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    Doris Day ist tot: Die Schauspielerin und Sängerin wurde 97 Jahre alt
    Von Daniel Fabian — 13.05.2019 um 16:23
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    Die Schauspielerin stand u. a. für Alfred Hitchcock vor der Kamera und war bekannt für ihre Singstimme, die sie auch in romantischen Komödien wie „Bettgeflüster“ oder „Ein Pyjama für zwei“ einsetzte. Nun starb Doris Day im Alter von 97 Jahren.

    Turbine Medien GmbH

    Geboren am 3. April 1922, war Doris Mary Ann Kappelhoff gewissermaßen dazu bestimmt, musikalisch tätig zu sein. Als Tochter eines Musiklehrers war ihr das Talent jedenfalls in die Wiege gelegt – auch wenn sie ursprünglich Tänzerin werden wollte. Sie war noch nicht einmal volljährig, da trat sie bereits in Nachtklubs auf und war für den Rundfunk tätig. Ihren Durchbruch feierte sie schließlich mit „Sentimental Journey“, mit dem sie 1944 ihren ersten Nummer-1-Hit feierte. Ihren Künstlernamen, unter dem sie letztlich weltberühmt werden sollte, erlangte sie schließlich nach dem Lied „Day By Day“. Nach Hollywood verschlug es die Entertainerin dann 1947, als sie von Warner Bros. unter Vertrag genommen wurde.

    Die glorreichen 50er und 60er

    Auf ihr Leinwanddebüt in „Zaubernächte in Rio“ folgten eine Reihe Musikfilme wie „Bezaubernde Frau“, „In all meinen Träumen bist du“ oder „Man soll nicht mit der Liebe spielen“, für die sie vor der Kamera stand – gleichzeitig lieferte sie zu jenen Filmen auch immer wieder eigene Songs, mit denen sie weitere Hits landete. Nach „Schwere Colts in zarter Hand“, in dem sie das oscarprämierte Lied „Secret Love“ zum Besten gibt, konnte sich Day ihre Rollen selbst aussuchen – und sie tat gut daran. 1956 war sie an der Seite von James Stewarts in Alfred Hitchcocks „Der Mann, der zuviel wusste“ auf und machte den ebenfalls oscargekrönten Song „Que Sera, Sera“ schließlich zu ihrer Erkennungsmelodie.

    Bekannt war Doris Day vor allem für ihre Zusammenarbeiten mit Rock Hudson – neben „Ein Pyjama für zwei“ und „Schick mir keine Blumen“ sollte ihre Performance in „Bettgeflüster“ 1960 zu ihrer einzigen Oscar-Nominierung führen. Es folgten Filme wie „Ein Hauch von Nerz“ mit Cary Grant sowie der Hitchcock’sche Psychothriller „Mitternachtsspitzen“.

    Der Rückzug aus dem Showgeschäft

    1967 lehnte sie zudem die berüchtigte Rolle der Mrs. Robinson in Mike Nichols‘ „Die Reifeprüfung“ ab, die letzten Endes an Anne Bancroft ging. Nach dem Tod ihres Ehemannes Martin Melcher, nahm Day keine Rollen mehr an. Ihr Vermögen wurde von Melcher und dem Anlageberater Jerry Rosenthal allerdings verspekuliert – Day erhielt im Zuge eines Vergleichs immerhin zehn Millionen Dollar.

    Für „Die Doris Day Show“ kehrte sie 1968 doch noch einmal für fünf Jahre zurück vor die Kamera und versammelte Woche für Woche gut 20 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen. Mitte der 70er Jahre zog sich Day schließlich aus dem Geschäft zurück. Sie heiratete noch einmal, wurde wenige Jahre später aber erneut geschieden und setzte sich fortan für den Tierschutz ein. 1989 erhielt sie schließlich noch den prestigeträchtigen Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk.

    Wie die Agentur Associated Press unter Berufung auf die Stiftung der Hollywood-Ikone, die Doris Day Animal Foundation, berichtet, verstarb Doris Day am 13. Mai 2019 im Alter von 97 Jahren.

