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    Unsere Kritik zur 2. Staffel "The Punisher" auf Netflix: Brutale Psychopathen-Duelle
    Von Björn Becher — 17.01.2019 um 18:52
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    Wir haben alle 13 Episoden der zweiten Staffel von „Marvel’s The Punisher“ gesehen und verraten euch, wie uns die ab dem 18. Januar 2019 verfügbare Fortsetzung der brutalen Rächer-Serie auf Netflix gefallen hat.

    Netflix

    Frank Castle (Jon Bernthal) ist zurück. Das macht schon die erste Einstellung der zweiten Staffel von „The Punisher“ deutlich. Mit blutigem Gesicht sitzt er in einem Lieferwagen, ein verängstigtes Mädchen auf dem Beifahrersitzer. Verfolger holen sie ein, weitere schwer bewaffnete Bösewichte versperren den Weg. Und der Punisher eröffnet das Feuer und es scheint ihm zu gefallen, zu töten. In dieser einen Szene wird deutlich, wann und wo die zweite Season von „The Punisher“ ihre stärksten Momente hat. Die Action ist brutal und knallhart – und oft sehr stark inszeniert. Doch dazwischen wird Frank Castle auch demaskiert. Er ist kein Held, er ist ein brutaler Schlächter, der das auch noch genießt. Doch zwischen diesen starken Momenten gibt es vor allem im Mittelteil der 13 Episoden viel Leerlauf.

    Eigentlich hat Frank Castle dabei seine Vergangenheit hinter sich gelassen. Er zieht als Pete Castiglione durch die USA. Ein reiner Zufall, eine Aussicht auf ein anderes glückliches Leben sorgt dafür, dass er zwei Abende hintereinander am selben Ort ist und so mitbekommt, dass professionelle Killer eine Teenagerin verfolgen. Er schreitet ein, rettet die vorlaute Amy (Giorgia Whigham) und richtet ein Blutbad an. Schnell heften sich weitere Killer an seine Fersen. Angeführt von dem mysteriösen und gottesfürchtigen John Pilgrim (Josh Stewart) machen sie vor nichts Halt, um Amy in ihre Finger zu bekommen. Gleichzeitig bricht in New York Billy Russo (Ben Barnes) aus dem Krankenhaus aus. Angeblich kann er sich nicht erinnern, wer ihn grausam entstellt hat. Doch er ist weiter gemeingefährlich. Als Frank mit Amy durch die Hilfe der Homeland-Agentin Dinah Madani (Amber Rose Revah) nach New York kommt, muss er einen Krieg an zwei Fronten führen.

    Herausragender Punisher…

    „The Punisher“ ist mit der zweiten Staffel endgültig die Show von Jon Bernthal. Seine Verkörperung der kompromisslosen Kampfmaschine ist sensationell. Man kann fast ohne Übertreibung sagen, dass jede Szene mit Bernthal stark ist. Die zahlreichen Actionszenen sind bis auf sehr, sehr kleine Ausnahmen herausragend. Immer wieder wird Bernthals Castle in ein neues Szenario geworfen, mit dem sich die Macher austoben können – wobei das Setting immer wichtiger Bestandteil der Action ist, die so nie repetitiv wirkt. Ob es in einer Bar oder einer Polizeistation (John Carpenters Klassiker „Assault - Anschlag bei Nacht“ lässt hier grüßen) kracht, spielt eine (!) Rolle. Die Action ist dabei passend zur Figur rau, wild, unkontrolliert, teilweise fast animalisch. Gerade letzteres kann man hier sehr oft auch über den Punisher sagen, der teilweise wild grunzend wie ein Tier seine Gegner verfolgt.

