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    Freiheiten bei "Star Wars 8": Nicht nur Mark Hamills Lieblingsszene war improvisiert
    Von Björn Becher — 05.03.2019 um 13:08
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    Mark Hamill äußert sich nun gleich zwei Mal über Improvisationen beim Dreh zu „Star Wars: Die letzten Jedi“. Und daneben erneuert er auch seine Kritik an Disneys Veröffentlichungspolitik und liefert dazu ein paar Hintergründe.

    Walt Disney

    Dass die Schauspieler am Set von „Star Wars: Die letzten Jedi“ wie einst bei George Lucas auch sehr viele Freiheiten hatten, ist schon länger bekannt. Doch Mark Hamill konkretisiert dies nun für gleich zwei Fälle. Nachdem er zuletzt verriet, dass die Szene, in der Luke Leia auf die Stirn küsst, seine Lieblingsszene ist, wurde er auf Twitter nun erneut darauf angesprochen. Und dabei verriet er, dass der Kuss selbst nicht im Drehbuch stand, sondern spontan an dem emotionalen Tag entstanden sei.

    Die Kollegen von Den Of Geek besuchten Mark Hamill derweil bei den Dreharbeiten zur Serie „Knightfall“ und sprachen mit ihm dort auch über die „Star Wars“-Saga. Auch hier enthüllte er eine improvisierte Szene: Beim ersten Wiedersehen von Luke und C-3PO sollte seine Figur laut Drehbuch an dem Protokolldroiden vorbeilaufen und ihn nicht einmal beachten. Er habe dann gesagt, dass er das nicht machen könne und Regisseur Rian Johnson habe ihm die Freiheit gegeben, zu tun „was auch immer“ er wolle (im Original: „do whatever“). Und genau das habe er getan: „was auch immer ich wollte“ („I did whatever“).

    Kritik von Hamill an Johnson?

    In der FILMSTARTS-Redaktion sind wir uns uneins darüber, ob Hamill mit diesen Worten Regisseur Rian Johnson kritisiert. Während der Autor dieser Zeilen durch die doppelte Nutzung der eher flapsigen Formulierung „whatever“ eine Kritik an Johnson darin sieht, ist unser „Star Wars“-Experte Tobias Mayer anderer Meinung. Er hat Mark Hamill bereits persönlich gesprochen und ist der Meinung, dass dies einfach die typische, sehr saloppe Art des Stars sei.

    Untermauert wird die Argumentation des Kollegen zumindest ein Stück weit dadurch, dass Hamill in dem Gespräch mit Den Of Geek selbst erklärt, dass seine flapsigen Aussagen immer wieder aus dem Kontext gerissen und als Kritik fehlgedeutet werden. Er verweist dabei darauf, dass es zur Zeit der ersten „Star Wars“-Filme (als er übrigens schon ähnliche mehrdeutige Aussagen tätigte) halt kein Social Media gab und seine Worte daher nicht innerhalb von 24 Stunden um die Welt gingen. Heute lese er etwas und denke sich dann: „Welcher Idiot hat das gesagt?“ – nur um kurz darauf festzustellen, dass er es selbst war. Deswegen beschwert er sich darüber, dass Worte von ihm aus dem Kontext gerissen werden, um zu behaupten, dass er „Star Wars“ hasse.

    Kritik von Hamill an Disney!

    Während es so bis zu einer möglichen Klarstellung von Hamill jedem Leser selbst überlassen bleibt, für sich einzustufen, ob Hamills Worte auch Kritik an Rian Johnson sind, ist seine Kritik an Disney deutlich als solche einzustufen, aber nicht neu. Er bemerkt erneut, dass die Veröffentlichungspolitik des Maushauses ein Fehler ist, was auch Disney-Boss Bob Iger schon eingestanden hat. Dies erklärt Hamill aber so konkret wie bislang noch nicht und liefert interne Gründe von Disney.

    So verweist er darauf, dass früher drei Jahre zwischen den Filmen lagen, heute sind es nur noch zwei und dazwischen kommt noch einer der unabhängigen Filme – zuletzt „Solo: A Star Wars Story“, der sogar nur fünf Monate nach „Die letzten Jedi“ erschien. Hamill hat dies nach eigener Aussage frühzeitig bemängelt und darauf hingewiesen, dass es eine längere Pause bräuchte. Doch er habe von den Disney-Verantwortlichen die Antwort bekommen, dass man den Kalender für „Mary Poppins‘ Rückkehr“ freihalten musste. Das war also der große Disneyfilm für Dezember 2018, da wollte sich das Studio offensichtlich nicht selbst Konkurrenz machen.

    Hamill in "Star Wars 9"

    Mit dem anschließenden Verweis, dass er in dieser Hinsicht „vorlaut“ („mouthy“) sein könne („Was wollen sie tun? Mich feuern?“), ist dagegen wieder ziemlich eindeutig der typische flapsige Hamill zu erkennen. Der „beklagt“ im Gespräch mit den Kollegen auch noch, dass er keine gemeinsame Szenen mit Harrison Ford mehr drehen kann und von Disney „hereingelegt“ („hornswoggled“) wurde: Denn statt einer Trilogie habe er nur einen einzigen Film bekommen. Schließlich sei das Ende von „Episode VII“ eigentlich schon der Anfang von „Episode VIII“. Damit dürfte Hamill, der auch noch anmerkt, dass es richtig sei, dass die neue Trilogie auch von der neuen Generation handele, eine kleine Nebelkerze zünden.

