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    Albert Finney ist tot
    Von Tobias Mayer — 08.02.2019 um 16:18
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    Albert Finney war einer der bekanntesten und charismatischsten britischen Schauspieler. Die Älteren werden ihn als Ermittler im „Orient-Express“ kennen, die Jüngeren als Geschichtenerzähler in „Big Fish“. Nun ist Finney mit 82 Jahren verstorben.

    Columbia TriStar (Albert Finney und Jessica Lange in "Big Fish")

    Er gehörte zu den wichtigsten Schauspielern des neuen britischen Kinos Anfang der Sechziger, war aber auch dem internationalen Mainstream-Publikum ein Begriff – und das bis ins hohe Alter. Wie der Guardian mit Verweis auf eine Bekanntmachung der Angehörigen berichtet, ist der 1936 im nordwestlichen englischen Salford geborene Albert Finney heute im Alter von 82 Jahren verstorben. Seinem Tod ging eine kurze Krankheit voraus.

    Finney begann am Theater und setzte dann in seiner ersten Kinohauptrolle direkt ein Ausrufezeichen: als wütender, ebenso markanter wie charismatischer Fabrikarbeiter Arthur im britischen Drama „Samstagnacht bis Sonntagmorgen“ (1960). In den USA wurde Albert Finney dann 1963 mit der vierfach oscarprämierten Abenteuerkomödie „Tom Jones - Zwischen Bett und Galgen“ bekannt, wo er in der Hauptrolle allerhand romantische Abenteuer im England des 18. Jahrhunderts erlebt.

    Nach Rollen unter anderem an der Seite von Audrey Hepburn und seiner ersten sowie einzigen Kino-Regierarbeit („Ein erfolgreicher Blindgänger“ 1968) kaufte Finney dann ein Ticket für den Orient-Express: In der bis heute populärsten Adaption des Agatha-Christie-Krimis von Sidney Lumet (1974) löste er als Hercule Poirot den verzwickten Fall im berühmten Zug. In den Achtzigern ließen Finney und Diane Keaton in „Der Konflikt - Du oder Beide“ („Shoot the Moon“) eine 15-jährige Ehe in die Brüche gehen, darüber hinaus blieb der fünffach oscarnominierte Brite mit „Ein ungleiches Paar“ sowie „Unter dem Vulkan“ präsent.

    Finney war in zwei „Jason Bourne“-Filmen zu sehen, stand für die Coen-Brüder vor der Kamera („Miller's Crossing“), für Steven Soderbergh („Traffic“, „Erin Brockovich“) und Tim Burton: Im Fantasy-Märchen „Big Fish“ war er der alte, todkranke Ed Bloom, dessen jüngere Version von EwanMcGregor gespielt wird und der voller Herzblut Geschichten aus seinem Leben erzählt, die ihm der entfremdete Sohn wegen bestimmter, schwer zu glaubender Details nicht abnimmt. In seiner letzten Rolle war Albert Finney der Ersatzpapa von James Bond – in „Skyfall“ als Wildhüter Kincade.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Big Fish"

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    Kommentare
    • HalJordan
      Ich habe erst jetzt von dieser traurigen Nachricht erfahren. :-( Kürzlich habe ich mir Millers Crossing zum ersten Mal auf Blu-ray angeschaut. Auch dort wusste er wieder zu überzeugen. Unvergessen finde ich bis heute seine Rolle in Big Fish. R.I.P.
    • lex s
      Und wieder einer weg 😥 Ruhe in Frieden Albert.
    • Andrew
      :( RIP! Werde ihn vor allem wegen Big Fish und Before the Devil Knows You're Dead in bester Erinnerung behalten.
    • Tyrantino
      Er ist nicht tot. Er war nur ausgetrocknet...
    • Jimmy v
      Verdammt. Das ist wirklich traurig. Ich mochte ihn sehr! Ruhe in Frieden.
    • Alexander G.
      Goodbye möge er in ein Himmelreich wie das von Big Fish entgleiten. Rip
    • Bruce Wayne
      R.I.P.
    • Sentenza93
      Die Rolle als Kincade war die Letzte? Schreck lass nach! :DAber mal im Ernst: Toller Schauspieler, der fehlen wird. R.I.P. :(
    • Fa B
      Hat mich in Big Fish zu Tränen gerührt. Goodbye
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