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Zum Start von "Avengers 4" wird ab heute in über 20 Kinos gestreikt – Cinemaxx und Cinestar betroffen
Von Christoph Petersen — 24.04.2019 um 15:15
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Schon länger tobt ein Tarifstreit zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie den Betreibern der Kinoketten Cinemaxx und Cinestar. Jetzt wird der Arbeitskampf pünktlich zum Kinostart von „Avengers: Endgame“ weiter eskaliert.

Marvel Studios

Wenn man im Arbeitskampf schon zum Mittel des Streiks greift, dann sucht man sich dafür natürlich einen Zeitpunkt aus, an dem die Gegenseite die Folgen auch möglichst schmerzhaft zu spüren bekommt. Vor allem dann, wenn die Verhandlungspositionen noch dermaßen weit auseinanderliegen wie aktuell bei ver.di und einigen Multiplex-Betreibern. Kennt man ja von der Bahn und den Piloten. Und in der Kinobranche ist der Leidensdruck eben dann am größten, wenn der heißerwartetste Film des Jahres (in diesem Fall „Avengers 4: Endgame“) in den Kinos startet. Deshalb bestreikt die Gewerkschaft ver.di, die Teile des Servicepersonals der Kinos vertritt, ab heute Abend mehr als 20 Kinos der großen Multiplex-Ketten Cinestar und Cinemaxx.

Wir haben mit dem zuständigen ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki telefoniert, um mit ihm einige weitere Fragen zum Streik (vor allem was die potenziellen Auswirkungen für Kinobesucher angeht) zu klären:

Welche Kinos sind betroffen?

Laut Verhandlungsführer Sieradzki wird erst kurzfristig entschieden, welche Kinos genau bestreikt werden sollen. Diese Entscheidung ist aktuell noch nicht gefallen. Eine Liste mit den einzelnen Kinos wird aber auch anschließend nicht veröffentlicht. Es werden aber mehr als 20 Kinos der Ketten Cinemaxx und Cinestar bestreikt werden.

Mit welchen Auswirkungen ist zu rechnen?

Der ver.di-Verhandler sagt, dass aus seiner Erfahrung zumindest mit Verzögerungen beim Service (also mit längeren Schlangen) zu rechnen sei. Mitunter dürfte es auch zu weiterreichenden Einschränkungen des gastronomischen Angebots kommen. In vereinzelten Fällen gab es bei vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit auch schon Vorstellungsausfälle. Das hängt laut Sieradzki immer auch damit zusammen, wie viele Servicemitarbeiter sich an einem speziellen Standort an den Streiks beteiligen. (Wenn ihr also noch keine Karten habt, entweder solidarisch wegbleiben oder aber ein bisschen früher als geplant hingehen, um auf der sicheren Seite zu sein.)

Die PR-Leiterin von CinemaxX, Ingrid Breul-Husar, hat uns hingegen per Mail erklärt: Bei allen bisher stattgefundenen Warnstreiks im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen, aber auch im Rahmen der Tarifverhandlungen 2012 bei denen ver.di zu Warnstreiks aufrief, konnten wir einen regulären Kinobetrieb ohne merkliche Einschränkungen für unsere Gäste bieten. Dies ist auch das erklärte Ziel für alle folgenden Arbeitsniederlegungen und wir sind zuversichtlich, dass wir einen regulären Kinobetrieb bieten werden.

(Ein ausführliches Statement von CinemaxX findet ihr am Ende dieser News.)

Hier ist die vollständige Pressemitteilung von ver.di zum Nachlesen:

Bei den Multiplex-Kinoketten Cinestar und Cinemaxx wird ab heute Abend (24.4.) zum bundesweiten Filmstart von „Avengers: Endgame“ in mehr als 20 Kinos gestreikt. Nach fünf Verhandlungsrunden für die rund 3.000 Beschäftigten sind die Tarifparteien immer noch keinen entscheidenden Schritt vorangekommen. „Die Servicekräfte im Kino verdienen Anerkennung und Respekt, sie leisten viel und haben daher einen Anspruch auf existenzsichernde Löhne“, forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Die Servicekräfte müssten auch steigende Mieten, Energie- und Fahrtkosten schultern. Das sei mit den Niedriglöhnen bei Cinemaxx und Cinestar nicht zu schaffen. „Die großen Kinokonzerne zeigen keinerlei Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten“, kritisierte Werneke. Die Beschäftigten und ver.di hätten sehr wohl registriert, dass vorsorglich angeheuerten Streikbrechern mehr als 12 Euro Stundenlohn gezahlt würde, während sich die Stammbelegschaft mit 9,19 Euro Einstiegslohn zufriedengeben soll.

ver.di will die Streiks auch in den kommenden Tagen an unterschiedlichen Standorten fortsetzen. Bei der für Dienstag (30.4.) vereinbarten Fortsetzung der Tarifverhandlungen in Hamburg könnten die Cinemaxx-Betreiber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Mit dem Unternehmen Cinestar konnte bisher kein neuer Verhandlungstermin vereinbart werden.

Update: Das offizielle Statement von CinemaxX

Zu allererst: Unser Kernziel ist es, mit unserem Tarifpartner ver.di einen gemeinsamen Weg zu finden. Wir wollen am Verhandlungstisch zu einer guten Lösung kommen. So, wie wir auch schon 2015/16 zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis gekommen sind – kompromissfähige Angebote in konstruktiven Verhandlungen waren hier die Basis. CinemaxX hat in der nunmehr fünften Verhandlungsrunde am 26. März ein drittes Angebot von rund 7% Gehaltserhöhung in zwei Stufen vorgelegt. Ver.di beharrt jedoch auf ihren ursprünglichen absolut realitätsfernen Forderungen. Steigerungen von über 20% sind für kein Unternehmen wirtschaftlich tragbar.

Erst recht nicht für ein Kino-Unternehmen im angespannten Markt. Wenn man dann noch versteht, dass diese ver.di Forderung bisher nur für das erste Jahr vorliegt, zeigt das, wie maßlos diese Forderung ist. Unser aktuelles Angebot liegt schon heute deutlich über dem finalen Tarifergebnis 2015/16 – damals nach einem absoluten Kino-Rekordjahr! Und auch mit Blick auf aktuelle ver.di Tarif-Abschlüsse in anderen Branchen ist unser Angebot absolut fair und jetzt schon abschlussnah. Was dort an Steigerung in 3 Stufen über teilweise 3 Jahre geboten wird, bieten wir innerhalb von 2 Jahren jetzt schon zu diesem Verhandlungsstand - trotz angespannter Marktlage.

Wir appellieren an ver.di, in der nächsten Verhandlungsrunde am 30.4.2019 ihre Forderungen auf ein realititätsnahes Maß zu reduzieren. Wir glauben, dass gute Ergebnisse nur am Verhandlungstisch zu erreichen sind und nicht durch Polarisierung und Arbeitskampf! Unser Ziel: Wir wollen so schnell wie möglich höhere Gehälter für unsere Mitartbeiterinnen und Mitarbeiter zahlen.

Die FILMSTARTS-Kritik zu "Avengers 4"

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