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    "Game Of Thrones": Was bedeutet das Ende der 3. Folge für den Nachtkönig?
    Von Annemarie Havran — 29.04.2019 um 15:40
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    Halbzeit! Die dritte Folge der sechs Episoden umfassenden achten Staffel von „Game Of Thrones“ wurde ausgestrahlt und hat uns, wie erwartet, die große Schlacht um Winterfell gebracht. Und das Ende birgt einige Fragen…

    HBO

    Achtung, es folgen Spoiler zur dritten Folge der achten „Game Of Thrones“-Staffel!

    Da haben wir es also: Der Nachtkönig (Vladimir Furdik) ist tot. Bis zuletzt hat er kein Wort gesagt. Als es am Ende der Episode „The Long Night“ schon so aussah, als gäbe es keine Chance mehr für unsere Helden und der überlegen dreinblickende Night King nach seinem Schwert griff, um den Dreiäugigen Raben a.k.a. Bran (Isaac Hempstead-Wright) zu töten, wurde er im allerletzten Moment gestoppt: von Arya Stark (Maisie Williams)!

    Wenn nicht von irgendwoher noch ein völlig unerwarteter Twist um die Ecke kommt, was wir allerdings nicht glauben, war’s das also mit dem Nachtkönig, seiner Armee, seinen Plänen für die ewige Verdunklung der Erde und eben auch mit seinem Handlungsbogen. Die Schlacht nicht nur um Winterfell wurde entschieden, sondern auch die um das Überleben der Menschheit. Der Nachtkönig ist doch nicht heimlich nach King’s Landing geflogen und hat sich nicht als großer Endgegner entpuppt, sondern überlässt das Spielfeld wieder den Menschen, damit sie nun unbehelligt von mysteriösen blauen Bösewichten ihrer Fehde um den Thron nachgehen können.

    Aryas großer Moment

    Natürlich gab es auch auf der Seite der Menschen Verluste – R.I.P. Jorah, Beric, Lyanna, Theon, Edd und auch Melisandre, obwohl sie nicht ein direktes Opfer der Schlacht war. Aber der überraschendste Tod dürfte für viele dann doch der des Nachtkönigs gewesen sein, der fast schon einen Tick zu einfach über die Bühne ging. Vielleicht kann man es aber auch konsequent nennen: Wir Zuschauer wurden über Staffeln hinweg auf die falsche Fährte gelockt, dass es in Wahrheit um den Kampf gegen den Nachtkönig geht und gar nicht um den blöden Thron. Und der Twist ist nun, dass wir erkennen, einem Irrglauben aufgesessen zu sein.

    Der Plan von Jon Snow (Kit Harington) und Co. ist aufgegangen (auch wenn die meisten anderen Pläne für die Schlacht sich als eher dämlich erwiesen #DothrakiAngriff #Krypta), ihr Gegner hat sich tatsächlich zu Lockvogel Bran in den Götterhain begeben und trotz scheinbarer Unbesiegbarkeit dann eben doch noch seine Achillesferse präsentiert: die Verwundbarkeit durch valyrischen Stahl, nachdem ihm zum Beispiel das Feuer von Drache Drogon nichts anhaben konnte.

    Doch wie konnte sich Arya so unbemerkt an den Nachtkönig heranschleichen und somit mehr als nur den Tag retten? Wir vermuten: Sie hat es durch ihre Ausbildung bei den Faceless Men geschafft, sich einfach unglaublich gut anzuschleichen. Klingt vielleicht zu einfach, doch inzwischen geht bei „Game Of Thrones“ nicht mehr alles den komplizierten Weg, sondern manches funktioniert einfach nur noch ziemlich geradlinig. Verschwurbelte Theorien erweisen sich immer seltener als wahr – manchmal sind die Dinge jetzt einfach so, wie sie eben sind. Der Sprung von Arya auf den Nachtkönig lässt vermuten, dass sie vielleicht auf einem Baum saß.

    Hat sie das Gesicht eines Weißen Wanderers benutzt?

    Dennoch wird im Internet weiterhin die Möglichkeit diskutiert, dass Arya sich das Gesicht eines Weißen Wanderers geschnappt und sich so unter die Begleiter des Nachtkönigs mischen konnte. Immerhin hat sie diese Fähigkeit ebenfalls bei den Faceless Men gelernt und diese Theorie war einer der beliebtesten im Vorfeld der dritten Episode von Staffel acht. Angeheizt wird die Theorie von dem Moment, in dem sich einer der White Walker direkt vor Aryas Angriff kurz umsieht.