    Denn wir gehen aktuell davon aus, dass wir Mark Hamill in „Star Wars 9“ noch einmal in irgendeiner Form wiedersehen – genauso wie Carrie Fisher als Leia. Dass die Macher einen Weg gefunden haben, die verstorbene Schauspielerin prominent auftreten zu lassen, erfreut Hamill. Er glaube auch, dass sie ziemlich darüber begeistert wäre, dass sie einen Filmhit noch Jahre nach ihrem Tod hatte.

    „Star Wars 9“ kommt am 19. Dezember 2019 in die Kinos.

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    Kommentare
    • Darklight ..
      Mist!Und ich hatte gehofft, ihr kommt nie darauf... 😖
    • WhiteNightFalcon
      Du bist nicht zufällig der kleine Bruder von Thanos? 🤨
    • WhiteNightFalcon
      Tu was immer du willst? WTF! Also wenn Johnson öfter mit solch lustlosen Regieanweisungen um sich geworfen hat, wundert es mich immer weniger, dass der Film wie von nem Filmazubi zusamnengeklemptnert wirkt. 🤮
    • Deliah C. Darhk
      Ich denke, er hätte diesen Weg nicht gehen können, wenn er Star Was mögen würde. ;)
    • Doomsman
      Okay. Ich habe dennoch Zweifel daran, das es stimmt. Er ist nehmlich auf die Selbe Film Schule gegangen, wie George Lucas um wie er zu werden. Ich finde das merkt an an seinen Filmen. Er versucht immer neue Sichtweisen und Mischungen auf Klischees zu finden, um was anderes zu machen, wie es Lucas mit den Prequels gemacht hat (In TLJ kann man Snokes Tod und Lukes Verhalten im Film als Beispiel nehmen). Ich glaube nicht, daß er diesen Weg gegangen wäre, wenn er Star Wars nicht mögen wirde.
    • Darklight ..
      Wenn DAS klappt, könnte man sooo das Problem der Überbevölkerung lösen... 🙄
    • Matthias R
      Johnsen hat sich schon immer damit gerühmt was er für ein riesengroßer Star Wars Fan sei und wie sehr im dieses Universum am Herzen liege. Aber das kann doch einfach nicht stimmen. Wie kann man so wenig Respekt vor diesen klassischen Charakteren haben, dass man so mit ihnen umgeht. Ich hab eher den Eindruck er wollte diesem Film viel lieber seinen eigenen Stempel aufdrücken und ums verrecken anders sein als das was Fans erwartet haben. Wie kann Luke so kalt sein, dass er an Chewie und C-3PO achtlos vorbeigehen würde, nach all den Jahrzenten, die er sie nicht getroffen hat? Und wie kann es sein, dass Luke im fertigen Film kein einziges Wort des Bedauerns ausspricht über den Tod von Han? Johnsen ist kalt. Und ich behaupte auch sein Herz schlägt bei weitem nicht so für die alte Trilogie und die alten Charaktere wie er das selbst gerne von sich behauptet. Der Mann ist für mich einfach nur eine Niete. Für Hamill empfinde ich hingegen vollstes Verständnis und auch Mitgefühl für das, was er seinem Charakter (der Rolle seines Lebens) in diesem Film antun musste.
    • Deliah C. Darhk
      Ja, klar. Luke, der 3PO das Du anbietet und ihn so vom Gerät zum Gleichen erhebt, ignoriert ihn plötzlich ... ^^
    • Deliah C. Darhk
      Danke für die Warnung.Jetzt lasse ich die Filme aus.
    • Deliah C. Darhk
      Von den Star Was Fans hat er bislang zumindest noch kein grosses Expertenwissen transportiert. Die gehören aber auch zum Thema.
    • Deliah C. Darhk
      Denk mal grau: Die Kontroverse hat ihn sehr viel bekannter gemacht als der Film.Ja, er hat zahlreiche Kritiker, aber auch viele Fans. Reicht für die Karriere. Eine eigene Trilogie bekam er ja schon in der Ankündigung.Des Weiteren verweise ich auf den berühmten Ausspruch von Jürgen W. Möllemann zum Thema Publicities.
    • SchmitzKATZ
      Ich denke am sinnvollsten wäre Ollpfos, das zufälligerweise laut Gerüchten auch der Name der neuen Hauptfigur in der RUIN Johnson Trilogie sein wird, die endgültig alle wahren Star Wars Fans in den grausamen Suizid im Kinosaal treiben wird.
    • Darklight ..
      Für welchen Teil!??Sollte das Psycho, das Voll oder eher der Pfosten Gegenstand der ersten Behandlung werden...!?🤓
    • SchmitzKATZ
      Psycho-Vollpfostenbitte such dir professionelle Hilfe
    • SchmitzKATZ
      Aha das ergibt natürlich Sinn
    • Doomsman
      Aber das bringt nichts, wenn jetzt niemand seine Filme mehr sehen will. Wer setzt sich an den Schreibtisch mit den Gedanken Ja! Jeder wird mich hassen, das ist genau was ich will!
    • Dark Rain
      Eben nicht. Er hätte einen guten Star Wars Film machen können aber dann wäre sein Name irgendwann in Vergessenheit geraten. Jetzt aber kennt jeder seinen Namen. Er wusste genau was er tat als er Luke zum Alien Nippelsauger, Reys Eltern zu nichts besonderem und Luke sowie Snoke getötet hat.
    • Doomsman
      Jemand, der nur sein Namen Pushen will, wirde woll Entscheidungen treffen, wo er sich sicher sein kann, das sie jedem Gefallen, oder nicht?
    • Sentenza93
      Warum sollte er C-3PO ignorieren? Das wäre absolut zu kalt gewesen.
    • Rockatansky
      Der Star Wars Experte Tobias Meyer, der so geniale Artikel verfasst hat wie: Star Wars Hasser weinen...? Jo, der ist eine echte Instanz in Sachen Star Wars...
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