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Thor in "Avengers 4: Endgame": Führt er eine Armee in die 2. Schlacht von New York?
Von Björn Becher — 11.01.2019 um 11:00
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Im Trailer zu „Avengers: Endgame“ sehen wir einen niedergeschlagenen Thor, nachdem er in „Avengers: Infinity War“ seinen Mitstreitern in letzter Sekunde im Kampf gegen Thanos vergeblich zur Hilfe eilte. Wo führt ihn sein Weg hin? Und kommt „Thor 4“?

Marvel Studios

In einer regelmäßigen Reihe beschreiben wir, wie es in „Avengers: Endgame“ für einen der überlebenden Helden des viel diskutierten Endes von „Avengers: Infinity War“ weitergehen könnte. Dazu versuchen wir, die bekannten Informationen zu sortieren, unserer Meinung nach interessante Fan-Theorien einzuordnen und stellen in diesem Zusammenhang natürlich auch unsere Überlegungen an, was im vierten Teil passieren könnte. Regelmäßig überarbeiten und aktualisieren wir unsere Texte auch um neue Informationen und Theorien. In diesem Artikel blicken wir dabei auf Thor und bevor wir uns mit dessen Zukunft beschäftigen, ist natürlich zuerst der Blick zurück wichtig.

Thor in "Avengers: Infinity War"

Der von Chris Hemsworth gespielte Donnergott hat in „Avengers: Infinity War“ den vielleicht interessantesten und sicher umfangreichsten Handlungsstrang. Er muss zu Beginn hilflos mitansehen, wie nach dem Großteil seiner Bevölkerung auch Bruder Loki (Tom Hiddleston) stirbt. Danach bricht Thor auf, sich eine neue mächtige Waffe zu holen und muss dabei feststellen, dass die Zwergenheimat Nidavellir völlig zerstört wurde. Mit Sturmbrecher schmiedet sich Thor dort trotzdem eine Axt – die er nach Schnellreise zur Erde direkt in die Brust von Thanos (Josh Brolin) rammt. Doch Thors Attacke kommt zu spät, denn der fiese Titan hat bereits kurz vorher alle Infinity-Steine eingesammelt. Thor kann nicht verhindern, dass genau das passiert, was Gamora (Zoe Saldana) prophezeit hat: Der Titan löscht mit seinem berühmten Fingerschnipser die Hälfte aller Lebewesen im gesamten Universum aus.

Thor ist verzweifelt

Im ersten Trailer zu „Avengers: Endgame“ sehen wir Thor nur kurz. Niedergeschlagen sitzt er im Quartier der Helden. Jeglicher Kampfgeist scheint aus ihm gewichen zu sein. Der Gott scheint besiegt. Doch dabei wird es den Film über nicht bleiben! Auch Thor wird sich noch einmal aufraffen, wie es bei Captain America (Chris Evans) im Trailer schon zu sehen ist. Eine große Rolle hierbei könnte Mark Ruffalos Bruce Banner spielen, der spätestens seit „Thor 3: Tag der Entscheidung“ zu den besten Kumpels des blonden Hünen zählt. Zu keinem anderen Avenger hat der Donnergott eine ähnliche Bindung. Und im Gegensatz zu Thor sehen wir Banner im Trailer zu „Endgame“ trotz Trauer auch an der Arbeit – er blickt zwar zurück, aber scheinbar gleich auch nach vorne.

Eine besondere Rolle könnte auch „Ant-Man“ Scott Lang (Paul Rudd) spielen. Diese Figur hat Thor noch nicht getroffen und seine Ankunft im Trailer ist ein Hoffnungsschimmer für die Helden. Wir gehen aktuell davon aus, dass Ant-Mans Auftauchen dafür sorgen wird, dass die verbliebenen Avenger doch noch einmal einen Weg sehen, Thanos zu schlagen. Welche Rolle könnte Thor dabei spielen? Wir glauben: Er könnte eine Armee aufstellen.

Thor = Aragorn?