    Cara Howe/Netflix
    Genießt die Schlacht: Frank Castle alias der Punisher

    Inmitten dieser brutalen Action schaffen es die Macher aber gekonnt – und zwar ohne allzu aufdringlich zu werden, auch hinter ihre Figur zu blicken. Dies wird besonders in der von Regisseurin Stacie Passon („Concussion - Leichte Erschütterung“) herausragend inszenierten fünften Episode klar. Das „Hütchenspiel“ 3 Card Monte wird hier erst als Allegorie auf Frank Castles Drang, diese „Abenteuer“ zu erleben, genutzt. Später zeigt sich genau dies dann auch in aller Brutalität. Wenn er sich einer Übermacht von Bodybuildern für einen Faustkampf entgegenstellt, weiß er, dass er selbst bei einem Sieg mächtig viel einstecken muss… und dann scheint er es richtig zu genießen, die Fresse poliert zu bekommen.

    I am not the one who dies, kid. I am the one who does the killing!

    Gekonnt schaffen es Chefautor Steve Lightfoot und sein Team so, ihren Punisher zu einer komplexen Figur zu machen und gleichzeitig zu demaskieren. Er mag sich selbst als Helden und als Rächer sehen, er hilft Menschen in Not und kann keine Ungerechtigkeit ausstehen, doch am Ende ist das nur der sekundäre und vorgeschobene Antrieb. Wenn er zu Beginn Amy rettet, dann ist er eben nicht einfach nur der „gute Samariter“, sondern er stürzt sich wie ein Junkie aufs Heroin in das Geschehen. Seine Sucht ist die Gewalt, das Gemetzel seine Droge. Frank Castle, das wird schnell deutlich, ist auch ein Psychopath.

    … zu schwacher Widersacher…

    Und damit eröffnen die Macher eigentlich perfekt den Raum für eine Gegenüberstellung mit seinem Erzfeind Jigsaw – auch wenn dieser Name explizit nicht für Billy Russo verwendet wird (der Comic-Begriff wird aber einmal im Rahmen einer Beleidigung genutzt). Doch leider ist ausgerechnet dieser Psychopath über weite Strecken das schwächste Element der zweiten „Punisher“-Staffel. Anfangs ist unklar, wie weit die Transformation von Russo zu Jigsaw fortgeschritten sein soll und das ist eigentlich eine gute Sache. Dass er zu Beginn im Verhältnis zum Comic-Vorbild noch verhältnismäßig wenige Narben hat, deutet an, dass die Verwandlung noch weiter gehen könnte. Das „Puzzle“ (= Jigsaw) ist hier nicht sein entstelltes Gesicht, sondern mehr in seinem Kopf. Er ist scheinbar verwirrt, wird von Albträumen geplagt, erinnert sich an Frank Castle als Freund und will wissen, wer ihn beinahe getötet hat.

    Cara Howe/Netflix
    Bösewicht Billy Russo steht im Regen...

    Das gebe eigentlich Raum für eine komplexe Figur. Ist er wirklich geistig verwirrt oder täuscht er das nur vor? Ist ein trainierter Killer nicht sogar noch gefährlicher, wenn in seinem Kopf fast gar nichts mehr funktioniert – außer der alten Ausbildung als Tötungsmaschine? Doch all das wird in „The Punisher“ nicht zu früh aufgelöst, sondern über weite Strecken so langweilig und zäh erzählt, dass jegliches Interesse für die Figur flöten geht. Darsteller Ben Barnes ist dabei gar nicht der Vorwurf zu machen, die Szenen sind über weite Strecken einfach unglaublich dröge. Erst gen Ende der Staffel wird zumindest ein kleiner Teil des großen Potentials dieser Figur angedeutet, bis dahin ist es aber ein zu weiter und zu wenig spannender Weg. Die ganze Nebengeschichte rund um seine Beziehung zu einer Psychiaterin (Floriana Lima) hat – abgesehen von einer gekonnten, aber zu schnell wieder verworfenen Volte gen Ende – fast null Mehrwert und bremst zahlreiche Episoden aus.

