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    Nach "Avengers 4: Endgame": Wird Ms. Marvel jetzt endlich Teil des MCU?
    Von Julius Vietzen — 15.06.2019 um 15:00
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    Das MCU wird immer diverser, also wird es langsam auch Zeit für die erste muslimische Superheldin: Kamala Khan alias Ms. Marvel. Doch wie konkret sind die Pläne für Kamalss MCU-Debüt wirklich? Und wie könnte es aussehen?

    Marvel Comics

    Es hat lange genug gedauert, doch nach „Avengers 4: Endgame“ wird das Marvel Cinematic Universe (MCU) endlich diverser. Nach den ersten beiden Filmen mit weiblichen Titelhelden („Ant-Man And The Wasp“ und „Captain Marvel“) und dem Abschied der Ur-Avengers Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans) und Black Widow (Scarlett Johansson) ist die Zukunft des MCU weiblicher und vielfältiger – einem schwarzen Captain America (Anthony Mackie), der ersten asiatischen Hauptfigur (Shang-Chi) und voraussichtlich noch viel mehr Heldeninnen sei Dank.

    Doch wie steht es eigentlich um die erste muslimische Superheldin im MCU? Bereits im Mai 2018 hatte Marvel-Boss Kevin Feige gegenüber BBC erklärt, dass aktuell etwas über Ms. Marvel in Arbeit sei und es Pläne für die Figur gäbe, sobald man Captain Marvel vorgestellt habe. Am vergangenen Wochenende machte nun eine Aussage von Mindy Kaling die Runde, die in einem Interview mit MTV News verriet, dass sie mit Marvel über die Figur gesprochen habe:

    Marvel sei sehr interessiert an Ms. Marvel und sich der Beliebtheit der Figur bewusst, so Kaling, doch wirklich konkrete Pläne verriet die Schauspielerin nicht. Und wie sie am 10. Juni 2019 in einem Tweet klarstellte, habe sie auch keinerlei Informationen über eine geplante TV- oder Kinoadaption der „Ms. Marvel“-Comics. Offenbar handelte es sich bei ihren Gesprächen mit Marvel tatsächlich nur um sehr frühe Sondierungsgespräche:

    Klar ist allerdings auch: Kevin Feige und Co. wollen Ms. Marvel offenbar nach wie vor in das MCU integrieren. Doch wie könnte der erste Auftritt von Kamala Khan, wie die jugendliche Heldin mit bürgerlichem Namen heißt, aussehen?

    "Captain Marvel 2" oder "Young Avengers"?

    Eine Möglichkeit, die wir schon einmal in einem Artikel über Ms. Marvel angerissen haben, ist nach wie vor noch denkbar: Kamala ist in den Comics ein großer Fan von Captain Marvel und wählt deswegen auch Carol Danvers‘ ursprünglichen Heldennamen Ms. Marvel als ihre Superheldenidentität, nachdem ihre Superkräfte freigesetzt werden. So gesehen wäre ein Auftritt von Kamala in „Captain Marvel 2“ nicht unwahrscheinlich, vorausgesetzt dieser Film spielt auf der Erde der Gegenwart und nicht irgendwo im Weltall zwischen „Captain Marvel“ und „Avengers 4“.

    Allerdings halten wir es nach „Endgame“ tatsächlich für wahrscheinlicher, dass Ms. Marvel ihr Debüt als Teil der Young Avengers feiert, die mit dem großen Finale der Infinity-Saga in Stellung gebracht wurden. Dieses junge Superhelden-Team – vermutlich bestehend aus u.a. Hawkeys Tochter Lila (Ava Russo), Ant-Mans Tochter Cassie (Emma Fuhrmann) und Iron-Man-Ziehsohn Harley (Ty Simpkins) – soll bald Teil des MCU werden, allerdings ist noch nicht klar, ob als Serie oder Film.

    Bald bei Disney+?

    Wir tippen aktuell darauf, dass die Young Avengers zuerst als Serie auf dem noch 2019 startenden Streaming-Dienst Disney+ debütieren werden und bei Erfolg dann irgendwann auch auf der großen Leinwand die Welt retten dürfen – eine Möglichkeit, die auch Mindy Kaling gegenüber MTV News ins Spiel bringt, wenn auch ohne die Young Avengers zu nennen. Und auch eine Idee für die Besetzung für Kamala hat Kaling bereits: Ihrer Meinung nach müsse es eine eher unbekannte Schauspielerin sein.

    Bis wir Ms. Marvel allerdings tatsächlich als Teil des MCU erleben werden, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen. Vermutlich wird es allerdings bereits im Sommer 2019 mehr Informationen über die Zukunft des MCU nach „Avengers 4“ geben. Mehr Infos zu Ms. Marvel findet ihr solange hier:

    Wer ist Ms. Marvel?

