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    Nur mäßige Quoten für "Leaving Neverland": Selbst "Stirb langsam"-Doppel lief besser
    Von Carsten Baumgardt — 08.04.2019 um 12:10
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    Höchstwahrscheinlich hätte sich der ausstrahlende Sender ProSieben etwas mehr Zuschauer von der Doku über den mutmaßlichen Kindesmissbrauch durch Michael Jackson ausgerechnet. Die Millionmarke knackte „Leaving Neverland“ aber immerhin.

    HBO

    Schon im Vorfeld hatte die deutsche Free-TV-Premiere der HBO-Doku „Leaving Neverland“ auf ProSieben reichlich Staub aufgewirbelt. Die Emotionen kochen hoch bei diesem emotionalen Thema. Filmemacher Dan Reed schildert in seiner Doku, die im Januar beim Sundance Filmfestival seine Weltpremiere feierte, den Fall von Wade Robson (36) und Jimmy Safechuck (41), die vor der Kamera ausführlich berichten, dass sie von dem 2009 verstorbenen Pop-Superstar Michael Jackson als Kinder jahrelang sexuell missbraucht worden seien.

    „Leaving Neverland“ erreichte Samstagabend (6.4.2019) im Durchschnitt der vier Stunden Laufzeit 1,19 Millionen TV-Zuschauer – das entspricht einem schwachen Marktanteil von 4,9 Prozent. Allerdings punktete die kontrovers diskutierte Doku mit 0,76 Millionen Zuschauern in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit einem soliden Marktanteil von 10,2 Prozent.

    Weniger Zuschauer für ProSieben Spezial

    Das zuvor gesendete „Leaving Neverland: ProSieben Spezial“, wo auf die Hintergründe der Dokumentation und den Fall selbst eingegangen wird, erzielte bei 0,70 Millionen Zuschauern 7,6 Prozent Marktanteil in der wichtigsten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Sowohl das Spezial als auch die Doku „Leaving Neverland“ mussten jedoch zwei Actionfilmen auf Sat.1 im direkten Vergleich den Vortritt lassen. „Stirb langsam 2“ kam nach 22.50 Uhr auf 1,21 Millionen Gesamtzuschauer (Marktanteil: 11,9 Prozent) und zuvor hatte „Stirb langsam 4.0“ in der Prime Time 1,93 Millionen Gesamtzuschauer (Marktanteil: 9,8 Prozent).

    Völlig chancenlos war „Leaving Neverland“ gegen den Quoten-Tagessieger „Kommissarin Lucas“, die im ZDF 5,61 Millionen Zuschauer hatte (Marktanteil: 19,5 Prozent) und damit vor „Verstehen Sie Spaß?“ (ARD: 4,03 Millionen bei 15,1 Prozent Marktanteil) und „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL: 3,42 Millionen bei 12,6 Prozent Marktanteil) lag.

    FILMSTARTS-Kritik zu "Leaving Neverland"

    Angesichts der medialen Welle, die „Leaving Neverland“ bereits entfaltet hat, sind die Quoten eher enttäuschend. Schließlich beschäftigt das umstrittene Thema nicht nur die Hardcore-Fans von Michael Jackson, sondern eine breite Öffentlichkeit, wo inzwischen nahezu jeder eine Meinung zu den Vorwürfen entwickelt hat.

