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    Brans Schicksal in "Game Of Thrones" Folge 6, Staffel 8: "Ich dachte, es wäre ein Scherz"
    Von Julius Vietzen — 21.05.2019 um 18:35
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    Die letzte Folge der achten Staffel „Game Of Thrones“ ist vorbei und das Spiel um den Thron hat einen unerwarteten Sieger: Bran der Gebrochene ist König von Westeros. Auch Bran-Darsteller Isaac Hempstead Wright war davon zunächst sehr überrascht…

    HBO

    Das „Game Of Thrones“, das Spiel der Throne, ist vorbei und als Sieger hat sich eine Figur herausgestellt, die vorher wohl kaum jemand auf dem Zettel gehabt haben dürfte: Bran Stark (Isaac Hempstead Wright) ist der neue König, herrscht nun allerdings nur noch über sechs Königreiche, da der Norden unabhängig geworden ist. Und es macht den Eindruck, als wolle er sich weitgehend aus den Regierungsgeschäften raushalten. Aus der Erbmonarchie von Westeros ist somit eine Aristokratie mit einer Art Parlament (dem Kleinen Rat) geworden und womöglich wird die kurz zuvor noch verlachte Demokratie ja irgendwann doch noch eingeführt – der Grundstein dafür wurde schon mal gelegt.

    Bran ist eine Wahl, mit der sicherlich nicht alle Fans einverstanden sein werden, wie auch Hempstead-Wright im Gespräch mit Entertainment Weekly direkt zugibt: „Nicht alle werden glücklich sein. Es ist so schwer, eine so populäre Serie zu Ende zu bringen, ohne ein paar Leute wütend zu machen.Allerdings habe das Finale eben auch einen Vorteil: „Ich glaube nicht, dass irgendjemand dieses Ende für vorhersehbar halten wird, und das ist alles, worauf man hoffen kann.“ Auch wenn es wütende Fans und gebrochene Herzen geben werde, sei es das „bittersüße“ Ende, das George R.R. Martin vorgeschwebt habe und ein passender Abschluss für die Saga, fügte er noch hinzu.

    Auch Isaac Hempstead Wright konnte es nicht glauben

    Die ungläubige Reaktion vieler Fans teilte übrigens auch Hempstead-Wright als er vom Schicksal seiner Figur erfuhr.Als ich bei der Drachengruben-Szene angelangt bin und Bran auf einmal als König vorgeschlagen wird, musste ich aufstehen und im Raum herumlaufen“, so Hempstead Wright. „Ich dachte echt, dass das ein Scherz-Skript wäre und dass David Benioff und D.B. Weiss allen Darstellern ein Drehbuch geschickt haben, in dem ihre eigene Figur am Ende auf dem Thron sitzt.

    Insgesamt sei er mit dem Ende für seine Figur jedoch zufrieden, betonte Hempstead-Wright noch. „Ich hätte mir allerdings schon gewünscht, dass ich sterbe und eine tolle Todesszene bekomme, bei der ein Kopf explodiert oder so.“ Und er sei auch davon überzeugt, dass Bran ein guter König sein werde: „Womöglich wird ein emotionaler Anführer fehlen, was bei einem König oder eine Königin eine nützliche Eigenschaft sein kann. Aber auf der anderen Seite: Man kann nichts gegen Brans Entscheidungen sagen. Er sagt einfach: ‚Nein, ich weiß alles.‘

    Warum eigentlich Bran der Gebrochene?

    Ob Bran der Gebrochene (Bran the Broken) wirklich ein guter König wird, werden wir leider nie erfahren. Der Beiname, den Tyrion ihm im „Game Of Thrones“-Finale verpasst, spielt zum einen natürlich auf seine Querschnittslähmung an. Doch er soll vermutlich eben auch an Bran den Erbauer erinnern und ist gleichzeitig ein interessanter Gegensatz zu dieser legendären Figur aus dem Zeitalter der Helden, das 8.000 Jahre vor der Haupthandlung von „Game Of Thrones“ liegt.

