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"Spider-Man: A New Universe": Die Macher bereuen, dass Tobey Maguire nicht dabei ist, denn er hätte perfekt gepasst
Von Alexander Friedrich — 16.12.2018 um 14:00
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Im neuen Animationsfilm von Sony „Spider-Man: A New Universe” hätte sogar Ex-Spidey-Darsteller Tobey Maguire einen Auftritt haben können. Die Macher entschieden sich dagegen, geben nun aber zu, dadurch eine Menge Potential verpasst zu haben.

Sony Pictures

Mit „Spider-Man: A New Universe“ läuft das neue Kinoabenteuer des berühmten Comic-Helden in den deutschen Kinos. Und obwohl wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Auftritte des Superhelden auf der Leinwand verzeichnen konnten, fällt dieses frische Kapitel noch einmal völlig anders und auch außergewöhnlich aus. So ist der Film nicht nur komplett animiert, sondern spielt auch in einem ganz eigenen Universum, mit welchem Sony eine neue erzählerische Welt erschaffen will (die mit dem MCU übrigens nichts zu tun hat).

Deshalb steht auch nicht Peter Parker, sondern der Schüler Miles Morales (im Original gesprochen von Shameik Moore) im Mittelpunkt. Der für die meisten Zuschauer deutlich bekanntere Peter ist trotzdem im Animationsabenteuer dabei und das in gleich zwei Varianten: Da wäre einmal der Peter Parker, wie wir ihn bisher kannten - nur mit bereits zehn Jahren Erfahrung als Superheld auf dem Buckel. Dieser spinnt, bevor Miles in seine Fußstapfen tritt, die Netze in New York und wird von „Star Trek”-Star Chris Pine vertont. Im Laufe des Films taucht dann noch eine alternative, ältere (und korpulentere) Version von ihm auf: Peter B. Parker, der aus einem anderen Universum in die Dimension von Miles reist und ihm als Mentor zur Seite steht. Gesprochen wird er dabei von Jake Johnson („New Girl“).

Die FILMSTARTS-Kritik zu "Spider-Man: A New Universe"

Chris Pine, der in „A New Universe” den jungen Peter Parker spricht, tritt quasi auch in die Fußstapfen von Tobey Maguire. Der für nicht wenige Fans „einzig wahre Spidey-Darsteller” hätte trotzdem durchaus im neuen Animationsfilm dabei sein können. Zumindest hat sich das Regie-Trio von „A New Universe“ für den Original-Spidey-Darsteller eine mögliche Rolle überlegt, bis man jedoch davon abwich. Co-Regisseur Rodney Rothman verriet das im Interview gegenüber ScreenCrush.

„Ja, wir haben viel darüber nachgedacht, wo wir Tobey Maguire und auch andere Leute unterbringen können“, so Rothman. Ich denke nach dem Film, dass diese Ideen wirklich Potential gehabt hätten. Aber vor der Produktion und der Herausforderung, das Spider-Verse dem Publikum vorzustellen, haben wir wohl befürchtet, dass es die Leute einfach zu sehr verwirrt hätte. Aber mann wäre das ein großer Spaß gewesen. 

Tobey Maguire: Das große Versäumnis des Films?

Etwas verwirrend kann „A New Universe” tatsächlich bei all den vielen verschiedenen Spider-Men und Universen zuweilen sein, offenbar bereuen die Macher allerdings nun etwas ihre Entscheidung, Tobey Maguire nicht untergebracht zu haben. Der Schauspieler mimte Peter Parker in den drei ersten „Spider-Man“-Kinofilmen, die noch von Sam Raimi inszeniert wurden.

Welche Rolle genau für Maguire angedacht war, verrät Rothman nicht, aber unserer Meinung nach ideal wäre natürlich der von Chris Pine vertonte Peter Parker gewesen. Maguire als genau dieser Spider-Man hätte jedenfalls nicht nur einen tollen Cameo ergeben sondern auch durchaus in die Geschichte gepasst. Peter stellt sich nämlich sofort kurz vor und erzählt von seinen früheren Abenteuern, dabei sehen wir auch kurze Ausschnitte, die sich genauso in den Raimi-Filmen ereignet haben (unter anderem der berühmte Kopfüber-Kuss mit Mary Jane). Bereits im Trailer sorgte das für Aufsehen.

Wir haben selbst mal nachgehakt…

Auch wir haben Anfang November 2018 Rodney Rothman und seine Regie-Kollegen Peter Ramsey und Bob Persichetti in London getroffen und stellten aufgrund der offensichtlichen Raimi-Szenen die Frage, ob es sich hier nicht etwa doch um Tobey Maguires Spider-Man handelt, auch wenn er von jemand anderes vertont wird. Rodney Rothman antwortete darauf amüsiert zu uns: Ich kann auf jeden Fall sagen, dass das nicht Tobey Maguire ist. Was Peter Parker in diesen Szenen anspricht, greift eher den Mythos von Spider-Man auf. In Sam Raimis Filmen hat Spider-Man zum Beispiel einmal getanzt. Ungefähr ein Viertel der Spider-Mans in unserem Multiversum tanzen auf den ersten Blick auch so, aber vielleicht eben immer etwas anders. Wir versuchen am Ende, uns damit vor diesen Filmen wie aber auch vor den Comicbüchern und all diesen Geschichten, die erzählt wurden, zu verneigen. Und all das wollten wir auf eine lustige Weise einbinden.“

Den Rest unseres sehr interessanten Gesprächs mit den drei Regisseuren, bei welchem übrigens auch Miles-Morales-Sprecher Shameik Moore anwesend war, könnt ihr in unserem Interview-Artikel nachlesen.

 

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