     

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    Kommentare
    • Klaus S aus S
      Ja wurde in der Doku auch ganz deutlich angesprochen, war schon irgendwie verstörend die Doku ist ja auch kein leichtes Thema
    • Klaus S aus S
      ich dachte schon ich hätte Tomaten auf den augen, alles klar :)
    • greekfreak
      Google Piers Morgan slams Dan Reed on air,ansonsten will ich hier nicht wieder das ganze runterkauen.Wenn Leute mit einer Google Suche,die keine 5 min. dauert,die Anschuldigungen dieses Films wiederlegen,spricht das Bände.
    • Darklight ..
      Das er schlampig recherchiert hat. Offensichtlich, wenn er so leicht in solchen Punkten widerlegt wurde. Kannste das Video irgendwie spezifizieren?! Da sind echt viele Frühstücksvideos...; )
    • greekfreak
      Vor ein paar Tagen,war der Macher dieser Doku (Gänsefüsschen sind hier immer beabsichtigt) Dan Reed, bei einem britischen Morgenmagazin zu Gast,zwecks Promo.Als ihn Moderator Piers Morgan damit konfrontiert,das nicht 1,nicht 2, nicht 3,sondern meherere Dutzend der behaupteten Vorwürfe im Film,von diversen Leuten(angefangen vom Verteidiger von M.Jackson,dem ehemaligen Vorsitzenden der Jury,Vertretern der Staatsanwaltsschaft,Journalisten etc.) eindeutig als UNWAHR wiederlegt wurden und zwar mit FAKTEN,ist Reed´s Reaktion darauf:Uhmm uhmm,ja da haben wir wohl einige Sachen nicht ordentlich genug recherhiert,sorry. Piers Morgan(zeines Zeichens ein sehr erfahrener Journalist/Moderator alter Schule) platzt darauf der Kragen und er macht Reed vor laufender Kamera,verbal zur Sau.Das ist so in etwa,als würde ein Klaus Kleber oder Uli Wickert,einen Gast verbal zusammensch**ssen.(Ihr könnt euch das ganze gerne auf youtube anschauen,leider kann man hier keine Links posten.)Anyway,der Regisseur gibt so etwas offen zu,was sagt euch das?
    • Darklight ..
      Flashpoint?!Was lief sonst noch so an dem Abend...?!; )
    • Darklight ..
      Da stimmt ich Dir voll zu. Die öffentliche Vor-Verurteilung kann manchmal sehr grausame Formen annehmen. Ich war damals sehr fasziniert von dem Film Die Jagd mit Mads Mikkelson. Ein unglaublich guter Film über solche Anschuldigungen und deren Konsequenzen...Dieser Fall ist dermaßen komplex und schwierig, da Michael Jackson ja bereits freigesprochen wurde. Und nun sagt, man, es liegen keine neue Beweise vor...Die Frage, die ich mir nun stelle ist folgende: Wie in der Doku sehr klar wird, hat Michael Jackson die Kinder manipuliert, er hat ihnen Aufmerksamkeit zu bestimmten Zeitpunkten geschenkt, und sie dann aber nach einigen Monaten für ein anderes Kind wieder fallengelassen... (Zum einen passt das für mich sehr gut zu einem Pädophilen, der immer auf der Jagd nach jemand neuem, jemand Jüngerem ist. Ich habe mich im Laufe meiner Arbeit mit Jugendgruppen und Mißbrauch mal mit dem Thema befassen müssen... Das Verhalten von Jackson passt absout dazu. Dann kümmert er sich wieder wie aus heiterem Himmel um die Kinder, als es ihm an den Kragen geht und er ihre Aussagen braucht...Und die Kinder durchschauen das schlicht nicht, für sie ist er das Ufo, der Gott Michael Jackson, der in ihrem Leben gelandet ist...Wenn Michael Jackson nur eine Freundschaft zu diesen Kindern gehabt hätte, warum dann diese On-Off Beziehungen?! Warum ignoriert er sie über lange Zeiträume immer wieder...?! So gehe ich nicht mit Kindern um. Wenn ich eine Freundschaft - gerade zu einem