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    Nach "Game Of Thrones": So geht es mit "The Long Night" und den anderen Spin-offs weiter

    Die Dreharbeiten zum „Game Of Thrones“-Prequel „The Long Night“ (Arbeitstitel: „Bloodmoon“) mit u. a. Naomi Watts, Jamie Campbell Bower und Toby Regbo beginnen im Juni 2019. Doch wie geht es danach weiter? Und was ist mit den anderen Projekten?

    HBO

    Game Of Thrones“ ist vorbei und so sehr es sich Fans auch wünschen: Ein Wiedersehen mit den bekannten und beliebten Figuren wird es nicht geben – auch nicht mit Arya (Maisie Williams), die am Ende in die unentdeckten Weiten westlich von Westeros aufgebrochen ist. Immerhin erwarten uns aber noch weitere Geschichte aus der Welt von George R.R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“: Aktuell befinden sich nämlich drei Spin-offs bzw. Nachfolgerserien in der Entwicklung (letzteres ist der Begriff, den Martin selbst bevorzugt).

    "The Long Night"

    Die besten Chancen darauf, tatsächlich zu einer neuen „Game Of Thrones“-Serie zu werden, hat aktuell „The Long Night“ von Jane Goldman („Kick-Ass“, „Kingsman“). Der Titel ist zwar noch nicht endgültig, fest steht jedoch, dass es darin um die gleichnamige Epoche in der Geschichte von Westeros gehen soll. In der Langen Nacht mehr als 8.000 Jahre vor der Haupthandlung von „Game Of Thrones“ kam es zur ersten Invasion der Weißen Wanderer.

    Westeros sah damals, im sogenannten Zeitalter der Helden, jedoch noch ganz anders aus, es gab nämlich noch keine Sieben Königslande und keine großen Städte, sondern nur die Ersten Menschen und die Kinder des Waldes. Eigentlich hatten sich diese beiden Spezies viele Jahrtausende lang bekämpft und die Kinder des Waldes hatten in ihrer Verzweiflung den Nachtkönig (Vladimir Furdik) und damit auch die Weißen Wanderer erschaffen.

    Doch als die Eiskreaturen schließlich aus dem Norden über Westeros herfielen, kämpften Erste Menschen und Kinder des Waldes Seite an Seite. Im sogenannten Krieg um die Dämmerung konnten sie die Weißen Wanderer zurückwerfen. Einigen Legenden zufolge spielte dabei eine mystische Heldenfigur namens Azor Ahai eine wichtige Rolle. Um eine Rückkehr der Weißen Wanderer zu verhindern, wurde die Mauer errichtet und die Nachtwache gegründet.

    Laut einer ersten offiziellen Synopsis soll es in „The Long Night“ um den Übergang vom strahlenden Zeitalter der Helden zur Langen Nacht gehen und es soll die Wahrheit über Westeros, den Ursprung der Weißen Wanderer, die Geheimnisse des Ostens und die legendären ersten Starks erzählt werden. Womöglich stellt sich also heraus, dass die Geschichten, die man sich in „Game Of Thrones“ über diese lange zurückliegende Zeit erzählt, nicht alle stimmen…

    2020 auf HBO?

    Goldman bereitet aktuell die Dreharbeiten zur Pilotfolge von „The Long Night“ vor, die dann im Juni 2019 in der nordirischen Hauptstadt Belfast unter dem Arbeitstitel „Bloodmoon“ (Blutmond) beginnen sollen (in Belfast wurde übrigens auch bereits „Game Of Thrones“ gedreht). Das verriet HBO-Chef Casey Bloys gegenüber Deadline. Regie beim Piloten führt S.J. Clarkson („Jessica Jones“, „The Defenders“), vor der Kamera werden wir Schauspieler wie Naomi Watts („Mulholland Drive“), Georgie Henley („Die Chroniken von Narnia 1-3“), Miranda Richardson („The Hours“), Naomi Ackie („Star Wars 9“) sowie interessanterweise den jungen Grindelwald und den jungen Dumbledore aus „Phantastische Tierwesen 2“ (Jamie Campbell Bower und Toby Regbo) sehen.

    Wenn der Pilot abgedreht ist und er die Senderverantwortlichen überzeugt, wird es jedoch nochmal eine Weile dauern, bis dann eine erste Staffel von „The Long Night“ auf HBO ausgestrahlt wird. Vor Sommer 2020 sollten wir jedoch eher nicht damit rechnen.

    Denn auf die Frage von Deadline, ob die Prequel-Serie 2020 an den Start gehen werde, antwortete Bloys: „Ich weiß es nicht. Ich muss erst ein Gefühl dafür kriegen, wie groß und aufwändig die Produktion ist, wenn die Drehbücher für eine Staffel vorliegen. Einen Piloten im Juni [2019] zu drehen und [die Serie] dann ein Jahr später auszustrahlen, fühlt sich ein bisschen überhastet an, aber es ist noch zu früh, um das zu sagen.“ Offenbar lässt man sich also etwas mehr Zeit als bei den ersten „Game Of Thrones“-Staffeln, die zumeist ab dem Sommer des einen Jahres gedreht wurden und dann im Frühling des nächsten Jahres ausgestrahlt wurden.

    Zwei unbekannte Sequels

    Dass neben „The Long Night” noch zwei andere Nachfolgerserien in der Entwicklung sind, bestätigte Bloys zudem noch einmal gegenüber dem Hollywood Reporter, mehr Details darüber wollte er allerdings partout nicht verraten. Dank einem Hinweis von George R.R. Martin auf seinem Blog Not A Blog wissen wir aber, dass mindestens ein Projekt, wenn nicht sogar beide, von der Eroberung des Kontinents Westeros durch Aegon Targaryen und seine Schwestern und Ehefrauen Rhaenys und Visenya sowie ihre Drachen Balerion, Meraxes und Vhagar handeln dürfte.

    Martin verwies nämlich darauf, bitte sein fiktives Geschichtsbuch „Feuer & Blut“ zu lesen, das von genau dieser Epoche handelt. Mit der Eroberung an sich und den anschließenden Konflikten der Targaryens untereinander (etwa dem sogenannten Tanz der Drachen) gäbe es auf jeden Fall genügend Stoff für zwei weitere packende Serien.

    Mehr als ein Prequel bei HBO?

    Ob diese allerdings jemals gedreht und ausgestrahlt werden, hängt stark vom Erfolg von „The Long Night“ ab. Das betonte Bloys auch noch einmal gegenüber Deadline. Man werde erst entscheiden, ob man noch ein anderes Projekt angehe, wenn der Pilot im Juni fertig sei. Und auf die Frage, ob es mehr als ein „Game Of Thrones“-Spin-off bei HBO geben könnte, antwortete er: „Ich bezweifle es. Ich denke nicht. Ich will es mit Sicherheit nicht übertreiben. Wir haben 2019 und 2020, und sogar 2021, so viele unterschiedliche Serien. Ich finde, ‚Game Of Thrones‘ ist eine fantastische Marke, aber ich will nicht, dass HBO nur eine Heimat für Prequels und Sequels und sowas ist.

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