Schon lange vor „Avengers: Infinity War“ machte auf der Internetplattform Reddit die Aussage eines Nutzers die Runde, dass die Brüder Joe und Anthony Russo für die Geschichte von Thor über „Avengers 3 + 4“ einige Parallelen zur Story von Aragorn in den „Herr der Ringe“-Filmen ziehen würden. Angeblich haben die Russos das bereits bestätigt. Wir konnten so ein Zitat nicht finden, aber wenn wir nun auf „Infinity War“ zurückblicken, dann ist da – zusätzlich zur wichtigen Rolle von Zwergen in beiden Fällen – was dran:

Beide gehen mit zwei Gefährten (Thor mit Rocket und Groot, Aragorn mit Legolas und Gimli) einen eigenen Weg. Beide bekommen dabei eine mächtige Waffe und beide tauchen in der großen, finalen Schlacht in letzter Sekunde auf, als der Kampf verloren scheint. Einen großen Unterschied gibt es: Aragorn bringt die Wende – was der Zuschauer bei Thors Eingreifen zwar auch zuerst glaubt, dann aber eines Besseren belehrt wird, als Thanos einfach nicht besiegt werden kann. Außerdem hat Thor auf seiner Reise im Gegensatz zu Aragorn keine Armee aufgestellt. Doch genau hier könnte „Endgame“ die Parallele komplettieren.

Ein Kampf in der Vergangenheit

Die beliebteste Theorie zu „Avengers: Endgame“ ist, dass Zeitreisen eine Rolle spielen. Gerade hat Samuel L. Jackson auch verraten, dass Captain Marvel (Brie Larson) wohl diese Fähigkeit hat. Ob die Helden wirklich durch die Zeit reisen, um wie vermutet die Infinity-Steine in der Vergangenheit einzusammeln, kann nur spekuliert werden, sicher ist aber: Irgendwie müssen sie Thanos noch einmal entgegentreten. Und hier wäre eine Armee sehr hilfreich. Thor könnte sich also erneut mit Gefährten auf den Weg machen, um eine schlagkräftige Truppe aufzustellen.

Eine mittlerweile bei einigen Fans beliebte Theorie besagt, dass dieser Kampf dann auch in der Vergangenheit stattfindet. Wenn die Avengers Thanos konfrontieren wollen, müssen sie ihn schließlich erst einmal finden. Set-Bilder lassen uns vermuten, dass die Avengers zur Schlacht von New York (aus „Marvel’s The Avengers“) zurückkehren. Und genau hier könnten sie auch ein weiteres Mal gegen Thanos kämpfen.

Eine zweite Schlacht von New York

Wir wissen, dass Tony Stark seit der New-York-Schlacht von Albträumen geplagt wird. Denn er sah damals Thanos und dessen Flotte durch das Wurmloch. Damals wusste er aber noch nicht, was er vor sich hatte, für ihn waren das nur irgendwelche Raumschiffe. Mittlerweile dürfte ihm klar sein, dass er dort Thanos sah. Und er könnte es zur Sprache bringen, wenn die Helden in „Endgame“ einen Ort bzw. eine Zeit für die Attacke auf Thanos suchen. Die Avengers haben schließlich nur eine begrenzte Auswahl an Zeitpunkten, von denen sie wissen, dass sich der Titan in diesem Moment an einem Punkt befindet. Und der Angriff auf New York könnte der perfekte Zeitpunkt sein, um ihn zu stellen, ist doch genau dieser Punkt ziemlich optimal: Denn Thanos hat hier – und zwar nur hier – keinen (!) Infinity-Stein. Den einzigen Stein in seinem Besitz hat er hier Loki überlassen, den zweiten, den dieser für ihn holen sollte, nicht bekommen. Die Chance, ihn zu schlagen, ist hier größer denn je (weswegen es weniger Sinn machen würde, die Schlacht in Wakanda noch einmal zu wiederholen).