    Dabei scheinen die Fans aber zu vergessen, dass Arya ja einen Weißen Wanderer töten müsste, um dessen Gesicht zu stehlen. Und wie wir in der Serie nun bereits mehrmals gesehen haben, zerfallen diese zu kleinen Eissplittern, wenn man sie tötet. Es bleibt also kein Gesicht übrig, dass man noch verwenden könnte. Wir glauben darum, dass der White Walker nur Aryas Annäherung gehört hat – und das zum Glück zu spät.

    Arya springt den Nachtkönig an, bereit, ihn mit ihrem Dolch aus Valyrischem Stahl zu töten. Doch der Kerl hat es drauf, dreht sich blitzschnell um und packt Arya noch in der Luft an der Gurgel. Doch Arya hat eben auch ordentlich was drauf – ihre perfekt trainierten Reflexe funktionieren, ohne dass sie sehen muss, was sie tut. Ihre erhobene linke Hand lässt den Dolch fallen, doch ihre rechte Hand fängt die Klinge auf und sticht sie dem Nachtkönig in den Bauch. Dieser zerbricht wie eine Eisstatue, seine Untertanen tun es ihm gleich und auch Drache Viserion verendet, diesmal endgültig.

    Der Kreis schließt sich

    Es ist fast schon poetisch, dass der Nachtkönig ausgerechnet vor einem Wehrholzbaum sein Ende findet – an einen solchen Baum gefesselt wurde er auch erschaffen. Damals rammten ihm die Kinder des Waldes einen Dolch aus Drachenglas ins Herz, nun ist es einer aus valyrischem Stahl, der ihn zur Strecke bringt. Interessanterweise ist es eben jener Dolch, mit dem Bran in der ersten Staffel ermordet werden sollte und den er selbst dann später Arya schenkte…

    Steckt da nun noch mehr hinter dem Nachtkönig, der – wahrscheinlich zum Missfallen nicht weniger Zuschauer – die meisten seiner Geheimnisse mit ins Grab nimmt? Es ist der klassische Fluch kompliziert aufgebauter Serien, dass sie zum Ende hin nicht alle Mysterien auflösen können – einige sollen wohl aber auch ganz bewusst im Dunkeln bleiben.

    Lebt der Nachtkönig vielleicht doch noch?

    So stellen zum Beispiel immer noch viele Fans die Frage, ob der Nachtkönig denn nun ein Targaryen war oder nicht. Schließlich konnte er einen Drachen reiten und Drachenfeuer ließ ihn unversehrt. Wir werden es wohl nie erfahren – vor allem aber ist es einfach nicht wichtig für die Serie. Der Nachtkönig war ein mächtiges magisches Geschöpf. Dass er Viserion reiten konnte, könnte auch nur der Tatsache geschuldet sein, dass er alle Untoten beherrscht. Dass ihm Feuer nichts anhaben kann, könnte Teil seiner Magie sein, genauso wie er eben tote Körper „wiederauferstehen“ lassen, Schnee, Eis und Dunkelheit bringen und sogar regelrechte Stürme hervorrufen kann, wie in der Episode geschehen.

    Und was ist mit der Möglichkeit, dass er noch lebt? Natürlich kann das sein – vielleicht konnte sich der Nachtkönig noch aus seinem Körper retten, bevor dieser zerbarst, ganz wilde Theorien besagen, dass er sich auf Bran übertragen hat. Das würde Bran der beliebten Fan-Theorie nach doch noch zum Nachtkönig machen, der dann am Ende noch einmal das Ruder zu seinen Gunsten herumreißen könnte. Doch dass all seine Gefolgsleute mit ihm zerstört wurden, deutet eher darauf hin, dass seine Macht wirklich und endgültig erloschen ist.

    Noch 3 Folgen: Werden wir noch überrascht?

    Ob man das nun für den richtigen Weg hält oder nicht: Wir glauben wie gesagt eher, dass „Game Of Thrones“ nun zu einem ziemlich schnörkellosen Ende finden wird. Welche Figuren nun genau welche Siege davontragen werden, ist natürlich ungewiss – siehe Arya, die eben den Night King getötet hat, obwohl viele auf Jon gewettet hatten. Doch die ganz großen Überraschungen wird es vermutlich nicht mehr geben. Dennoch bleibt es spannend, denn wir wissen immerhin, dass das Ende von „Game Of Thrones“ bittersüß werden soll, es wird in den kommenden Folgen also nicht einfach alles Richtung Happy End plätschern.