    … und wechselhafte Nebenfiguren

    Damit wären wir bei den Nebenfiguren, wo es ebenfalls Licht, aber auch viel Schatten gibt. Neben der Psychiaterin ist auch Amber Rose Revahs Dinah Madani größtenteils ein Störfaktor. Sie wirkt wie ein Überbleibsel aus einer in der ersten Staffel nicht vernünftig abgeschlossenen Geschichte, das hier jetzt noch als Ballast mitgetragen wird. Gen Ende bekommt ihre Figur zwar auch ein paar stärkere Momente, aber auch die einzige eher misslungene Actionszene der Season – was hier auch an der in mindestens einem Moment ungelenken Inszenierung liegt, aber auch daran, dass sie nicht ganz zu der in der ersten Staffel etablierten Figur passt. Besser hat es da Jason R. Moore als Franks alter Kamerad Curtis Hoyle, dessen Auftritte die eigentliche Story rund um den Punisher nicht ausbremsen, sondern ergänzen und auch als eigenständige und bereichernde Erzählung funktionieren.

    Die aus den Netflix-Produktionen „Tote Mädchen lügen nicht“ und „Sierra Burgess Is A Loser“ bekannte Giorgia Whigham bringt eine bisweilen nötige Lockerheit ein und brilliert gerade in den ersten Episoden, als noch sehr unklar ist, was die Geschichte rund um ihre Figur ist und warum diese gejagt wird. Die Darstellerin überspielt es auch gekonnt, dass ihre Figur nicht durchweg überzeugend ausgestaltet ist. Etwas zu oft nutzen sie die Macher als Sprachrohr, um Dinge zu veranschaulichen. Etwas zu wenig Neues fällt ihnen einen, wenn nach wenigen Episoden klar wird, warum sie verfolgt wird. Die Figur selbst taucht daher im Verlauf der Staffel etwas ab, wird aber gegen Ende wieder ungemein wichtig und präsent.

    Cara Howe/Netflix
    Giorgia Whigham ist eine Bereicherung für "The Punisher".

    Eng verbunden mit Whighams Amy sind die neuen großen Gegner für Frank Castle. Auch hier mag das Drehbuch nicht durchweg überzeugen. Das Alt-Right-Ehepaar (Corbin Bernsen, Annette O’Toole) hinter John Pilgrim ist etwas zu sehr aus bekannten, zu aktuell in den USA stattfindenden Debatten gehörenden Versatzstücken zusammengezimmert, aber Josh Stewart verleiht seiner, lose auf dem Comic-Bösewicht Mennonite basierenden Figur eine mysteriöse und bedrohliche Aura. Früh wird auch klar, dass mit dieser Figur nicht zu spaßen ist und er scheinbar auch keine Grenzen kennt, wenn es darum geht, seine Ziele durchzusetzen. Auch er hat Züge eines Psychopathen. Der unter anderem aus der Horrorreihe „The Collector“ oder als Banes Helfer in „The Dark Knight Rises“ bekannte Charakterdarsteller darf zudem auch seine Actionqualität beweisen. Eine über zwei Zeitebenen erzählte Prügelei mit Nazis ist hier ein kurzes, aber intensives Prunkstück.

    Krachende und brutale Action

    Wir haben es zwar schon an einigen Stellen dieser Kritik angesprochen, aber da es so zentral für eine Serie wie „The Punisher“ ist, wollen wir noch einmal gesondert auf die Action eingehen. Hier übertreffen die Macher die erste Season noch einmal deutlich. Quasi jede Episode hat eine größere Actionsequenz. Passend zur Thematik und Geschichte gibt es im Gegensatz zum Fluchen (es ist schon lustig, wie auf immer neue Weise mehrfach das Wort „Fuck“ umgangen wird) keine Einschränkungen: Blut spritzt bei Kopfschüssen aus kürzester Entfernung, Knochen brechen, Gesichter werden zu Brei geschlagen.

    Cara Howe/Netflix
    Killer im Priestergewand: John Pilgrim.