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    Kommentare
    • Kellion
      Wie wäre es mit deutschen Superhelden die nicht Captain Blitzkrieg heißen? Kurt Wagner ist zwar ein X-Men allerdings kein wirklicher Superheld für mich. Bevor man hier eine Muslimische Frauenfigur zeigt, wäre es doch angebracht auch Europäische Superhelden wenn es diese den gibt einzuführen.PS: Man sollte Faschistischen Idelogien wie dem Islam und den Nazis, keine Plattform geben
    • FilmFan 1.0
      Äh, Doctor Strange? Viele seiner Fähigkeiten beziehen sich auf Grundlagen des Buddhismus und Hinduismus. Auch nicht verwunderlich warum der Film teilweise ausgerechnet in Nepal spielt, der Geburtsstätte Buddhas.Im Gegenteil: Religion kann und darf eine Religion spielen wenn es wie bei Doctor Strange gut im Kontext der Erzählung eingearbeitet. Das ist nicht das Problem! Die Hürde ist viel mir wieviel die Leute davon sehen und ertragen wollen.Wegen den gottlosen oder gottähnlichen X-Men mache ich mir eher den Gedanken, ob Marvel sie hoffentlich nicht auf irgendwelche SJ-Warrior reduziert, um gerade diese Diversität, die du ansprichst, wiederzuspiegeln.Übrigens, schau dir die Interpretation von Kurt Wagner/Nightcrawler in X-Men 2 an. Für mich einer der frommsten und gottesfürchtigsten X-Men ;-)
    • FilmFan 1.0
      Stimmt, wieso eigentlich : D
    • Simon Missbach
      Ich sagte ja: ich kenne mit ihr nur die Zeichentrickserie im TV. Und dort war das, bei den Folgen die ich gesehen habe, kein Thema. Wie gesagt, da stand eher ihre Jugend im Vordergrund. Wenn es in den Comics anders ist, nun, dann ist das wohl Geschmackssache.
    • Luthien's Ent
      Na na, da hast du aber nicht viele Ms Marvel Comics gelesen. Gerade die Anfänge thematisieren ihren Background schon deutlich. Manchmal hat mich das etwas befremdet. Andererseits ist Religion z.B. auch für Captain America manchmal ein Thema - da hat es mich nie gestört. Bei Ms Marvel gehört es zur Grundidee - und das war es wohl, was mich befremdet hat. Wirkte so gewollt, so konstruiert, etwas arg überdeutlich... Einen anderen kulturellen Backgrond zu zeigen ist natürlich eigentlich eine gute Sache, die völlig legitim ist. Und vielleicht muss ich auch nur etwas an meiner Wahrnehmung arbeiten und darüber nachdenken, warum ich den Aspekt Religion bei Ms Marvel (v.a. ihrer Familie) befremdlich fand...
    • Simon Missbach
      Also ich kenne vor allem die Comicserie der neuen Avengers auf Disney XD und dort ist Ms. Marvel eine Heldin wie jede andere. Ich wusste ehrlich gesagt bis zu diesem Artikel gar nicht dass sie eine Muslima ist, weil es im Comic schlicht nicht zur Sprache kommt. Dort wird eher ihre Jugend und damit verbundene Unerfahrenheit thematisiert.Aber sie ist ein Gewinn fürs Team und fügt sich dort schlicht ein, ohne großes Brimborium. Und mit deutlich mehr Charisma wie die nervige Captain Marvel.
    • digitalh
      Nur für den Fall, dass es jemand noch nicht wusste: Comics sind auch nur eine Art Literatur.Welche Erzählungen wurden nochmal zuerst niedergeschrieben? ;)
    • Cinestarter
      Ich finde Relgion hat in Comics nichts zu suchen. Gerade Comics sollen doch Menschen verbinden und vom Alltag ablenken. Wenn wir jetzt anfangen, einzelne Personengruppen wegen ihrer Religion besonders hervorzuheben, ist der Gedanke dahin. Zumal wir im echten Leben genug mit Diversität und political correctness konfrontiert werden, warum noch hier in den Comics? Ja ja, Comics sind auch immer ein Abbild ihrer Zeit. Aber die haben bessere Wege. Erinnert man sich noch an die ersten X-Men Filme? Da wurde die Ausgrenzung und Integration der Anders seienden gut bearbeitet und jeder durfte sich weltweit angesprochen fühlen. Aber eine Mutantin, deren besondere Eigenschaft ihr Glaube ist, halt ich für falsch. Ich gebe zu, ich kenne diese Figur nicht, aber einige hier scheinen sich auszukennen und meinen, dass das in den Comics fett aufs Brot geschmiert wird, dann finde ich das nicht förderlich. OK wir hatten auch die apokalyptischen Reiter, das ist auch biblich. Aber hier wurde es auch geschickt auf die Mutantenwelt übertragen und gesagt, die Bibel hätte es bei den Mutanten geklaut. Fand ich ne gute Lösung. (zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen irgendeine Religion, oder deren Angehörigen)
    • Arkanoid
