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    "Game Of Thrones": Diese traumatische Cersei-Szene wurde gedreht – aber wir haben sie nie gesehen
    Von Annemarie Havran — 20.06.2019 um 11:06
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    Lena Headey hat enthüllt, dass eine Szene aus „Game Of Thrones“ geschnitten wurde, die endgültig eine nun bis zum Schluss offengebliebene Frage geklärt hätte: War Cersei schwanger oder nicht?

    HBO

    Viel wurde im Verlauf von Staffel sieben und acht von „Game Of Thrones“ darüber geschrieben und spekuliert: Ist Cersei (Lena Headey) noch einmal von ihrem Bruder Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) schwanger geworden? Oder log sie Jaime an, um ihn an sich zu binden? Und wie würde das alles mit der Prophezeiung zusammenpassen, dass sie eigentlich nur drei Kinder haben soll?

    Und dann ging „Game Of Thrones“ zu Ende und wir hatten die Antwort immer noch nicht: War die Königin nun schwanger oder nicht? Eine Rolle hätte es so oder so nicht mehr gespielt, aber dennoch fühlte es sich für viele Zuschauer ärgerlicherweise einfach nach einem weiteren Handlungsstrang an, der offen- und fallengelassen wurde. Nun immerhin ist er nicht länger offen, denn Lena Headey selbst bestätigte endgültig, dass Cersei wirklich schwanger war!

    Fast hätten wir Cerseis Fehlgeburt gesehen

    Denn wie Headey jetzt auf einer Fan-Convention verriet, wurde für Staffel sieben von „GoT“ eine Szene gedreht, in der wir Cerseis Fehlgeburt miterlebt hätten. Doch die Szene wurde aus der Serie geschnitten, was Headey zu bedauern scheint: „Es war wirklich ein traumatischer, großer Moment für Cersei und er hat es nicht reingeschafft. Ich fand es eigentlich ziemlich toll, denn meiner Meinung nach hätte die Szene ihrer Figur noch mal auf eine ganz andere Weise gedient.“

    Die Macher entschieden sich also dafür, Cersei das Kind nicht verlieren zu lassen – dass sie es behielt, wurde dann aber trotzdem nicht mehr wichtig, da die Lannister-Herrscherin ja starb. Davon abgesehen wurde für den Zuschauer bis zum Schluss nicht ersichtlich, ob sie die Wahrheit über ihre Schwangerschaft sagte oder log. Hätte man hingegen gesehen, wie sie das Kind verliert, hätte es den ohnehin großen Schmerz ihrer Figur, der sie gerade in Staffel acht zu immer ruchloseren Handlungen trieb, vielleicht noch einmal nachvollziehbarer gemacht – so scheint es zumindest Headey zu sehen, die zunehmend öffentlich verlauten lässt, dass sie mit den Entscheidungen, die für ihre Figur getroffen wurden, nicht zufrieden sei.

    Wurde Cerseis Potential verschenkt?

    So hatte Headey zum Beispiel bereits angemerkt, dass sie sich einen anderen Tod für ihre Figur gewünscht hätte. Gekommen ist es in der achten Staffel bekanntlich letztendlich so, dass Cersei in den Armen ihres Bruders und Geliebten Jaime in der einstürzenden Burg von King’s Landing den Tod fand. Viele Fans hatten zuvor spekuliert, dass Cersei durch Jaimes Hand sterben würde – oder zumindest durch die von Arya (Maisie Williams), die Cersei immerhin auf ihrer Todesliste stehen hatte.

    Dass man bei so vielen Kandidaten auf den Posten von Cerseis Mörder die Entscheidung traf, sie nicht ermorden, sondern quasi durch einen „Unfall“ sterben zu lassen, stieß bei nicht wenigen Zuschauern auf Verwunderung. Auch dass Cersei als Haupt-Bösewichtin recht sang- und klanglos und in einem überhasteten Tempo von Daenerys (Emilia Clarke) abgelöst wurde, gehört zu den Kritikpunkten an Staffel acht.

