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    Vom "Thor 3"-Regisseur: Realverfilmung des Anime-Meisterwerks "Akira" hat endlich einen Kinostart
    Von Markus Trutt — 24.05.2019 um 20:35
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    Lange war es ruhig um die geplante Realverfilmung des wegweisenden Sci-Fi-Mangas „Akira“. Doch nun wissen wir nicht nur, dass die von Taika Waititi inszenierte US-Adaption immer noch kommt, sondern auch wann es genau so weit sein wird.

    Toho Company

    Schon zu Beginn des neuen Jahrtausends hat Warner Bros. die Rechte für eine Realverfilmung des Anime-Meisterwerks „Akira“ bzw. der diesem zu Grunde liegenden Manga-Reihe erworben. Seitdem sind zahlreiche Versuche, das Vorhaben unter prominenter Beteiligung in die Tat umzusetzen, fehlgeschlagen. Doch jetzt könnte es tatsächlich was werden. Zumindest hat Warner mit dem 21. Mai 2021 nun einen konkreten Kinostart angesetzt (auf denselben Starttag wurde kürzlich auch „John Wick 4“ gelegt). Inszeniert wird der Sci-Fi-Thriller von „Thor 3: Tag der Entscheidung“-Regisseur Taika Waititi (via The Hollywood Reporter).

    Vorlagengetreue Umsetzung

    Der bislang eher auf Comedy-Stoffe spezialisierte Waititi war bereits 2017 für die „Akira“-Regie im Gespräch. Obwohl es seitdem wieder still um das Projekt geworden war, hat sich an seiner Beteiligung nichts geändert, schließlich hat er seinen jüngsten Film, die schwarze Komödie „Jojo Rabbit“, inzwischen abgedreht, sodass er nun freie Bahn hat, sich „Akira“ zu widmen. Auch Oscarpreisträger Leonardo DiCaprio ist mit seiner Produktionsfirma Appian Way noch immer an Bord.

    Nachdem die letztlich gescheiterten früheren Ansätze es wohl vorsahen, den Stoff für die Realverfilmung zu amerikanisieren, heißt es dem Hollywood Reporter zufolge, dass Waititi sich eng an die Vorlage(n) halten und die Figuren etwa auch mit asiatischen Darstellern besetzen will. Für die jugendlichen Hauptrollen schweben ihm wohl unverbrauchte Gesichter vor.

    Darum geht's in "Akira"

    Der Ursprung von „Akira“ liegt in Katsuhiro Otomos gleichnamiger Manga-Reihe, die zwischen 1982 und 1990 erschienen ist und die Otomo selbst bereits 1988 als Anime kongenial umgesetzt hat. Diese erste Adaption zählt für uns nicht nur zu den 75 besten Animationsfilmen, sondern auch zu den 75 besten Sci-Fi-Filmen aller Zeiten.

    Im Zentrum der Handlung steht der junge Shōtarō Kaneda, der als Anführer einer Biker-Gang im nach dem Dritten Weltkrieg neu errichteten Neo-Tokio lebt. Dort muss er seinen telepathisch begabten Freund Tetsuo aus den Fängen des Militärs befreien, das ihn für seine Zwecke nutzen will. Ob noch immer geplant ist, diese postapkoalpytische Cyberpunk-Geschichte in zwei Teilen zu verfilmen, wovon jeder drei der sechs Manga-Bände abdecken sollte, ist unklar. Ein Datum wurde bislang aber lediglich für einen einzelnen „Akira“-Film bekannt gegeben – bislang allerdings auch nur für die USA. Wir gehen aber davon aus, dass der deutsche Kinostart ganz in der Nähe liegen wird.

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    Kommentare
    • Holger Hotop
      Warum geht es hier allen um den Regisseur? Ohne Drehbuch kann der eh nix machen, und da brauchen wir für Akira einen guten Autoren.
    • greekfreak
      Die (un) Logik der Studiobosse ist wirklich nie zu toppen.Wir haben ein Mammut-Werk,das mehrere Hundert Seiten lang ist und das nicht mal sein Autor für einen Film ordentlich adaptieren konnte,das Projekt ist seit einer Ewigkeit in der Development Hell und was macht das Studio?Die geben das ganze einen Regisseur der vornehmlich auf Comedy spezialisiert ist und Null Erfahrung mit düsterer,dystopischer Sci-Fi hat.Macht Sinn.Vielleicht haben wir Glück und Viago und co. tauchen für ein Cameo auf,dann gibt´s wenigstens was zum lachen.P.S. Die What we do in the Shadows Serie ist super.
    • TheBladeRunner
      Ohh ohh hoffe nieee!!!
    • Bruce Wayne
      Hoffentlich nie.
    • CaptainRon
      ich frag mich wann sie sich an die Ghibli filme wagen
    • Sentenza93
      Taika Waititi? Ist jetzt nicht unbedingt der erste Name, der einem für Akira in den Sinn kommt. Da wäre ein Villeneuve, wie unten geschrieben, schon passender. Ich hätte noch z. B. Alex Garland in den Raum geworfen.Ich hoffe wirklich, dass Waititi es dann wirklich vorlagengetreu(er) macht.
    • Bruce Wayne
      Dennis Villeneuve war tatsächlich auch der erste Regisseur welcher mir in den Sinn für dieses Remake kam xD Der Mann ist großartig.
    • The_Lavender_Town_Killer
      Du bräuchtest im Grunde jemanden wie Denis Villeneuve, also einen Filmemacher der nicht nur das Visuelle sondern auch das Narrative fest im Griff hat - und ein etabliertes Regie-Schwergewicht dieses Kalibers wird so eine Produktion nicht einmal mit einem Zehn-Meter-Stab anfassen weil er genau weiß, dass das Studio auf zu große Mitspracherechte pochen wird was beides angeht und ihm zu wenig freie Hand lassen wird. Das Remake von Suspiria ist ein Musterbeispiel wie man ein Remake/Reimagining eines visuellen Meisterwerkes angeht und realisiert - war aber auch nur möglich weil das Risiko hier nicht vergleichbar mit einem 150 - 200 Millionen Dollar Mammut Projekt war.
    • Bruce Wayne
      Ok erst einmal: Waititi hat sich noch nicht aus dem Comedy-Genre herausgewagt. Demnach ist es schwer vorherzusagen, ob er mit der Tonalität der Vorlage zurecht kommt. Der Manga ist wesentlich komplexer als der Anime, und um ehrlich zu sein, hätte ich eher das Engagement eines großen Regisseurs erwartet. Tatsächlich ist das eines der wenigen Projekte, in denen bsp. die Ästhetik eines Zack Snyder nicht ganz fehl am Platze wäre. Ich hatte nebenbei eher auf eine Art Reimagining gehofft - ähnlich wie bei Suspiria 2018.
    • The_Lavender_Town_Killer
      Man muss mittlerweile echt sagen das name recognition ein Fluch von einem Siegel für die Filmwelt ist. Denn das ist der Einzige Grund warum diese Realverfilmung wie eine drohende, finstere Wolke nach wie vor am Himmel schwebt. Dass es hier dem Studio nicht um Qualität sondern nur um möglichen Profit geht zeigt auch die fatale Wahl des Regisseurs, welcher nicht fehlbesetzter für diesen Posten sein könnte.Da eine (Real)Hollywood-Variante von Akira genauso unnötig ist wie die vollkommen verkorkste Verfilmung von Ghost in the Shell - hoffe ich auf das dieses Projekt noch viele weitere Jahre in der Produktionshölle schmorren möge.
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