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    "X-Men: Dark Phoenix": Darum trägt James Cameron eine Mitschuld am Marvel-Megaflop
    Von Christoph Petersen — 12.06.2019 um 16:30
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    Kaum einem Regisseur hat Fox mehr zu verdanken als James Cameron. Immerhin hat der Kanadier schon zwei Mal den bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten gedreht. Aber ein spezieller Gefallen kommt nun allen Beteiligten teuer zu stehen ...

    Fox

    Wenn uns die Box-Office-Ergebnisse der vergangenen 25 Jahre eine Sache gelehrt haben, dann diese: Zweifele niemals an James Cameron!

    Gleich zwei Mal schien es nach explodierenden Budgets und fragwürdigen Hinter-den-Kulissen-Geschichten wie eine sichere Wette, dass der „Terminator“-Schöpfer diesmal aber wirklich einen katastrophalen Jahrhundertflop abliefern würde. Stattdessen ist in beiden Fällen der bis dahin erfolgreichste Film aller Zeiten dabei herausgekommen: „Titanic“ hielt den Rekord ab 1997 bis zum Start von „Avatar“ 2009, dessen Einspielergebnis wiederrum bis heute nicht übertroffen wurde (selbst wenn „Avengers 4: Endgame“ inzwischen bis auf 50 Millionen Dollar rangekommen ist).

    Kein Wunder also, dass Cameron bei 21st Century Fox eine ziemliche Narrenfreiheit genießt. Nicht nur darf er für Hunderte von Millionen Dollar gleich an vier (!) „Avatar“-Fortsetzungen gleichzeitig werkeln, er durfte zumindest bisher (vielleicht wird das unter der neuen Disney-Herrschaft anders) auch ziemlich frei über die Starttermine verfügen, die er immer wieder nach hinten verschoben hat, um noch mehr Zeit für sein Na’vi-Epos zu haben. Aber nun hat Cameron sein Gewicht als Produzent in einem Fall in die Waagschale geworfen, der am Ende für keine der beteiligten Parteien gut ausgegangen ist.

    Zwei Flops zum Preis von einem

    So richtig hat es ja nie Sinn ergeben, dass „X-Men: Dark Phoenix“ aus dem Februar in den Sommer verschoben wurde. Schließlich hat der Film nie den Hype gehabt, den man eigentlich braucht, um sich im Blockbuster-Sommer gegen die hochbudgetierte Konkurrenz durchzusetzen. Im Februar wäre „X-Men: Dark Phoenix“ hingegen der Film der Stunde gewesen – sicherlich hätte auch dieser Starttermin dem Reihen-Finale nicht zum Erfolg verholfen, aber der Film wäre vermutlich auch nicht derart hart auf den Boden der Tatsachen aufgeschlagen wie am vergangenen Wochenende, als es in den USA nur zu erbärmlichen 33 Millionen Dollar (bei einem Budget von 200 Millionen) zum Start gereicht hat.

    Bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass diese Verschiebung vor allem damit zu tun hat, dass die Macher noch Zeit brauchten – schließlich gab es immer wieder (laut aktueller Infos offenbar übertriebene) Berichte über Nachdrehs. Aber wie wir inzwischen wissen, war das offenbar nicht der Fall. Stattdessen hat James Cameron vergangenen Herbst darauf bestanden, dass der von ihm produzierte „Alita: Battle Angel“ unbedingt aus dem Dezember ins das nächste Jahr verschoben werden müsse, weil er Angst hatte, dass der Sci-Fi-Blockbuster im stark besetzten Vorweihnachtsgeschäft untergehen könnte (ein Plan, der sich am Box Office allerdings nicht wirklich ausgezahlt hat). Es ging also quasi darum, genau die Situation zu vermeiden, in der sich „X-Men: Dark Phoenix“ nun wiedergefunden hat.

    James Camerons Wort ist Gesetz!

    Die Fox-Verantwortlichen wollten es sich mit Cameron natürlich nicht verscherzen und sind seinem Anliegen schließlich nachgekommen – so landete „Alita: Battle Angel“ also auf jenem Februar-Starttermin, der ursprünglich eigentlich für „X-Men: Dark Phoenix“ vorgesehen war, während das verstoßene Marvel-Abenteuer mitten in den Sommer vorrutschen musste. Die „X-Men“-Produzenten Simon Kinberg und Hutch Parker sollen regelrecht darum gebettelt haben, die Entscheidung noch einmal rückgängig zu machen, aber sie hatten bei der damaligen Fox-Chefin Stacey Snider offenbar einfach nicht dasselbe Standing wie Cameron. Alles Flehen hat also nicht geholfen ...

