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    "After Passion": Flop-Prognosen sprechen gegen eine Fortsetzung
    Von Carsten Baumgardt — 11.04.2019 um 15:00
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    Was angesichts der Vorfreude der Fans und der Attraktivität des Stoffes eigentlich eine sichere Sache sein sollte, ist nach neuen Prognosen für den US-Kinostart von „After Passion“ fraglich: Wird sich ein Sequel der Teen-Love-Story überhaupt lohnen?

    Constantin Film

    In unserer Rezension zur Teenie-Romanze „After Passionschrieb unsere Kritikerin Antje Wessels am Ende: „Die Fortsetzung ‚After Truth‘ dürfte schließlich nur noch reine Formsache sein.“ Das dachten im Vorfeld der Verfilmung der Fanfiction von Anna Todd wohl alle, auch wir haben uns darüber gar nicht weiter Gedanken gemacht. Im Windschatten von Mega-Hits wie den „Fifty Shades Of Grey“- und „Twilight“-Filmen marketingtechnisch positioniert, schien der Erfolg vorbestimmt und bestenfalls noch die Höhe des Gewinns diskutabel.

    Doch so ein Selbstgänger wie gedacht wird die Brave-Studentin-verliebt-sich-in-Bad-Boy-Romanze mit Josephine Langford (die Schwester von „Tote Mädchen lügen nicht“-Star Katherine Langford) und Hero Fiennes-Tiffin (der Neffe von Ralph Fiennes) an der Kinokasse wohl doch nicht. Nachdem lange gerätselt wurde, in welchen Box-Office-Sphären sich „After Passion“ wohl bewegen würde, sind die jüngsten Startprognosen aus Nordamerika nämlich regelrecht alarmierend. Die Zahlen sind so schwach, dass die Produzenten jetzt doch noch die Rechenschieber rotieren lassen müssen, bevor sie einem zweiten Teil grünes Licht erteilen. Unsere amerikanische Partnerseite Boxofficepro.com rechnet nach den aktuellen Trackings mit rund 4 Millionen Dollar am Start-Wochenende (12. bis 14. April) und mit 8 Millionen Dollar insgesamt. Das wäre ein katastrophales Ergebnis.

    Prognose für Deutschland sieht besser aus

    Für Deutschland liegt die Prognosen der Experten von der Box-Office-Seite Insidekino bei soliden 700.000 Zuschauern für die Gesamtlaufzeit. Ob die prognostizierten 275.000 Zuschauer am Start-Wochenende realistisch ist, werden wir am morgigen Freitag nach Bekanntgabe der Donnerstagzahlen einschätzen können. Das wäre ein überzeugendes Ergebnis.

    Constantin Film
    Regisseurin Jenny Gage (links) mit Romanautorin Anna Todd

    Tröstlich: Die vergleichbare „Fifty Shades Of Grey“-Reihe, die mit 571 Millionen Dollar, 381 Millionen sowie 372 Millionen weltweitem Einspiel zum Top-Hit avancierte, fuhr in Nordamerika durchschnittlich gerade einmal 28,7 Prozent des Weltumsatzes ein (Teil 1: 166 Millionen, Teil 2: 114 Millionen, Teil 3: 100 Millionen). Heißt: Wenn „After Passion“ in anderen bedeutenden Ländern viel besser läuft als in den USA, könnte das nötige Geld für die Wirtschaftlichkeit der Fortsetzung doch noch zusammenkommen.

    Budget bisher nicht bekannt

    Die große Unbekannte in all diesen Rechnungen ist im Moment das Produktionsbudget des Films, das bisher noch nicht bekannt ist. Es kann nur spekuliert werden. Wir schätzen das Budget auf rund 20 Millionen Dollar ein. Dazu kommen natürlich noch die Kosten für Marketing und PR.

    Insgesamt gibt es sieben Bücher aus dem Universum von Studentin Tessa Young und ihrem Bad-Boy-Lover Hardin Scott, den Romanautorin Anna Todd an One-Direction-Superstar Harry Styles angelehnt hat. Bevor ihre Bücher gedruckt wurden, hatte Todd bereits 2.500 Seiten auf der Fanfiction-Plattform Wattpad veröffentlicht. Welche davon tatsächlich noch verfilmt werden, werden nun wie gesagt die Zuschauer rund um den Globus entscheiden.

    Diese Tessa/Hardin-Bücher sind bisher erschienen:
    • „After“ (deutsch: „After Passion“)
    • „After We Collided“ (deutsch: „After Truth“)
    • „After We Fell“ (deutsch: „After Love“)
    • „After Ever Happy“ (deutsch: „After Forever“)
    • „Before“
    • „Nothing More“
    • „Nothing Less“

    „After Passion“ läuft seit dem 11. April 2019 in den deutschen Kinos.

     

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