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    "Game Of Thrones" Folge 6, Staffel 8: Was bedeutet das Ende der letzten Episode?
    Von Annemarie Havran — 20.05.2019 um 17:45
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    Das Finale von „Game Of Thrones“ wurde ausgestrahlt und beantwortete unter anderem die Frage, wer nun auf dem Thron sitzt. Doch es wurden auch neue Fragen aufgeworfen, zum Beispiel, wohin ein bestimmter Held ganz am Ende reitet…

    HBO

    Achtung, es folgen Spoiler zum Ende von „Game Of Thrones“!

    In der allerletzten Episode von „Game Of Thrones“ haben wir gesehen, wie Jon Snow (Kit Harington) seiner Königin Daenerys (Emilia Clarke) einen Dolch ins Herz bohrt. Diese Entscheidung dürfte ihm unglaublich schwer gefallen sein und während er sie zum Wohle des gesamten Landes traf, stürzte er sich damit in mehrfaches Unglück. Am schwersten dürfte für Jon natürlich wiegen, dass er die Frau, die er geliebt und an die er einst mit ganzem Herzen geglaubt hatte, töten musste.

    Doch auch die Konsequenzen für den weiteren Verlauf seines Lebens sind beträchtlich. Jon wird von den Unsullied zwar nicht hingerichtet, sondern nur gefangengenommen, darf aber nicht mit allen anderen dem Rat im Dragonpit (Drachengrube) beiwohnen, bei dem über das Schicksal des Landes und auch sein eigenes entschieden wird. Als König will Jon, der doch eigentlich als Targaryen Anrecht auf den Thron hat, nun keiner mehr haben – gut für Jon, denn König wollte er sowieso nie sein. Die Unsullied wollen Jon am liebsten tot sehen, die Stark-Schwestern fordern seine Freilassung. Also muss der neue König Bran (Isaac Hempstead-Wright) einen Mittelweg finden, wie denn nun mit dem Königinnenmörder zu verfahren sei: Er schickt ihn zur Nachtwache.

    Jon Snow muss zurück zur Nachtwache…

    Und so schließt sich für Jon Snow der Kreis. Wie auch in Staffel eins tritt er am Ende von Staffel acht den Weg zur Nachtwache an. Per se wurde ihm dadurch nicht wirklich die Freiheit geschenkt, sondern er wurde zu einer Aufgabe verdonnert, die viele Einschränkungen mit sich bringt: lebenslanger Dienst an der kalten Mauer fern von seiner Sippe, ohne jemals eine eigene Familie gründen zu dürfen.

    Jon trifft in Castle Black (Schwarze Festung) dann auf seinen Freund Tormund (Kristofer Hivju) und zur großen Freude vieler Zuschauer auch auf den Schattenwolf Ghost. Ganz am Ende der Folge reitet er dann gemeinsam mit ihnen und einer Truppe Wildlingen durch das Tor in der Mauer und das Tor schließt sich hinter ihnen.

    …und beginnt dann ein freies Leben hinter der Mauer?

    Abgesehen davon, dass diese letzte Szene an die allererste Szene der Serie erinnert, als sich auch schon das Tor in der Mauer öffnete: Was will Jon hinter der Mauer? Eskortiert er die Wildlinge zu einem Ort, an dem sie sich ein neues Heim aufbauen können, um nimmt danach wieder seinen Dienst in Castle Black auf?

    Es sieht tatsächlich so aus, als würde er die Wildlinge begleiten, aber die Aufbruchsstimmung, die in der Szene ausgestrahlt wird, legt nahe, dass Jon nicht vorhat, zurückzukehren: Er wirft einen (letzten) Blick zurück, als sich das Tor hinter ihnen schließt, dann wirft er einen Blick in die Runde der Menschen, die ihn umgibt, der schon so wirkt, als wäre dies seine neue Familie. Und dann nimmt das „Game Of Thrones“-Thema, mit dem die Szene untermalt ist, einen beschwingteren Ton an und Jon blickt nach vorn und reitet weiter, während um ihn herum der schmelzende Schnee zu sehen ist.

    Jon hat zuvor schon bei den Wildlingen gelebt und dort auch seine erste große Liebe Ygritte (Rose Leslie) getroffen. Für den Mann, der nie König sein wollte und der sich immer sehr stark mit dem Norden verbunden fühlte, wäre es ein passendes Ende, wenn er nun beim Freien Volk hinter der Mauer lebt, fern von den politischen Machtspielen, die er viel zu lange mitzuspielen gezwungen war.

    Hat Bran das geplant?

    Doch kann Jon wirklich frei sein, wenn er eigentlich zur Nachtwache geschickt wurde und Mitglieder der Nachtwache an einen Schwur gebunden sind? Begeht er mit der Entscheidung, seinen Posten zu verlassen und in den Norden zu ziehen, nicht Verrat an König Bran?