    Viele Zuschauer denken, dass brutale und kompromisslose Action gleich gute Action ist. Das ist natürlich nicht der Fall, aber „The Punisher“ ist mit reduziertem Gewaltlevel nur schwer vorstellbar. Viel wichtiger ist aber: Abgesehen von ein paar ganz wenigen Ausnahmen, in denen die einstudierten Bewegungen hinter der Kampfsequenz zu deutlich zu bemerken sind, sind die Actionszenen herausragend – gerade weil die Choreographie sonst so gekonnt zurückgenommen ist, aber doch so perfekt auf den Punkt sitzt. Wenn die Kontrahenten teilweise mit schwerstem Gerät aufeinander eindreschen, ist nicht mehr zu erkennen, dass die Action nicht real, sondern nur inszeniert ist. Und genug Abwechslung gibt es nicht nur durch wechselnde Settings (siehe oben) und verschiedenste echte und improvisierte Waffen, sondern auch durch weitere Umstände, die auf die Inszenierung einzahlen: Ein Stroboskop-Action-Feuerwerk lässt so die Grenzen zwischen Realität, Alb- und Fiebertraum scheinbar verwischen, was auch inhaltlich an dieser Stelle perfekt passt.

    Fazit

    Die zweite Staffel von „The Punisher“ ist fast immer dann herausragend, wenn Frank Castle im Mittelpunkt steht und wenn es kracht. Uninteressant gestaltete Nebenfiguren und Handlungsstränge, die das Geschehen auf 13 Episoden aufblähen, trüben das Gesamtergebnis aber sehr deutlich.

