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    Snyder-Cut: So herzzerreißend sollte "Justice League" eigentlich enden
    Von Julius Vietzen — 18.06.2019 um 15:34
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    Seit Kinostart beschäftigen sich DC-Fans mit der Frage, wie Zack Snyders ursprüngliche Vision für „Justice League“ wohl aussah. Zwei weitere Puzzleteile hat der Regisseur nun selbst enthüllt.

    Warner Bros.

    In den anderthalb Jahren seit Kinostart von „Justice League“ sind immer mehr Details über Zack Snyders eigentlich Pläne für das große DC-Superheldentreffen ans Licht gekommen: Angefangen mit in den diversen Trailern angeteaserten Szenen, die in der Kinofassung fehlen, über Berichte von Crewmitgliedern bei Reddit bis hin zu Wortmeldungen von Snyder persönlich auf seiner Lieblingsplattform Vero ergibt sich das Bild eines düsteren, forschen (wenn auch möglicherweise wenig massenkompatiblen) Superheldenfilms, der sehr anders ausgesehen hätte, als die zahme, stark überarbeitete Version, die schlussendlich in den Kinos gezeigt wurde.

    Dass DC-Fans auf der ganzen Welt seitdem unermüdlich eine Veröffentlichung von Snyders ursprünglicher Vision, dem sogenannten Snyder-Cut, fordern, ist angesichts der zahlreichen spannenden Enthüllungen nur allzu verständlich. Auch Snyders jüngste Posts auf Vero dürften die Rufe nach dem Snyder-Cut nur noch lauter werden lassen. Unter anderem zeigte er dort nämlich ein Bild des legendären DC-Bösewichts Darkseid, der dann wohl in „Justice League 2“ aufgetreten wäre.

    Cyborg in der Mutterbox

    Doch vor allem postete er anlässlich des US-amerikanischen Vatertags am vergangenen 16. Juni 2019 auch ein Bild von Cyborg, das den Superhelden in einer Mutterbox zeigt, wie Snyders Kommentar zu dem Bild verrät. Mit einem dieser mysteriösen Artefakte wurde der dem Tode nahe Victor Stone erst zu Cyborg, doch in „Justice League“ will Bösewicht Steppenwolf die drei Boxen auch dazu verwenden, die Erde zu zerstören.

    Zack Snyder / Vero
    Cyborg sieht sich selbst und seine toten Eltern in der Mutterbox.

    Mehr Details zu der Szene verriet Snyder dann in weiteren Posts auf Vero, die durch Screenshots dokumentiert wurden. Offenbar befindet sich Cyborg deswegen in einer der Mutterboxen, weil er deren Verschmelzung von innen heraus verhindern oder rückgängig zu machen will. In der Kinofassung von „Justice League“ gelang ihm dies ohne eine Reise ins Innere.

    Doch dadurch ist uns eben auch eine potentiell hochemotionale Szene entgangen. Denn wie Snyder weiterhin andeutet, wäre Victor während seines Aufenthalts in der Mutterbox von Visionen seiner toten Eltern in Versuchung geführt worden (seine Mutter ist bereits seit langem tot und auch sein Vater sollte in Snyders Version im Laufe von „Justice League“ sterben). Das Zitat aus dem ursprünglichen Drehbuch griff unter anderem auch Cyborg-Darsteller Ray Fisher in einem Twitter-Post auf („Mein armer kaputter Junge. Ich kann dich wieder heile machen, Victor“, sagt Cyborgs Mutter wohl zu ihm):

    Flash und die Zeitreise

    Doch wie kommt Cyborg überhaupt in die Mutterbox? Verantwortlich dafür ist offenbar Barry Allen alias Flash (Ezra Miller). Wie Snyder nämlich bei Vero erklärte, versagt die Justice League bei ihrem ersten Versuch, wobei nicht ganz klar ist, ob damit die Trennung der Mutterboxen, der Sieg gegen Steppenwolf oder beides gemeint ist.