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    Kommentare
    • filmjunkie
      Tolle Screwball Komödien mit Doppel Dee. R.I.P. Doris
    • Deliah C. Darhk
      Wenn ihr erst Anfang der 90er Farbe hattet hat das ja wenig mit älter sein oder der Zeit vor dem Farbfernsehen zu tun.Meine Familie hatte Farbfernsehen schon seit 1968.Der S/W stand nur noch eine Weile als Zweitgerät im Zimmer meines Bruders.
    • Deliah C. Darhk
      Aus heutiger Sicht. Aber bewerte das mal im Kontext der Zeit: Eine Frau, deren Karriere den Mann überflügelt, die sich einen Pool leisten kann.Er muss für den Rest seines Lebens mit dem Wissen leben, dass seine Frau ihr Potential fallen lassen musste, damit er wieder klar kommt Ist das wirklich ein Sieg?
    • Deliah C. Darhk
      Sie wollte ja ursprünglich gar keine Schauspielerin werden.Ihre ersten Bemühungen gingen in Tanz und Gesang.Zum Film kam sie erst mit 25 (?). Da hatten andere schon einen Vorsprung.
    • Sentenza93
      Achja, James Garner. Wie hat eine meiner Großmütter mal gesagt: Immer wenn ich den sah, flog mein Rock fort. :DDie war ein Riesenfan von dem.
    • Knarfe1000
      RIP.Eine tolle und vielfältige Schauspielerin. Die Komödien mit ihr schauen wir uns gerne immer wieder mal an.
    • Jimmy Conway
      Allerdings ist Was die Frau so alles treibt doch schon sehr, sehr chauvinistisch ausgelegt. Und wenn ich das sogar behaupte. Im Endeffekt gewinnt ja James Garners Figur.
    • Jimmy Conway
      Glaube ich dir. Meine Oma hatte ja bis Ende der 80er auch einen s/w Flimmerkiste und alles was ich bei Omi schaute, war halt s/w :-)
    • Jimmy Conway
      Weiß ich doch. Ich glaube 1938 gab es doch mit dem Errol Flynn Robin Hood den ersten Realfilm in Farbe. Gefolgt 1939 von Im Winde verweht und Das zauberhafte Land. Feinstes Technicolor damals.Aber, auch wenn Doris Day ganz am Anfang in s/w mitspielte, so waren es erst die Farbfilme, die Sie berühmt machten. Sie startete für eine Frau in Hollywood auch relativ spät durch.
    • Jimmy Conway
      Mitternachtsspitzen...kann mich noch erinnern, wie ich den als kleiner Bub in den 80ern Abends gucken durfte. Da lief der auf ARD und ich habe mich echt gegruselt :-)
    • Women of MCU
      Ich bin wohl etwas älter als Du. Nicht jeder Haushalt hatte damals Farbfernseher. Meine ersten Fernseherfahrungen waren die alten s/w Röhren. Den ersten Farbfernseher konnte sich meine Familie erst Anfang der 90er Jahre leisten.Ja. Es gab auch mal ne Zeit lange vor Internet, Streaming und Farbfernsehen ;).
    • WhiteNightFalcon
      Super tolle Schauspielerin, dir ich immer wieder gern sehe und die mit ihren Filmen wirklich miese Laune beseitigen kann. Sowohl dramatisch aber natürlich auch im Humor wusste sie zu überzeugen. Ich liebe Mitternachtsspitzen und Was diese Frau so alles treibt.RIP
    • Deliah C. Darhk
      Farbfilm gab es schon vor 1947. Ich kann mich gar nicht erinnern, Doris Day mal in s/w gesehen zu haben.
    • Deliah C. Darhk
      R I. P. Doris Day:'-(
    • Deliah C. Darhk
      Für ihre Zeit war sie schon recht progressiv in ihren Rollen angelegt. Verhältnismäßig selbstbewusst, beruflich erfolgreich und immer ein Aktivposten in der Handlung.In 'Was diese Frau so alles treibt' z. B. gab sie eine für 1963 äußerst emanzipierte Erfolgsaussichten, deren Mann mit ihrer Stellung nicht so gut zurecht kam.
    • lex s
      Que Sera! Stolzes Alter🖖
    • Jimmy Conway
      97 Jahre, ein tolles Alter. Von den ganz großen wird Sie alterstechnisch nur von Kirk Douglas und Olivia DeHavilland überragt, die beide dieses Jahr noch ihren 103. feiern könn(t)en.Meine Lieblngsfilme mit Doris Day sind spontan Der Mann, der zuviel wusste und Bettgeflüster.
    • Jimmy Conway
      Oh, die drei Komödien mit Rock Hudson sind aber klasse, allen voran Bettgeflüster. Lebt ja auch vom Timing und der Chemie der beiden Hauptstars.
    • Jimmy Conway
      Weil dein Fernseher s/w war? Ansonsten kenne ich nur Farbproduktionen mit ihr und das sind nicht wenige :-)
    • KaMeo
      Der Mann, der zu viel wusste, die Frau, die zu viel sang, der Sohn, der zu viel pfiff.
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