    Wie es denn nun ab Folge vier weitergehen könnte und warum Arya wusste, dass sie in der Lage sein wird, den Night King zu töten, damit werden wir uns noch in weiteren Artikeln ausführlich befassen. Die vierte Folge der achten und finalen „Game Of Thrones“-Staffel gibt es dann in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 2019.

    Zu diesem Artikel gehört im Titelbild und folgenden Hinweis eine Anzeige für Sky Ticket. Der Artikel selbst ist nicht Teil der Anzeige und wurde inhaltlich und thematisch unabhängig von Sky Ticket konzipiert und veröffentlicht.

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    Kommentare
    • Skywalker
      Ok... Mal frisch von vorn:Du bist also der Meinung, dass man die aktuelle Folge Got episch finden muss obwohl sie so viele, berechtigte, Kritikpunkte hat, die verdammt offensichtlich sind?
    • Rade Topalovic
      Auf welche Buchvorlage?Die Bücher gehen bis zu der Szene in welcher Jon Snow von anderen Mitgliedern der Nachtwache ermordet wird. ALLES was danach gedreht wurde basiert auf Eckdaten R.R. Martins, aber auf keiner literarischen Vorlage mehr.
    • Rade Topalovic
      Aaaaha, das hatte ich dann falsch in Erinnerung. Sogesehen macht das natürlich absoluten Sinn.Danke für die Antwort.
    • Pawel N.
      Du gehörst wohl zu den Illettristen....das erklärt natürlich vieles.
    • Skywalker
      Wow... Du bist ja noch peinlicher als es ohnehin schon offensichtlich war.Wie wäre es mit einem neuen Job?
    • Shiro
      Naja, ich habs auf HIRES angesehen...
    • Shiro
      Nein, aber als Cineast bin ich vom echten Schwarz einfach nur begeistert ;)
    • Mac-Trek
      Es geht hier um Artefakte die durch die ganze Dunkelheit + Kompression entstanden sind. Das hat rein gar nichts mit LCD vs OLED zu tun. Ein 256-Farben Bild wird auch auf nem OLED nur 256 Farben haben.
    • Crackhead2000
      LOL Verkaufst du OLED TVs?
    • Defence
      Danke Dir für deine Antwort. Wußte ich nicht und habe mich deshalb gewundert. Inzwischen ist mein Post auch freigeschaltet.
    • Pawel N.
      Sorry....war in Eile...habe nicht genau gelesen :(
    • Pawel N.
      Wenn es aber nicht schmeckt, sollte man in der Lage sein es selbst schmackhaft zubereiten zu können.
    • Pawel N.
      Kritisieren können am besten die, die selber nichts können. Das habe ich in meinem langjährigen Beruf gelehrt.Dieses Rumgenörgel nervt einfach.Der eine wünscht sich mehr tote Hauptcharaktere, der andere, dass möglichst viele überleben. Einem anderen ist die Folge zu Dunkel...wieder anderem passt die Strategie nicht. Bald ist Tyrion zu klein und Brien zu groß......Was soll dieses gejammer?
    • Shiro
      Naja, ein LCD-TV/Monitor ist auch nicht gerade bekannt dafür, dunkle Nuancen gut abzubilden... da verschwindet alles im Dunkelgrauen Matsch der nicht für echtes Schwarz geeigneten Technologie ;)-> OLED-TV FTW ;)
    • Shiro
      Für alle die sich über die zu dunkle Folge beschweren - schaut sie euch halt auf einem Fernseher mit richtig echtem Schwarzwert an - einem OLED... dann verschwinden die dunklen Nuancen nicht in einem einheitlichen, dunkelgrauem Matsch, sondern sind fein gezeichnet ;)
    • KhanSingh
      Um beurteilen zu können, ob ein Schnitzel schmeckt, ist es nicht notwendig, selbst ein Schnitzel zu sein.
    • emmerich6