Kind aufbaue, dann bin ich relatvi konstant für die Kleinen da. Das hat was mit Verantwortung zu tun. Er wollte ja sogar von der Mutter, daß ihr Sohn ein Jahr (!) bei ihm auf der Neverland Ranch bleibt. Da gingen bei mir sämtliche Alarmglocken an. Wer macht sowas...?! Ein Jahr das Kind von einer wildfremden Frau ausleihen...?!Und dann wechselt er immer wieder die Kinder, sucht sich immer wieder Kinder in einem bestimmten Alter... merkwürdig für normale Menschen. Absolut klar, wenn er pädophil wäre.Wenn nun Wade Robson 2003 vor Gericht genau das ausgesagt hätte, was er heute im Film gesagt hat, glaubt jemand ernsthaft, Michael Jackson hätte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen?!Wenn dann noch James Safechuck ebenfalls vor Gericht gegangen wäre, hätten die Geschworenen Michael für schuldig befunden, da bin ich mir ganz sicher!Eine von den zwölf Geschworenen hatte damals gesagt, sie hätte Michael für schuldig gehalten, aber alle anderen haben gegen sie gestimmt, bis sie zum Schluß nachgegeben hat. Aber ihr Eindruck war, daß der Junge Wade für Michael gelogen hat, um ihn zu schützen.D.h. diese Aussage, die auch damals nicht hätte weiter belegt werden können, sondern damals im Verfahren auch nur eine Behauptung gewesen wäre, hätte sehr wohl - ohne Beweise - zu einer Verurteilung Jacksons führen können...Und ich finde es auch interessant, daß beide erst nach dem Tod von Jackson sprechen. So ist für sie auch das Dilemma gelöst, einem alten Freund das Leben zu zerstören...Ich finde, daß Ganze ist extrem vielschichtig, aber in der Fülle der Punkte sieht man ein bestimmtes Muster.Niemals hat sich ein Mädel über Mißbrauch beklagt. Nur Jungs...Und nach außen wollte Michael ja auch hetero sein. Wenn nun Leute Geld von ihm erpressen wollen, wäre es dann nicht viel sinnvoller zu sagen, er hat meine Tocher angepackt?!(...)
    • Darklight ..
      Fast keine Werbung. Und die vier Stunden vergingen wie im Flug. Ich war überrascht...
    • Darklight ..
      Nun... die Frage ist doch die, hat es Mißbrauch gegeben. Es reicht einmal ?! Oder?!Das heißt, wenn es - so wie behauptet - hunderte Male zu mißbräuchlichen sexuellen Handlungen gekommen ist, dann wäre die Frage doch wohl eher die, ob es relevant ist, wenn die eine oder die andere Erzählung nicht ganz so passt...Also, ich muß zugeben, ich kann mich nicht im gerinsten Chronologisch erinnern, was ich mit 14 Jahren oder mit 10 geschweige denn mit 7 Jahren so alles getan habe. ABER ich kann Dir definitiv sagen, DAS ich in Italien war. DAS ich eine Sandburg gebaut habe, DAS ich eine rote Hängematte hatte...D.h. selbst wenn ich Dir jetzt sagen, daß der Urlaub 1992 stattfand und Du mir nachweist, daß ich zu dem Zeitpunkt aber in Frankreich war, so habe ich mich falsch erinnert.Das macht meinen Aufenthalt in Italien aber nicht falsch. Ich war da, ich habe Erinnerungen daran, es IST passiert. Ob ich das nun chronologisch unangreifbar erinnere und darstellen kann, ist nicht entscheidend.Entscheidend wäre das eher, wenn nur von EINEM Mal Mißbrauch gesprochen worden wäre. Und das dann zeitlich unmöglich wäre... hier ist es aber eine völlig andere Situation. D.h. hier erinnert sich jemand an die Zeit wo er 7 Jahre alt war. Das sollte man dabei nicht vergessen.Macht ein Irrtum in der Zeitabfolge denn jetzt den Mißbrauchsvorwurf automatisch zu einer Lüge?!
    • All About L.
