickfilme einfach nur real zu verfilmen um über 1 Mrd einzunehmen.
    • Rockatansky
      Das waren jetzt alles keine Filme, die ich mir im Kino angesehen hätte. Und wenn man dann liest, Netflix macht das Kinoerlebnis kaputt, kann ich nur laut lachen. Wenn überhaupt irgendwer das Kino kaputt macht, dann die großen Studios mit dem nie enden wollenden Wahn von Sequels, Remakes, Reeboots etc.
    • Markus Trutt
      Es gab tatsächlich auch schon einen Termin für den deutschen Kinostart. Die Info sind wir in der News zunächst schuldig geblieben, haben wir jetzt aber ergänzt.
    • André McFly
      Ich übersetze mal Netflix kauft sich den nächsten sehr durchschnittlichen Film ein, der im Kino untergegangen wäre ;)
    • TresChic
      Cloverfield Paradox und Auslöschung sind jetzt aber auch keine Filme die im Kino Erfolg gehabt hätten. Man muss hier die Kühe im Dorf lassen. Den richtig großen Kinofilm haben sie noch nicht geschnappt.
    • Jimmy v
      Ohne Netflix hätten wir den Film dann also wohl kaum zu Gesicht bekommen - ist in diesem Fall doch also gut. Foy ist ein sehr guter Jungregisseur, Citadel hat mir sehr gefallen. Ich bin also gespannt.
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