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    Das MCU nach "Avengers 4: Endgame": Davon möchten wir in Phase 4 gerne mehr sehen
    Von Tobias Mayer, Christian Fußy, Benjamin Hecht, Felix Weyers — 20.04.2019 um 16:50
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    Das MCU wie wir es kennen wird mit „Avengers 4: Endgame“ enden, um dann mit Phase 4 eine Renaissance zu erleben. Wir blicken zurück auf das, was uns in den 21 bisherigen Filmen gut gefallen hat und äußern unsere persönlichen Wünsche für die Zukunft.

    Marvel Studios 2018

    Besser dosierter Humor

    Von Felix Weyers

    Das große Finale der Infiniy Saga rückt immer näher. Wenn die verbliebenen Helden in „Avengers 4: Endgame“ am 24. April ihre Revanche gegen Thanos fordern, knallt es so richtig. Das versprechen uns zumindest die bisher gezeigten Trailer zu einem der meisterwarteten Filme aller Zeiten. Wenn sich die Tonalität der Trailer tatsächlich auf die gesamte Laufzeit von 182 Minuten erstreckt, erwartet uns womöglich der bisher ernsthafteste MCU-Film.

    In Anbetracht der Tatsache, dass in „Endgame“ nicht weniger als die Existenz des halben Universums auf dem Spiel steht, ist diese Ernsthaftigkeit auch durchaus angebracht. Zu viele Schicksale von Figuren, die ich über die Jahre hinweg liebgewonnen habe, stehen diesmal auf dem Spiel, als dass deren mögliches Ableben mit einem plumpen Wortwitz heruntergespielt werden sollte.

    Keine Zeit für Albernheiten

    Mir ist bewusst, dass das MCU unter anderem auch für seine ganz eigene Art von Humor bekannt ist und nicht zuletzt auch dadurch zu einem der größten Film-Franchises aufsteigen konnte. Trotzdem ist weniger aber manchmal mehr. Das ist mir vor allem in Taika Waititis „Thor 3“ aufgefallen. Die Thematik der Götterdämmerung ist eigentlich ein Ereignis, das für Figuren wie Thor und Loki mit den Ereignissen aus „Infinity War“ gleichzusetzen ist. Trotzdem wird der Untergang Asgards bereits in der ersten Szene nicht ernstgenommen und als haltlose Drohung abgetan. Dieser Umgang mit der Apokalypse der nordischen Mythologie zieht sich schließlich durch den gesamten Film, weshalb das große Finale auch weniger episch ausfällt, als es eigentlich sein sollte.

    Es ist nicht so, dass ich mit dem Humor im MCU nichts anfangen kann. Im Gegenteil, es gibt wahrscheinlich keinen der bald 22 Kinofilme, bei dem ich nicht mehrfach herzhaft lachen musste. Dennoch ist das MCU jetzt an einem Punkt angelangt, an dem zu viele Momente mit einer gewissen emotionalen Tragweite durch einen dummen Witz im nächsten Satz ins Lächerliche gezogen werden.

    Ich möchte mich natürlich nicht strikt gegen Humor im MCU aussprechen, aber er sollte mit Bedacht eingesetzt werden und den emotionalen Momenten ihre Bühne lassen. Wie auch immer „Avengers 4: Endgame“ letztlich endet, das Finale der Infinity Saga wird seine Spuren hinterlassen. Ich hoffe, dass die zukünftigen MCU-Filme die Tragweite der Ereignisse respektieren und dementsprechend nicht so tun, als hätte es den Genozid an der Hälfte des Universums nie gegeben.