    Bran der Erbauer ist der Gründer von Haus Stark und soll der Legende nach gleich mehrere bedeutende Bauwerke errichtet haben, darunter Storm’s End (Sturmkap), Winterfell und wohl am wichtigsten die Mauer, die bis zum Finale der siebten Staffel dazu diente, die Sieben Königslande vor den Weißen Wanderern und auch den Wildlingen zu schützen.

    Als Dreiäugiger Rabe und erster Stark-König im Süden könnte Bran der Gebrochene in ferner Zukunft eine ebenso legendäre Figur wie sein Vorfahr und Namensvetter werden, doch gleichzeitig schwingt in seinem Namen eben auch die anfangs bereits erwähnte Zerstörung des bisherigen politischen Systems mit. Mit Bran dem Gebrochenen als erstem gewählten König wurde mit der Erbmonarchie gebrochen und somit in gewisser Weise auch das in „Game Of Thrones“ immer wieder erwähnte Rad ZERbrochen, das die Armen unterdrückt und die Reichen an der Macht hält.

    Nach dem "Game Of Thrones"-Finale: So geht es jetzt weiter

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    Kommentare
    • kasnik
      Es geht nicht um berechtigte oder ungerechtfertigte Kritik, dass es Dinge zu kritisieren gibt, ist unzweifelhaft. Es geht um deinen und deranderen Dauersingsang, eure Endlosschleifen bezüglich der Kritik, welche sich zum Selbstzweck der Kritik willen offenbart. Oder einfach ausgedrückt. JEDER weiß mittlerweile um deine und andere Meinungen. Es ist mühselig, nervend und langweilig immer und immer wieder das Selbe zu lesen. Gibt es sonst nichts neues auf der Welt? Kann man denn keinen Artikel konsumieren ohne immer und immer und immer wieder diese Tiraden um die Ohren geschmissen zu bekommen. Geht doch einfach eure Petition unterschreiben, klappert die Internetcafes ab um immer wieder neue IPs für die Petition zu generieren und so eure Hoffnung nach einem Neudreh am Leben zu erhalten aber bitte verschont uns mit diesem Mimimimi.
    • Shiro
      Stimmt ja - gut ausgeführte Kritik, in denen die zu kritisierende Punkte faktisch nüchtern aufgeführt werden, sind Verbalentgleisungen.Es ist Zeitverschwendung sich mit dir und deinesgleichen abzugeben, denn Gegenargumente kommen von euch D&D-Fanboys nie - und verstanden, um was es bei der geäußerten Kritik geht, habt ihr auch nicht, denn dazu fehlt es euch vor allem an Verstand.Allerdings ist das auch Voraussetzung, dass man diese Staffel 8 genießen kann - Gehirn aus (wenn vorhanden).
    • kasnik
      Und die nächste Verbalentgleisung. Hier mal vielen Dank an dich und andere, die meinen, unter wirklich jeden Artikel mit Schaum vor dem Mund herumzupoltern.
    • SchmitzKATZ
      Anstatt zu sagen: Dany ist mit Drogon weggeflogen, bis zu ihrer Rückkehr leite ich die Geschäfte?!Wow, schade, dass du nicht das Drehbuch geschrieben hast, das wär ja wirklich mega geil gewesen!
    • Shiro
      Er hielt es - und wir halten es.Nicht dass es in den Büchern anders kommen könnte/muss - es wurde in der Staffel 8 nur nicht aufgebaut. Im Grunde wurde gar nichts aufgebaut, es wurde nur fast alles eingerissen, was in 7 Staffeln zuvor an Chatakterentwicklung aufgebaut worden ist.Und essentielle Dinge wurden hier binnen einer Folge ignoriert und negiert.