    Vero
    Zack Snyder verrät Plotdetails aus seiner Version von "Justice League" auf Vero

    Jedenfalls dreht Flash daraufhin die Zeit zurück, wohl um sich und seinen Heldenkollegen eine zweite Chance zu ermöglichen. Und er versetzt (Snyder benutzt das Wort „projizieren“) Cyborg offenbar mit Hilfe der Speed Force in die Mutterbox (die Speed Force ist in den DC-Comics die mysteriöse extradimensionale Energiequelle, die den diversen Speedstern – neben Barry Allen gibt es noch zahlreiche andere superschnelle Helden – ihre Kräfte verleiht). Der naheliegende Gedanke: Der Versuch die Boxen von außen zu trennen, scheiterte, darum soll es Cyborg beim zweiten Durchlauf von innen versuchen.

    In Snyders ursprünglich geplanter „Justice League“-Trilogie hätte übrigens angeblich auch noch eine zweite Zeitreise eine wichtige Rolle spielen sollen, mit der Batman das Leben von Lois Lane gerettet hätte. Alle Informationen dazu findet ihr hier:

    Batman rettet Lois: So düster sollte "Justice League" ursprünglich werden

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Das Problem hierbei ist: Wenn Batman einmal die Grenze überschreitet, ist es vorbei. All seine Gegner hätten gewonnen, er hätte jedwedes Vertrauen von den Bürgern Gothams verloren, die Assistenz von Gordon und Alfred. Deshalb darf er es sich selbst nicht erlauben, diese Route einzuschlagen. Weil es kein zurück mehr gibt. Es gibt da keine Wandlung zu seinem alten Selbst. Am Konsequentesten Wäre es gewesen, Batman in BvS sterben zu lassen. Um dann einen neuen Bats einzuführen. Wahrscheinlich aus einem anderen Universum.
    • CineMan
      Aber leider immer ohne den Kontext der Vorlage zu erklären Die Erklärung wieso Batman so hart und radikal agiert, wird doch im Film erläutert: Miserfolge, Rückschläge, Verlust, Tod, Schmerz... Seine Wandlung zum Dunklen Ritter ist durchaus nachvollziehbar. Sicherlich hätte man dies besser umsetzen können. Mit der ein oder anderen Sezene und Dialogen. So cool die Lagerhaus-Szene ist, genau hier hat man dann leider versäumt den zuvor erkeuchteten Batman (Martha-Szene) wieder zu einem guten Batman zu machen.Ob Batman nur Gründer und/oder Anführer der Justice League werden sollte, kann man nicht mit 100 Prozenitiger Sicherheit sagen. Aus einer ursprünglichen Pentalogie wollte das Studio mit Gewalt ein Filmuniversum erschaffen. Batman war von Snyder & Co nie als der strahlende Held eines CU konzipiert. Eher ein als brutaler Ritter der eine Wandlung durchmacht und wieder zu sich findet. aauch Dank Wonder Woman und Superman.
    • CineMan
      Hat nichts mit so ernst nehmen zu tun. Deine Aussage las sich überheblich. Habe Deine Aussage wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Sorry.
    • HalJordan
      Auch wenn wir uns schon mehrmals über Man of Steel ausgetauscht haben, ist diese Aussage für mich nichtssagend. Was heißt in diesem Zusamenhang so ziemlich das genaue Gegenteil?
    • HalJordan
      Ich auch. Deshalb habe ich das auch erwähnt. Der Mann hat sehr viel durchmachen müssen (Suizid der eigenen Tochter) und obwohl er seinen letzten DC-Film nicht vollenden konnte, musste er als Sündenbock herhalten.Mir geht es nicht darum Snyder auf beruflicher Ebene zu schützen. Ich finde es nur nicht richtig, wenn man bei diesem Mann voreilige Schlüsse zieht. Wir können uns beispielsweise nur vorstellen, wie die Justice League unter seiner Kontrolle ausgesehen hätte. In jedem Fall freue ich mich auf seine nächsten Projekte. Mit dem Zombie-Film für Netflix geht es wieder Back to the roots. Und ich würde mich - nach wie vor - über The Last Photograph freuen. Ähnlich wie Roland Emmerich mit Anonymous vor fast 10 Jahren etwas völlig anderes machte, würde diese kleinere Produktion aus Snyders Vita herausragen.