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    Kommentare
    • Man Drake
      Gestern fertig geworden. Es wurde schon viel dazu gesagt. Ich finde die zweite Staffel noch besser, als die Erste. Frank macht eine weiterhin glaubwürdige Entwicklung durch, Amy gefiel mir besser, als ich dachte. Zwischendurch war die Spannung an allen Fronten so hoch, dass manche Längen nicht auffielen. Madini und die Psychiaterin waren echte Schwächen. Es war auch eher schwach, dass beide Handlungsstränge so null miteinander zu tun hatten. Man muss die Serie auch mal aus amerikanischen Augen sehen und da finde ich es gut, dass die Macher nicht aufhören, Gewalt und das Schicksal von Soldaten, in der Heimat, analyisieren und den Umgang damit kritisieren. Es ist auch gut, dass sie die Alt-Right Bewegung aufs Korn nehmen. Man hätte das aber auch mit 10 Folgen hinbekommen und nur Jigsaw als Mainvillain, der vielleicht von den Neo Nazis angeheuert wird. Billy Russo sonst hat mir, im Kontext, gut gefallen und war top gespielt. Jon Bernthal ist ein absolutes Tier, der den Charakter perfekt darstellt. Wegen der bisher konsequentesten Charakterentwicklung von allen Marvel Netflix Charakteren und der speziellen letzten Szene wünsche ich mir mehr. Diese Staffel hatte das Potential absolut groß zu werden und die Macher stolpern über ihre ganzen Ansätze. Ein Lob auch an die Leute, die die Actionszenen gemacht haben.
    • Filmfan
      6 Folgen hätten gereicht. Alles uninteressante raus und nur den Punisher und die Gewalt rein. Ich kapier das nicht was die aus dem Punisher machen. Und ich hatte große Hoffnung. Nun bleibt nur noch das große ? zurück.
    • Filmfan
      Inzwischen habe ich sie gesehen und sag mal so: Bleib beim lesen der Kritik ;).
    • Filmfan
      Jetzt habe ich in einem Rutsch die Staffel gesehen und muss Dir zustimmen. Ich habe es schon weiter oben geschrieben. Leider Zeitverschwendung. Wie die meisten Marvelserien.
    • Filmfan
      Ist leider wirklich so. Die zweite Staffel wirkt künstlich aufgebläht und nur die Action überzeugt. Aber die ist leider nicht Hauptthema der Serie.
    • Filmfan
      Hab jetzt auch die zweite Staffel komplett gesehen und kann dem Filmstarts Fazit zustimmen. Brutalster Action steht ne langweilige, aufgeblähte zähe Story gegenüber. Wieder mal.Nachdem mich schon S1 schwer enttäuschte macht es S2 kaum besser. Und das ist das große Problem der Marvel Serien überhaupt. Aus meiner Sicht wurden viele oder alle, weis ich jetzt gar nicht, zurecht abgesetzt. Gerade der Punisher funktioniert meiner Meinung nach nicht im Serienformat. Als Kinofilm würde der Serien-Punisher mit dieser brutalen Action funktionieren. All das langweilige Drumherum weglassen, und nur den Punisher gegen das organisierte Verbrechen antreten lassen.
    • Filmfan
      Nach jetzt drei gesehenen Folgen stellt sich Ernüchterung ein. Bisher hoher Gewaltgrad aber ne Belanglose und wieder viel zu zähe Story. Lückenfüller nennt man das. Hoffe es wird noch besser. Denn vom Punisher ist bisher nichts zu sehen.
    • Hans H.
      Lass mich alle Folgen durchsehen, dann antworte ich dir hier mal. Bin bei Folge 8. Die Psychiaterin ist Billy verfallen und die bösen ex-Soldaten haben auch schon ihren ersten Raubzug begangen. So wirklich gefällt mir das nicht, das kam eher aus dem Nichts. Ich beib´ am Ball ....
    • OzzieCobblepot
      Jo, ich fand es war eine schöne Verbeugung vor den Ennis Comics, so einen nebenplot einzufügen. Hätte aber tatsächlich spannender sein können.
    • Hans H.
      Ich fand die gesamte Staffel sehr unterhaltsam, spannend und äußerst brutal. So wie ich es mir NICHT vorgestellt habe. Punisher-gerecht kann ich nicht beurteilen, weil ich die Comic-Vorlage nicht kenne. Bisher hat mir die Serie sehr gut gefallen.
    • Hans H.
      Habe 4 Folgen gesehen und wurde gut unterhalten. Die Staffel ist ganz anders als die erste, aber die Spannung ist ganz klar zugegen. Ich bin auf die nächsten Folgen gespannt und was will man erstmal mehr? Werde am Ball bleiben und hier weiter schreiben....