    … und so steuert „X-Men: Dark Phoenix“, der seit vergangenem Donnerstag auch in den deutschen Kinos zu sehen ist, aktuell auf ein neunstelliges Verlustgeschäft für den neuen Fox-Eigentümer Disney zu.

    Disney erbt Marvel-Flop: "X-Men: Dark Phoenix" fährt Verlust von mehr als 100 Millionen Dollar ein

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Christoph, JEDER Film kann auf dem Gesicht landen. ;DAuch Analysten langen mal voll daneben. Zugegeben, es war unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
    • Christoph Petersen
      Black Panther war auch kein potentieller Flop.
    • GamePrince
      Diesen Flop hat der Film nicht verdient.
    • Sentenza93
      Bashing? Ich zähle hier noch zu denen, die Disney noch ab und an verteidigen.Vor allem, als was zählst Du denn Deinen Cameron-Post oben? Freundlicher Klaps auf den Hintern? :DHier ging es mir übrigens nicht um Disney generell, sondern um den Deal. Dass sich Fox wohl dachte: Hey, bald werden wir eh übernommen. Hau den Streifen einfach raus. Egal, was rauskommt.
    • Jimmy Conway
      Laber. Immer dieses dumme Disney bashing. Schau dir mal lieber an wie viele Hits Disney in ihrer Geschichte rausbrachten. Camerons Filme waren Terminator 1&2, Aliens und für mich True Lies, weil der bis heute Bock macht. Ansonsten....????
    • Jimmy Conway
      Nix blablabla. James Cameron geht mir nur noch auf den Sack! Sein letzter guter Film war True Lies, Punkt. Titanic ist ne dumme Schnulze vor dem Hintergrund der eigentlichen großen Tragik, Avatar ist plottechnisch eine schwache Der mit dem Wolf tanzt Kopie mit einem schwachen Hauptdarsteller und als Produzent weiß er anscheinend auch nicht mehr wo die Stärken der ersten beiden Terminator Filme lagen. Seine Avatar Fortsetzungen gehören zu den Blockbustern, die mich am wenigsten interessieren!
    • Klaus Skrzipek
      also wer den Film gesehen hat weiss warum der gefloppt ist, da muss man den /die Schuldigen eher bei der Produktion suchen ^^
    • sprees
      Was erwartest du denn? Camerons Filme stellten schon immer die Technik und Action in den Vordergrund. Das Ganze wird dann mit einer simplen Geschichte verknüpft in der die Rollen meistens klar verteilt sind. Das ist auch nicht negativ gemeint, weil niemand es so gut versteht wie er eine Figur so aufs wesentliche zu reduzieren, dass sie trotzdem noch interessant bleiben und man sich mit ihr identifizieren kann. Das schaffen nicht viele und das ist sein perfektes Rezept für Mainstream Aktion die dann perfekt funktioniert.
    • Bon4ever
      blablabla.
    • Sentenza93
      Deswegen potentiell. Das heißt nicht definitiv.
    • Christoph Petersen
      Potentielle Flops wie Black Panther, der in den USA erfolgreichste Film 2018 ...
    • Tobias D.
      Natürlich wäre der Film zu jedem Datum gefloppt. Aber im Februar halt weniger stark, weil dort die Konkurrenz durch andere Filme und das Wetter nicht so groß ist. An sich ist die Begründung korrekt. Und die Überschrift lautet auch schließlich Mitschuld und nicht alleinige Schuld.
    • isom
      Ist Quatsch ,weil die potentiellen Flops immer im Februar abgelagert wurden ,so gesehen Phoenix bessere Chancen haben sollen.
    • Cirby
      Ich hoffe nur, dass Cameron dann auch wirklich liefert und Avatar 2 im Vergleich zum ersten Teil dann bitte auch inhaltlich eine Offenbarung wird.
    • greekfreak
      Der Film wäre so oder so gefloppt,ob im Februar,März,April,Mai oder eben jetzt Juni.Ganz zu schweigen,das der Januar und Februar die Monate sind,wo in den USA die ganzen potentiellen Flops in die Kinos abgeladen werden.
    • Erik B.
      Ich finde es recht erstaunlich, was für ein hohes Standing Cameron überall genießt. Sogar Bob Iger hat ihn vor einigen Wochen am Avatar-Set besucht um mit ihm die neuen Starttermine zu besprechen. Normalerweise bekommen die Regisseure derlei Terminverschiebungen von zweiter Hand mitgeteilt. Aber bei Cameron musste der Disney-Chef persönlich antreten. Keiner will es sich mit Cameron verscherzen.
    • Sentenza93
      Vielleicht nicht ganz so hart, aber so oder so, der Streifen war ein Flop mit Ansage.Eher trägt noch der Disney-Deal Schuld daran als Cameron.
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