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    "Avengers 4"-Regisseure: Darum muss Robert Downey Jr. 2020 einen Oscar bekommen!
    Von Tobias Tißen — 04.05.2019 um 12:30
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    Superhelden-Filme haben es bei den Oscars alles andere als leicht. Laut den „Avengers 4“-Regisseuren Anthony und Joe Russo wäre es jedoch regelrecht unfair, wenn Robert Downey Jr. nächstes Jahr keinen Goldjungen erhält…

    Disney

    Der einzige Schauspieler, der jemals für eine Rolle in einem Superhelden-Film bei den Oscars ins Rennen ging, ist Heath Ledger. 2008 wurde er für „The Dark Knight“ posthum als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Doch wenn es nach Joe und Anthony Russo, den Regisseuren von „Avengers 4: Endgame“ ginge, würde sich das im kommenden Jahr auf jeden Fall ändern. Gegenüber The Washington Post betonte das Brüdergespann nämlich, dass es Robert Downey Jr. für seine Leistung im neuesten „Avengers“-Film mehr als verdient hätte, sich einen Goldjungen ins Regal stellen zu können. Bzw. eher für alles, was er in den elf Jahren seit „Iron Man“ geleistet hat.

    „Was er in all diesen Filmen geleistet hat, ist atemberaubend. Wenn man sich nur anschaut, was er allein in den letzten vier Marvel-Filmen geleistet hat, ist das schon phänomenal. Er verdient einen Oscar vielleicht mehr als irgendwer sonst in den vergangenen 40 Jahren, weil er die Popkultur auf so eine besondere Art und Weise beeinflusst hat“, begründen die Russos ihre Meinung.

    Und dass das MCU, dass ja 2008 von Robert Downey Jr. als Iron Man gestartet wurde, einen signifikanten Einfluss auf die aktuelle Popkultur hat, wird wohl niemand leugnen. Das zeigt auch der Hype um „Endgame“ gerade wieder mehr als deutlich, der in den kommenden Wochen sogar „Avatar“ als erfolgreichster Film aller Zeiten ablösen könnte. Aber ob der Academy der popkulturelle Einfluss als Grund reicht, Robert Downey Jr. einen Oscar zu verleihen? Ganz undenkbar ist es nicht, schließlich gewannen schon des Öfteren Filmemacher und Schauspieler, weil eine Auszeichnung ganz einfach überfällig war (Leonardo DiCaprio für „The Revenant“, Martin Scorsese für „The Departed“).

    Kritik an der Academy

    Die Russo-Brüder sind aber ohnehin der Meinung, dass Blockbuster bei den Academy Awards noch mehr gewürdigt werden sollten – auch wenn mit „Black Panther“ dieses Jahr ein Marvel-Film zu den großen Gewinnern der Verleihung zählte (sieben Nominierungen, drei Oscars):

    „Wenn man auf Oscar-Gewinner der Vergangenheit zurückblickt, etwa ‚Ben Hur‘, ‚West Side Story‘, ‚My Fair Lady‘, ‚The Sound Of Music‘, ‚Der Pate‘, ‚Der Pate 2‘, ‚Der Clou‘, ‚Rocky‘, dann reden wir über einige der populärsten Filme aller Zeiten. Es fühlt sich derzeit einfach so an, als gäbe es eine Voreingenommenheit gegenüber dem populären Kino. Und das ist irgendwie traurig.“

    Ob Robert Downey Jr. tatsächlich die Chance auf einen Academy Award erhält, werden wir erst Anfang 2020 erfahren, wenn die Nominierungen bekanntgegeben werden. Disney und Marvel werden aber sicher alles tun, um ihn und „Avengers: Endgame“ für die Award-Saison in Stellung zu bringen – wie sie es auch bei „Black Panther“ taten, was ja schließlich Früchte trug.

    Die erste Nominierung wäre es übrigens nicht für den 54-Jährigen: 2010 ging er für „Tropic Thunder“ als Bester Nebendarsteller ins Rennen, musste aber Christoph Waltz („Inglourious Basterds“) den Vortritt lassen. Und schon 1993 verlor er als Hauptdarsteller von „Chaplin“ gegen Al Pacino. Dessen Auszeichnung für „Der Duft der Frauen“ gilt ebenfalls als eine, die eigentlich für Leistungen in der Vergangenheit (er war zuvor schon sechsmal nominiert) vergeben wurde. Sollte Robert Downey Jr. 2020 für seine Arbeit am MCU prämiert werden, würde sich also gewissermaßen ein Kreis schließen…

    „Avengers 4: Endgame“ läuft derzeit deutschlandweit in den Kinos.