      Überflüssiger gehts nicht, oder ?Weder Captain America oder der Hulk oder sonst ein Superheld rennt mit einem Jesus Kreuz um den Hals rum und futtert täglich einen Schweinebraten. Diese Helden sind für alle da und nicht nur für eine Glaubensgruppe.Es braucht keinen Captain Rabbi, Atomic Aborigines oder Fatma Wonderstone um allen gerecht zu werden !Das übel hat einen Namen, ein Mensch gewordener Zahn der im Fleisch steckt und einen Entzündungsherd darstellt und zum wohle aller aus der Filmindustrie entfernt gehört *Kevin Feige*.Das ist meine meinung ---> . <--- Punkt !
    • Quentino
      Mit dem Modebegriff Diversität versucht man beim Film eben auch Kasse zu machen, wie mit einem Öko-Stempel. Das Medieninteresse ist schon einmal gesichert, wenn man mit bunten Fähnchen wedelt.
    • Sentenza93
      Genau das, was ich hier auch seit Monaten schreibe.Danke, endlich mal wieder wer mit Hirn. :)Equality/Diversity erreicht man, wenn man es einfach tut. Nicht groß mit Werbung machen oder drauf rumreiten, einfach tun. Weil man sonst wirklich herausstellt, dass es Unterschiede gibt und immer geben wird. Das hat Godzilla 2, trotz aller sonstigen Schwächen, perfekt hinbekommen.
    • Tobias D.
      Die Award-Season gehört nicht mehr wirklich zur Promo. Besonders bei Filmen die während der letzten Award-Season liefen.Ich gebe zu, man könnte in Interviews eben solche Sachen erzählen. Das hängt allerdings auch immer vom Interviewer ab. Wenn er/sie solche Sachen eben nicht fragt...Bei Marvel funktioniert es zudem nicht zu erklären, warum man welchen Regisseur genommen hat, da man hier eher unbekannte Namen nimmt.
    • Tobias D.
      Diese Sachen passierten aber alle NACHDEM Black Panther die ganzen Rekorde brach. Und das kann man dann auch ruhig machen, vor allem weil es in Amerika schon eine große Nummer war. Aber bis zur Veröffentlichung war das eigentlich normal.Und zudem dürfen Cast & Crew gerne sagen, wie großartig sie es finden bei eben solch einem Projekt mitzumachen. Wie gesagt, in Amerika war das ne große Sache.
    • Defence
      Mir ist bei Godzilla nicht einmal bewußt aufgefallen, wie unterschiedlich in punkto Ethnie, Hautfarbe o. Geschlecht der Cast aufgestellt war. Das wirkte so normal, das es nicht mal wahrgenommen o. gar in irgendeiner Form hinterfragt o. in Frage gestellt wurde.Etwas, was viele der Diversity Befürworter einfach nicht begreifen wollen. In dem man ständig lautstark auf diesen Umstand o. Besonderheit hinweist, umso mehr fällt den Zuschauern diese Unterschiede ins Gesicht und auf, umso mehr besteht das Problem der Katalogisierung und die Figuren werden nur noch o. zumindest in erster Linie auf ihr Geschlecht, die Hautfarbe o. Ethnie reduziert und wahrgenommen und nicht etwa aufgrund ihrer Fähigkeiten, ihrem Handeln, ihrem Charakter uswDas ist nun wirklich nicht der erstrebenswerte Zustand, sondern im Gegenteil, man erweist dem ganzen Streben nach Normalität einen Bärendienst und zementiert am Ende die Unterschiede nur.
    • Luthien's Ent
      Traumatisiert zu sein ist trotzdem nichts Leichtes. Egal, ob man privilegiert ist oder arm.
    • Defence
      Schon öfters erwähnt, das ich nicht wirklich Ahnung von Comics habe, insofern war mir eine muslimische Superheldin bisher komplett unbekannt.Aber was mich interessiert, wie man so einen Umstand denn in die Comics mit eingebaut hat, ohne das es völlig verkrampft und dem Leser regelrecht aufgedrückt wird,rüberkommt? Hat dieser Umstand, das Ms M. Muslima ist, überhaupt irgendwelche Bewandnis, irgendwelche Stärken o. Schwächen (keine Ahnung ,z.b. das Sie durch Ramadan wegen Fasten gehandicapt ist mit ihren Superkräften?) durch ihren Glauben o. wird das nur mal in einen Nebensatz erwähnt und FS macht jetzt bloß die große Welle mit einer muslimischen Heldin?Hab z.b. nie mitbekommen o. wüßte es, ob und welchen Glauben ein IM, Banner und Co (also bei den irdischen Helden) haben, mir fehlt dadurch aktuell etwas die Vorstellung, wie das mit Ms Marvel so läuft.btw Mir als Nicht Hardcore Comicfan wird das auch langsam zuviel und verwirrend, wieviele Marvels es schon gibt, ob Captain (männlich wie weiblich), Miss und was weiß ich noch alles^^
    • Tyrantino
      Wieso hast du mollig in Anführungszeichen gesetzt?
    • Tyrantino
      Na hör mal, Robin ist auch Waise und hatte nicht das Glück, in einem riesen Anwesen mit persönlichem Butler aufzuwachsen.
    • Luthien's Ent
      Lediglich ;-) ja...
    • Tyrantino
      Übrigens Batman ist Milliardär. So schwer hatte er es trotz Waisenstatus nie. Er ist lediglich traumatisiert.
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