    • FilmFan
      Für mich schon.
    • Saints ofchaos Deluxe
      Ich bin ja echt entsetzt das unser tapferes Snyderlein Dawn of the Dead gereamaked hat! Der Film ist wirklich klasse und nicht so laaaaaaaaaaangatmig wie der Rest der Grütze. Watchmen- könnte man auch Sleepman nennen. MOS- netter neuer Ansatz, doch auch hier viel zu lange. BVSDOJ ....da ist der Titel schon endlos ;-)
    • Sentenza93
      Wer den Mann persönlich (!) angreift, was ja leider auch vorkam, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Da hab ich Sachen gelesen. :(Dass Warner die meiste Schuld trägt, weiß ich ebenfalls. Trotzdem will ich ihn auf beruflicher Ebene auch nicht 100%-ig in Schutz nehmen.
    • Sentenza93
      Trotzdem genug Filme, um eine gewisse Bilanz zu beziehen. Finde ich zumindest. Und ja, Mühe machen. Ich könnte ihn auch einfach als Versager bezeichnen, wie jemand anders oben, aber dafür halte ich ihn auch nicht. Er hat gute Seiten.Wie oft las ich hier z. B. auch schon unter Trailern Sieht aus wie das typische MCU-(hier Wort einfügen) oder Wird doch eh wieder das Gleiche, auch von Dir. ;) Das sind Vorbehalte. Die hat jeder Mensch. Darauf wollte ich hinaus. :) Und zum nächsten Thema, ich habe bisher trotzdem ebenfalls auch noch jeden DCEU-Film geschaut, und kenne auch Snyder's komplette Filmographie. Ich würde nicht drüber reden, hätte ich es nicht gesehen. :) Trotz Vorbehalten. Was mir in Sachen MCU mittlerweile auch klar geworden ist. Irgendwann hat man seinen Weckruf. Und einige reden dich DCEU und Snyder leidet auch oftmals schön. Mittlerweile bin ich generell kritischer eingestellt.War ich hier schon vorher, und hat sich auch nicht geändert. Mittlerweile kommen mehr Reihen, Personen etx6. dazu.Naja, war aber so gemeint, wie ich es schrieb. Es kam bei einigen Zuschauern besser an als bei Kritikern, aber auch da ist die Waage eher eingependelt.Oder kennen seine komplette Filmographie. So war das gemeint.
    • Sentenza93
      So ziemlich das genaue Gegenteil.Und die Szene mit dem Genickbruch ist die Szene, die mir am meisten gefiel. Eben weil es mal zeigte, dass Helden nicht immer moralisch handeln können. Wäre der ganze Film mal so gewesen....
    • HalJordan
      Naja, es ist ja nicht so, dass uns Snyder einen Superman vorsetzte, der das komplette Gegenteil seines Comic-Äquivalenten darstellte. Es gibt eine Szene, in der es eine größere Abweichung gibt. Die Szene, in der der letzte Sohn Kryptons Zod tötet. Allerdings wird das in ein paar Szenen sehr gut aufgezeigt, warum Supes keine andere Wahl hatte.
    • HalJordan
      Ich kann CineMans Ausführungen gut nachvollziehen. Snyder polarisiert und gerade hier auf FS musste er oft verbal Prügel einstecken. Gerade wenn es um die Justice League geht wurde auch mehrmals über das Ziel hinaus geschossen. Das hat der gute Zack nicht verdient. Wenn irgendjemand dafür kritisiert werden sollte, dann Warner.
    • Bruce Wayne