    "Game Of Thrones": Lena Headey ist unzufrieden mit Cerseis Tod

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    Kommentare
    • Jimmy Conway
      Welche denn noch? Gut, ich dachte lediglich, dass Brienne sich für Jamie aufopfert, ansonsten habe ich in dieser Folge mit den richtigen Toten gerechnet. Rest kam noch später hinzu.
    • Jimmy Conway
      Eben, das ist ja das absurde, dass einige doch wissen, dass handwerklich alles top ist und dennoch 1 Stern/Punkt vergeben. Ich finde so etwas immer absurd.
    • Jimmy v
      Ich fand The Long Night auch ganz gut. Was mich aber noch störte, waren der Godmode für viele Figuren. Insbesondere die Szene mit Samwells Quasi-Tod war irgendwie doof.Ansonsten stimme ich dir zu, diese ganzen Extreme nerven.
    • Max Müller
      Ich glaube am Score, Schnitt, Kamera und Schauspielern wurde unisono nur wenig kritisiert. Selbst bei vielen 1/10 Kritiken auf IMDB wird das gelobt (sicherlich muss man dann keine 1/10 geben, wenn man die Wertungen nicht trennen kann), ein blanker Witz war eben das Writing, auch und vor allem bei The Long Night, die meiner Meinung nach die schwächste Episode der ganzen Serie war. Und wenn man sich die Wertungen der Serie vorher ansieht, die konstant bei 8.5 - 9.5 lagen, fühlt sich ein Fall auf 3/10 für viele eben wie eine 1 an.
    • Jimmy Conway
      Da stimme ich dir zu. Einige FS-User unterjubeln mir ja lächerliche Fanboy Attribute. Dabei hasse ich nichts mehr als wenig Ambivalenz und lächerliche 1 Sterne Wertungen (nicht nur auf Staffel 8 GoT bezogen).Staffel 8 war überhastet und man hätte vieles besser machen können, aber inszenatorisch, von der Bildkomposition, der Musik und Dramatik her, war auch diese Staffel gut.Zum Beispiel vom unlogischen Verhalten der Dothraki zu Beginn von The Long Night, war diese Folge einfach geil und die Dunkelheit passte.
    • Jimmy v
      Weiß nicht. Ich sehe das ambivalent. Deswegen wäre mein Urteil noch passabel (3-). Mir gefiel das Ende in der Grundausrichtung und was aus den Figuren wurde. Aber wie das umgesetzt wurde, herrje...
    • emmerich6
      Das is wahr. Mir schien es auch sinnvoll, dass diese Szene nicht auftauchte. Davon abgesehen scheiterte Staffel 8 ja nicht im Gesamtbild. Sie hatte ihre Schwächen, aber ist natürlich nicht gescheitert.
    • emmerich6
      Für mich persönlich wurde Cerceis Schwangerschaft in dem Moment ersichtlich, als sie Euron mitteilte er sei der Vater. SIe wollte ihm da das Kind von Jamie unterjubeln. Das schien mir dann also passend zu sein. Die Autoren haben ihre Fehlgeburt rausgeshcnitten, damit es am Ende diese poetische Szene mit Jamie geben konnte, was ich nachvollziehen kann.
    • Defence
      Hätte im Kontext gepasst, warum Cercei plötzlich beim Fall Kings Landing Tränen in den Augen gehabt hat - Alles verloren, woran sie sich noch geklammert hat...Aber nun gut, das unfertige Storytelling samt verkürzter Figurenentwicklung, die zu einigen Ungereimtheiten führte, wurde ja inzwischen oft genug thematisiert.
    • Steven R
      Danke, da hast du vollkommen recht.
    • Jimmy v
      Ich fand das Fehlen der Szene schon besser. So blieb eher die Ambivalenz, die wiederum für die Figur Jamies besser war.Es gilt freilich weiterhin: Daran scheiterte Staffel 8 nun auch nicht.
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