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    Konkurrenz fürs MCU: "Batman Forever"-Autor plant neues Comic-Mega-Franchise
    Von Daniel Fabian — 16.05.2019 um 18:25
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    Gemeinsam mit „Ghost Rider“-Produzent Steven Paul arbeitet Oscar-Preisträger Akiva Goldsman („I Am Legend“) an einem neuen Superhelden-Universum – jetzt sollen auch die Atlas Comics ins Kino kommen.

    Atlas Comics

    Ob nun als groß angelegtes Universum oder als Franchise, das nach und nach auf unterschiedliche Weise erweitert wird – langlebige Filmreihen funktionieren ganz einfach, und zwar für jedermann. Ist eine Idee erst einmal etabliert, dürfen sich Fans auf regelmäßige Wiedersehen mit ihren geliebten Figuren freuen, die dem Studio wiederum ebenso regelmäßig sicheres Geld bringt. Das beste Beispiel hierfür ist wohl Disney, das mit dem Marvel Cinematic Universe etwas so noch nie Dagewesenes erschuf und in Kürze womöglich auch den erfolgreichsten Film aller Zeiten vorzuweisen hat („Avengers 4: Endgame“).

    Nachdem sich zuletzt auch das DC Extended Universe von Warner Bros. wieder gefangen hat, steht nun das nächste Comic-Film-Universum ins Haus: Wie Produzent Steven Paul („Ghost Rider“) nun bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes bekanntgab, wird dieser gemeinsam mit Akiva Goldsman und Paramount eine Reihe von Superheldenfilmen basierend auf den Atlas Comics entwickeln.

    Konkurrenz für Marvel und DC

    Ja, mit im Boot ist auch Erfolgsproduzent Akiva Goldsman, der dank „A Beautiful Mind“ immerhin einen Oscar zuhause stehen hat und zuletzt auch erfolgreiche Serien wie „Titans“ oder „Star Trek: Discovery“ initiierte. Goldsman ist zudem als Drehbuchautor bekannt, schrieb beispielsweise den Endzeit-Thriller „I Am Legend“ mit Will Smith oder die Adaption von Dan Browns Bestseller „The Da Vinci Code“.

    Ob ihm seine Erfahrung mit Comic-Verfilmungen behilflich sein wird, den Atlas Comics auf der Leinwand die große Bühne zu geben, bleibt wohl abzuwarten. Als Autor von „Batman Forever“ und „Batman & Robin“ sowie Produzent von „Constantine“ und „Jonah Hex“ hat Goldsman zwar einige Genre-Referenzen vorzuweisen, die allerdings nur bedingt vielversprechend klingen.

    Wann startet das neue Comic-Film-Universum?

    Der erste Film der Saga soll im zweiten Quartal 2020 in Produktion gehen, der Kinostart soll 2021 folgen. Steven Pauls Produktionsfirma, die unter anderem auch hinter der Realverfilmung des Kult-Animes „Ghost In The Shell“ steckte, habe es sich gemeinsam mit Goldsmans Weed Road Pictures zur Aufgabe gemacht, in weiterer Folge einen Film pro Jahr ins Kino zu bringen.

    Das ist eine durchaus gängige Vorgehensweise, wie sie auch schon bei „Der Herr der Ringe“ oder „Star Wars“ angewandt wurde. Kommt die Reihe dann erst einmal ins Laufen, kann man schließlich immer noch nachlegen – wie etwa beim Marvel Cinematic Universe, das 2019 gleich um drei Filme erweitert wurde („Captain Marvel“, „Avengers: Endgame“ und „Spider-Man: Far From Home“).

    Starpower garantiert

    Während noch völlig unklar ist, welche Figuren und Geschichten aus den Atlas Comics letztlich verfilmt und miteinander verschmolzen werden, ist davon auszugehen, dass auch hier genügend Geld in die Hand genommen wird, um einem möglichst breitem Publikum spektakuläre Unterhaltung zu bieten. Ein erster großer Name fiel bereits in Zusammenhang mit dem Atlas-Universum: Jon Voight („Mission: Impossible“) sprach auf der erwähnten Pressekonferenz bereits davon, wie wichtig Comics für ihn in seiner Kindheit waren. Die Chancen, dass wir den Oscar-Preisträger in einem Film der Reihe zu sehen bekommen, stehen wohl gut.

    „Steven [Paul] wird mich sicher ein wenig rumstöbern lassen… und vielleicht darf ich ja sogar einen Bösewicht spielen“, so Voight, der damit so etwas wie einen ersten kleinen Teaser zur bevorstehende Filmreihe mit der Öffentlichkeit teilt.