Über einige Staffeln wurden klar gemacht, dass kaum ein Haus aus Westeros sich irgendwelchen Wilden aus Essos (?!) beugen will... jetzt fordern die Unbefleckten eine Strafe für Jon Schnee (aka Aegon Targaryen, anerkannter und Verdienter Kämpfer Westeros, dazu legitimer Erbe des Thrones)... und alle Häuser beugen sich.Die Dothraki übrigens wurden seit jeher als Volk beschrieben, die sich dem beugen/folgen, der ihren aktuellen Khal besiegt... Jon Schnee ist also aktuell der anerkannte Herrscher über die Dothraki, dem sie folgen müssten... also welche Gefahr gehen nochmal von den Unbefleckten aus? Also abgesehen davon, dass es immer mehr werden (ja nach dummen Drehbuchanforderungen) und inzwischen gefühlt mehr Unbefleckte in Königsmund marschieren und strammstehen, als Dany damals befreit hat.Woher weiß eigentlich jeder dass Jon Schnee Dany getötet hat?! Es gab keinen Zeugen, dazu hat Drogon Dany mitgenommen. Also hat Jon sich sofort selbst angezeigt? Anstatt zu sagen: Dany ist mit Drogon weggeflogen, bis zu ihrer Rückkehr leite ich die Geschäfte?!Sansa Stark... ihr Bruder soll erster gewählter König werden... aber sie kann ihn nicht wählen, weil der Norden unabhängig bleibe soll?! Trotz einem Stark an inzwischen höchster Stelle des Reiches?! Es gibt aktuell keine mächtigere Familie als die Starks, alle anderen Häuser sind ausgelöscht - oder treu ergeben.Und der arme Edmund Tully - bisher war er nur ungeschickt bzw. übermotiviert und hat deshalb viele Fehler gemacht... aber hier wird er für einen billigen Witz - damit ihn Sansa tadeln kann - zum absoluten Volltrottel degradiert.Einfach nur wahnsinnig schlecht geschrieben, die Staffel 8.
    • Luthien's Ent
      Böse stand da.
    • Shiro
      Ja, ja - und Jaime hat das schon in Folge 1 der ersten Staffel geahnt und wollte seinem Ruf als Königsmörder gerecht werden.Schon klar.
    • Shiro
      Viel wichtiger: keine weiß, dass er der 3-äugige Rabe ist.Niemand.Es wurde in der Serie zu keinem je gesagt (außer das Mädel, das ihn begleitet hat).Ich bin jetzt etwas komplett anderes.Keine Erklärung dazu, keiner der großen Herren/Lords/Krieger fragt nach: was?!Jeder schluckt es - und ignoriert es.Es ist einfach nur peinlich und dumm.
    • Björn W
      Bran hat die beste Geschichte auf Lager?Wenn ich da an Jon denke der gestorben ist, wieder auferstanden ist, Drachen geflogen, Untote bekämpft hat, unter Wildlingen lebte..... UswBran ist nur aus einem Grund König, weil es unerwartet ist. Da gibt es nichts dran schön zu reden!Und Hodor, diese arme Socke, hat er für sich und seinen Thron Anspruch benutzt. Von Anfang an war das sein Antrieb, wie er es selbst sagte. Das ist ein rein bitteres Ende!Übrigens hatte Bran es doch abgelehnt, Herr von Winterfell zu sein, weil er nun der dreiäugige Raabe ist.....Eigentlich endet für mich die Serie mit der Schlacht der Bastarde. DAS ist ein Ende was emotional stimmig ist. Und auch schlüssig
    • Luthien's Ent
      Wo hst Du ihn als weise erlebt?
    • Sentenza93
      Ich dachte, es wäre ein ScherzKumpel, da warst Du nicht die einzige Person. :D
    • Jimmy Conway
      Siehe meine Antwort über dir. Du verstehst es falsch. Natürlich hat er keine Machtgelüste. Das habe ich auch bei sein er Ernennung nicht mal ansatzweise gespürt und das lässt er auch nicht durchblicken, im Gegenteil. Er ist weise und klug genug.
    • Jimmy Conway
      Wenn er wollte, dann aber nicht aus Machtwille und Gier. Das verstehst du falsch. Schon alleine die Abschaffung des Erbrechts ist ein Schritt in eine Demokratie. Der König wird gewählt, es gibt einen Rat, der jetzt, man sah es in der Szene zum Schluss deutlich, wesentlich mehr Entscheidungen treffen darf als unter den früheren Königen.