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    Kommentare
    • Kerstin Schütte
      Ich wünsche allen frohe Ostern.Vielleicht etwas weniger von diesem Meinungsartikeln
    • Bruce Wayne
      Ein fieser Masterplan macht eben noch keinen interessanten Bösewicht...deshalb finde ich Ultron bis heute enttäuschend. Gleichfalls einen schönen Ostersonntag.
    • Bruce Wayne
      Der Charakter ist gut, weil er ein Gag schlechthin war....? Macht irgendwie keinen Sinn.
    • Bruce Wayne
      Genau deshalb hat Hammer für mich funktioniert. Er ist eine Parodie auf Stark. Und auch nicht der primäre Antagonist. Killian hingegen war einfach nochmal der böse Zwilling. Aber irgendwie ohne Erkennungsmerkmal. Einfach Guy Pierce, der sich selbst spielt. Ein Terrorist wie der Mandarin hätte mehr Abwechslung geboten.
    • Joe H
      Schönen Ostersonntag!
    • Kein_Gast
      Thanos, Killmonger und Klaue waren für mich absolute Highlights. Loki und Bucky Barns haben eine Sonderstellung (Bucky weil er zwischenzeitlich ein Held ist und Loki weil man ihn liebt wie einen nervigen kleinen Bruder). Ultron (welcher sonst is eher schlecht bei Fans wegkommt) mochte ich auch sehr.Jud Jaws Yon-Rogg war eine Katastrophe (musste sogar nach dem Namen googeln, weil die Figur null im Kopf blieb und das wobei es der jüngste MCU Film ist).Die Iron Man Filme hatten alle keine guten Schurken, wobei Wiplash wenigstens Style und Charakter dank Rourk hatte.Ansonsten war Malekith auch sehr austauschbar. Was ich mir noch wünschen würde wäre ein richtiger Zemo (Brühl war zwar ein guter Charakter, aber eben kein Zemo, er hätte auch Heinz Müller heißen können und es hätte nix an seiner Person geändert). Aber das wird wohl nix...
    • FilmFan
      Eine kleine (wenn auch alberne) Szene reicht dir den Thor-Charakter zu versauen? Cate Blanchett und Tessa Thomson waren doch super. Ne attraktive Abwechslung. Und Thor hatte mit Hulk und Banner starke Buddy Momente. Also ich fand Thor 3 klasse. Und die Russos haben den Thor aus Thor 3 übernommen.
    • FilmFan
      Der Manadarin war der Gag schlechthin und somit gut. Aber insgesamt war IM 3 ziemlich dünn. Alle IM Filme waren nicht gut. Der erste war zumindest noch ein solider Actionfilm. Aber gegen die Cap-Solos hat IM keine Chance.
    • FilmFan
      Der bis IW beste Schurke war für mich Ultron. Aber die Gefahr der globalen Vernichtung ist ja pipifax in den Augen einiger Kritiker. Jeder Film hatte seinen individuell starken Bösewicht (der Winter Soldier war krass gut). Das MCU hat von Loki, Hela und Thanos abgesehen viele Schurken inszeniert die eben nicht wie ihre Helden über Superkräfte verfügen. Schurken die aus unserer Mitte kommen. Wenn das das Problem ist, bitte mehr davon.Die Avengers-Gipfeltreffen, dazu zähle ich auch Cap 2 und 3, sind das Salz in der Suppe und die bisherigen Highlights im MCU. Im IW haben mir erstmal Rocket, Nebula und Gamora super gut gefallen. Zu schade das die zuvor verschleudert wurden. Einige Solos wie die beiden Ant-Man Filme waren die große positive Überraschung. Thor 3 war ungewöhnlich, aber oberklasse.Mein absoluter Lieblings-Solofilm ist aber Captain Marvel. Cap 2 zähle ich zu den Ensemble Filmen, so das CM das Privileg erhält über allen Solos zu tronen. Das beste mit Brie Larson hat sich Marvel bis zum Schluss aufgehoben.Und nun: Schönen Ostersonntag ihr lieben ;)
    • Lars W.
      Der Mandarin war eine Frechheit, hat mir den ganzen Film versaut. Besonders schlimm,wenn man das verschenkte.....ach,was sag ich,vernichtete Potential der Rolle bedenkt.