Sollte die Theorie stimmen, dass die Avengers noch einmal gegen Thanos antreten, muss es unserer Meinung nach daher bei der Schlacht von New York sein. Mit einem solchen Sieg in der Vergangenheit könnten die Helden zudem verhindern, dass es jemals zum berühmten Fingerschipser kommt (und würden übrigens ganz nebenbei auch noch die Tode von Loki, Heimdall und Gamora „rückgängig“ machen). Es gäbe dann plötzlich ein ganz neues MCU, in dem viele der Ereignisse in „Infinity War“  nie stattgefunden haben.

Vor allem könnte diese Theorie für ein episches Action-Doppel sorgen, das perfekt für die mit „Endgame“ erfolgende Zäsur im bisherigen MCU ist. Während unten die Avengers von damals gegen die Chitauri kämpfen, schlagen darüber die durch die Zeit zurück gereisten Versionen der Avengers von damals die große finale Schlacht gegen Thanos. Das wäre schon ziemlich episch.

Thor bereist Welten

Bei seinem Versuch, eine Armee aufzustellen, könnte Thor die übrigen der neun Welten bereisen, wo jeweils die Hälfte der Bevölkerung durch das Fingerschnipsen ausgelöscht wurde. Schon in „Infinity War“ wurde Thors Verantwortung für diese anderen Welten durch die Auslöschung von Nidavellir in Aussicht gestellt. Wenn Thor bei den Bewohnern dieser Welten Abbitte dafür leistet, dass Asgard sie im Stich ließ, ihnen aber neue Hoffnung gibt, würde das auch seine Figur weiterentwickeln.

Daneben wäre es für die Marvel-Macher eine Möglichkeit, uns auch noch die letzte der neun Welten zu zeigen. Sieben davon haben wir in Filmen schon als direkte Schauplätze gesehen, in Niflheim befand sich Thor zudem während seiner Vision in „Age Of Ultron“. Komplett fehlt bislang so nur noch Alfheim, die Heimat der Lichtelfen. Und es wäre doch perfekt, wenn Marvel mit „Avengers: Endgame“, der ja wie gesagt eine Zäsur und auch ein Endpunkt für die Ur-Avengers ist, uns noch die finale neunte Welt zeigt, so dass wir dann wirklich alle gesehen haben.

Thors Zukunft nach "Avengers 4"

Auch wenn „Avengers 4: Endgame“ eine Zäsur bedeutet und wahrscheinlich einige Helden sterben, glauben wir übrigens, dass Thor uns erhalten bleibt und so in Zukunft noch einmal für einen Solofilm zurückkehren kann. Er wird womöglich nie mehr Teil der Avengers sein, aber es gebe noch eine sehr interessante Geschichte rund um die Figur zu erzählen.

Thor könnte auf der Reise zu den verschiedenen Welten, die er ja eigentlich beschützen sollte, erkennen, dass er mehr wie sein Vater werden muss, der als Herrscher die Bewohner unterschiedlichster Reiche vereinte und anführte. Das würde auch einen interessanten Bogen zu einem möglichen vierten „Thor“-Teil schlagen, in dem wir den Donnergott dann vielleicht als weisen Herrscher zum Beispiel beim Aufbau eines neuen Asgards sehen könnten. Schließlich gibt es da noch eine offene Geschichte, bei der wir uns kaum vorstellen können, dass Marvel sie komplett unter den Tisch fallen lässt. Wo sind die restlichen Asen? Wo halten sie sich versteckt? Wo leben sie künftig? Das könnte in „Endgame“ nebenbei erzählt (bzw. durch Zeitreisen, s. o., auch teilweise wegfallen), aber natürlich auch für einen eventuellen „Thor 4“ aufgehoben werden.

Ob zumindest einige der Theorien so zutreffen, erfahren wir dann ab dem 25. April 2019 im Kino.

Dies ist eine überarbeitete und um neue Infos und Theorieansätze ergänzte Version eines vorherigen Artikels. Anlass ist unter anderem die TV-Ausstrahlung von „Thor“ am 11. Januar 2019 um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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