    • Jimmy Conway
      Bran hat kein Interesse an Macht. Er will ein Gleichgewicht. Für die politischen Geschicke hat er nicht umsonst wieder Tyrion gewählt, der unter anderem auch ein guter Mensch ist und vieles erlebt hat.Die Wahl Brans ist logisch,auch wenn ich immer für Jon war..und natürlich ist Arya die Beste :-D
    • Jimmy Conway
      Habe mir gestern die Kommentare erspart. Das traurige ist ja, dass unsere Millionen Petitonbefürworter gar nicht mal auf die Idee kommen, dass es eventuell genau so viele Wünsche für ein Finale gibt und dass der Wunsch von Petitonsheini Nr. 1 so gar nicht den Wunsch von Petitionsheini Nr. 1567 entspricht.Ansonsten verging die Staffel zu schnell. 10 Staffel hätte es keineswegs gebraucht. Mit Sicherheit keine GANZE Staffel wo es nur um den Kampf gegen den Nachtkönig geht (wtf?). 10 überlange Folgen hätten durchaus gereicht.Ansonsten ist das Ende logisch und durchdacht. Jeder hat das bekommen, was er verdient...nur Jon nicht, die arme Sau...oder doch? Der wollte eh nicht König werden.Und Bran? Gab doch nicht wenige, die ihn auf den Thron vermutet haben. Ist jetzt nicht dir größte Überraschung. Außerdem wirkt er weise genug und hat ein gutes Herz, weil er nicht nach Macht strebt. Kapieren natürlich wiedermal nicht alle.Den größten Sieg hat übrigens Sansa davongetragen ohne Jon verraten zu haben.
    • Doomsman
      Darum musste ich lachen, als Tyrion ihn vorgeschlagen hat und alle damit einverstanden waren.By the Way: Warum kauft ihm wirklich jeder den Three-eyed-raven Scheiß ab? Nur weil es eine Armee von Zombies gab, kauf ich doch nicht jeden Fantasiekram ab, den mir jemand erzählt.
    • Luthien's Ent
      Ganz genau. Das haben wir immer wieder gesagt. Es geht nicht darum, welche Entscheidungen am Ende getroffen werden, sondern wie diese vorbereitet und eingeführt, angedeutet, entwickelt werden. Amen. Da haben die Macher es verbockt, denn HBO hätte ihnen auch mehr Staffeln gezahlt.
    • greekfreak
      Ich hab´s schonmal hier geschrieben,die finale Staffel von GoT2 wird in Kursen für Drebuchautoren drangenommen werden,als Negativbeispiel.Ich meine das ganz unironisch.Hier wurde alles falsch gemacht,im Bereich Storytelling,Charakterentwicklung,Pacing etc. das ist ein einziges Trauerspiel.Du hast J.Jahns angesprochen,der meinte auch:man hätte 10 Staffeln machen sollen wie es HBO wollte, die 8te Staffel sich auf den Krieg mit dem NK konzentrieren ,wo wir auch sehen wie Dany langsam immer brutaler wird.Staffel 9 die erste Hälfte der Krieg gegen Cercei,die 2te Dany übernimmt die Macht und wir haben Konflikte mit dem Norden/Sansa,sie wird immer tyrannischer.Staffel 10: Jon und Tyrion proben den Aufstand,Dany stirbt,die letzten 3-4 Folgen sehen wir wie versucht wird eine neue Ordnung zu schaffen.DAS wäre perfekt gewesen,vorausgesetzt man hätte gute Autoren dazugeholt.
    • Luthien's Ent
      Es gäbe tatsächlich unendlich viel zu kommentieren. Nicht nur Bran. Leider.Schade. Schade.
    • Luthien's Ent
      Was nicht gezeigt wird, muss spekuliert werden. Und somit wurde hier ein Open end erschaffen. Ein solches passt zu GRRM, der nie ein wirkliches Ende seiner Geschichten zu finden scheint. Aber es ist deswegen trotzdem noch kein überzeugendes Finale. Ob es in den Büchern plausibler werden wird? Hoffe es. Lässt D&D und die Serie dann aber nicht gut aussehen.
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