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    Warum "Predator - Upgrade" fast die "Alien"-Filme auf den Kopf gestellt hätte
    Von Alexander Friedrich — 31.12.2018 um 12:20
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    „Predator - Upgrade” hatte mehrere verschiedene geplante Enden. Während der Cameo von Arnold Schwarzenegger etwa flach fiel, wurde dagegen ein Ende, das mit den „Alien”-Werken in Verbindung steht, sogar schon gedreht... und fiel dann aus dem Film.

    Twentieth Century Fox

    Mit „The Predator“ fiel dieses Jahr der Startschuss für eine Neuausrichtung der gleichnamigen Sci-Fi-Action-Reihe. Hierzulande erschien Shane Blacks Monsterhatz unter dem Titel „Predator - Upgrade“ am 13. September 2018 in den Kinos. Und während viele Zuschauer sich eher weniger vom Film begeistert zeigten, fanden wir bei FILMSTARTS Gefallen am B-Movie-Spaß fest und feiern den nunmehr vierten „Predator“ als „von der ersten bis zur letzten Minute unheimlich unterhaltsames 80s-Nerdfest“.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Predator - Upgrade"

    Für mehr Euphorie beim Publikum (5,5 lautet der Wertungsschnitt auf IMDb) hätte vielleicht das alternative Ende gesorgt, bei dem ein Überraschungsauftritt von Arnold Schwarzenegger vorgesehen war. Da der Star des ersten Films der Reihe jedoch keine Lust hatte, bei „Upgrade“ mitzuwirken, kam es nicht dazu. Ein anderes alternatives Ende wurde dagegen schon gedreht und das hätte wohl für nicht weniger Aufsehen gesorgt, wäre es im Film gelandet. Dieses sollte nämlich an die „Alien“-Filme anknüpfen und deren Heldin Ellen Ripley einen Auftritt spendieren. Das offenbart der Hollywood-Special-Effects-Künstler Yuri Everson auf seinem Instagram-Kanal:

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    We shot 3 different endings for #thepredator, all variations of a "Predator Killer". This unused ending was Predator Killer Ripley wearing the breather mask we created for the film. You can see her name tag there on her costume. Breanna Watkins played Ripley under the mask instead of Sigourney Weaver. The moving "fingers" and "tail" were deemed too facehugger-like on the day and were cut and removed by someone... ✂️ Sorry @jon_k_miller who headed up making the breather mask for us @thestudioadi with @saratheterra @ape5150 Zac Teller and Lord Garth but they made me do it! Michael Diner and his amazing Vancouver crew made the pod. All in no time flat. More #bts to follow...🎬🎥 #flashbackfriday #avpgalaxy

    Ein Beitrag geteilt von Yuri Everson (@h2originals) am

    Mit Special Effects sind solche Effekte gemeint, die real am Set gedreht wurden (im Gegensatz zu Visual Effects, die erst nachträglich etwa vie Computeranimation hinzugefügt werden). Auch wenn Everson nicht unter den Mitwirkenden von „The Predator“ auf IMDb gelistet ist, war dieser offenbar an der Produktion des Films beteiligt. So schreibt er, dass drei verschiedene Enden von „Upgrade“ gedreht wurden, in denen jeweils ein verschiedener Predator-Killer auftreten würde.

    In der finalen Filmfassung stoßen McKenna (Boyd Holbrook), Casey (Olivia Munn) und Rory (Jacob Tremblay) nach ihrem Sieg gegen die Außerirdischen auf eine Raumschiffkapsel, in welcher sich ein technologisch fortgeschrittener Kampfanzug befindet. In einem der alternativen Enden, die gedreht wurden, aber der Schere zum Opfer fielen, sollten die Erdbewohner stattdessen in der Kapsel keine Geringere als „Alien“-Hauptfigur Ellen Ripley vorfinden, die unter einer Atemmaske versteckt ist und sich im Tiefschlaf befindet. Das ist auch auf den Fotos vom Dreh zu erkennen: Die Figur im Pod trägt ein Namensschild, das sichtbar mit „Ripley“ beschriftet ist. Sigourney Weaver, welche die Kämpferin in den „Alien“-Filmen verkörpert hat, soll aber nicht am Set gewesen sein. Stattdessen handelt es sich laut Everson auf dem Bild um die Stuntfrau Breanna Watkins. Ripley sollte also eine der drei verschiedenen Killerinnen sein (und eine Alien-Killerin ist diese bekanntlich ja tatsächlich). Übrigens ist auf ihrer Atemmaske, die an die Facehugger-Kreaturen erinnert, das Logo von Weyland Yutani zu erkennen. Der Konzern spielt eine tragende Rolle im Universum von „Alien“ und „Predator“.

