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    So kam es zum schockierenden Tod im Netflix-Film "Triple Frontier"
    Von Julius Vietzen — 18.03.2019 um 16:20
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    In „Triple Frontier“ wollen fünf Ex-Soldaten gemeinsam das Versteck eines Drogenbosses überfallen und Millionen Dollar Bargeld stehlen. Doch bei ihrer Flucht geht so einiges schief. Nun sprach Regisseur J.C. Chandor über den Tod im Finale des Films.

    Netflix

    Achtung, es folgen Spoiler zu „Triple Frontier“!

    Obwohl er einige schwere Jahre hinter sich hat, gehört Ben Affleck fraglos immer noch zu den größten Schauspielern in Hollywood. Dass seine Figur Tom “Redfly” Davis nach etwa drei Vierteln von „Triple Frontier“ vom rachsüchtigen Sohn eines Kokainbauern erschossen wird, kommt angesichts von Afflecks Status als Leading Man dann doch ziemlich überraschend. Doch wie Regisseur J.C. Chandor nun gegenüber Collider verriet, ist der Schauspieler selbst dafür verantwortlich.

    Als er das Drehbuch von Mark Boal („Zero Dark Thirty“) das erste Mal in der Hand gehabt habe, sei darin noch eine ganz andere Figur gestorben, so Chandor gegenüber Collider. Er selbst habe das Drehbuch dann vor seinem Treffen mit Affleck einmal überarbeitet und in seiner Version sei dann nochmal eine andere, eine „sehr sekundäre“ Figur getötet worden. Doch all das sei nach diesem ersten Gespräch Geschichte gewesen, wie Chandor erklärt: „Ben sagte zu mir: 'Wärst du bereit dazu, würdest du erlauben, dass meine Figur stirbt, wenn ich das Studio überzeuge?'“

    Ben Afflecks Todeswunsch

    Und offenbar kommt der Wunsch, als Hauptfigur eines großen Films auch mal sterben zu dürfen, nicht von ungefähr: „Ich glaube, es gab eine Version eines Films, den er inszenieren wollte, in der er sowas Ähnliches machen wollte, aber es wegen des Studios nicht durfte. Das hat er immer bereut.“, erklärte Chandler die „Todessehnsucht“ seines Hauptdarstellers. „Er hat es mir vorgeschlagen und ich bin an dem Tag aus seinem Büro raus und habe gedacht: 'Ja!' Mir ist klar geworden, wie cool es ist, wenn anstelle der Figur, die eigentlich sterben sollte, sozusagen die Figur stirbt, die nicht sterben sollte. Obwohl er der Anführer ist und es eigentlich besser wissen sollte.

    Denn Afflecks Figur Redfly ist nicht nur der Anführer des Teams, sondern auch derjenige, der den minutiös ausgearbeiteten Plan entwirft, mit dem die fünf Hauptfiguren – neben Redfly noch William „Ironhead“ Miller (Charlie Hunnam), Santiago „Pope“ Garcia (Oscar Isaac), Francisco „Catfish“ Morales (Pedro Pascal) und Ben Miller (Garrett Hedlund) – den Drogenboss Lorea (Reynaldo Gallegos) bestehlen wollen. Doch angesichts der zig Millionen Dollar Bargeld, die Lorea in seinem Haus versteckt hat, ist es dann ausgerechnet Redfly, der von Gier überkommen wird und damit alle in Gefahr bringt.

    Vorbild "Leben und Sterben in L.A."

    Ben Affleck selbst verriet den Kollegen von Collider dann noch, woher die Inspiration für den überraschenden Tod seiner Figur stammt: „Ich dachte, dass es interessant wäre, und ich wollte mal sehen, wie jemand dafür büßen muss, was passiert ist. Ich fand es immer gut, wie William Petersens Figur in ‚Leben und Sterben in L.A.‘ stirbt. Das trifft einen völlig unerwartet. Ich wollte dasselbe machen.“ Auch wenn Redflys Tod etwas später als der Petersons Figur Richard Chance erfolgt, werde dadurch betont, wie gefährlich die Mission sei.

    „Triple Frontier“ steht seit dem 13. März 2019 bei Netflix zum Abruf bereit.

     

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    Kommentare
    • Mario Werner
      Der Film ist so lala. Der Anfang ist recht ordentlich, aber spätestens ab der Stelle, wo es der Hubschrauber nicht über den Berg schafft, lässt der Film massiv nach. Hätten die halt einfach 2-3 Etappen fliegen sollen, wenn es der Hubschrauber so voll beladen nicht über den Kamm schafft.
    • Jimmy v
      Siehe oben: Ich fand den Film eben gar nicht so melodramatisch, sondern die hier gezeigte Kameradschaft erstaunlich diffizil dargestellt. Die anderen Regisseure, die am Stoff interessiert waren, wie z.B. Bigelow, hätten wohl mehr mit dem Holzhammer gearbeitet.
    • Jimmy v
      Ich fand die Idee richtig gut und sie kam auch überraschend. Der Film selbst hat mir gefallen, weil er Action, Abenteuer und auch die moralischen Fragen ohne großes Aufgeblase thematisiert hat.
    • GoodGuyGoneWrong
      Aber genau sowas ist doch das, was im Gedächtnis bleibt und sich vom ganzen Müll von der Stange positiv abhebt. Ich hatte mir ja gewünscht, dass in den MCU-Filmen endlich mal eine ganz große Figur unerwartet ins Grass beißt. Aber pustekuchen. Und kommt mir nicht mit dem Ende von Infinity War. Wenn schon sterben, dann richtig.
    • Captain_Shazam
      Ich fand den Film auch stark angefang. Nur der Tod von ein gewissen Herr, hat mich schon überrascht
    • greekfreak
      Gestern gesehen und es ist ein typischer Netflix Spielfilm.Sprich:toller Cast,coole Prämisse aber irgendwie vermasseln sie es doch am Ende.Ich hatte ein Polar Deja-Vu.Das hätte ein toller,geradliniger,altmodischer Action bzw. Heist-Thriller werden können,statdessen mussten sie das ganze mit Melodramatik vollpacken.Fängt ordentlich an und ab der 2ten Hälfte schmiert der Film,mit dem Hubschrauber ab.Und davon,das sich die sog. Elitesoldaten wie die letzten Idioten verhalten,fange ich gar nicht an.
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