     

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    Kommentare
    • Harley Quinn
      Ich finde, es haben deutlich zu wenig Frauen den Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller bekommen, da muss sich was ändern und zwar sofort!
    • HalJordan
      Wie wäre es, wenn Kevin Feige den beiden Russos einen Maulkorb verpassen würde? Das ist ja nicht mehr feierlich, was die für einen Stuss von sich geben. Es ist schon peinlich genug, dass sie ständig einen MCU-Film im Oscar-Rennen sehen, werfen sie ihre Filme mit Klassikern, wie Der Pate 1 & 2, Der Clou und Rocky in einen Topf. Der Erfolg scheint den Russo-Brüdern nicht gut zu tun.
    • Robert
      Bitte kein Oscar. Ich liebe R.D.Jr. aber so toll ist er auch nicht als Schauspieler. Diesselbe Rolle wie jetzt als Stark spielt er schon in Sherlock Holmes. Da gibt es nur minimale Unterschiede, möchte fast behaupten, das es bei Stark verfeinert und etwas ausgebaut wurde.
    • Captain Schleckerhöschen
      An Wochenenden kommt sowieso noch mal ein dicker fetter ordentlicher Batzen Einnahmen obendrauf. Oft das doppelte bis vierfache von unter der Woche zusammen genommen (Mo-Do). Ich trage meinen Teil bei. Bin Dienstag mit Arbeitskollegen wieder drin. Freitag mit Familie und die Woche druff nochmal mit der Clique. Danach aber würd ich sagen, 4mal Avengers Endgame, das langt. Die weiteren 100.000 mal dann erst auf Betamax..., äh... Blu Ray! :-D
    • FilmFan
      Natürlich kann man das so sehen. Nur weil alles so festgefahren ist, kommt diese Meinung zustande.
    • FilmFan
      Blinde gibts viele.
    • FilmFan
      Nö. War er nicht. Endgame ist der emotionale Höhepunkt für Stark.
    • FilmFan
      Hab diese Woche noch gar nicht nach den Zahlen geguckt. Aber schön zu wissen das Endgame auf Kurs ist.
    • FilmFan
      Verdient oder nicht. Hater bekommen bei solchen Meldungen Hautausschlag. Den Superheldenfilme kommen in ihrer Welt nicht vor.Ich würde allen MCU-Häuptlingen nen Ehrenoscar verleihen. Für besondere Verdienste der Filmwelt in den letzten 10 Jahren. Die Russos müssten den Oscar erhalten für Endgame als besten Film 2019.Aber es bleiben wohl leider leider nur Wunschträume. Irgendein anderer Langweiler, den wieder kaum einer gesehen hat, wird auch nächstes Jahr von ner Minderheit gefeiert.
    • Klaus S aus S
      Mark Hamill und Harrison Ford haben auch nachhaltig die Popkultur verändert, dafür bekommt man halt keinen Oscar
    • zbdk
      Dave Bautista hat auch einen Oscar verdient...
    • zbdk
      Jep
    • WhiteNightFalcon
      Grad nochmal geschaut. Endgame liegt bei 1,9 Mrd. Würde mal sagen, Avatar dürfte jetzt echt zu packen sein. Behaupte mal, morgen Abend hat der die 2,1 Mrd im Sack.
    • WhiteNightFalcon
      Für Chaplin und Tropic Thunder war er ja Oscarnominiert.Als Tony Stark fand ich seine Leistung in Endgame jetzt auch nicht perfekt, da war er in der Tat schon besser.
    • WhiteNightFalcon
      Kein Witz. Paramount wollte das damals. Bin aber grad überfragt, ob die das echt durchgezogen haben.
    • lex s
      Werde mich da auf jedenfall weiter durchwuseln und freu mich drauf, muss meinen Frevel doch aufarbeiten 😁 Gefällt mir aber definitiv very gut👍
    • Deliah C. Darhk
      Da hat er schon stärkere Leistungen als in Endgame gezeigt. ^^Ich denke seine einzige Chance auf einen Oscar für seinen Tony Stark besteht darin, dass Pepper 8 Monate nach Tonys Tod einen Jungen zur Welt bringt und ihn 'Oscar' nennt.
    • Doomsman
      Es gab eine Oscarkampagne für Transformers 5? Wer kommt den auf den scheiß?
    • Doomsman
      Langsam? Das selbe haben sie schon zu Infinity War gemacht, bzw. FS hat aus jedem Satz von ihnen einen Artikel gemacht, wie bei Johnson.
    • Bruce Wayne
      Schön, dass du dich ein wenig mit den Comics befasst. Der erste del Toro hat sich da viel abgeschaut, the Golden Army hingegen ist dann wieder mehr del Toro ohne den Einfluss der Comics. Tatsächlich würde ich Seed of Destruction noch als den schwächsten der Hellboy-Comics bezeichnen. Mike Mignola hat in den späteren Werken einfach mehr Mut bewiesen und wurde kreativer. Dennoch ein großartiger Comic. Die Hellboy-Geschichten machen sich halt auch einfach gut in Serien-Form. Jede Staffel eine der Hauptstory-Arcs.
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