    • greekfreak
      Absolute Zustimmung,bei What we do in the Shadows habe ich Tränen gelacht und den gucke ich mir jedes mal an wenn ich dringend was zu lachen brauche (We´re Werewolfs not Swearwolfes! ),aber bei Ragnarök war das total unpassend.Ganz Asgard geht unter,Thor´s Kumpels von den Warriors Three und Odin sterben und Thor reisst Witze mit Valkyrie und Loki.*Im Hintergrund lässt Surtur Feuer und Schwefel über Asgard regnen*Thor :Eh Bruderherz weisst du noch damals als wir uns total besoffen haben und Daddy Odin´s Speer geklaut haben,voll witzig ey,lel!
    • greekfreak
      Mads Mikkelsen und Scott Adkins waren auch komplette Verschwendungen.Mikkelsen ist so ein weltklasse Schauspieler und hat in Dr.Strange buchstäblich nix bekommen mit dem er arbeiten konnte.Und Scott Adkins,durfte nicht mal seine Martial Arts Fähigkeiten zur Schau stellen.Wozu castest du f*cking Yuri Boyka,wenn der im Film nicht mal eine fette Fightszene bekommt?! Mein Tiefpunkt aber war Sir Ben Kingsley als fake-Mandarin.Dabei war sein Neu-Design als Terroristenführer ala Osama richtig gelungen und dann wird er zur Witzfigur.Subverting expectations und der ganze Sch**ss,dankeschön Shane Black!
    • WhiteNightFalcon
      Einige Schurken wie Red Skull, Aldrich Killian, Vanko und natürlich Thanos fand ich gut.Robert Redford hat überrascht. Die Motivation von Daniel Brühls Zemo, fand ich gut.Mein Tiefpunkt bisher ist Sam Rockwell als Justin Hammer. Hammer war einfach ne absolute Witzfigur.
    • Bruce Wayne
      Sam Rockwell war super, ansonsten....
    • Joe H
      Xy austauschbarer Schurke aus den iron man filmen? Obediah Stane war doch klasse, mickey rourke war badass as fück, Sam rockwells Performance war auch nicht ohne und guy pearce hat Spaß gemacht, also bitte was?
    • slappy
      Ps.und bitte kein Thor 4 von waititi!teil 3 hatte seine (positiven) Momente aber die scene wo Thor an dem stuhl gefesselt ist und wie ein Mädchen schreit,hat mir den Charakter völlig versaut!danke an den russos,dass sie im iw aus Thor wieder Thor gemacht haben,und keine witzfigur...sondern einen Charakter mit dem man wieder mitfühlt!
    • Modell-101
      Die ersten beiden Punkte sind nachvollziehbar, die letzten beiden nicht.
    • slappy
      Wie schon der ein oder andere geschrieben hat...weniger Humor und mehr waititi beißt sich doch etwas!etwas mehr von cap 2 und ich bin dabei!
    • Sentenza93
      Bessere Bösewichte, dosierter Humor, kein SJW-Mist für die Twitter-Fraktion mehr. Dann bin ich glücklich.
    • Bruce Wayne
      Eure Liste wirkt ziemlich kontraproduktiv. Einerseits wohl dosierter Humor, dann aber mehr Filme von Taika Waititi...? Nicht falsch verstehen, ich mag Waititi (nicht unbedingt Thor 3, dafür war der Film zu halbherzig). Sein Hunt for the Wilder People ist richtig gut, genau so wie What we do in the Shadows. Aber ich denke doch, dass er seinen Humor besser in anderen Comicverfilmungen ausüben kann. DC besitzt bsp. ja auch einige Figuren, die zu seiner Art von Humor passen. Nebenbei ist es mir neu, dass das MCU unter dem ganzen aufgeblasenen Pathos leidet. Habe ich da etwas verpasst? Bisher würde diese Kritik für mich nur auf Black Panther zutreffen. Die Momente aus den MCU-Filmen, welche mir persönlich länger im Gedächtnis bleiben, sind eigentlich die Ernsten. Yondus Ableben aus GotG Vol. 2, das Ende vom ersten Cap-Film oder von Civil War...
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