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    Aus für "Elementary" nach Staffel 7: Droht ein offenes Ende?
    Von Markus Trutt — 18.12.2018 um 11:45
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    Lange war es in der Schwebe, nun steht endgültig fest: Die moderne Sherlock-Holmes-Adaption „Elementary“ bekommt zwar noch eine siebte Season, wird danach aber eingestellt. Müssen sich Fans nun auf ein offenes Ende gefasst machen?

    Jeff Neira / CBS

    Zwei Jahre nachdem die BBC mit „Sherlock“ die Herzen von Serien-Fans im Sturm eroberte, brachte auch der US-Sender CBS eine moderne Sherlock-Holmes-Adaption auf die heimischen Bildschirme – mit durchschlagendem Erfolg. „Elementary“ mit Jonny Lee Miller als Meisterdetektiv Sherlock Holmes und Lucy Liu als seine Partnerin Dr. Joan Watson geht 2019 in die nunmehr siebte Staffel. Wie Deadline nun berichtet, wird es zugleich aber auch die letzte Season sein. Da diese mit 13 Episoden kürzer als die bisherigen jeweils über 20-teiligen Staffeln ausfällt, wird „Elementary“ damit am Ende auf insgesamt 154 Folgen kommen.

    Schon zuvor stand die Zukunft der Serie auf der Kippe, sodass Chefautor Robert Doherty bereits für Season sechs ein Finale konzipiert hatte, das wohl gerade für Fans des von Arthur Conan Doyle geschaffenen Meisterdetektivs gut als Abschluss funktioniert hätte (hier aber aus Spoiler-Gründen nicht verraten werden soll). Dennoch zeigte sich der Serien-Macher, der noch ein paar Geschichten in der Hinterhand hatte, damals froh, dass es doch noch einmal eine Verlängerung gab.

    Offen oder abgeschlossen?

    Die Entscheidung für das Aus von „Elementary“ wurde nun wenige Tage nach dem Ende der Dreharbeiten für die siebte Staffel verkündet. Wer nun aber fürchtet, dass die Serie dadurch ein offenes Finale mit einem möglicherweise nicht aufgelösten Cliffhanger bekommt, dem kann man offenbar Entwarnung geben. Zumindest den Quellen von Deadline zufolge soll der erst jetzt publik gemachte Entschluss schon kurz nach der Bestellung der siebten Season erfolgt sein. Doherty soll sich mit seinem Schreiberteam auch dann schon daran gemacht haben, diesmal ein wirklich endgültiges Finale zu erarbeiten. Es sieht also ganz danach aus, als würden Fans trotz der Einstellung der Serie einen runden Abschluss bekommen.

    Gründe für das Aus

    Wie aus den Aussagen der Macher und den Informationen von Deadline hervorgeht, sollen aber nicht die Quoten der primäre Grund für das „Elementary“-Ende gewesen sein. Zwar haben diese bei der linearen Ausstrahlung im US-TV über die Jahre deutlich nachgelassen, doch dank vieler nachträglicher Abrufe und internationaler Streaming-Deals (in Deutschland gibt es die ersten drei Staffeln bei Amazon Prime, bei Netflix sind sogar die ersten fünf verfügbar) war die Serie für CBS wohl trotzdem noch ein recht lukrativer Erfolg.

    Demnach soll die Entscheidung vielmehr von einem inhaltlichen Standpunkt aus gefällt worden sein. Doherty und sein Team hätten sich zusammengesetzt und seien zu dem Schluss gekommen, dass auch aus kreativer Sicht der optimale Zeitpunkt gekommen sei, um die Serie zu beenden. Man wolle (wohl nach einem Zeitsprung) vor allem noch einen Handlungsstrang aufgreifen (in dessen Verlauf es mit dem von  „Gotham“-Star James Frain gespielten Odin Reichenbach einen neuen Widersacher geben wird) und „Elementary“ dann auf natürliche Weise auslaufen lassen. Eine Rolle bei der ganzen Sache dürfte laut Deadline aber auch gespielt haben, dass die Verträge der beiden Hauptdarsteller Miller und Liu mit der siebten Staffel ohnehin ausgelaufen wären (und Neuverhandlungen für eine weitere Verlängerung wohl recht kostspielig geworden wären).

    6. Staffel geht im Januar weiter

    Während US-Fans von „Elementary“ nach wie vor auf die Verkündung eines Starttermins für die siebte (und nun auch finale) Staffel warten, bekommen Zuschauer hierzulande demnächst erstmal den Rest der sechsten Season zu sehen. Nachdem deren hiesige TV-Erstausstrahlung bei Sat.1 wegen der dürftigen Quoten abgebrochen wurde, wandert die Serie nun zurück zum Schwesternsender Kabel eins. Dieser beginnt die Staffel am 4. Januar 2019 allerdings nochmal von vorne. Da jeweils freitags ab 20.15 Uhr dann aber direkt vier Episoden am Stück gezeigt werden, wird es die ersten neuen Folgen wohl voraussichtlich schon am 18. Januar zu sehen geben.

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    Kommentare
    • Luthien's Ent
      Ja, platte 0815 Kost. Selbst die Drehbücher von The Mentalist waren eines Sherlock Holmes würdiger als dieser Quark. Aber gut, ich kann eigentlich nur die erste Staffel beurteilen, dann habe ich es aufgrund herber Enttäuschung sein gelassen, mir damit die Zeit zu vertreiben.
    • Meridian Müller
      Ich liebe die Serie. Finde es extremst Schade, dass sie nach 7 Staffeln vorbei ist.Auch ich finde diese Sherlock Variante deutlich besser, als die wirklich tollen Cumberbatch Sherlock Teile.Ach ich ärgere mich. Hätte noch auf viel mehr Folgen gehofft.
    • greekfreak
      Ihr könnt gerne die Heugabeln und Fackeln,rausholen,aber mir gefällt Elementary deutlich besser als der in den Himmel gehypte BBC Sherlock und das liegt vor allem an den 2 Hauptdarstellern bzw. wie die Figuren geschrieben sind.Der Johnny Lee Miller Sherlock ist zwar ein extentrisches/zynisches/verschrobenes Genie,aber er ist auch ein extremst sympatischer Typ,mit Schwächen und Joan Watson ist nicht nur sein Anghänsel,sondern eine voll entwickelte Figur.Auch die Nebenfiguren,sind gut ausgearbeitet.Im krassen Gegensatz dazu der Cumberbatch Sherlock,der im grunde die Karikatur eines Genie´s spielt und auch noch extremst unsympatisch ist,von Martin Freeman,der als Watson nur Sherlock hinterherdackelt und erstaunt in die Kamera guckt,wenn letzter wieder seine unglaublichen Auflösungen zum besten gibt,fange ich gar nicht an.Die grösste Schwäche von Elementary ist leider das 22 Folgen Procedural Format,weil es sehr viele Filler Episoden gibt.
    • Martin D.
      Als Holmesleser und Fan fand ich die Serie furchtbar .
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