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"Drachenzähmen leicht gemacht 3": Am Anfang wie "The Revenant", am Ende wie "E.T."
Von Björn Becher — 02.03.2019 um 13:29
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Die Macher von „Drachenzähmen leicht gemacht: Die geheime Welt“ haben sich für ihren Trilogie-Abschluss von den Besten inspirieren lassen. Drei sehr unterschiedliche Werke standen dabei am Anfang und am Ende Pate.

Universal Pictures

In unserer FILMSTARTS-Kritik zu „Drachenzähmen leicht gemacht: Die geheime Welt“ zeigen wir uns begeistert von der Auftaktszene. „Herausragend inszeniert“ ist das „große Action-Stück“, das sich hier im Rahmen einer Drachenbefreiungsaktion entspinnt. Die komplette Action läuft in einer einzigen langen Einstellung ohne Schnitt ab, was gerade in einem Animationsfilm noch einmal besonders ist, weil hier die Planung von Perspektiven sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt. Als wir die Szene bereits vorab bei einem Event in London sehen durften, verrieten uns die Macher um Regisseur Dean DeBlois, dass sie dazu von „The Revenant“ inspiriert wurden. Sie wollten eine „Tour-de-Force-Aufnahme“ machen, die mit den Szenen von Kameramann Emmanuel Lubezki in Alejandro González Iñárritus Überlebensdrama mit Leonardo DiCaprio mithalten kann.

Natürlich gibt es in der Filmgeschichte viele schnittlose Actionsequenzen. Doch wer die Drachenbefreiungsaktion in „Drachenzähmen leicht gemacht 3“ mit dem Indianerüberfall in „The Revenant“ vergleicht, dem werden die Gemeinsamkeiten auffallen – denn es geht eben gerade nicht nur um die fehlenden Schnitte, sondern vor allem um die Kamera. Lubezki lässt die Kamera in „The Revenant“ dynamisch von einem Kampfschauplatz zum nächsten wandern, ohne dass die Übersicht verloren geht. In „Drachenzähmen 3“ macht der Zuschauer eine Reise übers Boot und die Parallelen sind offensichtlich – nur sind die Kämpfe natürlich nicht grausam, sondern eher humorvoll-verspielt.

Wie DeBlois aber nun auch noch verrät, ist „The Revenant“ nicht der einzige grandiose Film, der ihm und seinen Mitstreitern als Inspiration diente – ACHTUNG SPOILER!!!

"E.T." und "Frei geboren"

So ließen sich die „Drachenzähmen“-Macher beim Finale unter anderem von Steven Spielbergs Meisterwerk „E.T.“ inspirieren. Den Kollegen von CinemaBlend verrät DeBlois nämlich nun in einem Interview, dass die Abschiedsszene des Außerirdischen E.T. von Menschenjunge Elliott seine Vorlage war: „Das war die Art von Emotion, die ich auch wollte.“ Und das ist ihm gelungen! Ähnlich wie Elliott muss auch Hicks seinen engsten Freund aufgeben, weil es besser für diesen ist, bei seinesgleichen zu sein. Doch „Drachenzähmen 3“ geht nach diesem herzzerreißenden Abschied und einem größeren Zeitsprung noch weiter – eine Idee, die DeBlois wiederum aus einem ganz anderen Film hat.

Im 1966 erschienenen, zweifach für die Musik oscarprämierten Abenteuerfilm „Frei geboren – Königin der Wildnis“ ziehen der Wildhüter George und seine Frau Joy Löwenkinder groß. Vor allem zwischen Joy und Löwin Elsa entsteht eine Bindung, doch irgendwann muss das wilde Tier in die freie Natur entlassen werden. Doch am Ende kehrt Elsa noch einmal für einen Tag zu ihrer Menschenmutter zurück: Mit drei eigenen Kindern im Gepäck verbringt sie einen gemeinsamen Tag bei George und Joy. Ein ähnliches Widersehen gibt es auch am Ende von „Drachenzähmen leicht gemacht 3“, denn DeBlois wollte „genau das Gefühl erzeugen, das ich selbst am Ende von ‚Frei geboren‘ hatte“. Die Figuren merken, dass sie eine schwierige, aber die richtige Entscheidung gefällt haben: Hicks und Astrid wissen von Ohnezahn und seiner Freundin nun, „dass sie sicher sind und ihnen die Wildnis guttut“.

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