    • greekfreak
      So bin durch und stimme zum grössten Teil der FS-Kritik zu.Zuerst mal,Jon Bernthal ist einfach grossartig und spielt alles an die Wand,genau wie man sich keinen anderen als Fisk oder Tony Stark,ausser Vincent D´Onofrio oder RDJ,respektive vorstellen kann,kann ich mir niemand besseren als Frank vorstellen.Georgia Wingham,als neuer Sidekick,anstelle von Micro,hat mir auch gefallen.Die Rededuelle zwischen ihr und Frank und ihre Vater-Tochter Beziehung,waren ein Highlight.Unter ihrer rotzig/sarkastischen Oberfläche versteckt sich eine tief verletzte Figur. Leider,wird sie in den Hintergrund gedrängt,nach den ersten 5 Folgen. Statdessen,rückt man Agent Resting B*tch Face eh.. Agent Madani,in den Vordergrund.Die Figur nervte schon in Staffel 1,aber hier ist sie noch unaustehlicher,weil sie so unglaublich schlecht geschrieben ist. Erst holt sie Frank zurück,um Billy aus dem Verkehr zu ziehen,dann kriegt sie Gewissensbisse,meistens stöckelt sie nur planlos durch die Gegend und guckt dumm aus der Wäsche.Wieso man dieser Figur so viel Screentime gewährt,keine Ahnung.Übertroffen,wird sie nur noch von Billy´s Therapeutin,die buchstäblich ein alle Psychiater sind selber gaga-Klischee ist.Ohne sch**ss,die entpuppt sich als gestörte Masochistin,die natürlich Billy´s Charme verfällt,mit ihm kinky Beischlaf vollzieht und mit ihm gemeinsame Sache macht,WTF?! Der Rest,der Nebenfiguren(siehe Dec. Mahoney) nervt auch nur,vor allem weil sie sich unglaublich idiotisch verhalten.Überhaupt das Writing,meine Fresse.Staffel 1,hatte eine gute Hauptstory,mit Frank´s Rachefeldzug und 2 interessante Nebenstories,mit Micro´s Familie und Lewis´s Entwicklung zum Amokläufer. Staffel2 hat 2 Storylines,die parallel und komplett aneinander vorbei laufen.Noch schlimmer,die Stories ziehen sich wie Kaugummi.Die ersten 3 Folgen flutschen super,dann kommt das Erzähltempo ins Stocken.Dazu ist die neue Hauptstory sowas von lieblos dahingeklatscht.Something something erzkonservative Milliardäre/Politiker wollen einen Skandal vertuschen(der eigentlich nicht der Rede wert ist),something alt-right,something poehse Russen sind involviert(natürlich sind sie das!) yada yada. Dazu sind die Schurken komplette Abziehbilder.Wir hätten das Miliardär´s Paar Schulz,die das Klischee von den mächtigen Rechtskonservativen sind, plusJohn Pilgrim,der ein sich selbst geisselnder,Bibelverse zitierender Fanatiker ist.Josh Stewart verleiht der Figur eine bedrohliche Aura,in den ersten Folgen,aber auch er ist sowas von schlecht geschrieben. Und dann wäre da Billy Russo.In Staffel 1 war er noch ein kaltblütiger Killer,der sein Charisma und Charme ausnutze.Hier versucht man ihn als gebrochene Figur darzustellen,inkl. tragischer Backstory und Sympathien beim Zuschauer zu erwecken,jedenfalls in den ersten 6-7 Folgen,dann ist er wieder der alte,manipuliert seine Therapeutin und die Veteranen und killt ohne mit der Wimper zu zucken.Richtig lächerlich,ist dazu das Jigsaw Make-Up und die Reaktionen der anderen Figuren.Verdammt,Frank und Pilgrim,sehen deutlich entstellter aus,nachdem sie auf die Fresse bekommen! Ben Barnes müht sich deutlich ab,aber auch er wird vom schlechten Drehbuch,im Stich gelassen. Mein grösster Kritikpunkt aber ist,das man als Zuschauer das Gefühl hat,die Macher schämen sich eine Punisher Serie zu produzieren. Alle paar Minuten,halten die Nebenfiguren,Moralpredigten. Gewalt ist schlecht,mkayy.. Leute zu killen,die versuchen dich zu killen und kaltblütige Säcke sind,ist schlecht,mkayy.. Für jede,Actionszene,die sind übrigens alle grossartig,gibt´s 20 Minuten,moralinsaures Gelaber,von Madani,Curtis oder Mahoney.Frank sagt an einer Stelle:Let me be,what I´m meant to be! das bringt´s perfekt auf den Punkt! Wenn die Serie das tut,dann gibt´s ordentlich auf dem Latz,wie in Staffel 1,ist der Gewaltgrad heftig,Frank walzt regelrecht wie Godzilla über den Schirm.TL:DR Deutlich schwächer wegen der vielen Filler Episoden und schlechten Story,aber Bernthal ist absolut sehenswert.Falls es wieder erwarten,eine 3te Staffel geben wird,bitte bitte: weniger Folgen,weniger nervige Nebenfiguren und in Crom´s Namen,lasst den Punisher mal den Punisher sein!