      Das hat nichts mit retten zu tun, wenn am Ende dennoch eine totale Missgeburt von einem Film rauskommt. Er hat ihn lediglich notgedrungen fertig gestellt.
    • Bruce Wayne
      Einer meiner wenigen Kritikpunkte am Film. Aber in TDK war die Charakterisierung auf den Punkt perfekt.
    • GamePrince
      Naja, gibt scheinbar genug Leute die das interessiert.Daher durchaus verständlich.
    • Bruce Wayne
      War mehr als Witz gemeint, aber wenn du das so ernst nimmst dann kann ich den Humor weglassen. Glücklicherweise hat ja wenigstens BvS in 90% des Filmes eine normale Bildsprache verwendet. Erst am Ende wurde es der typische Clusterf*ck. Und MoS besaß sogar eine richtig tolle Cinematographie solange es keine Kampfszenen gab.EDIT: Lies mal meine sonstigen Kommentare hier. Sollte klarstellen, dass ich den visuellen Stil Snyders manchmal durchaus leiden kann ;)
    • Bruce Wayne
      Hör dir einfach mal seine Aussagen auf der letzten Comic Con an, auf welcher er über diverse Kritik an BvS geantwortet hat. Dann wirst du merken, warum ich ihn weder als wirklichen Fan des Batman-Charakters sehe, noch als klassischen Fan von Superhelden. TDKR ist eine Alternativ-Version. Man kann sich gerne davon inspirieren lassen, und ich habe nichts gegen so eine Interpretation im DCEU...aber nicht als der Batman, welcher daraufhin erst so richtig im Universum durchstartet. Wenn Batman einmal tötet, dann gibt es kein zurück. Man kann so eine Tat nicht relativieren. Er würde niemals der klassische Batman sein, und wäre dementsprechend auch ungeeignet als Anführer für die Justice League. Es ist also dämlich diese Version als den Batman dieses cinematic universe einzubauen. Und ja, jede Person die sich mal mit Batman und der Comic-Lore auseinander gesetzt hat, wird dir bestätigen dass die Nicht Töten-Regel doch sehr essenziell für die Figur ist. Weder Burton noch Snyder scheint das zu interessieren. Ich finde es eigentlich sogar ganz lustig, dass immer wenn es um dieses Thema geht, das Argument kommt in Ausgabe #XY hat Batman ebenfalls getötet. Aber leider immer ohne den Kontext der Vorlage zu erklären :/
    • CineMan
      Wieso Du Snyder nicht als Fan sondern als Fanatiker bezeichnest, sagt schon viel aus. Es ist allseits bekannt dass sie sich u.a. von der The Dark Knight Returns inspirieren lassen haben.Wo liegt das Problem wenn er eine Interpretation einer Comicfigur eher mag als andere? Dann ist es halt so.Er glaubt nicht an das Konzept Held? Wie kommst Du bitte auf solch eine Aussage? Snyder ist Comic-Fan. Wie kann so einer das Konzept Held nicht verstehen bzw daran glauben?Die Filmemacher haben sich für die Interpretation eines älteren, wütenden, zynischen & brutalen Batmans entschieden. Keiner sagte aus dass es die einzig wahre Darstellung von Batman ist. Sie ist einfach eine weitere. Noch dazu eine durchaus nachvollziehbare.Aber egal, freut mich für Dich dass Du die Figur gerafft hast.
    • Darklight ..
      Er darf das.Aber muss FILMSTARTS darüber berichten...!?Ich hätte lieber mal frische Hintergrundartikel über gute Filme.Anstatt ständig diese x-fach aufgewärmte Story über ne faule Tomate und wie sie mit einer anderen Fassung besser verschimmelt wäre...FILMSTARTS scheint sehr viel Kapazitäten für Belangloses zu haben...
    • CineMan
      Habe ich auch nicht behauptet.
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