      Ich finde es vor allem fragwürdig, dass der mediale Pranger inzwischen so eine öffentliche Macht geworden ist, dass die demokratische Rechtsprechung ausgehebelt werden kann, um selbsttätig Schuldige zu richten. Dass dabei des Öfteren auch die Existenz von Unschuldigen vernichtet wird, gilt als akzeptabler Kollateralschaden.
    • All About L.
      Die Frage ist also, ob die Jungen und ihre Familien damals vor Gericht logen oder ob sie es jetzt tun. Eine offensichtliche Lüge wurde gerade aufgedeckt und vom Regisseur eingeräumt: Der Missbrauch beim Grand Canyon kann so nicht stattgefunden haben, da immer Erziehungsberechtigte der Beschuldiger anwesend waren.
    • Darklight ..
      Das stimmt. Ein großer Schwachpunkt.Nur scheint mir die andere Seite gar nicht reden zu wollen. Pro7 hat angefragt, wollte ausgewogen berichten, keiner der Jackson Familie war bereit vor der Kamera etwas zu sagen... merkwürdig, wo sie sich doch Wochenlang beklagen, daß sie ihre Sicht der Dinge zeigen wollten...
    • Darklight ..
      Diese Widersprüche in ihren Aussagen wurde in der Doku sehr plastisch nachgezeichnet. Nachvollziehbar wäre das für mich...
    • FILMSTARTS
      In einem parallelen... die Fahnderin ist Kommissarin Lucas ;-) Danke für den Hinweis, ist ausgebessert.
    • Darklight ..
      Das sehe ich überhaupt nicht so.Sich nach langem Lügen endlich zur Wahrheit durchzuringen... das könnte auch eine Wahrheit sein. In diesem Fall sogar eine sehr verständliche. Wenn die Jungen die Wahrheit sagen, kann ich ich sehr gut nachvollziehen, warum sie zu Anfang gelogen haben.Ich weiß nicht, warum sowas nicht nachvollziehbar ist.Er war ihr Gott, ihr bester Freund - wenn es stimmt - sogar ihr Sexualpartner, beruflicher Mentor, Förderer und Ersatzvater. Und er war kein Monster. Ein toller Typ... also, was macht da Lügen für ihn so unwahrscheinlich?! Das erscheint mir möglich.Wenn man mit Psychologen über Mißbrauch redet, bestätigen sie oft so einen späten Wandel, oder eine Entscheidunge, später mit der Wahrheit rauszurücken.
    • sprees
      Naja, sind da die Mediathekenzugriffe auch mit inbegriffen? Glaube das speziell die junge Zielgruppe mit Quoten nicht mehr seriös abgebildet werden kann. Ausserdem finde ich auch das ne 4 Stunden Doku zu viel des Guten ist. Dann noch mit Pro 7 Spezial und wahrscheinlich noch Galileo Rutschentest auf Neverland und Taff Talk. Das wurde bei Pro Sieben zu einem Marathon aufgebläht.Nicht umsonst ist die Doku eigentlich ein Zweiteiler und ich glaube sowas unter der Woche zweimal rauszuhauen wäre effektiver gewesen. Weiß nicht ob Samstag zur Prime Time ne Doku passt. Hätte es an zwei Montagen oder so ausgestrahlt. Will gar nicht wissen wieviel Werbung dabei gezeigt wurde
    • Darklight ..
      Das wäre sehr gut gewesen. So richtig differenziert ist man auf die kritischen bzw. unwahren Punkte der Doku nicht eingegangen. Aber differenziert und deutsches Fernsehen sind zwei Worte, die ich eh selten in einem Zusammenhang verwende.
    • All About L.
      Bei der Fülle neuer Informationen hätte der Sendung ein Update gutgetan, da der Regisseur heute zugibt, dass er sich in einigen Punkten geirrt hat.
    • All About L.
      Die Typen behaupten das Gegenteil von dem, was sie damals vor Gericht aussagten. Das fällt vollkommen unter den Tisch und macht die Doku schlichtweg unglaubwürdig.
    • isom
      Das kommt auch noch dazu .
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