      Ok, das Making hab ich diesmal noch nicht geschaut, muss ich noch nachholen. Dennoch finde es plausbilel. Auf den ersten Blick war mir das auch zu plötzlich mit Arya, doch fast jeder hat wohl einen Schwertkampf mit Jon erwartet und der Night King dachte sich Mach was du willst, ich hab wichtigeres zu tun. Und Arya erledigt das dann. War eine sehr plkötzliche Wendung, aber hat mir mit etwas Abstand sehr gefallen.Dany bzw. Jon warn ja durch den Blizzard oder was das war durcheinandergewirbelt. Deshalb konnten sie nicht so sehr eingreifen. Eigentlich war wohl der Plan, dass sie warten bis sich der Night King zeigt. Doch dann ist Dany ja von selbst losgeflogen.Naja wie dem auch sei, ich denke die Serie hat die Messlatte auch so hochgelegt und dazu diese vielen gefühlt 1000 Theorien, die entstanden sind, wo man es auch nicht perfekt machen kann.Aber da gebe ich dir wieder recht: Es ist etwas schönes, wie so eine Serie Menschen auf aller Welt verbindet, man diskutiert. Man fiebert so sehr mit. Ich finde gerade diese ganzen Reaction Videos von der berühmten Burlington Bar und Co so faszinierend wie eine große Gruppe an Menschen mit den Charakteren mitfiebert und schimpft und sich freut und austickt wie bei einem Fußballspiel.
    • Luthien's Ent
      Dany ist bei der Schlacht gegen die Lannisters auch geflogen, aber mit Sinn, Verstand und Plan. Hier war viel Wolkenverhang und Nebel. Am Anfang lässt sie ihre Dothraki sehenden Auges in ihr Verderben laufen und schwingt sich nicht sofort auf Drogon, um ihnen zu helfen. DAS fand ich alles einfach unglaubwürdig. JA, am Ende endlich hat sie einige Untote erledigt, aber davor...?Melissandrei stirbt im aufkommenden Licht des Tages, weil die Nacht (voll Schrecken) endlich vorbei ist. Aber... ganz ehrlich... folgen nicht noch weitere?Mit Sicherheit wollte Martin, dass Arya den Nightking tötet? Nun, das dachte ich auch eine Weile. Bis ich das aktuelle Making Of auf Youtube geschaut habe. Benioff (oder Weiss) sagt da an einer Stelle: It just didn't seem right to us, that Jon Snow kills the night king. We thought it would be better if Arya killed him. Das klingt absolut NICHT nach George Martin told us, that Arya should kill him. - sondern, dass es ihre Entscheidung war.Beim letzten Punkt stimme ich zu: Die Serie macht manches besser als die Bücher und umgekehrt. Aber Jammern auf hohem Niveau ist das hier nicht. Es diskutieren weltweit Millionen von Menschen über diese Serie - voll Herzblut und Emotionen, eben weil uns allen diese Serie (ob Buch und/oder Film) eben so ans Herz gewachsen ist.Ist das nicht was Schönes? Etwas, das uns weltweit verbindet? Dieses Thema? Und die Gedanken, Diskussionen, Träume, Bilder, Filme, Foren, Fanart... alles, was seither dadurch entstanden ist? Auch wenn wir uns nicht alle immer einig sein mögen. Aber darauf kommt es ja nicht an. Was uns verbindet ist diese Geschichte! Und allein das finde ich toll! Und keine Jammerei.
    • Max Bogues Vogel
      die Macher sind nicht GRRM (der Buchschreiber) tzzzzz
    • emmerich6
      Bei den Dothraki geb ich recht. Andere Dinge sind zwar naiv, aber eben menschlich. Warum Dany mit dem Drachen rumflog, eben weil sie nicht länger zuschauen wollte, nachdem ihre Dothraki abgeschlachtet wurden. Absolut nachvollziehbar. Dadurch hat sie zumindest auch ne Menge Untoter mit erledigt. Tyrion und Co in der Krypta. Die Frage ist, wären sie andererorts wirklich sicherer gewesen? Eher nein. Melissandrei stirbt am Ende nicht weil sie einfahc ihre Prophezeiung erfüllt, sondern weil sie, wie wir wissen, sehr alt ist, und letztlich das alles viele Kräfte gekostet hat. Es ist eine Erlösung für sie.Was Martin mit Sicherheit so gewollt hat, ist dass Arya den Night King tötet. Die Erzählweise wie man dahin kommt, ist ne andere Geschichte. Man muss nun mal einfach akzeptieren, dass Martin nicht vorankommt und die Serienmacher selber weitermachen mussten. Das machen sie gemäß der Umstände mit gewissen Abstrichen sehr gut. Die Bücher sind mitnichten besser als die Serie. Es gibt einiges was die Bücher sicher besser machen als die Serie genauso wie die Serie einiges besser macht als die Bücher, da sich Martin da ja letztlich auch irgendwie verzettelt. Am Ende ist aber beides Jammern auf sehr hohem Niveau.
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