Mein Konto
    "Aladdin": Dieser Fehler aus dem Zeichentrick-Abenteuer soll im Realfilm nicht wiederholt werden

    Der Disney-Zeichentrickfilm „Aladdin“ von 1992 wird dafür kritisiert, dass dort böse Klischees über den Nahen Osten verbreitet werden. Diesen Fehler will Disney im kommenden Realfilm mit Will Smith als Dschinni nicht noch einmal machen…

    Disney

    Entertainment Weekly veröffentlichte gestern neue Bilder zum „Aladdin“-Remake und ermöglichte damit auch den ersten Blick auf Will Smith als Lampengeist Dschinni. Weil der Schauspieler-Star dort seine normale Hautfarbe hat und nicht wie das Zeichentrick-Original blau ist, kam direkt die Frage auf, ob Regisseur Guy Ritchie sich in dieser Hinsicht vom Zeichentrickfilm abgrenzt. Die Antwort steht bereits im EW-Artikel: Nein, der Gestaltenwandler Dschinni wird auch im Remake – zumindest in manchen Szenen – blau sein (die Effekte sind aber noch nicht fertig). An anderer Stelle aber solle sich der neue „Aladdin“ aber sehr wohl vom alten unterscheiden.

    Schluss mit den Klischees

    Beide „Aladdin“-Filme spielen in der erfundenen Stadt Agrabah, die nahe des echten Flusses Jordan liegt (an den heute unter anderem die Länder Israel, Syrien und Jordanien grenzen). Der Zeichentrick-„Aladdin“ prägte das Bild, das Millionen Zuschauer über die Region haben – und zu dem auch das Klischee des betrügerischen Straßenhändlers gehört sowie die im Eröffnungssong präsentierte Behauptung, es gehe dort überwiegend barbarisch zu. Aus dem Entertainment Weekly-Artikel geht nun hervor, dass Guy Ritchie und sein Team im neuen „Aladdin“ vermeiden wollen, solche Klischees zu verbreiten.

    Für Hauptdarsteller Mena Massoud („Jack Ryan“-Serie) ist der Part des Aladdin die erste große Kinorolle. Er betont, dass im neuen „Aladdin“ die Diversität der Region abgebildet werde: Die Hauptdarsteller haben entsprechende Wurzeln – er selbst wurde in Ägypten geboren und wuchs dann in Kanada auf. „Wir decken fast jeden Kontinent ab, was heutzutage etwas sehr seltenes ist, aber ich bin sehr stolz, in einem Film mitzuspielen, in dem so viele unterschiedliche Kulturen repräsentiert sind.“

    Laut Guy Ritchie habe am Set eine „Armee von Beratern“ dafür gesorgt, dass man die im Film abgebildeten Kulturen treffend darstelle. Die Stoßrichtung des Artikels von Entertainment Weekly ist also eindeutig: Im neuen „Aladdin“ sollen keine Klischees bedient werden, der „Aladdin“-Realfilm wird divers. Disney dürfte mit den gestreuten Informationen auch auf die Kritik reagieren, die sich bereits gegen den neuen „Aladdin“ richtete: Am Set nämlich sollen fast 100 weiße Statisten dunkel geschminkt worden sein, statt dass Darsteller eingesetzt worden wären, die sowieso die passende Hautfarbe haben.

    „Aladdin“ mit Naomi Scott („Power Rangers“) als Jasmin startet am 23. Mai 2019 in den deutschen Kinos.

     

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top