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    Warum "Predator - Upgrade" fast die "Alien"-Filme auf den Kopf gestellt hätte

    „Predator - Upgrade” hatte mehrere verschiedene geplante Enden. Während der Cameo von Arnold Schwarzenegger etwa flach fiel, wurde dagegen ein Ende, das mit den „Alien”-Werken in Verbindung steht, sogar schon gedreht... und fiel dann aus dem Film.

    Twentieth Century Fox

    Mit „The Predator“ fiel dieses Jahr der Startschuss für eine Neuausrichtung der gleichnamigen Sci-Fi-Action-Reihe. Hierzulande erschien Shane Blacks Monsterhatz unter dem Titel „Predator - Upgrade“ am 13. September 2018 in den Kinos. Und während viele Zuschauer sich eher weniger vom Film begeistert zeigten, fanden wir bei FILMSTARTS Gefallen am B-Movie-Spaß fest und feiern den nunmehr vierten „Predator“ als „von der ersten bis zur letzten Minute unheimlich unterhaltsames 80s-Nerdfest“.

    Predator - Upgrade

    Für mehr Euphorie beim Publikum (5,5 lautet der Wertungsschnitt auf IMDb) hätte vielleicht das alternative Ende gesorgt, bei dem ein Überraschungsauftritt von Arnold Schwarzenegger vorgesehen war. Da der Star des ersten Films der Reihe jedoch keine Lust hatte, bei „Upgrade“ mitzuwirken, kam es nicht dazu. Ein anderes alternatives Ende wurde dagegen schon gedreht und das hätte wohl für nicht weniger Aufsehen gesorgt, wäre es im Film gelandet. Dieses sollte nämlich an die „Alien“-Filme anknüpfen und deren Heldin Ellen Ripley einen Auftritt spendieren. Das offenbart der Hollywood-Special-Effects-Künstler Yuri Everson auf seinem Instagram-Kanal:

    Mit Special Effects sind solche Effekte gemeint, die real am Set gedreht wurden (im Gegensatz zu Visual Effects, die erst nachträglich etwa vie Computeranimation hinzugefügt werden). Auch wenn Everson nicht unter den Mitwirkenden von „The Predator“ auf IMDb gelistet ist, war dieser offenbar an der Produktion des Films beteiligt. So schreibt er, dass drei verschiedene Enden von „Upgrade“ gedreht wurden, in denen jeweils ein verschiedener Predator-Killer auftreten würde.

    In der finalen Filmfassung stoßen McKenna (Boyd Holbrook), Casey (Olivia Munn) und Rory (Jacob Tremblay) nach ihrem Sieg gegen die Außerirdischen auf eine Raumschiffkapsel, in welcher sich ein technologisch fortgeschrittener Kampfanzug befindet. In einem der alternativen Enden, die gedreht wurden, aber der Schere zum Opfer fielen, sollten die Erdbewohner stattdessen in der Kapsel keine Geringere als „Alien“-Hauptfigur Ellen Ripley vorfinden, die unter einer Atemmaske versteckt ist und sich im Tiefschlaf befindet. Das ist auch auf den Fotos vom Dreh zu erkennen: Die Figur im Pod trägt ein Namensschild, das sichtbar mit „Ripley“ beschriftet ist. Sigourney Weaver, welche die Kämpferin in den „Alien“-Filmen verkörpert hat, soll aber nicht am Set gewesen sein. Stattdessen handelt es sich laut Everson auf dem Bild um die Stuntfrau Breanna Watkins. Ripley sollte also eine der drei verschiedenen Killerinnen sein (und eine Alien-Killerin ist diese bekanntlich ja tatsächlich). Übrigens ist auf ihrer Atemmaske, die an die Facehugger-Kreaturen erinnert, das Logo von Weyland Yutani zu erkennen. Der Konzern spielt eine tragende Rolle im Universum von „Alien“ und „Predator“.

    Widerspruch zur "Alien"-Chronologie

    Dass beide Film-Monster im selben Universum existieren, ist schon länger bekannt. 2004 kam es im umstrittenen „Alien vs. Predator“ zum ersten Aufeinandertreffen auf der Leinwand, die Ursprünge des Crossovers liegen allerdings in der Comic-Welt und auch in „Predator 2“ aus dem Jahr 1990 gab es bereits ein „Alien“-Easter-Egg. Dennoch ergibt das alternative Ende von „Predator - Upgrade“ streng genommen keinen Sinn, zumindest nicht in Betrachtung der bisherigen Zeitlinie der „Alien“-Filme. Ellen Ripley stößt mit ihrem Schiff Nostromo nämlich erst im Jahr 2122 auf den Planeten LV426, wo es zum Erstkontakt mit den Xenomorphs kommt. „Predator - Upgrade“ spielt allerdings in der Gegenwart, in welcher Ripley noch gar nicht lebt.

    Sollte es sich wirklich um Ellen Ripley und nicht um eine Vorfahrin handeln und sollte Ellen nicht plötzlich auf eine Zeitmaschine gestoßen sein, wäre die Zeitlinie also ganz schön durcheinandergebracht worden. Allerdings ist „Upgrade“ ja ohnehin quasi eine Art Neustart für das „Predator“-Franchise (auch wenn offiziell nie von einem Reboot, sondern tatsächlich einer Fortsetzung die Rede war) und eventuell soll es der „Alien“-Reihe ja genauso ergehen. Bei dieser ist die Zukunft nach dem mäßig erfolgreichen „Alien: Covenant” von 2017 derzeit noch ungewiss. Ganz sicher ist dagegen der Heimkinostart von „Predator - Upgrade“: Der Film erscheint hierzulande am 24. Januar 2018 auf Blu-ray und DVD und vielleicht schafft es die Szene, die bereits gedreht wurde, sogar ins Bonusmaterial.

     

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