    Hier hat der sehende Bran vielleicht ganz bewusst die richtige Karte ausgespielt, um die Unsullied zu beschwichtigen, indem er Jon scheinbar zu einem eidgebundenen und familienlosen Leben verurteilte, ihm aber in Wahrheit die Freiheit schenkte. Wie das? Nun, Jon Snow hat seinen Eid gegenüber der Nachtwache bereits erfüllt – er hat ihr bis zu seinem Tode gedient. Bis zu seinem ersten Tod. Man kann also nun argumentieren, dass er seine Pflicht erfüllt hat und sich nach seiner Wiederauferstehung nicht noch einmal neu bis zu seinem zweiten Tod verpflichten muss.

    Und selbst wenn: Wen sollte es noch groß kümmern, was Jon im Norden treibt? Womöglich hat Bran Jon auch einfach in dem Bewusstsein an die Mauer geschickt, dass Jon dort nicht etwa der Nachtwache treu bleiben, sondern sich eben mit seinen Freunden weiter in den Norden begeben würde. Dass Jon im schwarzen Habit der Nachtwache mitreitet, zeigt, dass er vielleicht sogar als Bruder der Nachtwache mitgeht. Trotzdem muss er dann nicht unbedingt enthaltsam leben, diesen Schwur hat er schließlich schon bei seinem ersten Dienst gebrochen...

    Zu diesem Artikel gehört im Titelbild und folgenden Hinweis eine Anzeige für Sky Ticket. Der Artikel selbst ist nicht Teil der Anzeige und wurde inhaltlich und thematisch unabhängig von Sky Ticket konzipiert und veröffentlicht.

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    Kommentare
    • Luisa Guillen Muñoz
      ich bin ganz Deiner Meinung ! ! !Einige hier scheinen zu vergessen, daß es eine fiktive Geschichte ist...Ein Märchen...Eine Geschichte die der Unterhaltung dient, so wie einst die alte Nan den kleinen Bran mit ihren (Horror)Geschichten unterhielt.Man muß doch nicht immer alles zerreden und rum diskutieren.Ich war von dem Ende auch etwas überrascht, aber ich habe es hingenommen weil es nicht MEINE Geschichte ist sondern die eines Anderen. Und ich akzeptiere das.
    • Cirby
      Er hat per Gedanken alle Lords ferngesteuert!
    • Rockatansky
      Ich frage mich über wen die Nachtwache jetzt überhaupt noch wacht? Die Wildlinge dürfen sich eigentlich frei bewegen und die weißen Wanderer sind nicht mehr. Die Schwarze Festung ist nun endgültig nichts anderes mehr als ein besserer Knast.
    • Rockatansky
      2 Staffeln lang auf Seinem Ar... gesessen und Leere gestarrt.
    • Silvio B.
      Jetzt geht das Mimimi los...Ich finde das Ende richtig gut und passend. Alles andere hätte kaum Sinn ergeben.Es war eine großartige und unterhaltsame Serie, die viele Menschen vereint hat. Das muss man erstmal schaffen.
    • Silvio B.
      Was hat er denn speziell gemacht um König zu werden?
    • Doomsman
      Ich fand es richtig billig, wie Deanerys gestorben ist. Einfach beim küssen in den Bauch gestochen von einem Typen, welcher noch nie Liebe über Pflicht gestellt hat. Wo ist da die Symbolik in ihrem Tod... Ich dachte, Tyrion wirde nur so schlechte Entscheidungen treffen, weil er so sehr in Daenerys verliebt ist, aber nein. in der letzten Folge sagt er Daenerys ins Gesicht F*ck dich! und bittet Jon darum sie zu töten. Mach es doch selbst! Sie lies ihn so nah an sich ran und er hätte eine stärkere Symbolik geschaffen, da er für sie alles geopfert hat.Was ich an ihrem Tod mochte, war Drogons Reaktion. Zu sehen, wie er sie stupst, weil er glaubt, das sie schläft und realisiert, das sie wirklich Tod ist, war herzzerbrechend. Mit Tyrion, welcher Jaimes und Cerseis Leichen findet, die einzigen Szenen, welche mich emozional berührt haben. Den Rest fand ich schwach und nach Brans Krönung schwer noch ernst zu nehmen.
    • Daniel R.
      Der eigentliche Gewinner ist doch Bran. Er sah das Ende vor sehr langer Zeit und hat alle Fäden so geschickt gezogen, dass er am Ende auf dem Thron sitzt.
    • HerrDerKnochen
      Das Ende bedeutet, dass die Seriennews bei Filmstarts wahrscheinlich nur noch zwei Mal in der Woche aktualisiert werden.
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