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    Noch mehr Tarantino? Darum soll "Once Upon A Time In... Hollywood" noch länger werden!
    Von Benjamin Hecht — 24.05.2019 um 10:50
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    Quentin Tarantinos „Once Upon A Time In… Hollywood“ wurde in Cannes minutenlang bejubelt. Dennoch grübelt der Regisseur weiter und überlegt, den 159 Minuten langen Film vor Kinostart sogar noch um einige Szenen zu erweitern.

    2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

    Eigentlich könnte Quentin Tarantino zufrieden sein. Immerhin konnte sein neunter Film einen Großteil des Publikums bei der Weltpremiere in Cannes begeistern. RottenTomatoes gibt an, dass 94% der bereits veröffentlichten Kritiken positiv ausfallen. Ein Wert, den auch wir nur zu gut nachvollziehen können, denn auch in der FILMSTARTS-Kritik kommt „Once Upon A Time In… Hollywood“ auf die Bestwertung, also 5 von 5 Sterne. Trotz all dem guten Feedback überlegt Tarantino jetzt, seinen ohnehin schon überdurchschnittlich langen Film nochmal zu verlängern, wie IndieWire berichtet.

    Es gäbe noch viel mehr Material

    Die Fassung des Films, die in Cannes gezeigt wurde, hat bereits eine beachtliche Länge. Aktuell dauert „Once Upon A Time In… Hollywood“ zwei Stunden und 39 Minuten. Die allererste Rohschnittvariante war sogar vier Stunden und 20 Minuten lang. „Das ist nicht ungewöhnlich für einen Film dieser Größenordnung“, erklärte der Regisseur vor der Fachpresse in Cannes.

    Es ist ein normaler Prozess in der Post-Produktion, dass einige Szenen der Schere zum Opfer fallen. Tarantino ging aber wohl resoluter als sonst mit seinem Material um. So erklärte er seinem Filmeditor Fred Raskin: „2:45 klingt nach einem alten Quentin-Film. Lass uns versuchen, an diesem Quentin-Cut vorbeizukommen und eine wirklich freundliche Schnittfassung schaffen, die jedes Publikum genießen kann.“ Besonders weit unter diese Grenze haben es Tarantino und sein Cutter allerdings nicht geschafft. Mit zwei Stunden und 39 Minuten ist der Film für Gelegenheitskinobesucher immer noch lang (auch wenn uns „Avengers: Endgame“ zuletzt gezeigt hat, dass selbst ein drei-Stunden-Epos exorbitant unterhaltsam und erfolgreich sein kann).

    Diese Stars wurden einfach gestrichen

    Nun überlegt Tarantino aber tatsächlich, „Once Upon A Time In… Hollywood“ doch wieder etwas länger zu machen. Womöglich könnte die positive Presse dazu geführt haben, dass Tarantino noch mehr Potential für weitere Szenen sieht. Seine letzten beiden Filme „Django Unchained“ und „The Hateful 8“ wurden teils hart dafür kritisiert, dass sie zu lang waren. Sollte diese Kritik diesmal ausbleiben, könnte er sich darin bestätigt fühlen, sein neuestes Werk noch ein wenig zu strecken.

    Das Potential dafür wäre sicherlich da, denn offenbar wurden einige von hochkarätigen Darstellern verkörperte Figuren komplett aus der aktuellen Version des Films gestrichen. Laut Slashfilm ist etwa von Tarantino-Stamm-Schauspieler Tim Roth („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „The Hateful Eight“) im fertigen Film nicht zu sehen, obwohl er bei den Dreharbeiten beteiligt war. Auch James Marsden („X-Men“, „Westworld“) hat es nicht in die aktuelle Schnittfassung geschafft. Das gilt ebenso für Danny Strong („Mad Men“, „Gilmore Girls“) und James Remar („Die Warriors“, „Sex and the City“).

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Once Upon A Time In... Hollywood"

    „Once Upon A Time In… Hollywood” erscheint am 15. August 2019 in den deutschen Kinos. Dann werden wir sehen, wie lange der Film letztlich laufen wird und ob es einige der gestrichenen Figuren vielleicht doch noch in die finale Kinofassung geschafft haben.

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    Kommentare
    • Deliah C. Darhk
      :D
    • Sentenza93
      Dann sollte man etwas nicht bewerten, wenn man es nicht gesehen und/oder sprachlich nicht verstanden hat. :DBei Ersterem wäre es nämlich der Anfang von Review Bombing. ;P Ich liebe solche Ironie. :D
    • Deliah C. Darhk
      Gab vielleicht keine deutschen Untertitel ... ;D
    • Sentenza93
      Das hat mich vor ein, zwei Tagen auch schon bei dem Artikel gestört, ob Russell's Rolle in dem Film hier hier mit Stuntman Mike aus Death Proof verwandt ist. Der Artikel erschien nach (!) der Kritik, und laut Formulierungen im Artikel waren das eben in diesem nur Vermutungen. Auch da, müsste Filmstarts das nicht wissen, wenn sie den Film gesehen haben?
    • Tyrantino
      Naja h8 hatte einfach ziemlich ziehenden landschaftsaufnahmen. Genau wie br. Dagegen sind zum Beispiel endgame oder Wolf of Wallstreet super Beispiele wie kurzweilig 3 Stunden sein können. Länge muss nicht Langeweile bedeuten je nachdem wie sie eingesetzt wird.
    • Tyrantino
      Erwischt😂
    • Tyrantino
      Also jetzt mal ganz im Ernst. Welcher gelegenheitskinogänger ist denn schon in Tarantino Zielgruppe? Und wenn jemand nur wegen ihm ins Kino geht dürfte dieser auch nicht von der Laufzeit abgeschreckt sein. Ich verstehe dieses bohei darum nicht.
    • Sentenza93
      Laut Slashfilm ist etwa von Tarantino-Stamm-Schauspieler Tim Roth („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „The Hateful Eight“) im fertigen Film nicht zu sehen...Dachte IHR habt den Film schon gesehen? :D Dann müsstet Ihr doch wissen, ob man Roth sah oder nicht. :D
    • sprees
      Kann er sich doch für die Heimkinoauswertung aufheben. Denn ich fand Hateful 8 z.B. gut aber nicht Tarantinos bester und das lag auch daran, dass sich speziell die erste Hälfte doch sehr gezogen hatte.
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