Mein FILMSTARTS
    "Black Panther"-Regisseur und -Darsteller machen Film über die Black Panther
    Von Björn Becher — 20.02.2019 um 13:05
    facebook Tweet

    „Black Panther“-Regisseur Ryan Coogler wird mit „Jesus Was My Homeboy“ einen Film über die Black Panther produzieren und Daniel Kaluuya soll die Hauptrolle übernehmen. Wir verraten euch die Details...

    Marvel Studios 2018

    Mit dem Marvel-Comic-Universum hat „Jesus Was My Homeboy“ nichts zu tun, denn es geht nicht um Superheld Black Panther (dem Ryan Coogler in „Black Panther 2“ aber auch ein weiteres Abenteuer bescheren wird), sondern um die vor allem in den 1960er und 1970er Jahren sehr präsente, umstrittene, antikapitalistische, schwarze Bewegung Black Panther. Die Hauptrollen in dem von Coogler als Produzenten betreuten Drama sollen dabei die aus „Get Out“ bekannten Daniel Kaluuya und Lakeith Stanfield bekleiden. Kaluuya arbeitete mit dem Filmemacher auch schon bei „Black Panther“ zusammen. Regie führt Shaka King, der mit dem 2013 veröffentlichten Drama „Newlyweeds“ für viel Aufsehen sorgte und damals bei den renommierten Independent Spirit Awards zum Regisseur gekürt wurde, den man im Auge behalten muss. Sein zweiter Kinofilm könnte ihm den großen Durchbruch bescheren.

    Universal Pictures
    Stanfield und Kaluuya in "Get Out"

    Im Mittelpunkt des Films wird die Geschichte von Fred Hampton (Kaluuya) und William O’Neal (Stanfield) stehen. Hampton gründete 1968 als Reaktion auf die Ermordung von Martin Luther King den Chicagoer Ortsverband der Panther und machte in der Gruppe innerhalb von Monaten Karriere. Obwohl gerade einmal 20 Jahre alt, war er schnell sogar Vorsitzender der gesamten Sektion für den Bundesstaat Illinois. Ende 1969 wurde er allerdings mit einem Freund bei einer FBI-Aktion erschossen und hier kommt O’Neal ins Spiel...

    Eine wahre Geschichte

    In dem Spielfilm sollen wir die wahre Geschichte nämlich durch die Augen von O’Neal sehen. Der war ebenfalls bei den Panthern aktiv und wurde als Informant vom FBI angeworben, um Hampton auszuspionieren. O’Neal war es auch, der die Bundesbeamten mit einem detaillierten Plan von Hamptons Wohnung versorgte, die eine FBI-Einheit dann stürmte, wobei es zum Tod des jungen Aktivisten kam. Der sorgte für viel Schlagzeilen, denn auch wenn einige Ortsgruppen der sehr zersplitterten und uneinheitlichen Panther-Organisation radikal und selbst gewalttätig waren, stand Hampton nicht mit Verbrechen in Zusammenhang.

    Das FBI rechtfertige sich, es habe Gründe für eine Durchsuchung gegeben und Hamptons Tötung sei Notwehr gewesen, was allerdings von der Presse schon damals angezweifelt wurde. Eine sogenannte Grand-Jury-Untersuchung stellte später dann auch das Fehlverhalten der Polizei fest und entkräftete das Notwehr-Argument. Eine Zivilklage zog sich über viele Jahre und zahlreiche Verfahren hinweg und wurde 1982 außergerichtlich beigelegt. Die Stadt Chicago und die US-Regierung zahlten damals eine Millionenentschädigung an die Familien der Opfer.

    Auch wenn mittlerweile so sicher ist, dass das FBI damals nicht korrekt gehandelt hat, sind viele weitere Vorgänge rund um die Tat trotzdem noch umstritten. So vertreten nicht viele Autoren, die sich intensiver mit den damaligen Vorgängen befasst haben, die Ansicht, dass das FBI damals Killer-Einheiten losschickte, mit dem klaren Auftrag, einflussreiche Black-Panther-Mitglieder wie Hampton zu ermorden.

    „Jesus Was My Homeboy“ könnte 2020 in die Kinos kommen.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • Gravur51
      Ich mag Kaluya seit Get Out. Hoffe er bekommt in Zukunft auch mal eine Rolle die nicht direkt was mit seiner Hautfarbe zu tun hat! Also einfach einen Menschen spielt. In letzter Zeit kommt es mir bissel vor als wäre schwarzer Cast vorwiegend in Filmen mit politischem Inhalt zu sehn. Denzel spielt und spielte ja auch oft rollen die nichts mit der Hautfarbe zu tun haben, zb in Flight oder Equalizer.
    • Sentenza93
      Ich fände es passender, wenn man es dem Zuschauer überlässt. Weil das etwas ist, wobei man sagen kann: Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Das ist aber imho nicht der spannende Punkt. Interessanter wird, ob man es wie einen Verschwörungsthriller anlegt und zum Beispiel zeigt, dass das FBI einen Mord plant oder das komplett der Fantasie des Zuschauers überlässt und sich vielmehr (und so klingt es aktuell durch die Augen) mehr auf das Drama um die Männer fokussiert und vor allem auf den einen, der seinen Freund ans Messer liefert und an seiner Tötung beteiligt ist.
    • Sentenza93
      Ich halte mal eine Wette: Sollte die Szene mit seiner Tötung (ich vermute mal erschossen) im Film vorkommen, und das wird sie wohl definitiv, wird es nicht so gemacht, dass man nur die Schüsse hört und es einem als Zuschauer selbst überlassen wird zu entscheiden, sondern man sieht wie das Kommando ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, zusammenschiesst.Ist so ein Gefühl.
    Kommentare anzeigen
    Folge uns auf Facebook
    Die beliebtesten Trailer
    Parasite Trailer DF
    Gesponsert
    Jungle Cruise Trailer DF
    Halloween Haunt Trailer DF
    Ich war noch niemals in New York Trailer DF
    3 Engel für Charlie Trailer OV
    Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers Trailer OmdU
    Alle Top-Trailer
    Kino-Nachrichten In Produktion
    "Zombieland 2" hatte Premiere: Hier sind die ersten Meinungen!
    NEWS - In Produktion
    Montag, 14. Oktober 2019
    Nach "Resident Evil 6: The Final Chapter": So geht es mit der Reihe weiter
    NEWS - In Produktion
    Sonntag, 13. Oktober 2019
    Nach "Resident Evil 6: The Final Chapter": So geht es mit der Reihe weiter
    "Seventh Son": So steht es um die lang geplante Fortsetzung
    NEWS - In Produktion
    Samstag, 12. Oktober 2019
    "Seventh Son": So steht es um die lang geplante Fortsetzung
    Alle Kino-Nachrichten In Produktion
    Die meisterwarteten Filme
    Weitere kommende Top-Filme
    Back to Top