    Die Vielfalt der Atlas Comics

    Die Atlas Comics machten bereits Anfang der 50er Jahre die Runde und wurden im Laufe der Zeit schließlich Teil von Marvel. Wer jene Heftchen allerdings gar nicht kennt, darf sich nun im Kino auf eine absolut absurde Vielfalt an Figuren freuen. Genre-übergreifend finden sich hier nämlich Geschichten über Soldaten und Cowboys, Polizisten oder Vampire, die mal Fantasy und mal klassischen Horror bieten.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Für 25 Millionen (!) hätte Sony damals alles haben können. :DAbgelehnt mit der Aussage: Die Leute juckt nur Spider-Man. Der Rest ist überflüssig.Da wurde sich in den letzten Jahren vermutlich oft in den A*sch für gebissen. :D
    • Sentenza93
      Hatte eigentlich gedacht, dass sie mittlerweile außer Hulk, Spidey und Namor alles wiederbekommen hätten.Man lernt ja nie aus.
    • City Hunter
      Yeah, ich freue mich schon riesig auf Abenteuer mit..., mit...?
    • Heavy-User
      Klar, alle sehen, wie viel Geld man mit Comicverfilmungen (keine Comicverfehlungen!) machen kann und wollen daher auch etwas vom Kuchen.Nur wie bereits auch schon angesprochen hier, wird es schwer Fuß zu fassen: Marvel ist fest etabliert, DC versucht es immer wieder, Sony mischt mit und will auch mehr.Also aus meiner Sicht könnten die Erfolg haben mit Comics bzw. Figuren, bei denen die anderen bei einer Verfilmung dankend ablehnen würde, weil diese vielleicht zu absurd sind. Dann würde die Diversität in den Kinos steigen. Die Qualität bleibt natürlich abzuwarten.......
    • Heavy-User
      Genau und Sony hatte damals die Möglichkeit alle zu kaufen, hat aber nur Spiderman, aufgrund seiner Bekanntheit, genommen......
    • WhiteNightFalcon
      Das das bei Marvel so kurios ist, mit den Filmrechten, dürfte daran liegen, dass die Mitte der 90er auf die Insolvenz zuschlenderten und da wohl verstärkt verkauften, um schnell Kohle zu machen. Aber auch Jahre früher sprechen gewisse Filme Bände, das Marvel nicht unbedingt auf Qualität achtete.
    • WhiteNightFalcon
      Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Aber in dem Genre obsiegt nicht immer die Qualität, wie wir zb an Venom und Black Panther gesehen haben.
    • Belgarion
      .....such die drecklischen Drogen Bodo! :)
    • Sentenza93
      Gehören also Marvel, aber Paramount hat (noch) die Filmrechte?Genre-übergreifend finden sich hier nämlich Geschichten über Soldaten und Cowboys, Polizisten oder Vampire, die mal Fantasy und mal klassischen Horror bieten.Also das klingt auf jeden Fall nach einem tollen Mix. Aber die sollen wirklich erst mal langsam machen.
    • greekfreak
      *puts on Hausmeister Krause Stimme*Dat wird ein neuesch,nie dagewesenesch Filmuniversum. Sischer sischer.....
    • Captain Schleckerhöschen
      Atlas Comics? Wat is dat denn? Rise of an Eintagsfliege?... Je mehr Comic Universen Kinotechnisch angekündigt werden desto mehr verwässert das Genre langsam. Jetzt ist sowieso erst mal eine Verschnaufpause nötig.
    • André McFly
      Das MCU ist der Platzhirsch, da müssen andere erst gegen anstinken.Sehe ich nicht so eng. Klar ist Marvel ein Name (inzwischen) und andere müssen sich den Erfolg erkämpfen - aber wenns inhaltlich und qualitativ stimmt, dann funktioniert das auch. Siehe beispielsweise die Kingsmen Filme. Nur sind auch heutzutage leider die meisten Comicfilme, die nicht von Marvel (oder teilweise DC) sind, eben meistens auch einfach nicht gut genug um erfolgreich genug zu sein. Also liegts nicht nur am Namen, sondern vor allem an der abgelieferten Qualität.
    • WhiteNightFalcon
      Nicht schon wieder von Universum schwafeln, sondern abwarten, Wie beurteilte Filmstarts doch gleich das Boxofficeergebnis eines Animationsfilms in etwa: Die Platzhirsche Pixar, Disney und Blue Sky machen es anderen Genrefilmen schwer Fuß zu fassen.Gleiches gilt für Comicverfilmungen. Das MCU ist der Platzhirsch, da müssen andere erst gegen anstinken.
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