    Widerspruch zur "Alien"-Chronologie

    Dass beide Film-Monster im selben Universum existieren, ist schon länger bekannt. 2004 kam es im umstrittenen „Alien vs. Predator“ zum ersten Aufeinandertreffen auf der Leinwand, die Ursprünge des Crossovers liegen allerdings in der Comic-Welt und auch in „Predator 2“ aus dem Jahr 1990 gab es bereits ein „Alien“-Easter-Egg. Dennoch ergibt das alternative Ende von „Predator - Upgrade“ streng genommen keinen Sinn, zumindest nicht in Betrachtung der bisherigen Zeitlinie der „Alien“-Filme. Ellen Ripley stößt mit ihrem Schiff Nostromo nämlich erst im Jahr 2122 auf den Planeten LV426, wo es zum Erstkontakt mit den Xenomorphs kommt. „Predator - Upgrade“ spielt allerdings in der Gegenwart, in welcher Ripley noch gar nicht lebt.

    Sollte es sich wirklich um Ellen Ripley und nicht um eine Vorfahrin handeln und sollte Ellen nicht plötzlich auf eine Zeitmaschine gestoßen sein, wäre die Zeitlinie also ganz schön durcheinandergebracht worden. Allerdings ist „Upgrade“ ja ohnehin quasi eine Art Neustart für das „Predator“-Franchise (auch wenn offiziell nie von einem Reboot, sondern tatsächlich einer Fortsetzung die Rede war) und eventuell soll es der „Alien“-Reihe ja genauso ergehen. Bei dieser ist die Zukunft nach dem mäßig erfolgreichen „Alien: Covenant” von 2017 derzeit noch ungewiss. Ganz sicher ist dagegen der Heimkinostart von „Predator - Upgrade“: Der Film erscheint hierzulande am 24. Januar 2018 auf Blu-ray und DVD und vielleicht schafft es die Szene, die bereits gedreht wurde, sogar ins Bonusmaterial.

     

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    Kommentare
    • Filmfan
      Hättest Du die MCU Filme genannt die dir gefallen wäre der Kommentar kürzer ausgefallen ;)
    • Sentenza93
      Dir auch. :)War den mit Kumpels gucken. Richtig enttäuscht.
    • Filmfan
      He. Erste Gemeinsamkeit im neuen Jahr :).Alles Gute für 2019!
    • Filmfan
      Dieser Unfall von Film hätte sicher nicht die Alienfilme auf den Kopf gestellt. Arnie wusste schon warum er absprang.
    • Skywalker
      Der Film ist eine Zumutung und hätten sie so ein Ende eingebaut... Ich will gar nicht dran denken!
    • Kai Asmus
      Schlechtere Filme als IM3? Welche denn? Mir fallen keine ein. Der Schwurbel von Black hat einfach keine Substanz. Alles irgendwie schwammig und ideenlos.
    • Bruce Wayne
      Es geht nicht nur um Qualität, sonder viel mehr um Respekt für das Source Material UND Qualität. Großer Unterschied.
    • Coldneck
      Der Film ist grottenschlechter Schrott
    • Bond, James Bond
      Wie ich schon oben schrieb, es gibt sehr viel schlechtere MCU Filme als Iron Man 3 und auch die Star Wars Prequels sind imo, zum Teil deutlich (außer Revenge Of The Sith), schlechter als The Last Jedi.Dementsprechend hätte ja schon Lucas mit Episode I oder der Typ, der Incredbible Hulk. spätestens Favreau mit Iron Man 2 beim MCU alles ruiniert.
    • Bond, James Bond
      Nur dass Der unglaubliche Hulk, Iron Man 2, Thor 1 & 2, Avengers 2, Doctor Strange und Black Panther!!! die schlechteren MCU Filme sind. Und in MEINEN Augen sind auch die beiden Guardians Filme kindischer Stuss.
    • Bond, James Bond
      Also wenn ich einen Film einmal gucke, brauche ich den auch nicht kaufen. Man darf auch streamen und leihen.Und welche andere Filmreihe???
    • Alexander S.
      Das Ende hätte ich gerne gesehen, der Film war auf jeden Fall unterhaltsam.
    • g
      aha
    • Bruce Wayne
      Leider haben sich viele für den Mandarin interessiert (besonders nach den tollen Trailern). Und wenn Black wenigstens einen anderen, interessanten Schurken statt des Mandarins in den Film gesteckt hätte, dann wäre dieser Verlust evtll. auch nicht so schlimm gewesen. Stattdessen haben wir Guy Pearce als Guy Pearce bekommen. Hurrah.
    • Bruce Wayne
      Amen. Frohes neues Jahr, greek :D Auf das 2019 bessere Filme bereit hält.
    • Deafmobil
      Einmal angucken reichts. Nur Predator Teil 1 ist Beste. Die anderen Filmreihe ist mittelmäßig. Predator Upgrade Bluray werde ich erst kaufen wenn er weniger als 8€ kostet.
    • ay2kay
      Die hätten noch 25 Alternative Enden drehen können... der Film ist einfach nur katastrophal 😓
    • Kai Asmus
      Genau so einen Schmarrn erwarte ich von Shane Black. Der Mandarin war ihm nicht genug.
    • Sentenza93
      Diesen Film konnte man so oder so in die Tonne treten.
    • Bogues
      danke!ps. Ruin Johnson guter Witz :-D
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