    • Slevinho
      Sehr gute Kritik, bringt es genau auf den Punkt. Viele der 13 Folgen sind nur Lückenfüller und die vielen Nebenfiguren sind kaum bis gar nicht interessant für die Geschichte. Die Szenen, in denen es auch um den Punisher geht und es harte Action gibt, sind hervorragend. Der Rest leider nicht.8 bis 10 Folgen hätten auch gereicht.Aber ich drücke die Daumen, dass es noch eine 3. Staffel gibt, weil Jon Bernthal einfach perfekt für die Rolle und die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.Over and out.
    • Filmfan
      Das gilt für alle. Ich kann´s echt manchmal nicht fassen wie arrogant und von oben herab belehrend hier und anderswo aufgetreten wird.
    • CineMan
      Was soll das jetzt? Ich antworte Dir und Du schreibst dass ich nicht diskussions- und kritikfähig bin und mich daher nicht öffentlich äußern sollte. Ich glaube ich bin einem Troll auf den Leim gegangen. Anders kann ich mir diese Unterhaltung bzw Deine Antworten nicht mehr erklären.
    • Man Drake
      Wenn du nicht diskussions- und kritikfähig bist, solltest du dich einfach nicht öffentlich äußern.
    • CineMan
      Vorab: eine Behauptung kann sehr wohl Unwissenheit und Fehlinformationen beinhalten. Und meine Antworten waren weder agressiv, noch polemisch. Was genau ist Dein Problem?war eine Frage und keine aggressive Anmache.Du solltest meine Kommentare ganz objektiv lesen und nicht einen Tonfall hineininterpretieren. Ich habe lediglich versucht Dich zu informieren, aber irgenwie schaffe ich es anscheinend nicht.Du hast nach einer Quelle gefragt, ich nannte sie Dir (der FS Artikel). Du hast was von Meinung geschrieben und erneut erwähnt dass ich keine Quelle(n) nenne und ich nannte Dir weitere Artikel. Was ausser Artikeln hätte ich Dir denn als Quelle nennen können oder sollen? Was hattest Du Dir als Quelle vorgestellt.aber irgendwie musst Du ja grad alles persönlich nehmen... Wie bitte? Ich nehme hier gar nichts persönlich. Ausser man beleidigt und greift mich an. Aber Du wirst es gerade in dem Du mir so was als aktuelle Grundhaltung unterstellst. Von daher Danke für das Gespräch.
    • Man Drake
      Oh je, was für einen Trigger hab ich denn da gefunden? :-D Offenkundig bin ich hier nicht der mit einem Problem, bei soviel Aggression und Polemik. Noch mal, weil du sichtlich Verständnisprobleme hast: Ich wollte explizit deine Quelle sehen und nicht eine Aufzählung. Da Du dazu nicht in der Lage bist brauch ich das nicht ernst nehmen. Ich stelle auch keine Behauptungen auf. Eine Meines Wissens Formulierung impliziert mögliches Unwissen, impliziert durch etwaige Fehlinformationen. Deswegen bat ich dich, da zu helfen, aber irgendwie musst Du ja grad alles persönlich nehmen.
    • CineMan
      Was genau ist Dein Problem? Du wolltest eine Quelle genannt haben, ich habe Dir den Titel des Artikels auf FS genannt. Und dass Du weitere im Netz findn kannst in denen auf die Umstände eingegangen wird. Weitere und ausführlichere Artikel findest Du u.a. auf Screenrant (All Marvel Netflix Shows Have Been Losing Viewers For Years) und auf The Hollywood Reporter ('Daredevil' Canceled at Netflix as Marvel Roster Shrinks to Two). In beiden wird die von Netflix gewünschte Reduzierung der Episodenanzahl genannt.Was ausser Filmseiten als Quellen hätte ich Dir denn sonst nennen können? Mit einer Eidesstattlichen Erklärung von Herrn Netflix kann ich leider nicht dienen. Sorry.Und noch eins: Du selbst behauptest Dinge ohne Quellenangabe(n) (Schade, dass die das bei Netflix nicht lernen. und Meines Wissens entscheidet Netflix alles allein.)
    • Man Drake
      Also hast Du nur eine Meinung, mit Unterton und kannst keine Quelle angeben, auf die du dich berufst. Alles klar
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